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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 25.03.2005, 00:10 Antworten mit ZitatNach oben





MEDIEN
Dokumentation25. Mrz 2005
BURKS' FORUM
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SPIGGEL.DE-DOSSIER I
Dossier: Diskussion ber die provokanten Thesen eines DJV-Mitglieds aus Baden-Wrttemberg
Teil I: "Haben Journalisten-Gewerkschaften noch eine Zukunft?" (21.01.2004, Hans Werner Conen)
Teil II: "Solidaritt ist eine Waffe - 12 Thesen fr eine starke Gewerkschaft" (31.01.2004, Burkhard Schrder)
Teil III: "Konsens ist Nonsens - anything goes" (09.02.2004, Hans Werner Conen)
Teil IV. "Treu und frdernd" (10.02.2004, Thomas Schelberg)
Teil V. "Den neo-liberalen Teufel austreiben"
Teil VI. "Niedergang streng nach Vorschrift" (06.03.2004, Hans-Werner Conen)
Teil VII. "Ausschluss eines "Arbeiterfhrers"? (23.05.2004, Hans Werner Conen)
Teil VIII. "Maulheldentum lterer Herren" (18.06.2004, Offener Brief Hans Werner Conens an Michael Konken)
Teil IX. "Jngschtes Gericht" (25.03.2005, Burkhard Schrder)
SPIGGEL.DE-DOSSIER II
Unter Journalisten 1
Unter Journalisten 2
Unter Journalisten 3
Unter Journalisten 4
Unter
Journalisten 5

Unter
Journalisten 6

Unter
Journalisten 7

- Dossier: Querelen im DJV - Landesverband Berlin.
Vgl. www.recherchegruppe.tk
MEINE ARTIKEL

Ausgewhlte Artikel in deutschen und internationalen Print- und Online-Medien von 1990 bis heute
MEDIEN-ARTIKEL AUF SPIGGEL.DE (AUSWAHL)
Bilder als Waffen?
Eine Replik auf die TAZ
Enthauptung im Irak
Darf man das Video zeigen?
Chinesisches Internetposting gesucht
Repressalien gegen Sekten-Mitglieder in der VR China
Wir basteln uns eine Terrorismus-Meldung
Die Anschlge in der Trkei
Sex, Landser und Rosamunde Pilcher
Will das Publikum keine serisen Informationen?
Wir sind alle Illuminaten
Verschwrungstheorien im Internet
FOCUS Online - die Mutter aller Quellen
...und immer an das Urheberrecht denken!
Pimmel auf Busen
ber die russische Mdchen-Band Tatu
MEINE BCHER (AUSWAHL)
Aussteiger
Wege aus der rechten Szene [2003]
Nazis sind Pop
2000, erweiterte Neuauflage 2004
Tron - Tod eines Hackers
1999, Linksammlung und Dokumente
Heroin - Sucht ohne Ausweg?
1993, Online-Ausgabe (download), Links
DAS BILD DES TAGES
Wandmalerei in Nicaragua, 1979 Burks
WETTER
Nieuw Nickerie (Surinam)
Qulaybiyah (Tunesien)
Norah Head (Leuchtturm) (Australien)
Pjngjang (Nordkorea)
Barcelona (Catalunia)
One Hundred Fifty Mile House (Kanada)
Bagdad (Irak)
Schrobenhausen (Deutschland)

HABEN JOURNALISTEN-GEWERKSCHAFTEN EINE ZUKUNFT? TEIL IX (SCHLUSS)

Zwlf Thesen des Journalisten Hans Werner Conen sorgten fr Unmut und auch Unverstndnis im DJV Baden-Wrttemberg. Conen wurde wegen seiner Thesen ausgeschlossen, hat sich aber juristisch zur Wehr gesetzt.

Auf spiggel.de erschienen bisher: Die Thesen Hans Werner Conens: "...und die Freiheit um jeden Preis!" (21.01.2004), Erwiderung von Burkhard Schrder: "Solidaritt ist eine Waffe" (31.01.2004), Erwiderung von Hans Werner Conen: "Konsens ist Nonsens - anything goes" (09.02.2004). Eine offizielle Stellungnahme des DJV Baden-Wrttemberg: "Treu und frdernd". Erwiderung von Hans Werner Conen: "Wie der berhmte Arbeiterfhrer Karl Geibel einmal den neo-liberalen Teufel austrieb" (24.02.2004). "Niedergang streng nach Vorschrift" von Hans Werner Conen (06.03.2004). "Ausschluss eines Arbeiterfhrers?" (23.05.2004) sowie "Maulheldentum lterer Herren" von Hans-Werner Conen (17.06.2004)

Im Ausschlussverfahren gegen Hans-Werner Conen wurde jetzt ein Vergleich vor dem Landgericht Stuttgart geschlossen. Hierzu ein Kommentar.

Jngschtes GerichtBlickpunkt

Baden-Wrttemberg hinter den sieben Bergen ist ein schnes Land. Dort ist die Welt noch so, wie sie sein soll. Die letzte nennenswerte Revolution ist 157 Jahre her, und das merkt man den Leuten irgendwie an. Man besingt den Konsum in Liedern; zum dort produzierten hochwertigen Kse gibt es die passenden Bltter. Auch der einheimische Journalistenverband gilt als fromm, frhlich und frei von jedweder Kritik gegenber dem Vorsitzenden Karl Geibel [Jugendbildnis], der zu den Plnen einiger Hinterbnkler des DJV Baden-Wrttemberg, ihn zum Vorsitzenden auf Lebenszeit zu ernennen, schweigt, aber vor allem deshalb, weil diese Plne gar nicht existieren.

Nun ist aus dieser Idylle gar Erschrckliches zu berichten. Ein Mitglied des dortigen DJV, der Fernsehjournalist Hans-Werner Conen, hatte sich Gedanken ber die Zukunft der Gewerkschaft gemacht und diese Thesen khn an Verbandsmitglieder verteilt. Das macht man gemeinhin so, wenn man mit anderen diskutieren will. In seinem Papier heisst es unter anderem: "Der DJV legt die Zusatzbezeichnung Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten ab. Eine erfolgversprechende Interessenvertretung ist unter Gewerkschaft zunehmend unmglich. Das Image von Gewerkschaften und der sogenannten gewerkschaftlichen Mittel (z.B. Streik) ist im freien Fall nach unten. Gewerkschaften haben keine Freunde mehr, sie gelten als Landplage und berflssig."

Der Autor dieses unmageblichen Kommentars teilt diese Meinung nicht in Gnze, wrde aber, um Voltaire zu verfremden, die allerschwerste juristische und publizistische Artillerie auffahren, falls jemand auf die - fr Journalisten doch sehr abwegige - Idee kme verhindern zu wollen, dass diese verffentlicht wird.

Nicht so der DJV Baden-Wrttemberg. Dort schloss man den Kollegen Conen aus. Wo kme man hin, wenn jemand in einer Gewerkschaft etwas meinen drfte, das anderen nicht gefllt! Ganz im Sinne der deutschen Leitkultur des Meldens, Durchfhrens und Verbietens argumentierte der dortige Geschftsfhrer Thomas Schelberg:
"Durch ihre Mitgliedschaft erkennen Vereinsmitglieder den satzungsmigen Vereinszweck an. Sie mssen daher ihr Verhalten den durch den Vereinszweck zum Ausdruck gebrachten Verbandsinteressen unterordnen. Das bedeutet: Das Mitglied hat eine Treue- und Frderpflicht dem Verband gegenber."
Blickpunkt

Das ist natrlich grober Unfug. Man muss sogar strafverschrfend vermuten, dass ein Unrechtsbewusstsein bei denen nicht vorliegt, die das urdeutsche Unterordnen verlangen. Der Autor dieses Artikels wurde seit Herbst 2003 drei Mal aus dem DJV Berlin ausgeschlossen, unter anderem, weil er dem lokalen Vorstand Misswirtschaft und Nepotismus vorwarf und auch im Allgemeinen dem Unterordnen abhold ist. Das hauptstdtische Landgericht trat alle diese Versuche, Kritik zu verhindern, mit dem lapidaren und pdagogisch wertvollen Satz energisch in die Tonne:
"Kritik ist erlaubt und kein Grund fr einen Ausschluss." Schluss. Basta. Ende der Debatte.

Diese klare und unmissverstndliche Botschaft ist aber noch nicht bis ber die sieben Berge und in die Herzen gedrungen. Der groe Vorsitzende Karl Geibel erschien jetzt bei Gericht, als es um den Ausschluss ging, mit einem Stapel Ausdrucke der berhmt-berchtigen Website burks.de, und meinte, der Kollege Conen drfe dieses und jedes nicht sagen und berhaupt gar nichts DJV-Obrigkeitsfeindliches oder gar Geibelkritisches meinen und msse deshalb letztinstanzlich ausgeschlossen werden. Die Richter erklrten khl, wie ihre Kollegen in Berlin, dass sie sich fr die von Geibel vorgebrachten Inhalte, die angeblich einen Ausschluss rechtfertigten, nicht interessierten.

Das Gericht schlug einen salomonischen Vergleich vor, dessen Inhalt der ffentlichkeit mit verbandspolitischem Tunnelblick nicht vorenthalten bleiben soll. Die Kosten wurden gegeneinander aufgehoben. Es hat also keine Seite gewonnen und keine verloren. Der Streit um den Ausschluss wird dadurch beendet, dass dieser nicht weiter juristisch angegriffen wird. Andererseits verpflichtet sich der DJV Baden-Wrttemberg, nichts gegen den Eintritt des Kollegen Conen in einen anderen Landesverband zu unternehmen; auch drfen die Vorwrfe gegen ihn nicht weiter verbreitet werden.

Der DJV Baden-Wrttemberg musste sich verpflichten, einen eventuellen Eintritt Conens in einen anderen Landesverband nicht zu behindern. Kommt es also zum Beispiel zu einer Aufnahme - wo auch immer -, ist die (Rck-)berweisung an den Landesverband Baden-Wrttemberg mglich. Die kann nicht abgewiesen werden; die Mitgliedschaft wird automatisch erworben.

Der geschtzte Kollege Hans-Werner Conen kommentierte das Ergebnis mit den Worten:
"Dann ist auf einem kleinen Umweg der gewnschte Erfolg doch noch eingetreten. Freilich muss man berlegen, ob das vernnftig ist, denn dass man viel Freude (auer als Dauerquerulant auf kleinen Kreisversammlungen) im Reich des Arbeiterfhrers htte, ist eher nicht zu erwarten."

Die wohlwollende Surferin und der geneigte Surfer, der deutschen Journalisten-Vereinsmeierei unkundig, werden sich vermutlich die Augen reiben und verwundert fragen, warum Funktionre von Mediengewerkschaften - wie Karl Geibel - mit pathetischen Worten fr die Pressefreiheit eintreten (vgl. Ausriss), aber sich in ihrem eigenen Verband wie eine Kreuzung zwischen Erich Honecker und einer Bonsai-Ausgabe des Sonnenknigs gebrden?

Das kann man leicht erklren: Der DJV als Bundesverband ist weder in der Lage noch willens, Landesvorsitzende loswerden, die publizistische und moralische Grundstze mit Fen treten - wie in Berlin, Brandenburg und Baden-Wrttemberg. Der bayerische Landesvorsitzende Dr. Wolfgang Stckel weigerte sich jngst, an einer geplanten Podiumsdiskussion eines seiner Bezirksverbnde als Diskutant teilzunehmen, zu der auch Hans-Werner Conen offiziell eingeladen worden war. Und das, obwohl der BJV auf seiner Website verkndet:
"Der BJV ist meinungsoffen, praktiziert die Meinungsfreiheit bewusst und offensiv auch nach innen." Gar nicht wahr, sondern glatt gelogen. Boshafte Zeitgenossen wrden zudem Feigheit vor dem Feind diagnostizieren.
Blickpunkt
Gar nicht feige scheint der DJV Baden-
Wrttemberg zu sein. In dessen Forum sind nur vier Beitrge, einer jedoch stammt von Hans-Werner Conen. Man muss befrchten, dass nur vergessen wurde, ihn zu lschen. Und deshalb soll er der ffentlichkeit erhalten bleiben, bevor der Zensor agiert. Der Betreiber dieser Website frchtet sich, um daran zu erinnern, weder vor Vorsitzenden, die sich wie Herrenreiter auffhren noch vor denen, die das Internet fr Teufelswerk halten noch vor denen, die im Zustand der selbst verschuldeten Unmndigkeit verharren. Und jeder soll sagen drfen, was er denkt, ob er Recht hat oder nicht.

Aus dem Forum des DJV Baden-Wrttemberg, Stand 24.03.2005:
Test
Conen, Hans Werner 12-Dez-04

Der DJV ist von drittklassigen Funktionren, die berufliche Erfolglosigkeit durch Gutsherrenart im Verband zu kompensieren suchen, moralisch und finanziell vor die Wand gefahren worden. Der Bundesvorsitzende Konken ist nicht einmal Journalist. Er ist fr mindestens eine halbe Million Euro Defizit, fr vergeigte Streiks und fr Dutzende verlorener Gerichtsprozesse verantwortlich. Massive Beitragserhhungen und Leistungseinschrnkungen, vor allem fr Freie Journalisten, stehen deshalb bevor. Der baden-wrttembergische Vorsitzende Geibel, der seit 18 (!) Jahren seine Pfrnde verteidigt, lt seine (zweite) Ehefrau ber den DJV finanzieren, ohne deren einschlgige Qualifikation, ohne Stellen-Ausschreibung, seit Jahren. Und er lie den Geschftsfhrer, der Parteifunktionr der SPD ist, in der DJV-Geschftsstelle fr die SPD arbeiten. Sogar eine SPD-Telephon-Hotline fhrte in das DJV-Bro. Der bayerische DJV-Vorsitzende Stckel ist auch kein Journalist. Er arbeitet als Verwaltungsbrokrat im Schulamt der Stadt Nrnberg und erregt sich darber, da angeblich in Berlin Mitglieder auf-genommen wurden, die keine hauptamtlichen Journalisten sind. Der Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Spohr, wirft DJV-Mitgliedern, die seine Meinung nicht teilen, die 'Machtgier kleiner Cliquen' vor. Mit eben solchen Worten hat Adolf Hitler am 20. Juli 1944 die Verschwrer kurz vor der Hinrichtung beschimpft. Die Entmachtung und Entfernung solcher Leute ist der erste und wichtigste Schritt zur Reform des DJV. Der nchste Schritt ist der zu mehr Partizipation fr alle DJV-Mitglieder, nicht nur fr die ewig gleichen fnf Prozent, die sich auf Versammlungen gegenseitig whlen.
Hans Werner Conen alea@wanadoo.fr


Update 03.04.2005: Jetzt ist der Beitrag Hans-Werner Conens zensiert bzw. gelscht worden.


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BURKS ONLINE 25.03.2005
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