www.burks.de Foren-bersicht www.burks.de
Burkhard Schr�ders [Burks] Forum - f�r Kosmopoliten und Kaltduscher
burks.de: Forum für Kosmopoliten und Kaltduscher
burksblog.de: ab 01.01.2008 geht es hier weiter!
privacyfoundation.de: German Privacy Foundation
 FAQ  •  Suchen  •  Mitgliederliste  •  Benutzergruppen   •  Registrieren  •  Profil  •  Einloggen, um private Nachrichten zu lesen  •  Login
 Haben Journalisten-Gewerkschaften noch eine Zukunft? Nchstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Neues Thema erffnenNeue Antwort erstellen
Autor Nachricht
burks
Webmaster
Webmaster


Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 21.01.2004, 22:17 Antworten mit ZitatNach oben




MEDIEN
Aktuell20. Januar 2004
BURKS' FORUM
ber diesen Artikel diskutieren (nur fr registrierte NutzerInnen des Forums)
SPIGGEL.DE-DOSSIER I
Dossier: Diskussion ber die provokanten Thesen eines DJV-Mitglieds aus Baden-Wrttemberg
Teil I: "Haben Journalisten-Gewerkschaften noch eine Zukunft?" (21.01.2004, Hans Werner Conen)
Teil II: "Solidaritt ist eine Waffe - 12 Thesen fr eine starke Gewerkschaft" (31.01.2004, Burkhard Schrder)
Teil III: "Konsens ist Nonsens - anything goes" (09.02.2004, Hans Werner Conen)
Teil IV. "Treu und frdernd" (10.02.2004, Thomas Schelberg)
Teil V. "Den neoliberalen Teufel austreiben" (24.02.2004, Hans-Werner Conen)
Teil VI. "Niedergang streng nach Vorschrift" (06.03.2004, Hans-Werner Conen)
Teil VII. "Ausschluss eines "Arbeiterfhrers"? (23.05.2004, Hans Werner Conen)
Teil VIII. "Maulheldentum lterer Herren" (18.06.2004, Offener Brief Hans Werner Conens an Michael Konken)
Teil IX. "Jngschtes Gericht" (25.03.2005, Burkhard Schrder)
SPIGGEL.DE-DOSSIER II
Unter Journalisten 1
Unter Journalisten 2
Unter Journalisten 3
Unter Journalisten 4
Unter
Journalisten 5

Unter
Journalisten 6

- Dossier: Querelen im DJV - Landesverband Berlin.
Vgl. www.recherchegruppe.tk
MEINE ARTIKEL

Ausgewhlte Artikel in deutschen und internationalen Print- und Online-Medien von 1990 bis heute
MEDIEN-ARTIKEL AUF SPIGGEL.DE
Chinesisches Internetposting gesucht
Repressalien gegen Sekten-Mitglieder in der VR China
Wir basteln uns eine Terrorismus-Meldung
Die Anschlge in der Trkei
Sex, Landser und Rosamunde Pilcher
Will das Publikum keine serisen Informationen?
Wir sind alle Illuminaten
Verschwrungstheorien im Internet
FOCUS Online - die Mutter aller Quellen
...und immer an das Urheberrecht denken!
Pimmel auf Busen
ber die russische Mdchen-Band Tatu
MEINE BCHER (AUSWAHL)
Aussteiger
Wege aus der rechten Szene [2003]
Nazis sind Pop
2000, erweiterte Neuauflage 2004
Tron - Tod eines Hackers
1999, Linksammlung und Dokumente
Heroin - Sucht ohne Ausweg?
1993, Online-Ausgabe (download), Links
DAS BILD DES TAGES
Revolutionsfeiern in Nicaragua 1979
WETTER
Nieuw Nickerie (Surinam)
Qulaybiyah (Tunesien)
Norah Head (Leuchtturm) (Australien)
Pjngjang (Nordkorea)
Barcelona (Catalunia)
One Hundred Fifty Mile House (Kanada)
Bagdad (Irak)
Schrobenhausen (Deutschland)

HAT EINE JOURNALISTEN-GEWERKSCHAFT EINE ZUKUNFT? TEIL I

... und die Freiheit um jeden Preis!

Von Hans Werner Conen

Der Journalist Hans Werner Conen ist Mitglied des Deutschen Journalisten-Verbands Baden Wrttemberg. Seine zunchst nur verbandsintern verbreiteten provokativen Thesen sorgten fr Unmut und heftige Diskussionen. Wir dokumentieren die Thesen. Eine Erwiderung erschien am 31. Januar 2004 auf burks.de/spiggel.de.

Zwlf Thesen fr einen zukunftsfhigen DJV

1. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ist eine professionell gemanagte Dienstleistungsorganisation ohne jede politische, gesellschaftliche oder sonstige Ideologie. Er respektiert, dass seine Mitglieder sich auf unterschiedlichsten Positionen von Berufs wegen am politischen Diskurs beteiligen. Der Verband darf nicht in Meinungskonkurrenz zu seinen Mitgliedern treten. Es gilt: Journalisten drfen jede Meinung haben, der Journalistenverband darf - deshalb - keine Meinung haben. Der DJV hat kein politisches Mandat.
DJV Berlin, Hauptversammlung
2. Der DJV befat sich nicht mit Form und Inhalt dessen, was seine Mitglieder in Ausbung ihres Berufs in den Medien verffentlichen. Er tritt aber insbesondere gegenber dem Staat nachhaltig dafr ein, dass sie schlechthin alles verffentlichen knnen ("Anything goes"). Der DJV ist keine den einzelnen Journalisten bergeordnete Instanz. Sanktionen sind ihm verboten. Mitglieder haben keine Pflichten auer der Beitragszahlung. Der DJV hat kein pdagogisches Mandat.

3. Der DJV rechtfertigt sich ausschlielich ber den konkreten beruflichen oder wirtschaftlichen Nutzen der einzelnen Mitglieder. Diese mssen aus einem breiten Angebot von berufsbezogenen Leistungen (Rechtsberatung, Steuerberatung, Grnderberatung, Berufshaftpflicht, Datenbanken etc.) die im Einzelfall bentigten auswhlen knnen; auch Spezialauftrge mssen mglich sein. Hierfr hlt der DJV eigene Experten bereit und/oder kooperiert mit entsprechenden Unternehmen.

4. Der DJV anerkennt vorbehaltlos die unabdingbare Privatautonomie des einzelnen Mitglieds und damit den Vorrang individueller Regelungen aller Fragen im Zusammenhang mit der Berufsausbung vor kollektiven Regelungen. Diese sind stets subsidir und abdingbar. Der DJV tritt fr die Abschaffung oder nderung aller gesetzlichen Regelungen ein, die private Koalitionen mit quasi-staatlicher Macht gegenber dem Einzelnen versehen (Tarifvertragsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz, Allgemeinverbindlichkeit,
etc.).

5. Der DJV legt die Zusatzbezeichnung Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten ab. Eine erfolgversprechende Interessenvertretung ist unter Gewerkschaft zunehmend unmglich. Das Image von Gewerkschaften und der sogenannten gewerkschaftlichen Mittel (z.B. Streik) ist im freien Fall nach unten. Gewerkschaften haben keine Freunde mehr, sie gelten als Landplage und berflssig. Es ist deshalb geboten, das sinkende Schiff zu verlassen. Auch ohne das Unwort Gewerkschaft kann der DJV weiter ein tariffhiger
Verband sein.
DJV Berlin, Hauptversammlung
6. Der DJV beteiligt sich nicht mehr am Tarifkartell. Entgelte und Arbeitsbedingungen mssen sich im Wettbewerb am Markt einzeln frei bilden und nicht in Kungelrunden von Kartellbrdern und Monopolbrokraten. Der DJV hat weit berwiegend gut ausgebildete Intellektuelle als Mitglieder, die weder zu dumm noch zu schwach sind, ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage - die Vermarktung ihrer journalistischen Leistungen - selbstveranwortlich zu gestalten. Der Umstand, da es auch solche gibt, die das aus unterschiedlichen Grnden nicht knnen - oder wollen -, rechtfertigt es nicht, die breite Mehrheit der Tchtigen zu bevormunden.

7. Der DJV nimmt zunchst Abschied von Tarifbindung und Flchentarifvertrag, spter von kollektiven Vertrgen schlechthin. Der DJV gibt die gescheiterte menschenunwrdige kollektive Zwangsbeglckung auf und setzt auf Wettbewerb und Eigenverantwortung seiner Mitglieder. Das vorhersehbare Ergebnis: Leistungsbereite Auflagen- und Quotenbringer werden krftig zulegen, Durchschnittsjournalisten und Problemflle werden Einbuen hinnehmen mssen. Beides ist gut so.

8. Der DJV fhrt fr die bergangszeit bis zum Entfall der Kollektivvertrge zustzlich die sogenannte OT-Mitgliedschaft ein, bei der das Mitglied die Leistungen des Verbandes in Anspruch nehmen kann, ohne der Tarifbindung zu unterliegen.

9. Der DJV fhrt keine Arbeitskmpfe. Die Streikordnung wird abgeschafft.

10. Der DJV handelt (ggf. unter Beachtung des Kartellrechts) mit mglichen Arbeit- bzw. Auftraggebern seiner Mitglieder Musterarbeitsvertrge, Preislisten, AGBs, etc. aus, die fr die individuellen Vertragsparteien Empfehlungscharakter haben. Fr Konfliktflle, in denen beide Parteien es wnschen, stellt der DJV Mediatoren.
DJV Berlin, Hauptversammlung
11. Der DJV erkennt uneingeschrnkt Markt und Wettbewerb als Regelmechanismen fr die Berufsausbung von Journalisten an und lehnt staatliche Vorgaben ab. Ziel journalistischer Arbeit ist der Erfolg am Markt. Der DJV sieht die Medien als Dienstleistungsindustrie wie andere auch. Der DJV tritt fr die Befreiung des ffentlich-rechtlichen Rundfunks aus der Beherrschung durch Parteien ein. Nach dem - vorhersehbaren - Scheitern dieser Bemhungen fordert der DJV die Privatisierung der ffentlich-rechtlichen Anstalten. Der DJV tritt fr ein Verbot der Beteiligung des Staates, der Parteien und der parteinahen Stiftungen an Medienunternehmen ein.

12. Der DJV gibt sich ein Motto. Es lautet: "Wir wollen Einigkeit und Recht und Freiheit. Und die Freiheit um jeden Preis."

11. Juli 2003
------------------------------------------------------------

BURKS ONLINE 20.01.2004
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfltigung nur mit Genehmigung des BurksVEB.


Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Beitrge der letzten Zeit anzeigen:      
Neues Thema erffnenNeue Antwort erstellen


 Gehe zu:   



Nchstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group :: FI Theme :: Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde