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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
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BeitragVerfasst am: 20.01.2006, 03:02 Antworten mit ZitatNach oben

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DAS GIBT ZU DENKEN
Chaos im Computer Club
Man knnte natrlich wieder eine kleine Presseschau machen. Deutsche Medien und das Internet - manchmal hatte man in den letzten Tagen den Eindruck, Kameltreiber diskutierten ber den Iglu-Bau. Die TAZ: Wikipedia sei lahmgelegt. Grober Unfug: Gar nichts ist lahmgelegt. Nur die DAUs brauchen zehn Sekunden lnger, um die deutsche Verson der Online-Enzyklopdie zufinden - statt www.wikipedia.de muss man jetzt de.wikipedia.org eingeben. So mache ich es ohnehin, weil ich mir das besser merken kann.

Korrekt fassen jedoch die Frankfurter Rundschau, die Financial Times, die Sddeutsche, der Tagesspiegel und die Tagesschau den Sachverhalt zusammen. Letztere spricht sogar sachlich von "Verschwrungstheorien".

Die sterreichische Presse behauptet, die Todesumstnde seien "ungeklrt", was nach dem offiziellen Ermittlungsergebnis nicht stimmt. Bei den Blogs kommt man laut Pressespiegel nicht mehr hinterher: Jeder scheint das Thema wichtig zu finden. Zur Lektre empfohlen sei ein "Offener Brief" des Zenodot-Verlags. Der Geschftsfhrer weist den Anwalt der Eltern Trons darauf hin, dass der Verlag eine CD-ROM der Wikipedia verbreite, in der "der volle brgerliche Name" genannt werde. Man beabsichtige nicht, das zu unterlassen. Er kndigt an, dass der Verlag sich gegen eventuelle Verfgungen wehren und auch gegebenenfalls auf Schadensersatz dringen werde.

Die einzige Institution, die krftig und gleichzeitig klglich herumeiert, ist der Chaos Computer Club. Zum Glck ist der Laden Screenshotnicht "verkircht", wie Wau Holland das frher zu bezeichnen pflegte. Das gilt aber nicht fr die Berliner Sektion, deren Gruppendynamik der eines Hhnerhaufens gleicht und die sich zu einem rationalem Standpunkt zum Thema "Tron", der ffentlich vertreten werden knnte, einfach nicht durchringen will.

Bestes Beispiel: Tim Pritlove. Ihm fllt nichts Besseres ein, als mich zu beschimpfen. Das ist man nicht anders gewohnt. Der Grund? Ich habe es dort kommentiert: Der Berliner CCC wird es mir nie verzeihen, dass ich seine hbsch zusammengezimmerte und vor allem Publicity-trchtige Verschwrungstheorie zum Thema "Tron" nicht geglaubt, sondern einfach nur recherchiert habe, ohne auf die "Dienstanweisungen " der dortigen Wichtigtuer Rcksicht zu nehmen.

Ich darf aus meinem Blog vom 11. Januar zitieren: "Zu Beginn meiner Recherchen habe ich dem Berliner CCC eine enge Zusammenarbeit angeboten, schriftlich und mndlich. Das wurde insbesondere von Andy Mller-Maguhn und Wau Holland abgelehnt. Holland schrieb mir per Mail wrtlich: "Von mir erfhrst du nur dann etwas, wenn Du Andys [Mller-Maguhns] Anweisungen respektierst. Repeat: Anweisungen."

Wenn ich diesen "Anweisungen" gefolgt wre, htte ich mir damals selbst ein Berufsverbot auferlegen mssen und die Umstnde des Suizids Trons wren gar nicht recherchiert worden. Ein "Stefan" kommentiert in Pritloves Blog ganz richtig:
"Der ambivalente Umgang mit Informationsfreiheit erstaunt. Was wre, wenn staatliche Stellen Wikipedia etwas verbieten wrden? Ein Aufschrei ging zurecht durch die Szene. Im Kampf gegen die Wirklichkeit verheddert sich der Sprecher des CCC gemeinsam mit Trons Eltern. Gelten Grundstze wie Redefreiheit nur fr Themen, die Andy genehm sind? Der CCC knnte Stellung beziehen und wrde das auch, wenn nicht der eigene Sprecher hinter der Zensur stnde."

Fr den CCC gelten jedoch die ungeschriebenen Gesetze der deutschen Vereinsmeierei - damit unterscheidet er sich nicht von einem x-beliebigen Verein zur Pflege der Rassereinheit des deutschen Schferhunds. Wer einmal einen Posten hat, gibt ihn nicht wieder her, zumal man hier zustzlich den Eindruck gewinnen kann, dass jemand das Pressesprechertum zum eigentlichen Lebenssinn und -zweck gemacht hat. Der CCC wird Mller-Maguhn nicht wieder los und somit bis auf weiteres mit dessen Verschwrungstheorien in Verbindung gebracht werden.

Zum Glck fr die Hacker haben Journalisten ein kurzes Gedchnis: In ein paar Wochen wird jeder, der heute behauptet, finstere Geheimdienste, die Mafia oder die blichen verdchtigen Illuminati htten Tron ermordet, wieder ernst genommen werden. Auf Inhalte kommt es im deutschen Medien-Mainstream nicht so sehr an wie auf des Kaisers Kleider, also das Amt.

Auch Andres Bogk nennt keine Fakten, was meine Recherche angeht - wieder nur dumme abwertende Bemerkungen zu meiner Person, die niemand nachvollziehen kann - ich brigens auch nicht. Die dort sachkundig zusammengetragenen Recherchen entsprechen auch den meinen - bis auf den letzten Abschnitt, der vage und verschwrungstheoretisch vom Leder zieht. Was in dem ominsen Brief des Ray Adams stehen soll, ist nicht weiter geheimnisvoll. Und Tron stand nicht mit der osteuropischen "Mafia" in Kontakt. Offenbar muss man den toten Hacker noch nachtrglich vor seinen so genannten Freunden in Schutz nehmen. Ich habe selbst ein Telefonat mit dem damals wohl wichtigsten Pay-TV-Hacker aus Bulgarien mitgehrt (eine eher minder legale Aktion), in dem das Thema behandelt wurde. Wer genau wei, welche Geschfte Tron gemacht hat, war sein Freund Andreas H., der aber vom CCC erst befragt wurde, nachdem ich es getan hatte. Und da hatte er schon keine Lust mehr, ber die Details zu reden.
Montage
Im CCC wird also weiter Chaos herrschen. Niemand wird beherzt zugeben, dass man sich damals geirrt hat, als vollmundig von "Mord" gesprochen wurde. Ich kann mich gut an das Jahrestreffen 1998 erinnern und an die fast mit den Fingern zu greifende Lynchstimmung gegen mich. Niemand hat widersprochen, als der Vater vor mehreren hundert Zuhrern behauptete, "alles" in meinem Buch sei gelogen. Die kollektive Hysterie und der sehnliche Wunsch der Hacker-Menge, ihr "Siegfried" sei hinterrcks gemeuchelt worden, waren mir zutiefst unheimlich. Kaum jemand wollte die private und menschliche Tragdie Trons wahrhaben oder auch nur erwgen.

Man muss es hier aussprechen: Niemand kann jetzt noch glauben, die gerichtlichen Schritte gegen Wikipedia seien aus dem hehren Motiv heraus geschehen, den brgerlichen Namen des Toten zu "schtzen". Genau das Gegenteil ist erreicht worden. Die deutschen Medien befleiigen sich zwar fast ausnahmslos wie gewohnt des vorauseilenden Gehorsams und wagen es nicht, den Namen zu nennen, aber die Zahnpaste ist mit Verve aus der Tube gequetscht worden. Und niemand wird sie wieder hineindrcken, noch nicht einmal ein deutscher Anwalt, der mit der Attitude einherkommt, am deutschen Justizwesen msse die Welt genesen.
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BURKS ONLINE 19.01.2006
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