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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 10.11.2005, 23:20 Antworten mit ZitatNach oben


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HAUSMITTEILUNG

Magazin fr Nestbeschmutzer

Von Burkhard Schrder

Berliner JournalistenIm Wiki des Jonet-Tages habe ich vor einigen Tagen in der Rubrik "Workshop fr Magazingrnder" folgende unmagebliche Zeilen gepostet: "Berliner Journalisten - gegrndet im Oktober 2004 von vier Kolleginnen und Kollegen in Berlin. Grundausstattung: 5000 Euro, Wut im Bauch ber unserise Berichterstattung in real existierenden Medienmagazinen ber die Querelen im DJV, jede Menge Herzblut.

Ziel: Ein verlags- und auch verbandsunabhngiges Medienmagazin aus Berlin (aber nicht nur fr Berlin), das allen Kolleginnen und Kollegen garantiert, ihre Interessen wahrzunehmen, wenn ntig, auch die Journalisten-"Gewerkschaften" anzugreifen, im Zweifel gegen die Chefredaktion und fr die Freien einzutreten.

Motto: 50 Prozent Service, 50 Prozent Hetzblatt fr Nestbeschmutzer. Bisher erreicht: Vier Ausgaben, bundesweites Erscheinen (ab Nr. 3), die Seitenzahl wurde jedes Mal erhht, immer noch nicht viel Geld, abhngig von Anzeigen (ohne die erscheint das Heft nicht), vermutlich zahllose Feinde (Funktionre des DJV, der Journalist, DJV Berlin, die Kader des Vereins "Berliner Journalisten" u.v.a.m.), viele Freunde (u.a. jungejournalisten.de, Leipziger Journalisten).

Hehre Ziele (media fiction): Im nchsten Jahr Geld zu verdienen, ordentliche Honorare an alle zahlen zu knnen, ber 100 Seiten, mehr als 1000 Abonennten, Anzeigenvolumen kontinuierlich ber 15000 Euro."

Soweit der Anspruch und die Ideale. Ob wir das erreichen, was wir wollen, wissen wir noch nicht. Aber die Probe auf's Exempel ist immer hilfreich. Soeben ist die vierte Ausgabe mit dem Schwerpunkt Europa erschienen. Und offenbar hat unser Motto seine Wirkung nicht verfehlt: Einige der Funktionre in Journalisten-Organisationen sind sehr irritiert. Nehmen wir zum Beispiel den Presseausweis. auf der Website des Deutschen Journalisten-Verbands finden sich sehr khne Thesen: "Momentan drfen nur vier Verbnde bzw.ihre Landesorganisationen den bundeseinheitlichen Ausweis ausstellen: der DJV, ver.di/dju sowie die Verleger-Organisationen BDZV und VDZ. " Das ist so nicht richtig. Es gibt keinen so genannten "bundeseinheitlichen" Presseausweis, sondern nur einen "Geschmacksmusterschutz" fr den, den die bisherigen Monopolisten ausstellten. Ein Urteil, das die Fotografen-Organisation Freelens erstritt, besagt, dass auch deren Ausweis anerkannt werden muss. Berliner JournalistenOb ein Ausweis "echt" ist, entscheiden weder Behrden noch der DJV noch die DJU. Auch andere Presseausweise, die der des DFJV, sind "echt" und nicht geflscht oder "unecht".

Der renommiert Medienanwalt Helmuth Jipp schreibt in der aktuellen Ausgabe von Berliner Journalisten:
"Presseausweise knnen nicht nur, wie bisher in interessierten Kreisen angenommen, von den Verlegerverbnden - BDZV und VDZ - und ausgewhlten Gewerkschaftsverbnden - DJV und Deutsche Journalisten Union in ver.di - ausgestellt werden. (...) Einsichtige hatten es bisher ohnehin erkannt: Presseausweise sind keine "amtlichen Dokumente". Das Recht, Presseausweise auszustellen, ist gesetzlich nicht geregelt. Es gibt also keine Vorschrift, die die Ausstellung von Presseausweisen "bestimmten Berechtigten vorbehlt".

Offenbar war das von FreeLens eingeleitete Verfahren vor dem Verwaltungsgericht gegen das Land Nordrhein-Westfalen erforderlich, um den Monopolisten diese Rechtslage zu verdeutlichen.

Es darf schon verwundern, dass dieses Verfahren berhaupt erforderlich wurde. Es gilt die Zulassungsfreiheit der Pressettigkeit. Das ist in den Landespressegesetzen ausdrcklich vorgeschrieben. Der Staat darf also Pressearbeit nicht von einer Zulassung abhngig machen. Die Pressettigkeit kann daher auch nicht abhngig sein vom Besitz eines Presseausweises. Es ist aber hinreichend bekannt, dass die Vorlage eines Presseausweises die Pressearbeit erheblich erleichtert. Die Behrden sind nach den Landespressegesetzen etwa zur Auskunft nur "Vertretern der Presse" gegenber verpflichtet. Der Presseausweis stellt die entsprechende Legitimation dar."


Und, nach einer ausfhrlichen Wrdigung der Entscheidungsgrnde:
"Bemerkenswert ist schlielich, dass das Verwaltungsgericht das Vorbringen der "bisher berechtigten" Journalistenverbnde zurckgewiesen hat, die das Hinzukommen eines weiteren ausstellungsberechtigten Verbandes nicht fr erforderlich hielten. Nchtern weist das Verwaltungsgericht daraufhin, dass das Hinzukommen eines einzelnen weiteren Verbandes die Kommunikation unter den Verbnden mit den Behrden ernsthaft nicht erschweren knne. Bei der Stellungnahme dieser Verbnde fllt die Abwesenheit von ernstzunehmenden berechtigten Argumenten auf. Dies nhrt den Verdacht, dass lediglich die einmal zugestandenen Pfrnde und der damit erworbene Wettbewerbsvorteil geschtzt werden sollten."

Warum gibt es jetzt Heulen und Zhneklappern, nachdem "das Monopol gefallen" ist? Attraktiv ist der Presseausweis, weil es Presserabatte gibt. Mit Journalismus hat das weniger zu tun. Auch der Rechtsschutz, den die real existierenden Journalistenverbnde anbieten, ist in deren Ermessen gestellt und hngt oft von Willkr des jeweiligen Vorstands ab. Er ist nicht einklagbar. Professionelle Anbieter wie die ARAG haben die Nachfrage erkannt und bieten einen vergleichbaren Rechtsschutz an. Wenn "bundeseinheitlicher" Presseausweis und Rechtsschutz aber kein Monopol der groen Verbnde mehr, sondern deren Angebote dem scharfen Wind des Wettbewerbs ausgesetzt sind, werden sich vor allem vor allem die freien Journalisten berlegen, ob sie berhaupt in eine "Gewerkschaft" eintreten und ob ihnen das etwas ntzt. Und das hrt man selbstredend nicht gern. Wer unbequeme Wahrheiten ausspricht Berliner Journalistenoder gar Kritik bt, gilt als Nestbeschmutzer und wird gemobbt. Der Autor dieser unmageblichen Zeilen hat reichhaltige und einschlgige Erfahrungen mit der deutschen Journalistenvereinskultur gemacht.

Deshalb muss es ein Medienmagazin geben, das von Verbnden und Verlagen unabhngig ist. Und das, nach gutem Journalistenbrauch, auf alle rcksichtslos einprgelt, auch auf die Guten. Genau so, wie Roger Boyes, Deutschland-Korrespondent der Londoner Times, in Berliner Journalisten Nr. 3 schrieb:
"Meinungsumfragen zeigen, dass das ffentliche Ansehen von Journalisten in Grobritannien gegen unter Null tendiert, gleich dem von Immobilienmaklern und minimal ber dem von Kinderschndern. Das ist gesund. Journalisten sollten gefrchtet, nicht geliebt werden, so die angelschsische Lektion."

Man kann es auch mit Klaus Strtebeker prgnant ausdrcken: Viel Feind', viel Ehr'. Und das bundesweit.

Update 22.11.2005: Ots-Meldung


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BURKS ONLINE 10.11.2004
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