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burks
Webmaster
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6761
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 02.12.2003, 14:48 Antworten mit ZitatNach oben

Man sagt, an der Einrichtung einer Wohnung erkenne man den Charakter desjenigen, der dort haust. Allein schon beim Begriff "Einrichtung" scheiden sich die Geister: ich kme niemals auf die Idee, jemand anderen darber bestimmen zu lassen, was in meinen Rumen steht, liegt oder sonstwie vorhanden ist. Innenarchitekten sind wie Pressereferenten: sie denken fr andere, die sich diese Ttigkeit gerade nicht leisten knnen oder unfhig sind, eigene Ideen zu entwickeln. So etwas soll es ja geben.

Wer fhlt sich wie warum wohl? An meiner Pinnwand hngen zwei Postkarten: "Selbstndige sind Leute, die tglich 16 Stunden zu arbeiten bereit sind, nur um nicht acht Stunden pro Tag fr einen anderen zu mssen." Und: "Wer nachts schlft, darf sich nicht wundern, wenn er tagsber arbeitet." My home is my office. Da ich keine Freizeit kenne, sondern das, was ich mache, wenn ich nicht arbeite, meistens auch mit meinem Beruf zu tun hat, nimmt der Schreibtisch bzw. nehmen die Schreibtische die zentrale Position dort ein, wo andere Leute ein Wohnzimmer haben.

Und natrlich hngt alles voller Erinnerungen aus Lateinamerika, Karten, Fotos, Souvenirs und andere Mitbringsel, die nur fr mich etwas bedeuten. Die wunderschne Hngematte
ist brigens aus Tintorero in der Umgebung von Quibor in Venezuela im Bundesstaat Lara.

Das Bild rechts zeigt den Flur. Die dicke Lampe wollte die UFA in Babelsberg auf den Mll werfen, als 1990, nach dem Fall der Mauer, alles auf den neuesten Stand gebracht werden sollte. Ein Bekannter mietete sich damals einen kleinen Lkw und staubte Dutzender dieser Lampen und andere schne Dinge ab, zum Beispiel auch einen alten Waffenschrank der Nationalen Volksarmee. Den habe ich abgeschliffen und mit Silberfarbe gestrichen. Er dient mir als Tresor. Und gekostet haben weder die Lampe noch der Metallschrank etwas. Sie sehen einfach nur gut aus und erfllen einen ebensolchen Zweck.

Wo sind die Symbole und Insignien des Bildungsbrgertums? fragen sich die geneigte Leserin und der wohlwollende Leser dieses kleinen familien- und frauenfreundlichen Forums. Gern geschehen: Querflte und Klavier. Was will man mehr? Wer so etwas besitzt, stammt entweder aus einer DDR-Pfarrersfamilie oder plante schon als Kind den sozialen Aufstieg. Heute haben die Kids eine elektronische Version und tragen die in der Wohnung herum, was bei einem Klavier der alten Schule etwas kompliziert ist.

Die letzte - vermutlich drngende - Frage ist die: wie und wo geht ein armer Poet zur Toilette, und wo ist das Bad? Getreu den Grundstzen der Hacker-Ethik sollen hier alle Informationen bereit gestellt werden, um Voyeure zufriedenzustellen. Und wozu surft man auf Burks' Weblog alias spiggel.de, wenn nicht aus voyeuristischem Interesse?

Burks allein zu Haus 1

02.12.2003
BurkS

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