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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
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BeitragVerfasst am: 28.07.2006, 22:33 Antworten mit ZitatNach oben

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FORSCHUNG WIDERSPRICHT DEM "SPIEGEL"
Wer steckte den Reichstag an?
ReichstagWer steckte den Reichstag an? Ich bin wieder einmal zufllig auf das Thema gestoen - durch einen Artikel der Jungen Welt vom 14.07.2006. Interessant ist weniger die historische Frage, deren Pro und Kontro im entsprechenden Wikipedia-Artikel nachzulesen ist, auch in Telepolis vom 25.02.2006, sondern die medienkritische Komponente. Der Spiegel weigert sich bis heute, sich mit der Geschichtsflschung, die ihm vorgeworfen wird, kritisch auseinanderzusetzen.

Der Historiker Otto Khler schreibt in Junge Welt: "Beim Spiegel waren 1956 fr Germani zustndig die beiden Ressortleiter fr Internationales und Ausland Horst Mahnke und Georg Wolff. Sie kannten sich schon als SS-Hauptsturmfhrer im SD des Reichssicherheitshauptamts. Wolff wirkte im Krieg auf den Viktoriaterrassen, dem Gestapohauptquartier in Oslo. Mahnke wurde unentbehrlicher Adjutant von Alfred Six, der als Chef des Vorauskommandos Moskau der Einsatzgruppe B auf seinem Rckzug vorzugsweise jdische Lehrer liquidierte. Die beiden SD-Leute, die nach dem Krieg beim Kaffeehandel im Hamburger Freihafen untergekommen waren, hatten fr den Spiegel eine offen antisemitische Serie gegen jdische DPs (Displaced persons) geschrieben, die Kaffeeschmuggel und Schwarzhandel betrieben. Der Spiegel war damals ein Sammelbecken von mehr oder weniger ehemaligen hochrangigen Nazis und Terroristen aus dem Reichssicherheitshauptamt und diente ihnen mit wohlplazierten Meldungen als Informationszentrale fr ihre NS-Mitmenschen drauen im Land."

Ein SS-Obersturmbannfhrer, der im Spiegel eine Serie ber den Reichstagsbrand redaktionell bearbeitet - wenn das keine Ironie der Geschichte ist. Die Neue Zrcher Zeitung warf Augstein laut eines Berichts der Netzeitung vom 08.12.2000 vor, er betreibe "Weiwscherei" ehemaliger Nazis und vernachlssige die journalistische Sorgfaltspflicht. Am 02.05.2001 legte die Netzeitung noch einmal nach: "Ein Kronzeuge der Alleintterthese ist dabei hchst suspekt: Er hatte bei den Ermittlungen 1933 selbst eine wichtige Spur unterdrckt."
Reichstag
Wer sich in die Details knien will, sollte die Fakten des Forschers Hersch Fischler im Reichstagsbrandforum studieren. Die NZZ
"... zitiert den Soziologen Hersch Fischler mit Hinweisen, 'dass die Altnazis im Spiegel vom sowjetischen Geheimdienst erpresst und abgeschpft wurden'. Marinus van der Lubbe als Sndenbock habe verhindern sollen, den Reichstagsbrand neu aufzurollen. Dabei habe ein hoher Ministerialdirektor - zustndig ausgerechnet fr den Verfassungsschutz - gedeckt werden sollen. Fischler sieht in Augsteins Darstellung des Reichstagsbrandes 'eine der belsten apologetischen Geschichtsflschungen in der deutschen Publizistik berhaupt'. Voller interessanter Details, obzwar in etwas dubiosem Umfeld, ist auch die Sammlung der Zeitschrift kuckuck (1986/87) zum Thema.

Kontra Spiegel argumentieren die tazund der Lokalhistoriker Willi Creutzenberg; der gelernte Historiker und Journalist Sven Felix Kellerhoff mchte sich angesichts der Fakten letztlich gar nicht entscheiden, behauptet aber faktenfrei, die Vorwrfe, der Spiegel habe die Geschichte geflscht, seien nicht richtig. Die FAZ und die Hannoversche Allgemeine Zeitung stellten sich in Beitrgen mehr oder weniger hinter den Spiegel.

Alexander Bahar ber das Buch "Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird" ("edition q", Berlin, 863 Seiten) und die Methode des Spiegel, ber das Thema zu berichten:
"Da werden zunchst einmal die Kritiker der Spiegel-Thesen (Gerhard Brack, Hersch Fischler, Wilfried Kugel und Alexander Bahar) als 'Vierer-Gruppe' von 'akademischen Auenseitern' vorgestellt und suggeriert, diese arbeiteten in einem Forschungsteam zusammen, um sich gleichzeitig ber angebliche interne Widersprche innerhalb dieses Teams mokieren und diese gegeneinander ausspielen zu knnen. Tatschlich bestehen zwischen den unabhngig voneinander arbeitenden Forscherteams Brack/Fischler und Bahar/Kugel nicht mehr Gemeinsamkeiten als zwischen beliebigen, am gleichen Forschungsgegenstand arbeitenden Wissenschaftlern. Ihre Positionen sind in entscheidenden Fragen grundverschieden, diejenigen von Hersch Fischler in manchen Punkten (Verdchtigung der Deutschnationalen, Urheber des Reichstagsbrandes zu sein) tatschlich so abenteuerlich, dass man versteht, was der Spiegel mit seinem Konstrukt einer 'Vierer-Gruppe' bezweckt. In dieselbe Richtung zielte ganz offenkundig auch der Verzicht auf klare bibliographische Angaben."
Reichstag
Ich bin bekanntlich auch gelernter Historiker und imstande, lange Dokumente zu lesen und zu verstehen. Ich neige nach grober Lektre der zitierten und verlinkten Texte dazu, die These von der alleinigen Tterschaft van der Lbbes abzulehnen. Das, was der Spiegel publiziert hat und dessen Autoren gehren propylaktisch in die Tonne und haben mit serisem Journalismus nur wenig zu tun. Peinlich, dass die Verschwrungstheorie der Altnazis im Spiegel - so muss man es wohl nennen - noch in den Schulbchern zu finden ist.

Christiane Schulzki-Haddouti bleibt im Telepolis-Artikel letztlich nur das Fazit zu zitieren:
"...die Alleintterschaft van der Lubbes sei unwahrscheinlich. So ist es nicht abschlieend geklrt, wer fr den Anschlag verantwortlich war. Fr die Tterschaft gibt es nur mehr oder minder starke Indizien - unter anderem verfolgten Bahar und Kugel die These, die SA stnde hinter dem Anschlag. Gerhard Brack hingegen prsentiert in seinem BR-Beitrag einen Gestapo-Agenten, der Lubbe in den Niederlanden aufgesucht und zur Tat animiert haben soll."
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BURKS ONLINE 28.07.2006
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