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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 26.11.2005, 23:27 Antworten mit ZitatNach oben



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Gigantischer Einschlag

Von Burkhard Schrder

Giant ImpactDer Mond ist viereinhalb Milliarden Jahre alt. Der "Informationsdienst Wissenschaft" berichtet: "Ein Forscherteam des Instituts fr Mineralogie Universitt Mnster mit Klaus Mezger und Thorsten Kleine (jetzt ETH Zrich), der Universitt Kln mit Herbert Palme und der Universitt Oxford mit Alex Halliday hat fr die nun prsentierten Resultate Metalle aus Mondproben verschiedener Apollo-Missionen untersucht. In diesen Metallen wurden kleinste Mengen des Elements Wolfram untersucht. Die neuen hoch-przisen Messungen zeigen, dass eine bestimmte Art von Wolfram - das Isotop Wolfram-182 - in Mondgesteinen unterschiedlich hufig vorkommt. Diese Unterschiede werden von den Forschern benutzt, um das Alter des Mondes zu berechnen."

By the way: Die geneigten Leserinnen und wohlwollenden Leser werden hier nicht mit den gewohnt linkfreien Artikeln in Spiegel online, dem Handelsblatt . der Netzeitung behelligt, die zum Thema berichten. Letztere hat - o Wunder! - immerhin Links zu anderen Medien eingebaut. Wer selber sucht, wird fndig: Die ETH Zrich, an die einer der beteiligten Forscher gewechselt ist, bietet mit Abstand den informativsten Artikel, sogar mit E-Mail-Adresse des Autors Christoph Meier. Davon knnen sich deutsche Medien zahlreiche Scheiben abschneiden.

"Die neuen, hoch przisen Messungen zeigen, dass das Isotop Wolfram-182 in Mondgesteinen unterschiedlich hufig vorkommt. Wolfram-182 ist teilweise durch den radioaktiven Zerfall von Hafnium-182 entstanden. Dieses Hafnium-182 war ein sehr instabiles Isotop und ist, fr geologische Zeitrume sehr schnell, innerhalb der ersten 60 Millionen Jahren unseres Sonnensystems komplett zerfallen. Unterschiede in der Hufigkeit von Wolfram-182 in den Mondgesteinen weisen daher darauf hin, dass es ausreichende Mengen des radioaktiven Mutterisotops Hafnium-182 gab. Findet man keinen Unterschied in der Hufigkeit von Wolfram-182, mssen die Gesteine mehr als 60 Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems entstanden sein. Gibt es jedoch Variationen in Wolfram-182, dann kann deren Entstehung eingegrenzt und eine genaue Altersbestimmung durchgefhrt werden: je grsser die Unterschiede in der Hufigkeit von Wolfram-182, desto lnger muss die Entstehung zurckliegen.
Giant Impact
Die Resultate der Forschergruppe belegen nun erstmals, dass Mondgesteine unterschiedliche Mengen Wolfram-182 enthalten, das durch den Zerfall von Hafnium-182 gebildet wurde. Aus diesen Unterschieden berechneten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, dass der Mond vor 452710 Millionen Jahren entstanden sein muss. Dies entspricht 30 bis 50 Millionen Jahren nach Entstehung des Sonnensystems. "


brigens, liebe deutsche "Online"-Journalisten! Wie hier schon erwhnt, zeigen uns die sterreicher vom Science ORF.at, wie es geht: Dort gibt es neben dem informativen Artikel einen Link zum Original-Abstract in Science und ein interaktives Forum. Das ist wirklich online.

Man knnte auch noch andere Artikel anfhren: Vor drei Jahren verffentlichte CNN einen Artikel: Der metallene Kern der Erde sei vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden. Das hatte unter anderem der Mnsteraner Wissenschaftler Thorsten Kleine, der auch jetzt beteiligt war, in Kooperationen mit Kolleginnen und Kollegen herausgefunden.


"'Generally speaking this means that all of the planets, not just the earth, formed much faster tahn wie had assumed" Kleine said. The refined figures yielded a precise date - 4.530 billion years ago - that marks Earth's official status as a planet', he said."

Aha. Nach einer kurzen Online-Recherche stellt sich also heraus, dass die Meldung vom Alter des Mondes, die soeben durch die deutschen Medien hechelt, so neu und originell gar nicht ist. Die Fakten sind seit drei Jahren bekannt. Nur die Methode, sie zu verifizieren, ist jetzt ein wenig variiert worden. Und die Schlagzeile ist ganz falsch: Mond und Erde sind gleich alt. Noch einmal die Web-Zeitung der ETH Zrich:


"Die Theorie der Entstehung des Mondes durch eine Kollision - auch bekannt unter dem Namen 'Giant Impact' - ist seit fast 30 Jahren in der Fachwelt bekannt. Dabei stellt man sich vor, dass die Trmmer der Kollision eine Scheibe um die Erde bildeten, woraus sich der Mond formte. Dieser war dabei aufgrund der grossen Kollisionsenergie ursprnglich geschmolzen. Nach den neuen Ergebnissen mit den grossen Unterschieden beim Wolfram-182 muss aber der sogenannte Magmaozean auf dem Mond sehr schnell, in weniger als 20 Millionen Jahren, komplett erstarrt sein. Die in 'Science' vorgestellten Ergebnisse liefern somit weitere Belege fr die Hypothese des Giant Impacts und geben auch der Erde ein sicheres Geburtsdatum."

Giant Impact
Schon 2001 verffentlichte Space.com einen Artikel, der sich dem "Gigantischen Einschlag" ausfhrlich widmete, kombiniert mit einer wunderbaren Linksammlung ber den Mond und seine Entstehung. In ferner Zukunft, wenn die deutschen online-Medien begriffen haben sollten, was Online-Journalismus ist, wird so etwas vermutlich auch hierzulande zu finden sein.


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BURKS ONLINE 26.11.05
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