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 [Indianische Historia 22] Erstachen ihrer ob fnfhundert Nchstes Thema anzeigen
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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 16.03.2005, 23:39 Antworten mit ZitatNach oben







Nikolaus Federmann:
Indianische Historia
Hagenau 155716. Mrz 2005
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INDIANISCHE HISTORIA

(1) Prolog (Burkhard Schrder)
(2) Widmung (Hans Kiffhaber 1555)
(3) - berfall auf Lanzarote (Nikolaus Federmann 1532)
(4) - Von Lanzarote nach La Gomera (Nikolaus Federmann)
(5) - "So viel als von den Indios noch am Leben sind" (Nikolaus Federmann)
(6) - "Mit Gte oder Gewalt" (Nikolaus Federmann)
(7) - "Ankunft in der Stadt Coro" (Nikolaus Federmann)
(8) - "Die Nation Xidehara" (Nikolaus Federmann)
(9) - "Die Nation Ayamanes" (Nikolaus Federmann)
(10) - "Von den verfhrerischen und teufelischen Ceremonien" (Nikolaus Federmann)
(11) - "Die Zwerge im Gebirg" (Nikolaus Federmann)
(12) - "Viel im Scharmtzel erschlagen (Nikolaus Federmann)
(13) - "Die Nation Cayones (Nikolaus Federmann)
(14) - "Die Nation Xaguas (Nikolaus Federmann)
(15) - "Die Nation Caquetios" (Nikolaus Federmann)
(16) - "Zigeunern und Krpplen gleich" (Nikolaus Federmann)
(17) - "Die Nation Cuybas" (Nikolaus Federmann)
(18) - "Der Zorn der Rosse" (Nikolaus Federmann)
(19) - "Gott wrkt wider die Unglubigen" (Nikolaus Federmann)
(20) - "Die Nation Cuyones" (Nikolaus Federmann)
(21) - "Die Nation Guaycaries" (Nikolaus Federmann)
(22) - "Erstachen ihrer ob fnfhundert" (Nikolaus Federmann)
(23) - "Die Weiber zu dienen ausgeteilt" (Nikolaus Federmann)
(24) - "Ein wstes Scharmtzel (Nikolaus Federmann)
(25) - "Lie ich zwen Indios zerhacken (Nikolaus Federmann)
(26) - "Widerkunft gen Hispaniam und Augspurg" (Nikolaus Federmann)
(27) - Epilog (Burkhard Schrder)
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DIE EROBERUNG VENEZUELAS

Indianische Historia (22) - Erstachen ihrer ob fnfhundert

Von Nikolaus Federmann


SchauplatzVon den kohlschwarzen, stolzen, frechen und bsen Vlkern dieser Nation, was Drang, Trutz und Untreu sie den Christen bewiesen, auch sie zu schlagen betrglich angegriffen; was ihnen aber zu grossem Nachteil geraten ist. Wie der Cacique oder Herr gefangen und nach langer peinlicher Frag (zu erfahren sein Betrug und heimlichen Anschlag ber die Christen) erschossen worden, und nachmals vom versammelten Volk 500 erstochen. Item, wie ein Cacique eines andern Fleckens gefangen, in Ketten (um seines Betrugs willen) geschmiedet und mit andern hinweg gefhrt. Auch wie die Christen von dem dritten Cacique knstlich betrogen wurden, dadurch er mit den Seinen darvonkommen ist. (2)

Blieb diese Nacht in einem Pueblo oder Flecken, der Nation Guaycaries gehrig, und morgens frh ritt ich selbdritt an das gesagte Gebirge, so etwa einer Meil fern dahin war. Und gingen zwen Indios Guaycaries mit uns, die auch der Caquetios Sprach kundten. Denn diese zwo Nationen untereinander (wie ich gesagt habe) wohnen.

Und als wir unten an's Gebirg kamen, fanden wir einen Arm des Wasser Coahery, so vor dem Flecken Itabana und an diesem Ort in das Meer oder Laguna laufet. Fanden dort eine Fischerei der Guaycaries von etlichen wenig Husern, doch darbei eine groe Summa Indios, so Fisch allda zu kaufen von mehr Orten dahin kamen, also dass wir schier zweifleten, ob wir uns zu ihnen zu reiten getrauten. Doch darmit wir ihnen nit erst ein Herz wider uns machten, schwemmten wir alle drei zu Ross ber den Fluss, dass uns das Wasser ber die Sttel ging und wir also wie die tuften [triefenden] Mus berkamen. Denn die Ross allein berzuschwemmen und die Indios lassen uns hinbertragen, darum war uns nicht zu tun.

Als wir aber auf das Gebirge kamen, sahen wir der Indios Anzeigen gemss das Land von Itabana abwrts mit Wasser ganz bedeckt, also dass ihnen zu glauben war, wie sie uns gesagt hatten, dass sie keinen Weg auf dem Land dahin gebrauchten. Aber wir kundten, ob dieses Wasser ein grosser See oder Laguna wre, nicht bersehen. Denn es mit Nebel sehr bedeckt war, wie dann gewhnlich an wssrigen und moosigen Orten und sonderlich morgens frh, als es dann war, geschieht, aber sehr schn wohl bewohnet und eben Land.

Als ich aber, als aldar zu sehen war, hatte besichtigt und zu meinem Volk wiederkehrte, kurz ungefhr in einer viertel Stund darnach, kam der Cacique oder Herr von Itabana mit grosser Summa Volks der Seinen, mit gewehrter Hand und gemalet, wie sie pflegen in Krieg zu gehen, darob wir uns entsetzten; und liess zu Stund die Ross satteln, um in Rstung, so sich etwas unterstunden, in der Gegenwehr zu sein. Denn wir kundten wohl merken, dass er von den IndiosGuaycaries dieses Pueblos oder Flecken bericht war, dass ich selbdritt an das vorgesagte Gebirge geritten war; vermeinten also in meinem Absein die Meinen zu berfallen. Ich liess ihn auch fragen, warum er darkommen wre; sagt er, wie er ein Weib in einem Flecken etwan ein viertel Meil des Wassers aufwrts htte, die wre er heimsuchen kommen.

Nun aber blieben wir den Rest dieses Tags bei guter Wacht, da wir uns eben gegen die Einwohner dessen versahen, das sie uns hernach erzeigten. Sahen auch, dass sich grosse Summa Indios in dem Pueblo oder Flecken, dahin dieser Cacique oder Herr gegangen, versammleten, auch alle mit der Kleidung oder Art, wie sie in Krieg zu gehn pflegen, als ihr hernach, so ich von dieser Nation Gebrauch rede, hren werden.

So verliessen auch die Guaycaries, Einwohner dieses Fleckens, darinnen wir uns niedergetan, ihren Pueblo oder Flecken samt Weib und Kindern, verhauseten und vertrugen alles, das sie darinnen hatten, versammleten sich auch mit dem vorgemeldten Caciquen, welches nit ein gut Zeichen war; so mussten wir's aber geschehen und es, da wir nit mchtig waren sie daran zu verhindern, uns gefallen lassen, also dass wir ob der Viele der Feind, wie auch vorgemeldt, nicht wenig Entsetzen hatten, sonderlich an dem Ort, da wir waren, keinen Weg wussten, der uns zu unserm Vorteil trge.

Darum wir bei Mitternacht und auf allerstillest mit einem kleinen Schifflein der Indios die Christen, die nicht schwimmen kundeten, berschifften und die Ross auch berschwemmten, also dass wir dergestalt, bis der Tag anging, uns niedertaten, um morgens frh wieder zurcke und nach dem Pueblo oder Flecken Curahamara, da ich mein ander Volk gelassen, zu reisen.

Als aber der Cacique oder Herr und die Seinen, welche uns morgens am Orte und im Flecken, da sie uns gelassen, vermeinten zu berfallen und zu schlagen, uns nicht funden und uns am andern Ort des Wassers ihnen gegenber am Gestad frziehen sahen, frliessen sie uns einen Pass oder Weg an einem Ort, da wir gar am Gestad des Wassers frzuziehen gedrungen waren, und hatten sich auch der Indios bei fnfzehnhundert, so ber das Wasser an die Seiten, da wir frreisten, geschwommen waren, in ein verborgen Halt gestellt.

Und da wir also frzogen, und gleichwohl derselbigen, so auf unser Seiten und bers Wasser kamen, nicht besorgeten, sondern allein auf die, so wir auf der anderen Seiten sahen, Acht hatten, fingen sie an uns hinten und vornen anzugreifen, auch der Cacique oder Herr mit etwa siebentausend Indios (als wir sie schtzten) am andern Ort des Wassers auch in uns schiessend. Liefen uns also mit einem grossen Geschrei an.

Und nachdem wir lang mit einander gescharmtzelt hatten und von denen, so auf unser Seiten uns angriffen, viel erstachen, drngten wir den Rest wieder in das Wasser und meine Armbrustschtzen (1) taten denen, so sich ins Wasser begeben hatten, auch denen, so bei dem Cacique oder Herrn auf der andern Seiten des Wassers waren, nicht wenig Schaden. berlangs hrten sie auf zu schiessen und flohen ab dem Gestade des Wassers in das Land einwrts.

Derhalbe ward von uns geacht, dass etwan der Cacique oder Herr von einem Schtzen der Unsern troffen sei worden. Denn das ist ihre Art: so ihr Herr oder Hauptmann geschdiget, hat das Spiel ein Ende und ist ihr Hauf schon zertrennet. Der Christen wurden nur vier ungewundt und ich auch durch eine Achsel geschossen, und zwei Ross wurden hart wundt; aber das ein, dieweil es mit einem vergifften Pfeil geschossen war, starb am sechsten Tag wtend. (2)

Als nun die Indios uns, wie vorgemeldt, verliessen, eileten wir, so sehr wir mochten [konnten], an eine Hhe ein halb Meil von dem Wasser. Daselbst taten wur uns nieder, die Wunden zu binden, und reisten noch denselbigen Abend in ein Pueblo oder Flecken, durch den wir beim Hinmarsch gereist waren; darinnen wir aber niemand fanden. Denn vielleicht besorgeten sie, dass wir den Unfall oder berdrang, so uns von denen zu Itabana geschehen oder den wir gelitten hatten, an ihnen rchen wrden. Denn sie demselben Caciquen oder Herrn auch untertan waren und freilich bei diesem Charmtzel auch gewest sind.
Indios
Also blieben wir die Nacht allda. Und als wir am Morgen aufwaren, zndten wir den Flecken an und gleiches taten wir in allen Pueblos oder Flecken, diesen Caciquen oder Herrn gehrig, darfr wir reisten; zogen also mit genug Mhe und Arbeit mit den gewundten Mannen und Pferden fort, mehr Zigeunern denn Kriegsleuten gleich.

Und als wir anderthalb Tagreis von dem Fluss Coaheri, (darvon vorgesagt) da sich die Nation Guaycaries anfahet, etliche Pueblos oder Flecken, die dem Caciquen oder Herrn zu Itabana nicht untertnig sind, erreichten und die Einwohner bei ihrer Wehr, und nicht mit wenigerm Stolz, dann wir sie gelassen fanden, derhalben blieben wir nachts in deren Pueblos oder Flecken keinem, nahmen bei Tag unsere Notdurft an Proviant von ihnen und taten uns an dem gewahrsamsten Ort im Felde nieder und solches darum, dass sie die gewundten und auch Ross nicht shen verbinden und Schaden empfahen zu haben bemerkten, auch darum, dass ihnen die Indios unseres Trosses solches nicht anzeigten.

Also kamen wir den fnften Tag Februario vorgemeldt einunddreissigsten Jahres [1531] morgens frh in einen Pueblo oder Flecken Carahao geheissen, daselbst die Einwohner unsere Ankunft nicht wussten, fanden sie in Kriegsrstung und sehr frech, auch den Caciquen oder Herrn der nation Guaycaries, dessen die Fischerei des Wassers ist und mit dem ich die erste Freundschaft dieser Nation gemacht, bei ihnen, samt viel der Seinen, darob wir wenig Gefallen trugen, doch nit gedachten, auf wen sie solche Rstung angericht htten; verblieben daselbst garnicht, sondern wir zogen nur stracks fr. Der gesagte Cacique oder Herr der Guaycaries ging mit mir, auch einer der Hauptleut aus dem Pueblo Carahao, jetzt genannt.

Nun waren aber die Christen, die ich zur Zeit, als ich gen Itabana reisete, zu Curahamara (3) gelassen, ber diesen Wasserfluss oder passiert und hatten sich bei der Fischerei niedergetan, damit sie dest weniger Gebrauch an Proviant hatten. Denn dieser Cacique oder Herr des Pueblo oder Flecken Curahamara hatte nicht Glauben gehalten, sondern, obschon er es anders mir zugesagt, sich von seinem Pueblo oder Flecken enthauset und ihn de gelassen, also dass die Christen niemand hatten, der mit dem Guaycaries rescatierte (4) und ihre notdrftigen Proviant von ihnen erkaufte, und also ihr Lager an den gesagten Ort zu ndern gedrungen waren.

Da sie nun uns von fern kommen sahen, warden sie unserer Ankunft nit wenig erfreuet. Denn ihnen die Guaycaries viel Stolz bewiesen hatten und sie von ihnen berfallen zu werden besorgten. So hatten sie ihnen auch das Mandament (5), Proviant oder Speis um ihre Bezahlung und Rescat versagte. Sagten mir auch, wie sie zu aller Zeit ihre Wehre nicht verliessen. (6)

Und als sie mir solchs alles zu sagen einen zu Ross schickten, liess ich zu Stunde den Caciquen oder Herrn derseligen Nation und dieser Fischerei Herr samt dem Hauptmann, so beide mit mir fr Geleitsleut gingen, aufhalten, fahen [fangen] und binden und in ein Gestud fhren und sie peinlich fragen [foltern], was sie darmit gemeint htten, also in Kriegsrstung sich finden zu lassen, und warum sie sich so bswillig gegen die Meinen erzeigt, auch ihnen um Bezahlung die Nahrung zugeben versaget.

Als sich aber der Cacique oder Herr lieber, ehe er etwas wollte gestehen und bekennen, mit viel Peinen martern liess, da liess ich ihn im Angesicht des andern Gefangenen erschiessen, ihm zum frchterlichen Exempel; demselbigen sagt ich das Leben zu fristen zu, so er mir die Wahrheit (was sie sich wieder die Meinen frgenommen, confederiert oder entschlossen htte) anzeigete. Der bekannte mir, wie sein Cacique oder Herr vom Pueblo oder Flecken Carahao, welcher der Nation Caquetios ist, samt dem Caciquen oder Herrn der Nation Guaycaries, so erst erschossen war, jeder mit seinen Untertanen smtlich die Christen desselbigen Morgens zu berfallen und zu schlagen beschlossen htten, und wren auch schon dessen in bung und Anzuge, allein htte sie daran unsere unversehene Ankunft verhindert.

Also liess ich ihn in eine eiserne Kette zu anderen schmieden und schicket zu den Meinen, so unser am Wasser in ihrem Lager warteten, sie sollten ihre Ross und Volk in Rstung halten, denn ich besorgete, die Indios aus dem Pueblo oder Flecken Carahao, so wir, wie vorgesagt, in Rstung fanden, wrden uns nachfolgen und beim berpassieren des Wassers uns befallen.

Da ich nun zu der Fischerei und der Christen Lager kam, fanden wir bei achthundert Indios der Guaycaries bei guter Wehr und zum Krieg gerst, auf ihren Caciquen oder Herrn, so ich, wie vorgesagt, erschiessen liess, wartend und ferner die Caquetios aus dem Flecken Carahao, die uns zu berfallen unser warteten. Als ich ihnen aber gebot, ihre Wehr niederzulegen und sich, so sie anders Freunde wren, in der Weise, wie sie es mir, da ich das erstemal frzog, gelobet und zugesagt htten, mit freundlichen und friedlichen Werken zu erzeigen und sie sich aber stolzlich widersetzen, da umzogen wir sie zu Ross und, sie mit Reden aufhaltens, damit sie dest weniger die Flucht ber's Wasser nehmen konnten, griffen wir sie an.

Denn es an einer schnen Ebne war, die zu unserer Hilfe nicht besser htte mgen gewnschet werden. Erstachen ihrer ob fnfhundert, denn sie von uns so sehr bereilet waren, und wir mit ihnen samt Frieds halben conversierten und handleten, auch sie sich dessen von uns gar nicht versahen und also ihre Wehre nicht gebrauchen kundten. Stachen wir derer viel zu Boden, bis wir sie in die Flucht brachten. Denn die zu Ross allein in Haufen unter sie hineinrennten und, was sie mochten, zu Boden stiessen und die zu Fuss sie wie die Su erstachen, denn sie hatten allein Indiosdie Flucht zu Behelf, derer sie doch wegen der Schnelle der Rosse bervorteilt waren, also dass sie sich zuletzt unter dem Gras zu verbergen suchten und die Lebendigen sich unterstunden unter die Erstochenen sich zu retten. Dieselbigen warden, wie wir mit den andern getan, auch gesuchet und viel erwrget, also dass dieser ob fnfhundert wie obgemeldt umkamen; ausser denen, welchen bers Wasser zu fliehen nicht gewehret mochte werden.

Und wurden mir fnf Christen wund, aber keiner ttlich, und etwas dreizehn Indios unseres Trosses. Das aber also anzugreifen, erforderte unsere Not, und sie erlitten ihre Verschuldigung. Denn wir hatten uns zu besorgen, so uns die Caquetios wrden nachfolgen (wie uns denn von den peinlich gefragten Indios gesagt und angezeigt war, dass sie es also zu tun beschlossen und frgenommen hatten), war es besser zu unserm Vorteil mit wenigen dann mit vielen zu streiten; und so wir die also berwunden, welchs wir auch mit unserm Vorteil tun kundten, waren die andern dest weniger mchtig uns zu widerstehn; und was sie auf uns angeschlagen hatten, fiel auf sie.

[Fortsetzung folgt]


Abbildungen
Karte oben: "Un Breve Paseo por la Historia de Venezuela - Epoca prehistrica". Das Buch Federmanns spielt auf dem Gebiet der Caquetios, Jirajara, der westlichen Arawaks und der Timotocuicas: "The Western Arawaks, that included the Caquetos de Falcn, Lara and Yaracuy and who lived well into the south to the lowlands; in Lara, the Jirajara-Ayamn and the Gayones." Die "Indianische Historia" ist die erste europische Quelle fr die Namen der indianischen Vlker im westlichen Venezuela.

Anmerkungen
(1) Vgl. Armbrust (Wikipedia). die Konquistadoren waren auch mit Arkebusen bewaffnet. Die Armbrust war den indianischen Bgen an Reichweite unterlegen, aber von ungleich grerer Durchschlagskraft.
(2) Gemeint ist: mit Symptomen wie bei der Tollwut.
(3) Die Konquistadoren zogen also wieder gen Norden zurck. Der erste Zug Federmanns wurde also durch die berschwemmungen der Regenzeit in den Llanos im Gebiet der heutigen Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien gestoppt.
(4) Von rescate (span.): Loskauf, Lsegeld. Gemeint ist: der mit ihnen handelte.
(5) Von mandamiento (span.): Befehl, Gebot
(6) Gemeint ist: aus Furcht vor einem berfall waren sie immer bewaffnet und in Rstung.


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BURKS ONLINE 16.03.2005
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