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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 01.08.2004, 01:50 Antworten mit ZitatNach oben


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25 JAHRE FRENTE SANDINISTE DE LIBERACIN NACIONAL

Ein bisschen Revolutionsromantik muss sein

Von Burkhard Schrder


Die Revolution muss sexy sein. Politik allein ist langweilig. Damit die Guten gewinnen, mssen die Musik besser, die Frauen schner und die Mnner heroischer sein als bei den Bsen. In Nicaragua war das alles der Fall. Revolutionen gewinnen sowieso nie, und in der Romantik werden sie im nachhinein verklrt. Aber eine erfolgreiche Revolution beweist, auch wenn sie letztlich an der Macht des Faktischen scheitert, dass die Ideen Freiheit, Gleichheit und Solidaritt immer in den Kpfen der kleinen Leute vorhanden sind und sein werden.

Heute war in Berlin, im Haus der Demokratie, eine kleine Feier: schwarz-rote Fahnen, politische Ansprachen, schne Frauen und ein Imbiss. Und, weil es keine deutsche Feier war: alle machten bei Musik und Tanz begeistert mit. Die Frente Sandinista de Liberacin Nacional (FSLN), die Sandinistische Befreiungsbewegung Nicaraguas, feierte den 25sten Jahrestag der Eroberung der Macht.

Natrlich hat Revolutionsromantik immer einen melancholischen Unterton. Die FSLN ist vom eigenen Volk, das sie vom Diktator Somoza befreite, abgewhlt worden. Die Geschichte der Revolution in Nicaragua ist damit aber nicht vorbei. Daniel Ortega, der auch im eigenen Lager nicht unumstrittene Ex-Prsident Nicaraguas, tritt zum wiederholten Mal bei der Wahl an. Nicaragua steht heute schlechter da als whrend der Herrschaft der Sandinistas: die Arbeitslosigkeit ist katastrophal, die Zahl der Analphabeten steigt rapide an, die lage der armen Leute ist verzweifelt - in lateinamerikanischen Lndern eher die Regel denn die Ausnahme.

Die geneigten medienkompetenten Leserinnen und wohlwollenden Leser dieses kleinen Forums werden sich an das sechsteilige Dossier auf spiggel.de ber Nicaragua erinnern, das, mit zahlreichen Fotos gewrzt, meine subjektiven Erinnerung an den Aufenthalt in Nicaragua 1982 thematisiert. Fr den politisch interessierten Menschen ist das umfangreiche Dossier der TAZ Pflichtlektre.

Ein merkwrdiges Gefhl: es wird der Revolution gedacht, und zuerst erklingt dazu die Nationalhymne. Alle erheben sich. Dann erffnet ein Deutscher die Veranstaltung, sympathischerweise der Webmaster der offiziellen FSLN-Website, der zugleich Nutzer unseres Forums ist - schon deswegen musste Admin Burks ebenfalls anwesend sein (der aber von einer zumindest whrend der Veranstaltung allein stehenden Dame (Foto links) direkt vor ihm ziemlich abgelenkt wurde. Leider verga man aus unerklrlichen Grnden trotz kleinen Smalltalks in spanischer Sprache die Telefonnummern auszutauschen).

Ein Dichter trgt ein Gedicht vor, zwei Tnzerinnen tanzen, mit lebhaften Beifall bedacht, jemand hlt eine Rede, die das zusammenfasst, was man eh schon wei. Und die kleine nicaraguensische community in Berlin, die versammelt ist, ist ebenso im Bilde, wer die Guten und wer die Bsen sind. Man schart sich eilig um das Buffet und die kleine Ausstellung, zu der Admin Burks die Ehre hatte, zahlreiche Bilder beisteuern zu drfen. Und dann widmet man sich den sozialen Geruschen, den Getrnken und den Kindern.

Natrlich darf man nicht vergessen, dass Kreuzberg als der schnste Ort in Berlin eine Stdtepartnerschaft mit San Rafael del Sur pflegt - die Stadt in Nicaragua wird von den Sandinistas regiert. Bloe Revolutionsromantik trifft Revolution pur. Da sollte man voneinander lernen und sich gegenseitig frdern. Leider sind, wie es sich fr ordentliche Linke gehrt, sogar die Anhnger der FSLN in Berlin zerstritten. Und der Diktator Somoza, den in seinem Exil in Paraguay dennoch die gerechte Strafe ereilte, dreht sich frhlich im Grab herum...

Die gute Nachricht zuletzt: Der Sandinismus wird berleben. Das Neue Deutschland schreibt: "Fr die Armen bleibt er eine Hoffnung. Denn er steht fr eine Zeit, die als gerecht erlebt wurde. Und dass die Saat der Revolution im Grunde doch aufgegangen sei, meint Dora Mara Tllez, einst als blutjunge Comandante am Sturm auf den Nationalpalast beteiligt und spter hochangesehene Gesundheitsministerin: 'Du musst dich nur umsehen in Nicaragua und wirst es merken. In den Kpfen der Nicaraguaner wurde die Idee verankert, dass sie Rechte haben: Menschenrechte, politische Rechte, soziale Rechte. Das hat das Land umgewandelt. Wenn eine Gruppe verarmter Landarbeiter aus Matagalpa nach Managua marschiert und die Regierung zwingt, mit ihr zu verhandeln, dann ist das eine Folge der Revolution. Die Regierung muss ihnen Land geben, oder die Chance, zu arbeiten. Da sehe ich die Revolution. Ich sehe sie nicht beschrnkt darauf, ob der Sandinismus an der politischen Macht ist. Was zhlt, sind die langfristigen Effekte. Die stecken in den Kpfen der Menschen.'"

Bueno, compaeras y compaeros: viva la revolucin popular sandinista!

Das Foto unten zeigt einen Nutzer unseres Forums.


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