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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 09.05.2004, 18:18 Antworten mit ZitatNach oben



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HORCHPOSTEN DER USA AUF DEM BERLINER TEUFELSBERG

In den Trmmern des Spionagezentrums

Von Burkhard Schrder


Echt und falsch ist in Berlin schwer zu unterschieden. Der Kreuzberg ist echt, der Wasserfall jedoch knstlich. Der Teufelsberg im alten Westen Berlins wird im Volksmund Monte Klamott genannt, weil er ein Berg aus 12 Millionen Kubikmetern Trmmerschutt ist, der nach dem Krieg aufgeschttet wurde, wie historische Aufnahmen dokumentieren. Der Berg ist also knstlich, die Radarstation obenauf jedoch echt. Hier hrten Amerikaner und Englander im Kalten Krieg den Funkverkehr ab. Heute rottet die Anlage vor sich hin; Plne einer Investorengemeinschaft Teufelsberg KG, dort Wohnungen zu bauen, haben sich zerschlagen. Wer sich traut, die Ruinen zu betreten oder gar die Trme zu besteigen, erlebt ein Abenteuer der besonderen Art.

Die Gebude sehen innen aus, als htte dort eine Horde betrunkener Affen gewtet: alle Scheiben sind zerschlagen, alte Schrnke liegen quer in den finsteren Gngen, zerissene Kabelbume quellen aus den Wnden und von den Decken. Wozu die zahllosen Rume dienten, ist kaum mehr zu erkennen. Wer hier wohnte, verrt eine Tafel an der Wand, die noch niemand gestohlen hat: alle Geheimdienste der Alliierten und andere Aufklrer-Einheiten, unter anderem die
"The Field Station Berlin Vets Group", ein Veteranenverband der Spione und Kalten Krieger, unterhlt noch eine Website zum Thema. Alte Aufnahmen lassen ahnen, wie es einmal aussah - die Royal Airforce hatte sogar Linguisten nach Berlin geschickt. Die Antennen standen noch 1999 an ihrem Platz, heute sind auch sie verschwunden.

Ohne Taschenlampe ist man verloren, und gefhrlich ist es auch, insbesondere fr Kinder. In den oberen Stockwerken fehlen die Wnde - ein falscher Tritt, und man fllt hinunter. Im Keller steht das Wasser, die Toiletten sind am stabilsten gegen die Witterung. Wozu die Maschinenrume dienten und welche Gerte dort vor sich hin rosten, knnte nur ein Fachmann entscheiden. Dort, wo offenbar Bros waren, um die Anlage zu rekonstruieren und um die Wohnungen zu planen, sieht es aus wie nach einem Bombenangriff. Plne und andere Unterlagen liegen zerstreut herum, als htten diejenigen, die hier nach dem Abzug der Militrs arbeiteten, ihren Platz in wilder Flucht verlassen.

Die Treppen auf die Trme sind aus Stein und Stahl. Der grte "Radom" hat innen mehrere Etagen, deren Zweck nicht mehr zu erkennen ist. Die Aussenhaut besteht auf einer Textilie, die nicht sehr fest ist. An mehreren Stellen haben "Besucher" Lcher hineingeschnitten, um das fantastische Panorama genieen zu knnen. Ein
Blick ber den Grunewald und - nach Osten - bis zur Stadtmitte bietet sich von ganz oben. Das interessanteste Erlebnis ist jedoch die Akustik. Der Wind heult, die Fetzen der Haut schlagen dumpf hin und her, man erwartet jeden Augenblick unerwartete Besucher. Die gigantische Konstriktion der Kuppel erinnert an Honigwaben: der Blick nach oben macht schwindelig. Jeder Ton wiederholt sich als Echo - die Kuppel wirkt wie ein berdimensionaler Verstrker. Ein Schlag mit einem Stock auf die "Haut" oder auf den Fuboden hrt sich an wie eine Gruppe Bongo-Trommler.

Weitere Fotos vgl. die Fotostrecke.


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BURKS ONLINE 09.05.2004
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