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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6761
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BeitragVerfasst am: 18.09.2007, 20:40 Antworten mit ZitatNach oben

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HABEMUS HABERPAPAM
Metaphysische Sprachsuppe
SchlachtWenn Jrgen Habermas eine Rede hlt, ist das etwas fr's Feuilleton. Also Kultur. In diesem kleinen frauen- und familienfreundichen Forum wird das Thema jedoch in die Rubrik "Wissenschaft" engettet, weil es so anspruchsvoll ist. Spiegel Online und die Katholen berichten, dass der deutsche Philosph in Rom eine Rede gehalten habe, dass der Papst Habermas wohlwollend zitiert und, so suselt es zwischen den Zeilen, dass sich alle irgendwie nherkmen, die Verehrer hherer Wesen und die, die das nich ttun. Da muss man eingreifen: Wo kmen wir denn da hin!

Ratzinger alias der Papst sagte: "'Der egalitre Universalismus', zitierte er den Philosophen weiter, 'dem die Ideen von Freiheit und solidarischem Zusammenleben entstammen, ist unmittelbar ein Erbe der jdischen Gerechtigkeit und der christlichen Liebesethik'." Und Habermas redete ber das Thema "Ist die Renaissance der Religion eine Herausforderung fr das skulare Selbstverstndnis der Moderne?" Jetzt knnten wir hie schon exegatisch vom Leder ziehen, den humanistich gebildeten Leserinnen und anspruchsvollen Lesern seien noch weitere Statements geoffenbart. Spiegel Online schreibt: "Bei seinem Vortrag auf dem Kapitol kritisierte Habermas die Skularisierungstheorie und forderte die Laizisten zur Einsicht auf. Nein, der Glaube sterbe nicht automatisch ab in modernisierten Gesellschaften. Ja, man brauche 'religise Gemeinschaften' zur Meinungs- und Willensbildung. "Vom postmetaphysischen Standpunkt aus erlaubt der Wettbewerb zwischen unterschiedlichen religisen oder kosmologischen Lehren keine vernnftige Lsung mehr", sagte Habermas (...) Wir sollten aufhren nachzudenken, was vernnftig ist am Glauben und was nicht." Ein 'reformierter Agnostizismus' fragt nicht nach der metaphysischen Ursuppe, aus der ein Argument sich speist, er prft nur die Anschlussfhigkeit im demokratischen Diskurs."

Gleichmacherischer Universalismus? Das kennen wir doch irgendwo her. Natrlich, aus der franzsischen Revolution 1798. Damals kam man auf die khne Idee, alle Menschen seien gleich - daher das Wort Menschenrechte. Der Begriff "Menschenrechte" hrt sich viel sympathischer und realer an als das wolkie Gefasel vom "egalitre Universalismus". Kein Wunder, denn die Kirche war damals ja dagegen. Aus den Ideen der brgerlichen Revolution stammt auch die These, dass Religion Privatsache, Staat und Kirche getrennt und das Christentum keinen weltanschaulichen Alleinvertretungsanspruch erheben drfe. Der Papst behauptet etwas, das selbstverstndlich ist: Alle Ideen hngen irgendwie mit allen anderen zusammen. Die Neuzeit mit dem Mittelalter, das mit der Antike undsofort. Und da Schlachtdie Christen und die Muslime alles von den Juden abgeschrieben haben, kann man auch zwischen den Buchreligionen allerhand Gemeinsamkeiten konstruieren. Wir lieben euch doch alle.

Das Perfide ist aber, dass Ratzinger das alte antijdische Vorurteil wieder suggeriert, indem er die "Gerechtigkeit" der "Liebe" entgegenstellt. "Gerechtigkeit" spielt auf "Auge und Auge, Zahn um Zahn" an, ein fr die damalige Zeit modernes Prinzip der Schadensregulierung, das weitaus fortschrittlicher als etwas die Blutrache war. Der Papst mchte also mit dieser scholastischen Wortklauberei die Juden als hart, lieblos und rachdurstig hinstellen, whrend die Christen total nett sind, keine Missionare mehr aussenden, um andere Gehirne zu manipulieren, und immer die andere Backe hinhalten, wenn auf die eine gehauen wird, so, wie man es von den christlichen Kreuzrittern im Irak jeden Tag sieht.

Und auch Habemas enttuscht schwer. Er sagt schlicht: Gott ist nicht tot. Stimmt ja auch, weil es auch noch Opium gibt. Und Religion ist bekanntlich das Opium fr's Volk. Man muss ihm zustimmen, dass man "Glauben" nicht "vernnftig" erklren kann. Aber wer will das schon auer der feministischen Theologie, dem Volkssturm der Verehrer hherer Wesen? Natrlich spielt der Philosoph auf die skulare Religion des Kommunismus an, wenn er sagt, dass niemand behaupten drfe, er habe die Lsung alles Weltprobleme, den Weg zum allgemeinen Guten, Schnen und gefunden und die Weisheit mit Lffeln gefressen. Aber das sind olle Kamellen.

Wenn ich Ratzinger und Habermas so lese, fllt mir immer ein Zitat meines Haus- und Lieblingsphilosophen Lichtenberg ein, der mit den Pfaffen gemeinhin keine Kompromisse einging:
"Unsere Welt wird noch so fein werden, da es so lcherlich sein wird, einen Gott zu glauben als heutzutage Gespenster." Philosophie heute ist, wenn etwas so abstrakt formuliert wird, dass nur noch das Feuilleton glaubhaft versichern kann, davon etwas verstanden zu haben.

Die Katholen legen das vage Herumeiern Habermas' natrlich allzugern in ihrem Sinne aus, auch wenn sie dem Philosophen dabei das Wort fast im Munde verdrehen mssen. Kath.net fasst die Argumentation so Zusammen.
"Es sei ein Irrtum gewesen, den (zeitweiligen) Rckzug des Religisen in den Raum des Privaten als automatischen Verlust an Bedeutung und Einfluss 'in der Arena der Politik, der Kultur und der Gesellschaft oder auch fr die persnlichen Lebensentwrfe zu deuten und zu verkennen. (...) Die skulare Vernunft msse dabei auf den Unterschied zwischen den Sicherheiten des Glaubens und dem Anspruch kritischer berprfbarkeit ebenso bestehen,Schlacht wie sie sich Rechenschaft ablegen msse ber ihre eigene Herkunft aus der jdisch-christlichen Tradition."

Letzteres ist so selbstverstndlich wie die These, dass der Homo Sapiens und der Affe gemeinsame Vorfahren haben. Ersteres aber nicht: Man muss ganz klar sagen drfen, dass die Verehrung hherer und niederer Wesen finsterer Aberglauben und primitive Magie ist, die Freidenkerei, der Agnostizismus und das Heidentum, zu dem der Autor sich bekennt, die weitaus intelligentere Form des menschlichen Daseins. Das musste mal gesagt und Ratzinger der Mittelfinger gezeigt werden.

Die Bilder zeigen die Religoin der Liebe in Aktion (16. Jahrhundert, Sdamerika)
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BURKS ONLINE 18.09.2007
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