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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
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BeitragVerfasst am: 10.03.2004, 19:10 Antworten mit ZitatNach oben




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ANTI-ANTIFA DROHT IM INTERNET

Neonazis nutzen schon wieder das Internet, update

Von Burkhard Schrder


Die Story knnte so lauten: Neonazis verffentlichen Namen und Adressen missliebiger Personen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Verfassungsschutz ist besorgt. Die Linken [genaueres bitte selbst ausfllen] warnen: Neonazis werden verharmlost. Oder auch: Rechtsextremisten attackieren Linke auf der Strae, im Internet und auch anderswo. Undsoweiter. Bitte: wir wollen uns hier nicht lustig machen. Aber: knnte es beim voll medienhypetauglichen Thema "bhse Neonazis und das ebenso bhse Internet" etwas mehr sein als die seit Jahren gewohnten Textbausteine?

Eine Website von Potsdamer Neonazis hat(te) Bilder und Adressen von Menschen verffentlicht, die die Macher fr ihre Gegner hielten. Das bliche eben: Frank Jansen vom Tagesspiegel [Chapeau, lieber Kollege!], der Verein Opferperspektive und Treffpunkte alternativer Jugendlicher. Um an die Realitt zu erinnern, ein Zitat von der Website der Opferperspektive:

"Fast jede Woche werden Menschen in Brandenburg aus rechtsextremistischen Motiven, aus Hass gegen alles vermeintlich "Undeutsche" gewaltttig angegriffen. Es trifft insbesondere Menschen aus anderen Herkunftslndern, aber auch Behinderte, Obdachlose und alternative Jugendliche. Whrend in Politik, Sozialarbeit und Medien vor allem ber die Situation der rechtsextremistischen Tter gesprochen wird, ber schlechte Berufsperspektiven, fehlende Jugendclubs und Versumnisse im Elternhaus, geraten die Opfer der Taten allzu hufig aus dem Blickfeld. Es bleibt unbemerkt, wie stark die Tat die Opfer aus ihrem Alltag herausreit: Sie bleiben allein mit der krperlichen Beeintrchtigung und mit ihren ngsten - nicht zuletzt, wenn sie im Gerichtssaal auf die Tter treffen. Noch lange nach der eigentlichen Tat fhlen sie sich bedroht und verunsichert. Das Schweigen und die Gleichgltigkeit der Mehrheit besttigt bei den Ttern das Gefhl, in ihrem Sinne zu handeln."


Aus dem Tagesspiegel vom 10.03.2004: "Im Ort Gttlin (bei Rathenow) demolierte in der Nacht zu Sonnabend ein rechtsextremer Mob einen Pkw, in dem ein junger Linker und seine Freude saen. Die Angreifer traten nach Angaben des 18-jhrigen Florian E. gegen den Wagen, schlugen mit einem Leitpfosten zu und warfen einen Stein in die Frontscheibe. Florian E., dessen Aussage die Beratungsstelle "Opferperspektive" gestern in einer Pressemitteilung zitierte, hatte im Januar 2003 in Rathenow eine Schlerdemonstration gegen rechte Gewalt organisiert. Am Sonnabend wurde Florian E. offenbar von einer braunen Clique erkannt, als er an ihr mit Tempo 30 vorbeifuhr. Die Insassen des Ford Fiesta kamen bei dem Angriff mit dem Schrecken davon, verletzt wurde niemand."

Der rassistisch und antisemitisch motivierte Alltagsterror, obzwar mit den aktuellen Ereignissen in Spanien nicht zu vergleichen, ist nicht nur virulent, sondern eben Teil des Alltags fr Menschen, die sich in ostdeutschen Kleinstdten gegen die kackbraunen Kameraden ffentlich positionieren.

Die Ruber-und-Gendarm-Antifa (mit Verlaub!) hat die Verantwortlichen fr die Website schnell geoutet. Diese Berichte sind zwar aus journalistischer Sicht nicht unbedingt zitierfhig, weil die Quellen oft unklar oder dubios sind oder auf Stammtischgerchten oder der oral history der Antifa fuen. Dennoch: die Artikel in den Mainstream-Medien zu demselben Thema kann man getrost ignorieren, weil sie weder die zumeist bekannten Namen der Neonazis nennen noch Links anbieten.

Letzteres wurde auf indymedia heftig diskutiert. "der link sollte hier nicht gepostet werden, da es niemanden angeht, da die abgebildeten personen zu recht anonym bleiben wollen und die gefahr fr sie schon gro genug ist." Das ist Unfug, war doch der Link zu Website der so genannten Anti-Antifa - Sektion Potsdam in einschlgigen kackbraunen Foren schon prsent.

Neu ist das Thema nicht. Ganz im Gegenteil. Seit elf Jahren wiederholen sich die Artikel ber die ominsen "Feindeslisten" der Neonazis. Heute taucht der Begriff Internet zustzlich auf. Ein kackbrauner Kamerad, der unter seinesgleichen bekannt werden will, muss daher folgendes tun: auf einem beliebigen auslndischen Server eine Website einrichten und ein paar stadtbekannte Linke dort per Foto ablegen. Dann noch ein paar Journalisten (leider erwhnen die Neonazis mich nur noch selten; hier ein aktuelles Foto - bitte das verwenden!). Gesetzt sind auch prominente deutsche Juden. Diese Aktion muss nur noch den einschlgigen Medien irgendwie bekanntgemacht werden. Auf indymedia ist in diesem Fall Verlass. Und dann steigt das Prestige innerhalb des Milieus in's tief Dunkelbraune.

Mein Tipp - er stammt von Karl Valentin: "Nicht einmal ignorieren sollte man sie".


Abbildungen: indymedia. Oben: Screenshot der Website der "Anti-Antifa - Sektion Potsdam", mittlerweile offline. Mitte: Oliver Kalies (links). Unten: Foto aus dem Besitz von Oliver Kalies.


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