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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 20.05.2005, 21:57 Antworten mit ZitatNach oben



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Auf dem Weg zur Blog- und Google-Gesellschaft

Von Burkhard Schrder

Google-GesellschaftManche Zusammenrottungen sind typisch deutsch. Deutsch ist: wenn Leute zusammenkommen, die gebildet sind oder sich so vorkommen, die soziologisch dem Milieu der neuen Mittelschichten zuzuordnen sind, dann gibt es immer einen volksgemeinschaftlichen Konsens: niemand beschwert sich ber Zensur. Melden, Durchfhren, Verbieten - der Deutsche an sich kann einfach nicht ber seinen obrigkeitsstaatlichen Schatten springen, genausowenig wie der deutsche Punk auf seinen deutschen Hund verzichtet. Deutsch bleibt eben deutsch, da helfen keine Pillen.

Der Inbegriff des meldenden Deutschen ist der Wart, vorzugsweise der Block- Internet- oder Jugendschutzwart. Gestern war ich bei den neuen Mittelschichten alias der Heinrich-Bll-Stiftung. Dort stellte man ein Buch vor: Die Google-Gesellschaft. Gut, interessant, wichtig, intelligent: kaufen! Oder ausleihen und lesen.

Weniger angenehm waren die blichen Verdchtigen, die den Quark nicht stark, sondern breit traten. Der geschtzte Kollege Stefan Krempl (geschtzt, auer er betreibt unserise Hofberichterstattung fr Andy MM) hat dazu im Heise-Newsticker das Ntige geschrieben. Als Milieu-Studie fr die deutsche Leitkultur war das Event hervorragend geeignet: natrlich wurde kein Brgerrechtler auf das Podium gebeten (Garstka war leider nicht gekommen) , sondern fast ausschlielich Befrworter der Zensur. Man befrwartet auch dann Zensur, wenn man nichts dagegen unternimmt.

Stefan Keuchel Pressesprecher von Google Deutschland, wagte es zu behaupten, Google sei "politisch neutral", obwohl jeder Internet-affine Mensch wei, dass Google vor der chinesischen Regierung eingeknickt ist und zensiert, was dort der Obrigkeit nicht in den Kram passt. Und Google zensiert auch in Deutschland, nicht nur Scientology-Kritiker, sondern auch Links zu Programmen, politische Meinungen und viele andere Websites. Fr eine Diktatur wre Google ein idealer Partner.

Ich erkhnte mich whrend der Diskussion etwas pointiert einzuwenden, dass der Unterschied zwischen der DDR-Zensur und Google nur der sei, dass man in der DDR einigermaen wute, was nicht verbreitet werden durfte. Google hingegen verschweigt seine Zensur. Wenn es das Internet schon in den dreiiger Jahren gegeben htte, dann htte ein Google-Pressesprecher vermutlich - wie heute - verkndet: "Wir halten uns an die nationalen Gesetze." Verlinkt nicht zu Juden oder so.
Veranstaltung
Das hat mich nicht wirklich aufgeregt. Viel mehr rgerte ich mich ber das Publikum, das still da sa und aus unverstndlichen Grnden, die jedem aufrechten Demokraten die Haare zu Berge stehen lassen, darauf verzichtete, den Propagandisten der Zensur verbal mit Eiern und Tomaten zu bewerfen. Man kann ruhig zensieren, aber man sollte es als Firma zugeben und sich ber die poltiischen Konsequenzen klar sein. Als Zensor politische Neutralitt fr sich zu beanspruchen ist einfach eine Frechheit.

Aber es waren eben Deutsche. Die regen sich ber Zensur nicht auf. Auch nicht ber den unsglichen, aber ebenso typisch deutschen Begriff "freiwillige Selbstkontrolle". Dahinter verbergen sich die Jugendschutzwarte, die Tanten und Onkels mit den verkniffenen Mndern, die Penisse nur in einem Winkel unter 45 Grad erlauben wollen und die den Anblick einer Vagina fr "entwicklungsschdigend" halten, obwohl es fr diese abwegige Behauptung keine empirisch, geschweige denn wissenschaftliche Basis gibt. Da waren wir in den sechziger Jahren schon einmal weiter. Auch denen wurde nicht widersprochen.

Und nun zu etwas fast ganz Anderem. Zitat aus dem oben genannten Buch: "Natrlich ist nicht zu leugnen, dass eine wachsende Blogosphre auch mehr Aufmerksamkeit (...) auf sich zieht und sich durch die hohe Vernetzung zunehmend auf Besucherstrme auswirkt - also eine gewissen Verantwortung besitzt; Blogs knnen auf diesem Wege stark meinungsbildend wirken und zeichnen durch Gewichtung, Verbreitung und Beurteilung von Informationen ebenso wie andere Informationstrger quasi "im Vorbeigehen" Bilder von der Welt. Der Groteil der bloggenden Journalisten scheint es auch zu genieen, mal gehssig zu sein oder Worte wie "Ich" oder "wei nicht" zu verwenden. (...) Eine ganz neue Rolle nehmen Watchblogs ein, deren Macher etablierten Medien fortwhrend auf die Finger sehen, um bei Gelegenheit den Rohrstock zu zcken."
Veranstaltung
Au ja! Gehssig sein und den Rohrstock zcken. Zum Beispiel die Kerzen der Lichterkettentrger auspusten und auf andere gut Meinende, auf die Nicht-ins-Internet-Verlinker sowie auf die Jugendschutzwarte eindreschen. Hiermit erklre ich spiggel.de zum uerst gehssigten Watchblog.

Und damit zahlreiche nrgelde Kollegen (Hallo, Albrecht!), die spiggel.de das Bloggende an sich absprechen, weil die geneigte Leserin und der wohlwollende Leser nicht direkt ihren Senf dazugeben knnen, sei dieser Missstand abgestellt. Ab sofort knnen sie es. Siehe rechts oben unter "Blogging". Und das mit dem Trackback kriegen wir auch noch hin.

Auf dem Podium von links nach rechts: irgendjemand von T-Online, dessen Namen ich vergessen habe, Sabine Frank, Stefan Keuchel, Jochen Wegner (Moderator), Katja Husen, Wolfgang Sander-Beuermann.
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BURKS ONLINE 20.05.2004
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