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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
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BeitragVerfasst am: 07.07.2004, 21:19 Antworten mit ZitatNach oben


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Eher Selbstdarsteller denn schchtern

Von Burkhard Schrder


"Psychologen haben herausgefunden", so heisst es in einer Meldung der TU Chemnitz. Wer weiterliest, ahnt schon, welcher sinnfreie Mediensturm damit ausgelst wird: "Wer sich auf seiner persnlichen Homepage im Internet prsentiert, ist nicht automatisch auch selbstbewusst. Psychologen der Technischen Universitt Chemnitz haben herausgefunden, dass die Besitzer privater Webseiten vielmehr im Durchschnitt eher schchtern, hufig gut ausgebildet und fast ausschlielich mnnlich sind."

Immerhin 300 Besitzer einer "Homepage" haben die Psychologen befragt. Das Ergebnis ist so hbsch, dass es den geneigten Leserinnen und wohlwollenden Leser im Originalton nicht vorenthalten werden soll: "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Homepage- Besitzer im sozialen Umgang unsicherer sind, schlechter mit Kritik umgehen knnen und ein negativeres Selbstbild von sich haben als andere", erlutert Prof. Schtz. "Es ist daher zu vermuten, dass die eigene Webseite fr einen Teil der Homepage-Besitzer als Ersatz fr Kompetenzen in direkten Kontakten und fr die Face-to-Face-Kommunikation dient."

Face to Face-Kommunikation. Wir kombinieren scharf: man sieht sich live ins real existierende Gesicht und redet. Fast htte ich als Besitzer einer "Internet-Prsenz" vergessen, was das ist. Wie kann ich den Psychologen nur erklren, dass sich meine Kommunikation vervielfacht hat, seitdem es das Internet gibt? Usenet, Mail, natrlich verschlsselt, IRC - und ich habe auch Leute kennengelernt, mit denen ich Face-to-Face ber das Internet geredet habe.

In der Studie liest man: "Die Mehrheit der Homepage-Besitzer will sich authentisch darstellen, aber natrlich nicht von der schlechtesten Seite. Also greifen sie hufig auf Fotos zurck, die sie als besonders gelungen empfinden. Inhalte werden stark selektiv und kontrolliert ausgewhlt und publiziert." Wer htte das gedacht! Man will sich nicht schlecht darstellen und greift dazu auf den fiesen Marketing-Trick zurck, ein besonders gelungenes Foto von sich selbst zu publizieren. Darauf wre ich nicht selbst gekommen. Ich "selektiere" jedoch nicht, denn dieses Nazi-Unwort benutze ich gar nicht.

Ein bekanntes Nachrichtenmagazin hakt gewohnt investigativ nach und titelt: "Wer Homepages baut, hat was zu kompensieren." Stimmt gar nicht, denn die Chemnitzer Psychologen haben das gar nicht behauptet. Sie sagen nur: Wer eine Website hat, sei nicht automatisch auch selbstbewusst. Aber wer hat das denn behauptet? Wer eine Visitenkarte vorweist, ist automatisch selbstbewusst? Die Freie Presse, ebenfalls aus Chemnitz, macht sogar die khne Schlagzeile "Internet ist Tummelplatz fr Schchterne" daraus.

Ich halte es mit Stefan Herzceg, den ich schon vor langer Zeit zitiert hatte. Unter dem hbschen Motto " Me, myself and I" definiert er Blogger, eine Subspezies der Homepage-Besitzer: "Nur die allerwenigsten Weblogs sind als selbstreferenziertes, sozialhermetisch abgeriegeltes Internetding angelegt. Die meisten "Blogger" wollen wahrgenommen und gelesen werden." Was auch sonst. Mathematisch drckt es Archibald MacLeish so aus: "ego + voice + time = weblog."

Schn, das wir face-to-face miteinander kommuniziert haben.

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BURKS ONLINE 07.07.2004
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