Unter Surensöhnen

Aus dem hier schon erwähnten Buch von Khālid Abū Ṣubḥ (Khaled Abu Subh) (auf Arabisch): „Vom Beginn und Ende der osmanischen Herrschaft bis zur zionistischen Besetzung.“ Großes Bild links (identisch mit dem kleinen Bild rechts oben): „Der Nabi-Musa-Prozessionszug zieht an Gethsemane vorbei, 1936.“ Kleines Bild rechts unten: „Die Nabi-Musa-Prozession zwischen 1898 und 1914.“ – Die Fotos zeigen die berühmte Nabi-Musa-Prozession, einen traditionellen muslimischen Pilgerzug von Jerusalem zum Nabi-Musa-Heiligtum bei Jericho, der bis 1948 jährlich stattfand. Das Fest war eines der größten religiösen Ereignisse im damaligen Palästina und zog oft Zehntausende Teilnehmer an. Auf dem Foto oben rechts erkennt man die Todesangstbasilika.
Aus Tuvias Tenenboms „Wie nennt ihr dieses Land hier? – Unter Siedlern“:
„…die Wetterunterschiede zwischen Tag und Nacht, der milde Sonnenschein, der Boden – all das trägt zum Erfolg des israelischen Weins bei«, erzählt sie mir.
Wie sie mir verrät, stammt einer ihrer Lieblingsweine vom Weingut Kabir in Elon Moreh. Auch bewundert sie die Einwohner von Elon Moreh, auf die sie große Stücke hält.
Sie persönlich ist in einer araberfreundlichen Familie aufgewachsen, einer Familie, die politisch stolz linksaußen stand und trotzdem sehr religiös war. Links und gläubig, eine seltene Kombination auf der politischen Landkarte. »Mein Vater stammt aus Marokko und sprach arabisch, es gab keine Spur von antiarabischem Rassismus in unserem Haus, null Rassismus.
Ich habe das nicht in mir; Rassismus liegt mir nicht im Blut.« Erst nachdem sie hierher nach Psagot gekommen ist, von wo ihr Mann stammt, hat sie ihre Ansichten geändert. »Sie leben hier, und im Lauf der Zeit verstehen Sie etwas, das Sie vorher nicht verstanden haben. Ja, es gibt viele gute Araber, viele gute Palästinenser, aber die Mehrheit von ihnen sind Hurensöhne, die uns benutzen, die uns ausbeuten – Entschuldigung, ich kann es nicht anders sagen.«
Wodurch sind Sie zu einer solchen Schlussfolgerung gekommen?
»Dadurch, dass ich hier bin und die Realität sehe. Es ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Als ich hierherkam, als Linke, die ich war, ließ ich viele Araber für mich arbeiten. Nicht ein einziges Mal haben sie mich nicht bestohlen. Ich führte ein offenes Haus für sie, ich gab ihnen den Schlüssel zu meinem Haus, ich tat mein Bestes, um ihnen zu zeigen, dass ich sie mochte, dass ich ihnen vertraute, aber sie bestahlen mich, fast alle. Das ist ihre Kultur, und es gibt nichts, was ich daran ändern kann.«
Psagot ist von palästinensischen Dörfern und Beduinendörfern umgeben, von denen einige prachtvolle Häuser aufweisen, deren bloßer Anblick die Seele labt. Nur hat die Sache einen Haken: 80 bis 90 Prozent der palästinensischen Häuser, erzählt Naama mir, stünden leer. Sie wurden aus einem einzigen Grund erbaut: um Juden die Möglichkeit zu nehmen, das Land zu besiedeln.“
ich werde mir mal ein paar Flaschen bestellen.