{"id":393,"date":"2012-08-22T10:04:24","date_gmt":"2012-08-22T10:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.burks.de\/recherchegruppe\/blog\/?p=393"},"modified":"2014-06-27T10:10:37","modified_gmt":"2014-06-27T10:10:37","slug":"wer-ist-alexander-fritsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/recherchegruppe\/blog\/?p=393","title":{"rendered":"Wer ist Alexander Fritsch?"},"content":{"rendered":"<p>Da Alexander Fritsch, der Vorsitzende des <a href=\"http:\/\/jvbb-online.de\/Fritsch.1450.0.html\">Journalistenverbands Berlin-Brandenburg<\/a> (vormals JVBB &#8211; ein kleiner Verein, der sich vom <a href=\"http:\/\/www.djv-berlin.de\/\">DJV Berlin<\/a> abgespalten hat), j\u00fcngst in einer E-Mail an zahlreiche Landesvorsitzende und andere Funktion\u00e4re des Deutschen Journalisten-Verband (DJV) gewohnt Unsinn und hei\u00dfe Luft verbreitete, muss ich noch mal in meinen Kaderakten bl\u00e4ttern.<\/p>\n<p align=left>Wer ist dieser Fritsch?<\/p>\n<p align=left>Die Quellen stehen online:<\/p>\n<p align=left>Udo Leuschner \/ Geschichte der FDP (33) &#8211; &#8222;<a href=\"http:\/\/www.udo-leuschner.de\/liberalismus\/fdp33.htm\">Unfreundliche \u00dcbernahme<\/a>&#8222;: &#8222;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_von_Stahl\">Stahl<\/a> irrte indessen, wenn er glaubte, doch noch in eine f\u00fchrende Position zu kommen. Die vom <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/529\/37492\/\">Rexrodt<\/a>-Fl\u00fcgel und vom Bundesvorstand aufgebaute Abwehrfront hielt. Allerdings wurde die Isolierung Stahls mit der Einbindung anderer, weniger prominenter &#8222;Nationalliberaler&#8220; erkauft. So r\u00fcckten gleichzeitig mit der Wahl von <a href=\"http:\/\/www.martin-matz.de\/Vorgestellt.htm\">Matz<\/a> zum Vorsitzenden die Stahl-Anh\u00e4nger <a href=\"http:\/\/praesentation.fdpfraktionberlin.de\/Pressestelle\/index2.php?cat=Pressemitteilung_einzel&#038;id=1557\">Axel Hahn<\/a> und <strong>Alexander Fritsch<\/strong> in den Landesvorstand ein. Am ersten wu\u00dfte Stahl gegen\u00fcber der &#8222;Jungen Freiheit&#8220; zu r\u00fchmen, da\u00df er ein Sch\u00fcler des Historikers Arnulf Baring sei, am zweiten, da\u00df er &#8222;mit beiden F\u00fc\u00dfen fest im rechten Lager&#8220; stehe. Ein weiterer prominenter Vertreter des rechten Fl\u00fcgels war der Tempelhofer Bezirksvorsitzende <a href=\"http:\/\/www.jf-archiv.de\/archiv01\/291yy12.htm\">Klaus Gr\u00f6big<\/a>, der wie Stahl die Autorenliste der &#8222;Jungen Freiheit&#8220; schm\u00fcckte.&#8220;<\/p>\n<p align=left>Archiv <a href=\"http:\/\/www.jf-archiv.de\/archiv98\/068aa4.htm\">Junge Freiheit<\/a> (30.01.1998): &#8222;Stahl: Jeder macht seine Sache anders. Axel Hahn ist auf der einen Seite nicht so bekannt wie ich, auf der anderen Seite ist er als Politologe und Sch\u00fcler von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arnulf_Baring\">Arnulf Baring<\/a> besser ausgebildet als ich. Auch <strong>Alexander Fritsch<\/strong>, der ebenfalls in den Vorstand gew\u00e4hlt wurde, darf nicht \u00fcbersehen werden. Er ist ein guter Journalist, PR-Fachmann und politisches Naturtalent, und er steht mit beiden F\u00fc\u00dfen fest im rechten Lager.&#8220;<\/p>\n<p align=left>Fazit: Es sieht also so aus, als sei Fritsch mit einem \u00e4hnlichen Ticket in der Berliner F.D.P. gereist wie <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/17\/17632\/1.html\">Torsten Witt<\/a>, den der DJV als &#8222;Rechtsextremisten&#8220; bezeichnen darf.<\/p>\n<p align=left>Die in der salonfaschistischen &#8222;<a href=\"http:\/\/www.jf-archiv.de\/archiv98\/068aa4.htm\">Jungen Freiheit<\/a>&#8220; zitierten S\u00e4tze Alexander von Stahls \u00fcber FDP-Mitglied Alexander Fritsch sind allerdings erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig. &#8222;Rechtes Lager&#8220; meint den damaligen innerparteilichen Streit der F.D.P.. Axel Hahn, 1998 &#8211; zusammen mit Fritsch &#8211; in den Landesvorstand der Berliner F.D.P. gew\u00e4hlt, sagt, Fritsch sei &#8222;kein politischer \u00dcberzeugungst\u00e4ter&#8220;. Er habe seine &#8222;Karriere&#8220; auf dem &#8222;linken Fl\u00fcgel&#8220; der Berliner F.D.P. begonnen und sei dann zum &#8222;rechten Fl\u00fcgel&#8220; gewechselt. Die Zugeh\u00f6rigkeit zu einem &#8222;Lager&#8220; sei weniger eine Frage der politischen Meinung als eine der pers\u00f6nlichen Affinit\u00e4ten gewesen.<\/p>\n<p align=left><a href=\"http:\/\/www.jf-archiv.de\/archiv\/47aa5.htm\">Junge Freiheit<\/a> (14.11.1997): &#8222;FDP-Parteitag: Berliner Liberale lehnen Verschiebung des Euro ab&#8220; &#8211; &#8222;Erst die beherzte Rede des <strong>Chefdenkers der Nationalliberalen, Alexander Fritsch<\/strong>, brachte etwas Farbe in die bis dahin m\u00fcde Veranstaltung. Er begr\u00fcndete den Antrag der rechten FDP-Kreisverb\u00e4nde Neuk\u00f6lln, Reinickendorf und Tempelhof auf Verschiebung des Euro. Die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde f\u00fcr einen stabilen Euro, so Fritsch, sei das wirtschaftliche Gef\u00e4lle in Europa. Doch es sei ein Irrglaube zu meinen, die st\u00e4rkste W\u00e4hrung pr\u00e4ge den Charakter des Euro. &#8222;Ein Liter Wein in einem Fa\u00df Jauche gibt ein Fa\u00df Jauche. Aber ein Liter Jauche in einem Fa\u00df Wein gibt auch ein Fa\u00df Jauche&#8220;, sagte Fritsch unter dem Gel\u00e4chter und Beifall der Euro-Skeptiker im Saal. Das schlimmste an allem aber sei der &#8222;Fanatismus&#8220; und die &#8222;Selbstherrlichkeit&#8220;, mit der die W\u00e4hrungsunion verfolgt werde, erkl\u00e4rte Fritsch. Ausrechnet in Sachen Euro testeten die deutschen Politiker ihre Standhaftigkeit. Dabei h\u00e4tten sie &#8222;einen Zweifrontenkrieg begonnen: gegen das wirtschaftlich Vern\u00fcnftige und gegen das demoskopisch Durchsetzbare&#8220;. Die Mark sei f\u00fcr innere Gleichgewicht Deutschlands und f\u00fcr seine Stellung nach au\u00dfen zu kostbar, um &#8222;damit zu spielen oder gar um damit pers\u00f6nliche Interessen einzelner zu befriedigen. Europ\u00e4ische Interessen und der Wohlstand von Millionen von Menschen d\u00fcrften sich nicht nach dem Renteneintrittsalter von Helmut Kohl richten&#8220;, stichelte Fritsch. &#8222;Die Mark ist zu wertvoll, um als Baustoff f\u00fcr das Denkmal eines Bundeskanzlers verschwendet zu werden.&#8220; Die Ann\u00e4herung der Interessen in Europa sei eine politische und keine W\u00e4hrungsfrage. &#8222;Sie kann durch die W\u00e4hrung auch keinen Zentimeter vorangetrieben werden&#8220;, betonte er. Doch auch Fritsch vermochte die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse im Saal nicht mehr umzudrehen.&#8220;<\/p>\n<p>Am 28.M\u00e4rz 2012 habe ich bei der Zentrale der Berliner FDP angefragt, ob Fritsch noch Mitglied der FDP und wie lange er im Vorstand gewesen sein. Wie zu erwarten war, bekam ich keinerlei Antwort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da Alexander Fritsch, der Vorsitzende des Journalistenverbands Berlin-Brandenburg (vormals JVBB &#8211; ein kleiner Verein, der sich vom DJV Berlin abgespalten hat), j\u00fcngst in einer E-Mail an zahlreiche Landesvorsitzende und andere Funktion\u00e4re des Deutschen Journalisten-Verband (DJV) gewohnt Unsinn und hei\u00dfe Luft verbreitete, muss ich noch mal in meinen Kaderakten bl\u00e4ttern. Wer ist dieser Fritsch? 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