{"id":66364,"date":"2026-08-26T12:45:20","date_gmt":"2026-08-26T10:45:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=66364"},"modified":"2026-08-26T12:45:20","modified_gmt":"2026-08-26T10:45:20","slug":"die-schuldenmaschine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/08\/26\/die-schuldenmaschine","title":{"rendered":"Die Schuldenmaschine"},"content":{"rendered":"<p>Ce qu&#8217;il y a de certain, c&#8217;est que moi, je ne suis pas marxiste.\u201c (&#8222;Wenn es etwas Gewisses gibt, so ist es, dass ich kein Marxist bin.&#8220;) (<a href=\"https:\/\/marx-wirklich-studieren.net\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/mew_band35.pdf\">Karl Marx<\/a>, MEW 35, S. 388)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/260826_1gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/260826_1kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"staatsschulden USA\"\/><\/a><\/p>\n<p><i>Der Befehl an ChatGPT lautete: &#8222;Schreibe einen journalistischen Artikel aus marxistischer Sicht \u00fcber die gegenw\u00e4rtige Entwicklung der Staatsschulden der USA und wie sich das entwickeln wird.&#8220; <\/i><\/p>\n<p><i>Nat\u00fcrlich wei\u00df die K\u00fcnstliche Intelligenz nicht, was &#8222;marxistisch&#8220; ist &#8211; genausowenig wie Marx. Aber einen Versuch ist es wert.<\/i><\/p>\n<p><i>Michael Linden schrieb am <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/jobfresser-arbeitsmarktforscher-erwartet-durch-ki-massenelend-2603-206292.html\">10.03.2026<\/a> auf Golem: &#8222;Sollte k\u00fcnstliche Intelligenz in wenigen Jahren nahezu alle intellektuellen T\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, stellt sich eine unbequeme Frage: Was bleibt dann noch f\u00fcr den Menschen zu tun?&#8220;<\/i><\/p>\n<p><i>Zum Beispiel: die KI zu kritisieren, ihr zu widersprechen und deren b\u00fcrokratische Sprache zu verbessern. Ich m\u00fcsste aber sehr lange daran arbeiten. Das mache ich nicht, weil mir niemand das bezahlt.<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/260826_2gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/260826_2kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"staatsschulden USA\"\/><\/a><\/p>\n<h2>Die Schuldenmaschine<\/h2>\n<p><b>Wie der amerikanische Staat seine Krise finanziert \u2013 und wer daf\u00fcr bezahlen soll<\/b><\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten steuern auf einen historischen Schuldenstand zu. F\u00fcr das Haushaltsjahr 2026 erwartet das \u00fcberparteiliche <a href=\"https:\/\/www.cbo.gov\/\">Congressional Budget Office<\/a> (CBO) ein Defizit von rund 1,9 Billionen US-Dollar. Die von privaten Anlegern, Banken, Fonds, ausl\u00e4ndischen Staaten und der Zentralbank gehaltenen Bundesschulden sollen zum Ende des Haushaltsjahres etwa 32,1 Billionen Dollar beziehungsweise 101 Prozent der j\u00e4hrlichen Wirtschaftsleistung erreichen. Bis 2036 prognostiziert das CBO einen Anstieg auf 56 Billionen Dollar oder 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 1946 w\u00e4re damit \u00fcberschritten. Unter unver\u00e4nderter Gesetzeslage k\u00f6nnten es 2056 bereits 175 Prozent des BIP sein. ([CBO, <a href=\"https:\/\/www.cbo.gov\/publication\/62105\">Haushaltsausblick 2026\u20132036<\/a>]<\/p>\n<p>In der \u00f6ffentlichen Debatte erscheinen diese Zahlen meist als technisches Problem: Der Staat gebe mehr aus, als er einnehme, und m\u00fcsse irgendwann &#8222;sparen&#8220;. Aus marxistischer Sicht greift diese Darstellung zu kurz. Staatsschulden sind nicht blo\u00df das Ergebnis einer schlechten Buchf\u00fchrung. Sie sind Ausdruck gesellschaftlicher Machtverh\u00e4ltnisse. Ihnen stehen immer Forderungen gegen\u00fcber \u2013 und damit Eigent\u00fcmer, die Anspruch auf Zinszahlungen aus den k\u00fcnftigen Staatseinnahmen erheben.<\/p>\n<p><i>Wenn etwas &#8222;Ausdruck gesellschaftlicher Machtverh\u00e4ltnisse&#8220; sein soll, muss man misstrauisch werden. Das ist ein sinnfreier Textbaustein. Aber vielleicht erkl\u00e4rt uns die KI das jetzt?<\/i><\/p>\n<p><b>Schulden als Klassenverh\u00e4ltnis<\/b><\/p>\n<p>Eine Staatsanleihe verwandelt zuk\u00fcnftige Steuereinnahmen in einen heute handelbaren Verm\u00f6genstitel. Der Staat leiht sich Geld und garantiert dessen R\u00fcckzahlung samt Zinsen. F\u00fcr Banken, Investmentfonds, Versicherungen, Unternehmen und verm\u00f6gende Haushalte werden Staatsschulden dadurch zu relativ sicheren Finanzanlagen. Was auf der Passivseite des Staates als Schuld erscheint, steht auf der anderen Seite als Verm\u00f6gen.<\/p>\n<div style=\"background-color:#f2f2f2; padding:10px 12px; margin:12px 0;\">Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wie hoch sind die Schulden? Sie lautet auch: Wer besitzt die Forderungen \u2013 und wer bringt die Mittel f\u00fcr Zins und Tilgung auf?<\/div>\n<p><i>Das gef\u00e4llt mir: Dieser Satz w\u00fcrde so nie in einem Wirtschaftsteil der b\u00fcrgerlichen Presse stehen. Die Lohnschreiber haben einen gesunden Klasseninstinkt und vermeiden, dass das dumme Volk auf dumme Gedanken kommt dergestalt, dass die Arbeiterklasse (&#8222;breite Bev\u00f6lkerung&#8220;) immer bezahlt. Ich w\u00fcrde so einen Artikel, obzwar harmlos, auch nie irgendwo unzensiert unterbringen k\u00f6nnen.<\/i><\/p>\n<p>Die Bedienung der Schulden erfolgt aus dem Staatshaushalt, also insbesondere aus Steuern. Ist das Steuersystem so gestaltet, dass Arbeitseinkommen und Massenkonsum st\u00e4rker belastet werden als gro\u00dfe Verm\u00f6gen und hohe Kapitaleinkommen, findet \u00fcber den Schuldendienst eine Umverteilung statt: von der breiten Bev\u00f6lkerung zu den Besitzern staatlicher Wertpapiere.<\/p>\n<p>Das bedeutet nicht, dass jede Staatsverschuldung automatisch gegen die arbeitende Bev\u00f6lkerung gerichtet w\u00e4re. Mit Krediten lassen sich Schulen, Krankenh\u00e4user, \u00f6ffentlicher Wohnungsbau oder der \u00f6kologische Umbau finanzieren. Entscheidend sind der Zweck der Ausgaben, die Eigentumsverh\u00e4ltnisse und die sp\u00e4tere Verteilung der Finanzierungslasten. In den USA wurden Defizite jedoch \u00fcber Jahrzehnte auch durch Steuersenkungen, milit\u00e4rische Ausgaben, Krisenrettungen und Subventionen f\u00fcr private Akkumulation vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/260826_3gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/260826_3kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"staatsschulden USA\"\/><\/a><\/p>\n<p><b>Eine Billion Dollar Zinsen<\/b><\/p>\n<p>Die Dynamik hat inzwischen eine neue Qualit\u00e4t erreicht. F\u00fcr 2026 erwartet das CBO Nettozinsausgaben von mehr als einer Billion Dollar. Bis 2036 sollen sie auf rund 2,1 Billionen Dollar oder 4,6 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Dann w\u00e4ren die Zinskosten fast so hoch wie s\u00e4mtliche sogenannten diskretion\u00e4ren Ausgaben des Bundes \u2013 also jener Teil des Haushalts, \u00fcber den der Kongress regelm\u00e4\u00dfig entscheidet. F\u00fcr 2056 <a href=\"https:\/\/www.cbo.gov\/publication\/62105\">prognostiziert das CBO<\/a> Zinsausgaben von 6,9 Prozent des BIP, mehr als jeweils f\u00fcr Social Security oder Medicare. <\/p>\n<p>Damit entsteht eine sich selbst verst\u00e4rkende Bewegung: Der Staat macht Defizite, nimmt neue Kredite auf und muss auf den wachsenden Schuldenberg Zinsen zahlen. Ein Teil dieser Zinsen wird wiederum durch neue Schulden finanziert. Gleichzeitig werden \u00e4ltere, niedrig verzinste Anleihen bei F\u00e4lligkeit durch neue Papiere ersetzt. Das CBO erwartet deshalb, dass der durchschnittliche Zinssatz auf die \u00f6ffentlich gehaltenen Bundesschulden von etwa 3,4 Prozent im Jahr 2026 auf rund 3,9 Prozent gegen Ende des kommenden Jahrzehnts steigt.<\/p>\n<p>Im b\u00fcrgerlichen Sprachgebrauch hei\u00dft das, steigende Zinskosten w\u00fcrden den &#8222;finanziellen Spielraum&#8220; des Staates einschr\u00e4nken. Klassenpolitisch \u00fcbersetzt bedeutet es: Ein wachsender Teil des Haushalts wird vorab f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/usa-schulden-expertin-erklaert-die-40-billionen-krise-628957467631\">Anspr\u00fcche von Gl\u00e4ubigern<\/a> reserviert. Der Schuldendienst erh\u00e4lt Vorrang vor politisch verhandelbaren Ausgaben.<\/p>\n<p><b>Warum die USA nicht Griechenland sind<\/b><\/p>\n<div style=\"background-color:#f2f2f2; padding:10px 12px; margin:12px 0;\">Trotzdem steht ein unmittelbarer Staatsbankrott nicht bevor. Die Vereinigten Staaten verschulden sich \u00fcberwiegend in ihrer eigenen W\u00e4hrung.<\/div>\n<p> Der Dollar ist zugleich die wichtigste Reserve-, Handels- und Finanzierungsw\u00e4hrung der Welt. US-Staatsanleihen dienen im globalen Finanzsystem als zentrale Sicherheiten und als Aufbewahrungsmittel f\u00fcr \u00fcbersch\u00fcssiges Kapital.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dje.de\/de\/markt-meinung\/chart\/die-usa-finanzieren-sich-zunehmend-selbst\/\">Diese Sonderstellung<\/a> gibt Washington erheblich mehr Spielraum als L\u00e4ndern, die sich in einer fremden W\u00e4hrung verschulden oder von ausl\u00e4ndischen Kreditgebern abh\u00e4ngig sind. Die US-Regierung kann Dollarzahlungen grunds\u00e4tzlich leisten, solange das eigene politische System die Ausgabe neuer Schuldtitel erlaubt. <\/p>\n<div style=\"background-color:#f2f2f2; padding:10px 12px; margin:12px 0;\">Die gr\u00f6\u00dfere unmittelbare Gefahr ist daher nicht die technische Zahlungsunf\u00e4higkeit aus Geldmangel, sondern eine politisch herbeigef\u00fchrte Blockade\u2013 etwa ein Konflikt um die Schuldenobergrenze.<\/div>\n<p>Auch ausl\u00e4ndische Investoren ziehen sich bislang nicht geschlossen zur\u00fcck. Im Mai 2026 verzeichnete das US-Finanzministerium sogar umfangreiche Nettok\u00e4ufe langfristiger amerikanischer Wertpapiere durch ausl\u00e4ndische Anleger. Allerdings verkauften ausl\u00e4ndische staatliche Institutionen per saldo andere US-Anlagen, w\u00e4hrend private Investoren den Zufluss trugen. Solche Monatswerte schwanken stark; sie zeigen aber, dass von einer allgemeinen Flucht aus dem Dollar gegenw\u00e4rtig keine Rede sein kann. [Quelle: <a href=\"https:\/\/home.treasury.gov\/news\/press-releases\/sb0561\">US-Finanzministerium<\/a>]<\/p>\n<p>Der Dollar ist jedoch keine Naturgewalt. Seine Stellung beruht auf der Gr\u00f6\u00dfe der US-Wirtschaft, der Macht ihrer Finanzm\u00e4rkte, den milit\u00e4rischen und politischen B\u00fcndnissen des Landes und dem Fehlen einer gleichwertigen Alternative. Eine zunehmende geopolitische Fragmentierung kann diese Vorherrschaft langfristig abschw\u00e4chen. Ein abrupter Zusammenbruch ist weniger wahrscheinlich als eine langsame Erosion, die h\u00f6here Zinsen und st\u00e4rkere Wechselkursschwankungen zur Folge haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><b>Die kommende Verteilungsauseinandersetzung<\/b><\/p>\n<p>Die Schuldenentwicklung wird in den n\u00e4chsten Jahren voraussichtlich nicht durch einen spektakul\u00e4ren Zusammenbruch entschieden, sondern durch politische K\u00e4mpfe um ihre gesellschaftlichen Kosten. Vier Wege sind denkbar, die sich miteinander verbinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Erstens kann der Staat Einnahmen erh\u00f6hen.<\/b> Dabei w\u00e4re entscheidend, ob er hohe Einkommen, Verm\u00f6gen, Erbschaften und Unternehmensgewinne st\u00e4rker besteuert oder die Belastung \u00fcber Verbrauchsteuern und Abgaben nach unten weitergibt.<\/p>\n<p><b>Zweitens kann die Regierung Ausgaben k\u00fcrzen.<\/b> Politisch werden dabei Sozialprogramme und \u00f6ffentliche Dienstleistungen h\u00e4ufig als erstes Sparfeld dargestellt, obwohl auch Milit\u00e4rhaushalt, Unternehmenssubventionen und Steuerverg\u00fcnstigungen enorme Mittel binden. Austerit\u00e4t w\u00e4re keine neutrale Haushaltskorrektur, sondern eine Entscheidung dar\u00fcber, welche Klasse auf Einkommen und Leistungen verzichten soll.<\/p>\n<p><b>Drittens k\u00f6nnen Inflation und finanzielle Repression einen Teil der realen Schuldenlast entwerten.<\/b> Bleiben die Zinsen zeitweise unter der Inflationsrate, verlieren die Forderungen der Gl\u00e4ubiger real an Wert. Gleichzeitig trifft Inflation Besch\u00e4ftigte besonders hart, wenn ihre L\u00f6hne nicht entsprechend steigen. Auch dieser Weg f\u00fchrt daher zu <del>einem Verteilungskonflikt<\/del> zu einem versch\u00e4rften Klassenkampf.<\/p>\n<p><b>Viertens k\u00f6nnten Wirtschaftswachstum und produktive \u00f6ffentliche Investitionen die Schuldenquote stabilisieren.<\/b> Steigt die Wirtschaftsleistung schneller als die Schulden, sinkt deren relatives Gewicht. Doch Wachstum allein l\u00f6st weder die \u00f6kologische Krise noch die Frage, wem die Ergebnisse der Produktion geh\u00f6ren.<\/p>\n<p><b>Kein automatisches Ende des Kapitalismus<\/b><\/p>\n<p>Eine marxistische Analyse sollte sich vor der verlockenden, aber falschen Prophezeiung h\u00fcten, der Kapitalismus werde unter seiner Schuldenlast automatisch zusammenbrechen. Hohe Staatsschulden k\u00f6nnen das System destabilisieren, sie k\u00f6nnen es aber ebenso st\u00fctzen. In Krisen \u00fcbernimmt der Staat private Verluste, stabilisiert Banken, garantiert M\u00e4rkte und schafft sichere Anlagen f\u00fcr Kapitalbesitzer. Die Verschuldung ist damit zugleich Krisensymptom und Kriseninstrument.<\/p>\n<p>Wahrscheinlicher als ein pl\u00f6tzlicher Zahlungsausfall ist deshalb folgende Entwicklung: Die Schulden und Zinsausgaben steigen weiter; Finanzm\u00e4rkte verlangen zeitweise h\u00f6here Renditen; der politische Druck zu Einschnitten w\u00e4chst; und die herrschenden Parteien versuchen, diese Einschnitte als alternativlose Sachzw\u00e4nge darzustellen. Gleichzeitig bleibt die US-Regierung aufgrund des Dollars und der Tiefe ihrer Kapitalm\u00e4rkte \u00fcber l\u00e4ngere Zeit handlungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Das CBO <a href=\"https:\/\/www.cbo.gov\/publication\/62105\">weist selbst darauf hin<\/a>, dass seine Zahlen keine Vorhersage im engeren Sinn sind. Sie beschreiben, was unter der Annahme weitgehend unver\u00e4nderter Gesetze geschehen k\u00f6nnte. Rezessionen, Kriege, Finanzkrisen, Steuersenkungen oder neue Sozialprogramme k\u00f6nnen die Entwicklung erheblich ver\u00e4ndern. Nach der gegenw\u00e4rtigen Basisprojektion steigt das j\u00e4hrliche Defizit jedoch bis 2036 auf etwa 3,1 Billionen Dollar. <\/p>\n<p>Die eigentliche Grenze der US-Staatsverschuldung ist daher nicht eine magische Schuldenquote. Sie liegt dort, wo Inflation, Zinslast, politische Instabilit\u00e4t und nachlassendes Vertrauen die Handlungsm\u00f6glichkeiten des Staates einengen. Wann dieser Punkt erreicht wird, l\u00e4sst sich seri\u00f6s nicht datieren.<\/p>\n<p>Sicherer ist eine andere Prognose: Je gr\u00f6\u00dfer die Zinslast wird, desto sch\u00e4rfer wird der Kampf um den Staatshaushalt.<\/p>\n<div style=\"background-color:#f2f2f2; padding:10px 12px; margin:12px 0;\"> Die politische Kernfrage der kommenden Jahre wird nicht lauten, ob die amerikanische Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Schulden bezahlen muss. Sie wird lauten, welcher Teil der Bev\u00f6lkerung bezahlt \u2013 durch h\u00f6here Steuern, schlechtere \u00f6ffentliche Leistungen, sinkende Reall\u00f6hne oder den Verlust von Verm\u00f6gen.<\/div>\n<p>  Genau darin zeigt sich der Klassencharakter der Schuldenfrage.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66364?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66364?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_66364 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_66364')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_66364').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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