{"id":66255,"date":"2026-08-14T12:16:29","date_gmt":"2026-08-14T10:16:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=66255"},"modified":"2026-08-14T12:16:29","modified_gmt":"2026-08-14T10:16:29","slug":"theorien-der-inflation-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/08\/14\/theorien-der-inflation-teil-ii","title":{"rendered":"Theorien der Inflation (Teil II)"},"content":{"rendered":"<div style=\"background-color:#f2f2f2; padding:10px 12px; margin:12px 0;\">Ich habe <a href=\"https:\/\/thenextrecession.wordpress.com\/2026\/08\/03\/theories-of-inflation-part-two-heterodox-and-marxist\/\">Michael Roberts&#8216; Artikel<\/a> \u00fcber <i>Theories of inflation part two \u2013 heterodox and Marxist<\/i> \u00fcbersetzen lassen und Text und Grafiken \u00fcberarbeitet. Die Links sind von mir.<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/grafik\/latino_america\/bolivia\/bol84plata1gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/grafik\/latino_america\/bolivia\/bol84plata1kl.jpg\" alt=\"dinero\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\" \/><\/a><br \/>\n<small>Inflation in Bolivien 1984. Alle Geldscheine zusammen sind ungef\u00e4hr 100 US $ wert.<\/small><\/p>\n<p><i>Dies ist der zweite Teil meiner Er\u00f6rterung der Ursachen der Inflation in modernen kapitalistischen Volkswirtschaften. Grundlage ist ein unver\u00f6ffentlichtes Papier von <a href=\"https:\/\/www.spectrumofcommunism.de\/guglielmo-carchedi\/\">Guglielmo Carchedi<\/a>  und mir [Michael Roberts].<\/i><\/p>\n<div style=\"background-color:#f2f2f2; padding:10px 12px; margin:12px 0;\">\n<b>Zusammenfassung<\/b>: Der Artikel diskutiert heterodoxe und marxistische Erkl\u00e4rungen der Inflation und fragt vor allem, ob Inflation durch Monopolmacht, Klassenkonflikte, Geldmengenwachstum oder Ver\u00e4nderungen der Profitabilit\u00e4t des Kapitals erkl\u00e4rt werden kann.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Aussagen sind:<\/p>\n<p><b>Monopol- und Mark-up-Theorien<\/b>: Eine verbreitete heterodoxe Erkl\u00e4rung f\u00fchrt Inflation auf die Marktmacht gro\u00dfer Unternehmen zur\u00fcck. Angebotsengp\u00e4sse k\u00f6nnen es ihnen erm\u00f6glichen, ihre Preisaufschl\u00e4ge zu erh\u00f6hen und Preissteigerungen durch die gesamte Wirtschaft weiterzugeben. Der Artikel h\u00e4lt dies f\u00fcr eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung einzelner Inflationssch\u00fcbe, etwa nach der Pandemie, aber nicht f\u00fcr eine allgemeine Inflationstheorie. Monopole und Kartelle existierten schlie\u00dflich auch in Perioden mit niedriger Inflation oder sogar Deflation.<br \/>\n<b>Marx und die Produktionspreise<\/b>: Marktpreise k\u00f6nnen von den Produktionspreisen abweichen. Diese Abweichung ist wegen der Konkurrenz jedoch begrenzt. Sinkt der auf der durchschnittlichen Profitrate beruhende Produktionspreis, sollten tendenziell auch die Marktpreise sinken. Monopolmacht kann diese Bewegung ver\u00e4ndern, aber nicht dauerhaft au\u00dfer Kraft setzen.<br \/>\n<b>Klassenkonflikt<\/b>: Nach einer zweiten heterodoxen Theorie entsteht eine Inflationsdynamik durch den Konflikt zwischen Arbeit und Kapital: Arbeiter reagieren auf steigende Preise mit Lohnforderungen, worauf Unternehmen wiederum ihre Preise erh\u00f6hen. Das erkl\u00e4rt jedoch nicht, warum die Preise urspr\u00fcnglich zu steigen beginnen.<br \/>\n<b>Profitabilit\u00e4t als entscheidender Faktor<\/b>: Verschiedene marxistische Autoren \u2013 Mattick, Mandel, Harman und Choonara \u2013 versuchen, Profitrate, Geld, Wertproduktion und Inflation miteinander zu verbinden. Besonders Choonara sieht Inflation als Ergebnis des Zusammenspiels von Wertsch\u00f6pfung, Geld- bzw. Kreditsch\u00f6pfung, Kapitalakkumulation und Profitraten.<br \/>\n<b>Anwar Shaikh<\/b>: Seine Theorie verbindet Nachfrage und Profitabilit\u00e4t. Neue Kaufkraft entsteht durch Kredit- und Geldsch\u00f6pfung. Ob diese zus\u00e4tzliche Nachfrage inflation\u00e4r wirkt, h\u00e4ngt von der Produktionskapazit\u00e4t ab. Hohe Profitabilit\u00e4t f\u00f6rdert Investitionen und Produktionswachstum; sinkende Profitabilit\u00e4t schw\u00e4cht die Erweiterung des Angebots. \u00dcbersteigt die Nachfrage dadurch die Angebotskapazit\u00e4t, entsteht Inflation. F\u00fcr die USA wird dies mit fallender Profitabilit\u00e4t und steigender Inflation 1964\u20131982 sowie steigender Profitabilit\u00e4t und sinkender Inflation 1982\u20132007 begr\u00fcndet.<br \/>\n<b>Mavroudeas und Chatzirafailidis<\/b>: Sie erkl\u00e4ren Inflation st\u00e4rker mit Marx\u2019 Werttheorie. Durch \u00dcberakkumulation und steigende organische Zusammensetzung des Kapitals f\u00e4llt schlie\u00dflich die Profitabilit\u00e4t, Investitionen und Produktionswachstum werden gebremst. Die Nachfrage \u00fcbersteigt das Angebot, sodass die Marktpreise \u00fcber die Produktionspreise steigen. <b>Der Warenwert bleibt dabei der &#8222;Anker&#8220; der Preise.<\/b><\/p>\n<p>Der Artikel sieht allerdings bei beiden Ans\u00e4tzen eine L\u00fccke. Shaikh ber\u00fccksichtigt Geld und Profitabilit\u00e4t, erkl\u00e4rt aber nicht ausreichend, weshalb die Nachfrage bei sinkender Produktionskapazit\u00e4t nicht ebenfalls zur\u00fcckgeht. Mavroudeas und Chatzirafailidis verankern die Preise dagegen konsequent in der marxistischen Werttheorie, ber\u00fccksichtigen aber die eigenst\u00e4ndige Rolle modernen Fiatgeldes nicht.<\/p>\n<p><b>Kernaussage<\/b>: Eine umfassende marxistische Inflationstheorie m\u00fcsste deshalb drei Faktoren miteinander verbinden: Profitabilit\u00e4t des Kapitals, Entwicklung des Warenwerts und Geld- bzw. Kreditsch\u00f6pfung. Weder Unternehmensmacht noch Lohnk\u00e4mpfe oder Geldmengenwachstum allein reichten als allgemeine Erkl\u00e4rung der Inflation aus.<\/div>\n<h2>Theories of inflation part two \u2013 heterodox and Marxist<\/h2>\n<p>Es gibt verschiedene heterodoxe Auffassungen \u00fcber die Ursachen der Inflation. Im Allgemeinen wenden sie sich gegen die <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/08\/11\/theorien-der-inflation-teil-i\">im ersten Teil<\/a> er\u00f6rterte Konzentration der herrschenden Wirtschaftslehre auf Monetarismus, \u00dcberschussnachfrage und Inflationserwartungen. Die heterodoxen Ans\u00e4tze lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Erstens gibt es jene, die den Schwerpunkt auf die sektorale Struktur der Wirtschaft legen, also darauf, wie Angebotsengp\u00e4sse in bestimmten Wirtschaftssektoren zu Preisspr\u00fcngen f\u00fchren und sich diese dann \u00fcber Input-Output-Verflechtungen und Ver\u00e4nderungen im Preissetzungsverhalten der Unternehmen auf die gesamte Wirtschaft ausbreiten. Zweitens gibt es Theorien, die davon ausgehen, dass Inflation durch Klassenkonflikte verursacht wird, also durch die Forderungen der Arbeiter nach h\u00f6heren L\u00f6hnen und die Reaktion der Kapitalisten darauf.<\/p>\n<p>Nach der sektoralen Auffassung werden teilweise die Preisaufschl\u00e4ge (&#8222;Mark-ups&#8220;) der Unternehmen als Erkl\u00e4rung f\u00fcr Inflation herangezogen. Demnach wird Inflation durch Monopole und deren F\u00e4higkeit verursacht, Marktpreise oberhalb der Preise bei &#8222;freier Konkurrenz&#8220; durchzusetzen. Monopole k\u00f6nnen ihre Gewinnaufschl\u00e4ge und Verkaufspreise erh\u00f6hen, wenn die Kosten steigen, einschlie\u00dflich der Arbeitskosten. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stephanie_Kelton\">Stephanie Kelton<\/a>, die bekannte Vertreterin der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Modern_Monetary_Theory\">Modern Monetary Theory<\/a>, erkl\u00e4rt, dass Unternehmen mit ausreichender Marktmacht auch einseitig die Preise erh\u00f6hen k\u00f6nnten, um immer h\u00f6here Gewinne zu erzielen.<\/p>\n<p>Marx w\u00fcrde dem widersprechen. Ja, der Marktpreis der verkauften Waren kann und wird vom Produktionspreis abweichen, also von jenem Preis, bei dem alle Kapitale Waren mit derselben durchschnittlichen Profitrate produzieren &#8211; einer Rate, die sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndert. Sinkt der auf der durchschnittlichen Profitrate der Wirtschaft beruhende Produktionspreis, dann sollten auch alle individuellen Preise, die sich um diesen Preis bewegen, sinken. Es gibt jedoch einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen einige Unternehmen ihre Preise weniger stark senken als der Durchschnitt oder sie sogar erh\u00f6hen k\u00f6nnen. Diese &#8222;monopolistische&#8220; F\u00e4higkeit hat jedoch stets Grenzen. Die Konkurrenz wird sich tendenziell durchsetzen, selbst bei Oligopolen. <b>Deshalb kann der monopolistische Marktpreis nicht dauerhaft vom Produktionspreis abweichen.<\/b><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/140826_3gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/140826_3kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Theorien der Inflation\"\/><\/a><\/p>\n<p>Beim j\u00fcngsten Inflationsschub nach dem pandemiebedingten Einbruch hat die sektorale Theorie eine andere Form angenommen. Nach dieser Auffassung entsteht Inflation durch Angebotsengp\u00e4sse in wichtigen Wirtschaftssektoren, die anschlie\u00dfend dadurch verst\u00e4rkt werden, dass Unternehmen aufgrund ihrer Marktmacht ihre Preisaufschl\u00e4ge erh\u00f6hen. Lieferengp\u00e4sse, die sich durch verschiedene Wirtschaftssektoren ausbreiten, setzen den Inflationsprozess in Gang. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen die Preisaufschl\u00e4ge der Unternehmen \u00fcber den Durchschnitt steigen und so zus\u00e4tzlichen Preisdruck erzeugen. <a href=\"https:\/\/peri.umass.edu\/publication\/sellers-inflation-profits-and-conflict-why-can-large-firms-hike-prices-in-an-emergency\/\">Isabella Weber und Evan Wasner<\/a> argumentieren, dass steigende Preise in bestimmten &#8222;systemisch bedeutsamen vorgelagerten Sektoren&#8220; einen Impuls f\u00fcr weitere Preiserh\u00f6hungen geben. Um ihre Gewinnmargen gegen\u00fcber steigenden Kosten zu sch\u00fctzen, geben nachgelagerte Sektoren den Preisdruck weiter oder verst\u00e4rken ihn &#8211; etwa bei vor\u00fcbergehenden Monopolen infolge von Engp\u00e4ssen.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine profitgetriebene, sektoral verursachte Inflation gibt es beim j\u00fcngsten Inflationsschub nach der Pandemie durchaus empirische Anhaltspunkte. Aber kann dies als allgemeine Erkl\u00e4rung der Inflation in kapitalistischen Volkswirtschaften gelten? Inflation hat in den gro\u00dfen Volkswirtschaften langfristig auch dann existiert, wenn Unternehmen ihre Preisaufschl\u00e4ge nicht erh\u00f6hten oder wenn es keine sprunghaften Anstiege der Rohstoffpreise gab. Nat\u00fcrlich d\u00fcrften Preise auf oligopolistischen M\u00e4rkten h\u00f6her sein als auf st\u00e4rker wettbewerblich gepr\u00e4gten M\u00e4rkten. Eine h\u00f6here Inflation kann jedoch sowohl bei relativ wettbewerblichen als auch bei oligopolistischen Marktstrukturen auftreten.<\/p>\n<p>Das sogenannte Gilded Age des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts war durch den Aufstieg von Kartellen gekennzeichnet \u2013 und dennoch herrschte Preisdeflation. Die 1990er Jahre wiederum, die h\u00e4ufig als ein zweites Gilded Age mit zunehmender Marktkonzentration betrachtet werden, waren durch die sogenannte &#8222;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Great_Moderation\">Great Moderation<\/a>&#8220; der Preisinflation, also durch Disinflation, gekennzeichnet. Beim letzten gro\u00dfen Inflationsschub der 1970er Jahre gingen die Profite sogar zur\u00fcck. <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Paolo_Sylos_Labini\">Sylos-Labini<\/a> schrieb damals: Der R\u00fcckgang des Profitanteils in mehreren kapitalistischen L\u00e4ndern lasse sich vor allem auf den anhaltenden Anstieg der direkten Kosten f\u00fcr Arbeit, Rohstoffe und Energie zur\u00fcckf\u00fchren. (Auf die Diskussion \u00fcber die so genannte <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fjoDjv1R3to\">Sellers\u2019 Inflation<\/a>, Profitaufschl\u00e4ge und sektoral verursachte Inflation werde ich im vierten Teil zur\u00fcckkommen, wenn ich den Inflationsschub nach der Pandemie analysiere.)<\/p>\n<p>Die zweite heterodoxe Erkl\u00e4rung lautet, Inflation sei das Ergebnis von Klassenkonflikten. Diese Theorie verwirft die keynesianische Auffassung, wonach Inflation auf einen Lohndruck zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, der durch \u00dcberschussnachfrage und die Verhandlungsmacht der Arbeiter entsteht. Stattdessen geht diese Theorie \u2013 wie Marx &#8211; davon aus, dass die L\u00f6hne als Reaktion auf Preissteigerungen steigen.<\/p>\n<p>Doch was verursacht den urspr\u00fcnglichen Inflationsschub? Dieser soll auf Angebotsst\u00f6rungen oder die F\u00e4higkeit von Monopolen zu h\u00f6heren Preisaufschl\u00e4gen zur\u00fcckgehen &#8211; womit wir wieder bei der ersten heterodoxen Theorie w\u00e4ren. Ob die Inflation anh\u00e4lt, h\u00e4ngt dann davon ab, ob die Arbeiter \u00fcber gen\u00fcgend Macht verf\u00fcgen, um darauf zu reagieren, was wiederum die Unternehmen zu weiteren Preiserh\u00f6hungen veranlassen kann. Die Inflation h\u00e4ngt somit vom Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zwischen Arbeitern und Kapitalisten ab. Diese Theorie erkl\u00e4rt jedoch nicht den urspr\u00fcnglichen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, au\u00dfer durch den zuf\u00e4lligen Faktor einer Angebotsst\u00f6rung oder eines &#8222;Schocks&#8220;. Damit greift sie letztlich wieder auf Preisaufschl\u00e4ge oder Angebotsengp\u00e4sse als Ausl\u00f6ser zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Es gibt auch ausdr\u00fccklich marxistische Inflationstheorien. <b>Eine &#8222;marxistische&#8220; Erkl\u00e4rung ist im Grunde lediglich die bereits beschriebene Theorie monopolistischer Preisaufschl\u00e4ge.<\/b> <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Monopoly_Capital\">Baran und Sweezy<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/0853450730\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">1966<\/a>) erkl\u00e4rten die Ursache der Inflation folgenderma\u00dfen: &#8222;Die keynesianische Theorie ging von freier Konkurrenz aus; unter oligopolistischen Bedingungen f\u00fchrt eine steigende Nachfrage zu Preissteigerunge(&#8230;) und schlie\u00dflich &#8211; infolge der steigenden Lebenshaltungskosten \u2013 zu h\u00f6heren L\u00f6hnen, statt zu einer Ausweitung der Produktion. Das Ergebnis ist eine allgemeine Inflation.&#8220;<\/p>\n<p>\u00c4hnlich argumentierte <a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/10.1177\/048661348201400402\">Kotz<\/a> (1982), dass Monopole Marktpreise festsetzen k\u00f6nnen, die \u00fcber den Produktionspreisen liegen. Doch Monopole existierten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sowohl w\u00e4hrend der Inflationsperiode von 1949 bis 1979 als auch w\u00e4hrend der Disinflationsperiode von 1980 bis 2021, in der ihre Marktmacht sogar zunahm. <b>Eine allgemeine Inflation muss daher unabh\u00e4ngig von Monopolen erkl\u00e4rt werden.<\/b> Wenn Monopole tats\u00e4chlich die Macht besitzen, ihre Marktpreise praktisch unbegrenzt zu erh\u00f6hen, warum tun sie dies dann nur unter ganz bestimmten Umst\u00e4nden? In der j\u00fcngeren Wirtschaftsgeschichte erh\u00f6hten sie ihre Preise nur zweimal besonders stark \u2013 Ende der 1970er Jahre und 2021 \u2013, und zwar jeweils zu Zeiten niedriger Profitabilit\u00e4t.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/archive\/mattick-paul\/1977\/inflation\/index.htm\">Paul Mattick Sr.<\/a> argumentierte, Inflation sei Ausdruck unzureichender Profite, die durch Preis- und Geldpolitik ausgeglichen werden m\u00fcssten: &#8222;Steigen die Preise schneller als die L\u00f6hne, wird den Arbeitern im Zirkulationsprozess genommen, was ihnen im Produktionsprozess nicht entzogen werden konnte.&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/archive\/mattick-paul\/1977\/inflation\/ch03.htm\">1977, Kapitel 3<\/a>)<\/p>\n<p>Das ist offensichtlich. Steigen die Preise schneller als die L\u00f6hne, findet eine Umverteilung zugunsten des Kapitals und zulasten der L\u00f6hne statt. Steigen die Preise dagegen langsamer als die L\u00f6hne, erfolgt eine Umverteilung zugunsten der Arbeit und zulasten der Profite. Doch beides erkl\u00e4rt nicht die Ursache des urspr\u00fcnglichen Anstiegs des allgemeinen Preisniveaus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernest_Mandel\">Ernest Mandel<\/a> (1987) versuchte eine marxistische Erkl\u00e4rung, die das Geld einbezieht: Wenn &#8222;der Papiergeldumlauf sich verdoppelt hat, ohne dass die insgesamt in der Wirtschaft verausgabte Arbeitszeit wesentlich gestiegen ist, dann wird sich tendenziell auch das Preisniveau verdoppeln&#8220;. Doch warum passt sich das umlaufende Geld nicht einfach der Ver\u00e4nderung des Werts der Waren an, gemessen an der gesamten Arbeitszeit? Mandel kommt den f\u00fcr die Inflation relevanten Faktoren nahe, analysiert jedoch nicht, wie diese Faktoren zusammenwirken.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/archiv\/harman\/1979\/marxismus\/index.html\">Harman<\/a> (1979) erkannte zutreffend, dass die Profitabilit\u00e4t des Kapitals eine wesentliche Ursache der Inflation ist. Harman vertrat jedoch eine subjektive Analyse: &#8222;In einem Boom sind die Kapitalisten zuversichtlich, dass sie ihre Waren auch dann verkaufen k\u00f6nnen, wenn sie die Preise erh\u00f6hen. [&#8230;] Sobald die Rezession einsetzt, m\u00fcssen die Kapitalisten reagiere [&#8230;] [auf] schrumpfende M\u00e4rkte [und] die Preise drastisch senken.&#8220;<\/p>\n<p>Damit wird zwar die Reaktion der Kapitalisten auf einen Boom und die Preisinflation beschrieben, aber nicht erkl\u00e4rt, wodurch inflation\u00e4re beziehungsweise disinflation\u00e4re Perioden verursacht werden. So l\u00e4sst sich damit beispielsweise die anhaltende Disinflation von den 1980er Jahren bis 2019 nicht erkl\u00e4ren. Es fehlt sowohl eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, wie Ver\u00e4nderungen der Profitabilit\u00e4t wirken, als auch eine Ber\u00fccksichtigung des Einflusses der Geldbeh\u00f6rden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/scholar.google.com\/citations?user=wZC4gogAAAAJ&#038;hl=en\">Choonara<\/a> (2021) unterstreicht ebenfalls die Rolle der Profitabilit\u00e4t als zentrale Ursache steigender Preise: &#8222;Inflation h\u00e4ngt vom Zusammenspiel zwischen der Wertsch\u00f6pfung durch die Verausgabung von Arbeitskraft, der Geldsch\u00f6pfung &#8211; vor allem durch das Kreditsystem \u2013 und dem Verh\u00e4ltnis zwischen Kapitalakkumulation und Profitraten ab.&#8220; Dies kommt unserer &#8222;Werttheorie der Inflation&#8220;, auf die ich in einem sp\u00e4teren Beitrag eingehen werde, am n\u00e4chsten.<\/p>\n<p>Die beiden umfassendsten marxistischen Erkl\u00e4rungen der Inflationsursachen stammen von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anwar_Shaikh_(%C3%96konom)\">Anwar Shaikh<\/a> sowie \u2013 in j\u00fcngerer Zeit \u2013 von den griechischen marxistischen \u00d6konomen <a href=\"https:\/\/scholar.google.com\/citations?user=SSPl0WAAAAAJ&#038;hl=en\">Stavros Mavroudeas<\/a> und Athanasios <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0003-9496-167X\">Chatzirafailidis<\/a>.<\/p>\n<p>Shaikh bezeichnet seine Theorie ungern als marxistisch und bevorzugt den Begriff &#8222;klassisch&#8220;. Er argumentiert, dass &#8222;die moderne Inflation das Ergebnis des Gleichgewichts zwischen einem durch neue Kaufkraft erzeugten Nachfragesog und einer Angebotsreaktion ist, die von der Profitabilit\u00e4t und dem Grad der Wachstumsauslastung abh\u00e4ngt&#8220;.<\/p>\n<p>Die Kombination dieser beiden Faktoren ergibt &#8222;eine allgemeine Theorie, in der die Inflation positiv auf neue Kaufkraft reagiert, weil der Teil davon, der nicht vom gegenw\u00e4rtigen Angebot absorbiert wird, in Preissteigerungen m\u00fcndet; negativ auf die Nettoprofitabilit\u00e4t, da diese das reale Produktionswachstum erh\u00f6ht; und positiv auf die Wachstumsauslastungsrate, soweit diese das reale Produktionswachstum hemmt&#8220;.<\/p>\n<p>Woher kommt diese &#8222;neue Kaufkraft&#8220;, die die Nachfrage darstellt? Sie entsteht durch neue inl\u00e4ndische Kredite privater Banken und der Zentralbanken, also faktisch durch eine Zunahme des umlaufenden Geldes.<\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeit des Angebots, mit dieser steigenden Nachfrage Schritt zu halten, h\u00e4ngt von der Profitabilit\u00e4t des Kapitals ab, die den &#8222;Anreiz&#8220; f\u00fcr Investitionen bildet. W\u00e4chst der Kapitalstock, erh\u00f6ht sich die Produktionskapazit\u00e4t, wodurch eine st\u00e4rkere &#8222;Wachstumsauslastung&#8220;, also eine h\u00f6here reale Produktion, m\u00f6glich wird. Sinkt der Kapitalstock, nimmt die Produktionskapazit\u00e4t ab.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Shaikh zufolge entsteht Inflation dadurch, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage die Angebotskapazit\u00e4t \u00fcbersteigt. Steigt die Profitabilit\u00e4t des Kapitals, erh\u00f6hen die Kapitalisten das Angebot, und Inflation kann vermieden werden. Sinkt dagegen die Profitabilit\u00e4t, verringert sich die Angebotskapazit\u00e4t, und Inflation entsteht.<\/p>\n<p>Inflation wird somit durch eine steigende Nachfrage &#8211; also neue Kaufkraft &#8211; und eine geringe Angebotskapazit\u00e4t nach oben getrieben, wobei Letztere durch sinkende Profitabilit\u00e4t verursacht wird. Die Inflation verlangsamt sich oder verschwindet, wenn die zus\u00e4tzliche Kaufkraft durch ein steigendes Angebot befriedigt wird; dies geschieht tendenziell dann, wenn die Profitabilit\u00e4t steigt.<\/p>\n<p>In der Periode, in der die Profitabilit\u00e4t in den USA sank (1964\u20131982), verlangsamte sich daher das Wachstum der Angebotskapazit\u00e4t und die Inflation beschleunigte sich. In der Periode von 1982 bis 2007, als die Profitabilit\u00e4t stieg, nahm die Angebotskapazit\u00e4t zu und die Inflation verlangsamte sich. Shaikh liefert empirische Belege f\u00fcr diese Theorie und widerlegt zugleich die keynesianische <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Phillips-Kurve\">Phillips-Kurve<\/a>. Ich habe seine Grafik 15.10 aus seinem Hauptwerk <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/0190938269\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">Capitalism<\/a>, S. 711, reproduziert und neu berechnet. [\u00dcbersetzt von mir und ChatGPT]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/140826_1gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/140826_1kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Theorien der Inflation\"\/><\/a><br \/>\n<small>Die Grafik zeigt eine hohe Korrelation (0,63) zwischen steigender Inflation und der Auslastung der Produktionskapazit\u00e4ten (d. h. einem verlangsamten Angebotswachstum) und umgekehrt. Die Korrelation ist im inflation\u00e4ren Zeitraum (beschleunigte Inflation) von 1948 bis 1981 sehr hoch (0,83) und auch im disinflation\u00e4ren Zeitraum (verlangsamte Inflation) von 1982 bis 2010 noch relativ stark (0,59).<\/small><\/p>\n<p>Stavros Mavroudeas und Athanasios Chatzirafailidis definieren Inflation als ein Ph\u00e4nomen, &#8222;bei dem die Gesamtsumme der Marktpreise \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum in einer Volkswirtschaft die Gesamtsumme der Produktionspreise deutlich \u00fcbersteigt&#8220;. Ein starkes und anhaltendes Inflationsph\u00e4nomen \u2013 also der Anstieg der gesamten Marktpreise \u00fcber die gesamten Produktionspreise &#8211; entstehe, wenn die Nachfrage der Kapitalisten nach zus\u00e4tzlichen Produktionsmitteln \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum die Investitionen deutlich \u00fcbersteige.<\/p>\n<p>Warum sollte die Nachfrage zeitweise die Investitionen \u00fcbersteigen? Mavroudeas und Chatzirafailidis greifen auf Marx\u2019 Reproduktionsschemata aus dem zweiten Band des Kapital zur\u00fcck. F\u00fcr sie ist Inflation die Folge einer systematischen \u00dcberakkumulation von Kapital und insbesondere einer unabl\u00e4ssigen Nachfrage nach zus\u00e4tzlichen Produktionsmitteln. Werden im Verh\u00e4ltnis zur Arbeit mehr Produktionsmittel eingesetzt, steigt die organische Zusammensetzung des Kapitals. Dies f\u00fchre schlie\u00dflich zu einem R\u00fcckgang der Profitabilit\u00e4t, wodurch sich die Investitionen verlangsamten und das Produktionswachstum abschw\u00e4che. Die Nachfrage \u00fcbersteigee somit das Angebot, die Marktpreise stiegen \u00fcber die Produktionspreise, und es komme zur Inflation.<\/p>\n<p>Beide Theorien haben den Vorzug, die Profitabilit\u00e4t des Kapitals in den Mittelpunkt der Erkl\u00e4rung der Inflation zu stellen. Anders als Shaikh betonen Mavroudeas und Chatzirafailidis, dass die Angebotsseite marxistisch betrachtet vom Wachstum des Warenwerts abh\u00e4ngt: &#8222;Inflation sollte nicht einfach als ein Prozess verstanden werden, bei dem die Marktpreise der Waren auf unbestimmte Weise \u00fcber irgendein willk\u00fcrliches \u201anormales\u2018 Preisniveau steigen. Vielmehr sollten die Werte der Waren als ihr \u201aAnker\u2018 dienen.&#8220;<\/p>\n<p>Meiner Ansicht nach liefert jedoch keine der beiden Theorien eine vollst\u00e4ndige marxistische Inflationstheorie. Shaikh geht davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage durch das Wachstum des Kredits beziehungsweise der umlaufenden Geldmenge angetrieben wird, was meiner Ansicht nach richtig ist. Er erkl\u00e4rt jedoch nicht, warum sich diese Nachfrage beschleunigen oder verlangsamen sollte. Insbesondere erkl\u00e4rt er nicht, warum die Nachfrage bei einem R\u00fcckgang der Angebotskapazit\u00e4t nicht ebenfalls sinkt und dadurch Inflation vermieden wird. Schlie\u00dflich geschieht genau dies in einer Wirtschaftskrise. Auch seine Betonung der Kapazit\u00e4tsauslastung anstelle der Wachstumsrate des Werts auf der Angebotsseite der Inflationsgleichung deutet eher auf eine keynesianische Theorie der \u00dcberschussnachfrage als auf eine marxistische Werttheorie hin.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/pdf\/48848217.pdf\">Mavroudeas und Chatzirafailidis<\/a> hingegen betrachten den Wert der Waren eindeutig als Anker der Produktionspreise, um den herum die Marktpreise schwanken. Doch in ihrer Theorie spielt das Geld keine Rolle. F\u00fcr sie ist Preisinflation in einer kapitalistischen Wirtschaft ein rein reales und kein monet\u00e4res Ph\u00e4nomen. Sie gehen von der Annahme aus, dass Geld eine Ware &#8211; Gold &#8211; ist, wodurch eine eigenst\u00e4ndige Rolle des Geldes bei der Inflation ausgeschlossen wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/140826_2gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/08\/140826_2kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Theorien der Inflation\"\/><\/a><br \/>\n<small><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Assignat\">Fiatgeld<\/a> &#8211; Assignat \u00fcber 500 Livres von 1794.- Auch die heutigen Staatsanleihen kann indirekt man als &#8222;Fiatgeld&#8220; bezeichnen. Genauer: Eine Zentralbank kann Staatsanleihen mit neu geschaffenem Zentralbankgeld kaufen. Der Staat gibt Anleihen aus \u2192 die Zentralbank kauft Anleihen \u2192 die Zentralbank schafft daf\u00fcr Zentralbankgeld. Dabei ist die Staatsanleihe selbst nicht das Fiatgeld. Das bei ihrem Ankauf von der Zentralbank geschaffene Geld ist Fiatgeld.<\/small><\/p>\n<p>Dies ist f\u00fcr moderne Volkswirtschaften unrealistisch, in denen Zentralbanken und Regierungen Geld schaffen k\u00f6nnen \u2013 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fiatgeld\">Fiatgeld<\/a> \u2013, das nicht an den Wert der Ware Gold gebunden ist. In modernen Volkswirtschaften kann das Wachstum der Geldmenge vom Wachstum des Warenwerts abweichen und dadurch die Marktpreise beeinflussen. Ohne die Rolle des Geldes l\u00e4sst sich nicht erkl\u00e4ren, warum die Nachfrage das Angebot \u00fcbersteigen und Inflation verursachen sollte.<\/p>\n<p>Im dritten Teil werde ich die von Carchedi und mir so bezeichnete <b>Werttheorie der Inflation<\/b> vorstellen. Sie ber\u00fccksichtigt sowohl die Rolle der Profitabilit\u00e4t des Kapitals als auch Ver\u00e4nderungen des Warenwerts und die Rolle des Geldes. Die Verbindung dieser Faktoren erm\u00f6glicht eine umfassendere Theorie.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66255?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66255?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_66255 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_66255')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_66255').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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