{"id":64560,"date":"2026-03-13T21:09:05","date_gmt":"2026-03-13T20:09:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=64560"},"modified":"2026-03-13T21:09:05","modified_gmt":"2026-03-13T20:09:05","slug":"ein-sich-wandelndes-schlachtfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/03\/13\/ein-sich-wandelndes-schlachtfeld","title":{"rendered":"Ein sich wandelndes Schlachtfeld"},"content":{"rendered":"<p><i>Ich habe mir eine <a href=\"https:\/\/www.jpost.com\/middle-east\/iran-news\/article-889809\">sehr interessante Analyse<\/a> von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Herb_Keinon\">Herb Keinon<\/a> aus der Jerusalem Post &#8222;A changing battlefield: Five takeaways from Israel&#8217;s war with Iran, two weeks in&#8220; \u00fcbersetzen lassen und den Artikel ein wenig umformuliert und gestrafft.<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_2gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_2kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Tel Aviv\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Tel Aviv, Oktober 2025<\/sup><\/p>\n<p><b>Ein sich wandelndes Schlachtfeld: F\u00fcnf Erkenntnisse aus Israels Krieg gegen den Iran, zwei Wochen nach Kriegsbeginn<\/b><\/p>\n<p>Zwei Wochen nach Kriegsbeginn mit dem Iran entwickelt sich das milit\u00e4rische Bild rasant, auch wenn sich bereits \u00fcbergreifende Muster abzeichnen.<\/p>\n<p>Alles begann vor zwei Wochen mit einem spektakul\u00e4ren Angriff auf ein Treffen der iranischen F\u00fchrungsspitze in Teheran.<\/p>\n<p>Unter den bei diesem Angriff Get\u00f6teten befand sich Irans oberster F\u00fchrer Ali Khamenei &#8211; ein Mann, der wiederholt zur Zerst\u00f6rung Israels aufgerufen hat und unerm\u00fcdlich daran arbeitete, die F\u00e4higkeiten zu entwickeln, dies auch umzusetzen, selbst wenn es bedeutete, die Zukunft seines Landes auf&#8217;s Spiel zu setzen. Er war wohl die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr das j\u00fcdische Volk seit Hitler.<\/p>\n<p>Dieser Angriff, der den Auftakt der Operation \u201eRoaring Lion\u201c bildete, l\u00f6ste in ganz Israel Luftalarm aus, da man mit einem iranischen Vergeltungsschlag rechnete. Millionen Menschen eilten in Schutzr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Zwei Wochen nach Beginn des Krieges mit dem Iran, w\u00e4hrend Israelis weiterhin t\u00e4glich Schutz vor iranischen Raketen suchen m\u00fcssen, entwickelt sich die milit\u00e4rische Lage rasch weiter, auch wenn sich einige \u00fcbergreifende Muster bereits abzeichnen. Hier sind f\u00fcnf:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_3gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_3kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Tel Aviv\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Tel Aviv, Oktober 2025<\/sup><\/p>\n<p><b>1. Strategischer Wandel: von der Eind\u00e4mmung zur Zerschlagung von Bedrohungen<\/b><\/p>\n<p>Die vielleicht wichtigste Erkenntnis ist, wie dramatisch sich Israels strategische Denkweise seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>Vor diesem Tag war Israels vorherrschende Doktrin die Eind\u00e4mmung. Die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon wurden weitgehend als Bedrohungen betrachtet, die sich durch Abschreckung, gelegentliche milit\u00e4rische Schl\u00e4ge und vorsichtige Schritte kontrollieren lie\u00dfen. Gegen den Iran selbst f\u00fchrte Israel das, was es den &#8222;Krieg zwischen den Kriegen&#8220;\u201c nannte &#8211; eine Schattenkampagne aus Luftschl\u00e4gen, Sabotageakten und gezielten T\u00f6tungen, die den milit\u00e4rischen Aufbau Teherans verlangsamen sollte, ohne eine offene Konfrontation auszul\u00f6sen. Ruhe &#8211; selbst eine fragile Ruhe &#8211; hatte weiterhin oberste Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der 7. Oktober zerst\u00f6rte dieses Weltbild.<\/p>\n<p>Das Massaker machte die Gefahren deutlich, die entstehen, wenn feindliche Kr\u00e4fte unmittelbar an Israels Grenzen F\u00e4higkeiten aufbauen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend man darauf vertraut, dass Abschreckung ausreicht. Die Lehre, die gro\u00dfe Teile des politischen und sicherheitspolitischen Establishments Israels daraus zogen, war eindeutig: Bedrohungen, denen man Zeit gibt, sich zu entwickeln, bleiben nicht theoretisch.<\/p>\n<p>Diese Erkenntnis pr\u00e4gt nun den aktuellen Krieg.<\/p>\n<p>Israels Entscheidung, tief im Inneren Irans zuzuschlagen &#8211; im vollen Bewusstsein, dass dies Vergeltung ausl\u00f6sen w\u00fcrde &#8211; spiegelt die Bereitschaft wider, kurzfristige Kosten in Kauf zu nehmen, um k\u00fcnftig weitaus gr\u00f6\u00dfere Gefahren zu verhindern. Das stellt einen deutlichen Bruch mit dem fr\u00fcheren Instinkt dar, eine Konfrontation hinauszuz\u00f6gern, um eine Eskalation zu vermeiden.<\/p>\n<p><span style=\"background-color:yellow;\">Im Grunde ist Israel von der Verwaltung von Bedrohungen dazu \u00fcbergegangen, sie zu zerschlagen.Die heutige Einsch\u00e4tzung lautet, dass Abwarten gr\u00f6\u00dfere Risiken birgt als Handeln<\/span> &#8211; selbst wenn Handeln bedeutet, die eigene Bev\u00f6lkerung wochenlang in einen Kriegszustand zu versetzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_4gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_4kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Tel Aviv\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Tel Aviv, Oktober 2025<\/sup><\/p>\n<p><b>2. Hamas und Huthis nicht beteiligt<\/b><\/p>\n<p>Eine der am wenigsten diskutierten, aber folgenreichsten Realit\u00e4ten des aktuellen Krieges ist etwas, das nicht passiert.<\/p>\n<p>Zwei Wochen nach Beginn des Konflikts mit dem Iran ist die Hisbollah vom Libanon aus massiv in die K\u00e4mpfe eingetreten und hat mit Raketen- und Drohnenangriffen eine gro\u00dfe Nordfront er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Doch zwei weitere S\u00e4ulen von Irans regionalem Netzwerk &#8211; Hamas im Gazastreifen und die Huthis im Jemen &#8211; haben bislang keine milit\u00e4rische Rolle gespielt.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind jedoch v\u00f6llig unterschiedlich: Hamas, weil sie es nicht kann; die Huthis, weil sie es nicht wollen.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit Gaza.<\/p>\n<p>Wenn die Hamas noch \u00fcber die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen w\u00fcrde, die sie vor dem 7. Oktober besa\u00df &#8211; tausende Raketen, unterirdische Raketenproduktionsanlagen und eine funktionierende Kommandostruktur, die anhaltenden Beschuss koordinieren kann &#8211; st\u00fcnde Israel heute vor einem deutlich komplexeren Schlachtfeld.<\/p>\n<p>Statt gleichzeitig dem Iran und der Hisbollah gegen\u00fcberzustehen, w\u00fcrde Israel an drei Fronten k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Die Luftabwehr w\u00e4re st\u00e4rker \u00fcberlastet, die israelischen Streitkr\u00e4fte m\u00fcssten gr\u00f6\u00dfere Operationen im Gazastreifen durchf\u00fchren, und der S\u00fcden Israels &#8211; nicht nur der Norden &#8211; w\u00fcrde erneut unter st\u00e4ndigem Raketenbeschuss leben.<\/p>\n<p>Ein solches Szenario w\u00fcrde die milit\u00e4rische, wirtschaftliche und psychologische Belastung f\u00fcr das Land drastisch erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Doch die F\u00e4higkeit der Hamas, diese Rolle zu spielen, wurde weitgehend entfernt. Die Organisation existiert zwar weiterhin, und Gaza bleibt instabil. Aber die Hamas kann keine Raketen mehr nach Israel abfeuern und kann daher das Schlachtfeld nicht mehr so pr\u00e4gen wie fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Die Huthis sind jedoch eine andere Geschichte.<\/p>\n<p>Anders als die Hamas verf\u00fcgen sie weiterhin \u00fcber eine gewisse F\u00e4higkeit, Israel und amerikanische Interessen anzugreifen. Dennoch haben sie sich entschieden, dies bisher nicht zu tun.<\/p>\n<p>Ihre Zur\u00fcckhaltung scheint eine Mischung aus Abschreckung und Kalk\u00fcl zu sein. Jahre israelischer, amerikanischer und britischer Angriffe haben ihre Raketen- und Drohnenkapazit\u00e4ten sowie Teile ihres Kommando- und Kontrollnetzwerks geschw\u00e4cht. Angriffe jetzt zu starten, k\u00f6nnte eine verheerende Vergeltung nach sich ziehen &#8211; m\u00f6glicherweise gegen ihre F\u00fchrung und ihre Hochburg in Sanaa.<\/p>\n<p>Gleichzeitig f\u00fchren die Huthis weiterhin ihren eigenen Krieg im Jemen und scheinen z\u00f6gerlich zu sein, wertvolle milit\u00e4rische Ressourcen in einer regionalen Konfrontation einzusetzen, die nicht unmittelbar \u00fcber ihr eigenes \u00dcberleben entscheidet.<\/p>\n<p>Analysten gehen zudem davon aus, dass der Iran selbst das Tempo der Eskalation durch seine Verb\u00fcndeten sorgf\u00e4ltig steuert &#8211; einige zum Handeln ermutigt, w\u00e4hrend andere in Reserve gehalten werden.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist, dass zwei wichtige Komponenten von Irans regionalem Netzwerk weitgehend au\u00dferhalb der K\u00e4mpfe geblieben sind.<\/p>\n<p>F\u00fcr Israel ist diese Abwesenheit strategisch bedeutsam. H\u00e4tten sich alle drei Fronten &#8211; Gaza, Libanon und Jemen &#8211; gleichzeitig zusammen mit direkten iranischen Angriffen entz\u00fcndet, s\u00e4he der Krieg heute sehr anders aus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_5gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_5kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Jerusalem\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Jerusalem, Blick ins Kidron-Tal, Oktober 2025<\/sup><\/p>\n<p><b>3. Trump sendet weiterhin gemischte Signale<\/b><\/p>\n<p>Ein weiteres auff\u00e4lliges Merkmal des Krieges bisher ist die widerspr\u00fcchliche Kommunikation des Wei\u00dfen Hauses.<\/p>\n<p>An manchen Tagen deutet US-Pr\u00e4sident Donald Trump an, dass sich der Konflikt seinem Ende n\u00e4here. Er hat davon gesprochen, dass der Krieg weitgehend abgeschlossen sei, und angedeutet, dass ein Ende schnell kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zu anderen Zeitpunkten schl\u00e4gt seine Rhetorik in die entgegengesetzte Richtung aus. Er spricht davon, den Feldzug fortzusetzen, bis der Iran entscheidend besiegt ist, und von einer bedingungslosen Kapitulation.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Botschaften unvereinbar zu sein. Die eine deutet auf ein baldiges Ende hin, die andere auf eine Kampagne, die noch einige Zeit andauern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Doch der Widerspruch ist m\u00f6glicherweise weniger verwirrend, als es zun\u00e4chst scheint.<\/p>\n<p>Trump agiert gleichzeitig auf mehreren Ebenen. Die eine ist das Schlachtfeld; die andere ist die Weltwirtschaft.<\/p>\n<p>Die Aussicht auf einen langen Krieg hat die M\u00e4rkte nerv\u00f6s gemacht, insbesondere wegen der Auswirkungen auf die weltweiten \u00d6lversorgung und die Schifffahrtsrouten. Schon die blo\u00dfe Wahrnehmung, dass der Konflikt dramatisch eskalieren k\u00f6nnte, hat unmittelbare Folgen f\u00fcr die Energiepreise.<\/p>\n<p>Signale, dass der Krieg bald enden k\u00f6nnte, helfen, diese Sorgen zu beruhigen. Gleichzeitig l\u00e4uft die milit\u00e4rische Kampagne weiter.<\/p>\n<p>Aus dieser Perspektive dient Trumps Kommunikation zwei Zielen: den M\u00e4rkten und Verb\u00fcndeten zu versichern, dass die Eskalation nicht unbegrenzt weitergehen wird, w\u00e4hrend gleichzeitig durch fortgesetzte milit\u00e4rische Operationen Druck auf den Iran aufrechterhalten wird.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Die Rhetorik \u00fcber ein schnelles Ende richtet sich weniger an Teheran als an H\u00e4ndler, Investoren und Regierungen, die sich \u00fcber wirtschaftliche Folgen sorgen. W\u00e4hrenddessen fallen die Bomben weiter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_6gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_6kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Jerusalem\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Jerusalem, Altstadt, Arabisches Viertel, Oktober 2025<\/sup><\/p>\n<p><b>4. Israelische Einigkeit vs. amerikanische Polarisierung im Krieg<\/b><\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Erkenntnis bisher ist der Unterschied darin, wie sich der Krieg politisch in Israel und in den USA auswirkt.<\/p>\n<p>Israel ging erneut tief gespalten in diesen Konflikt &#8211; wegen der Folgen des 7. Oktober, der Ausnahmen f\u00fcr den Wehrdienst f\u00fcr Haredim und der Gerichte. Mit anderen Worten: die alten Streitpunkte.<\/p>\n<p>Doch der Krieg hat diese Spaltungen weitgehend \u00fcberlagert.<\/p>\n<p>Laut einer aktuellen Umfrage des Israel Democracy Institute unterst\u00fctzen etwa 82 % der Israelis den milit\u00e4rischen Einsatz, darunter sogar 93 % der j\u00fcdischen Israelis. In Israel ist ein solcher Grad an Konsens au\u00dfergew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung liegt darin, wie Israelis die Lage einsch\u00e4tzen. Israelis haben in den vergangenen drei Jahrzehnten Khameneis Drohungen geh\u00f6rt, seinen milit\u00e4rischen Aufbau beobachtet und die Angriffe der von ihm bewaffneten und finanzierten Terrororganisationen selbst erlebt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Israelis ist die iranische Bedrohung real, unmittelbar und existenziell. Ihre Beseitigung \u00fcbersteigt daher politische Spaltungen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite des Atlantiks sieht das Bild ganz anders aus.<\/p>\n<p>In den USA ist die \u00f6ffentliche Meinung \u00fcber den Krieg deutlich st\u00e4rker gespalten. Umfragen zeigen eine Zustimmung von etwa 40 %, die stark entlang parteipolitischer Linien verl\u00e4uft. Amerikaner, die Trump unterst\u00fctzen, bef\u00fcrworten den Feldzug \u00fcberwiegend; diejenigen, die ihn ablehnen, tun dies in der Regel auch beim Krieg.<\/p>\n<p>Der Krieg hat diese beiden Lager nicht vereint, sondern die Polarisierung sogar noch verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p><span style=\"background-color:yellow;\">W\u00e4hrend Israelis den Krieg weitgehend als Frage des nationalen \u00dcberlebens betrachten, sehen viele Amerikaner darin lediglich einen weiteren entfernten Konflikt im Nahen Osten mit unklaren Zielen<\/span> &#8211; und einen, der sich m\u00f6glicherweise an der Zapfs\u00e4ule bemerkbar macht.<\/p>\n<p>Diese Wahrnehmungsl\u00fccke wurde zus\u00e4tzlich dadurch verst\u00e4rkt, dass es der Regierung nicht gelungen ist, die Konfrontation mit dem Iran \u00fcberzeugend als unmittelbar mit amerikanischen Sicherheitsinteressen verbunden darzustellen.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist eine politische Dynamik, in der Israelis den Krieg weitgehend unterst\u00fctzen, w\u00e4hrend Amerikaner dar\u00fcber tief gespalten bleiben &#8211; eine Divergenz, die zunehmend bedeutend werden k\u00f6nnte, wenn sie die Durchhaltef\u00e4higkeit Washingtons im Krieg beeinflusst.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_7gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_7kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Klagemauer\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Jerusalem, Westmauer aka &#8222;Klagemauer&#8220;, Oktober 2025<\/sup><\/p>\n<p><b>5. Iran erh\u00f6ht globalen Druck, den Krieg zu beenden<\/b><\/p>\n<p>Die Art und Weise, wie der Iran das Schlachtfeld erweitert hat, indem er Raketen auf seine Nachbarn am Golf &#8211; und dar\u00fcber hinaus &#8211; abfeuert, verr\u00e4t viel \u00fcber seine strategischen \u00dcberlegungen.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick m\u00f6gen Teherans Raketenangriffe auf Israel wie die zentrale Front des Konflikts erscheinen. Diese Angriffe st\u00f6ren selbstverst\u00e4ndlich den Alltag und die Wirtschaft des Landes erheblich &#8211; und der Iran wei\u00df das. Teheran zeigt damit, dass es Israel direkt erreichen kann, dass es St\u00f6rungen verursachen und die israelische Gesellschaft unter Druck setzen kann.<\/p>\n<p>Doch der Iran wei\u00df auch, dass diese Raketen Israel nicht besiegen oder zu einem Waffenstillstand zwingen werden. In diesem Sinne ist der Beschuss Israels in gewisser Weise symbolisch &#8211; ernst, aber symbolisch.<\/p>\n<p>Die Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate &#8211; die mehr Raketen und Drohnen abgefangen haben als Israel &#8211; sowie auf Bahrain, Saudi-Arabien und andere Ziele am Golf sind strategisch weit bedeutsamer.<\/p>\n<p>Diese Angriffe &#8211; neben amerikanischen diplomatischen und milit\u00e4rischen Einrichtungen &#8211; richteten sich gegen Flugh\u00e4fen, \u00d6l-Infrastruktur, Hotels und andere zivile wirtschaftliche Einrichtungen.<\/p>\n<p>Die Auswahl der Ziele folgt einer klaren Logik.<\/p>\n<p>Der Golf ist der sensibelste Energiekorridor der Welt. St\u00f6rungen dort wirken sich sofort auf \u00d6lm\u00e4rkte, Schifffahrtsrouten, Versicherungskosten und globale Lieferketten aus.<\/p>\n<p>Teherans Kalk\u00fcl ist, dass wirtschaftliche Instabilit\u00e4t im Golf nicht nur diese L\u00e4nder alarmiert, sondern auch Regierungen in Europa und Asien, deren Volkswirtschaften von Energie aus dieser Region abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p>Wenn M\u00e4rkte ersch\u00fcttert werden und \u00d6lpreise steigen, k\u00f6nnte international der Druck auf Trump wachsen, den Krieg zu beenden.<\/p>\n<p>Und diese Strategie ist nicht unrealistisch.<\/p>\n<p>Man denke an die Worte des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz am Dienstag. Obwohl er versteht, worum es in dem Krieg geht, und seine Ziele unterst\u00fctzt, sagte er angesichts steigender \u00d6lpreise: &#8222;Die Vereinigten Staaten und Israel f\u00fchren seit \u00fcber einer Woche Krieg gegen den Iran. Wir teilen viele ihrer Ziele. Doch mit jedem Tag des Krieges entstehen neue Fragen. Besonders besorgt sind wir dar\u00fcber, dass es offenbar keinen gemeinsamen Plan gibt, diesen Krieg schnell und \u00fcberzeugend zu beenden.&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"background-color:yellow;\">Der Iran versucht also, wirtschaftliches Chaos auszul\u00f6sen, in der Hoffnung, dass externe M\u00e4chte Druck auf Washington aus\u00fcben, den Krieg zu beenden.<\/span><\/p>\n<p>Teheran setzt darauf, dass eine wirtschaftliche Ausweitung des Konflikts in diplomatischen Einfluss umschl\u00e4gt. Doch dieselben Angriffe k\u00f6nnten auch das Gef\u00fchl gemeinsamer Verwundbarkeit unter den Golfstaaten verst\u00e4rken, die Irans Ambitionen ohnehin misstrauisch gegen\u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Diese Dynamik k\u00f6nnte neue B\u00fcndnisse in der Region hervorbringen. Dennoch w\u00e4re es verfr\u00fcht anzunehmen, dass dies automatisch zu gro\u00dfen diplomatischen Durchbr\u00fcchen wie einer Normalisierung zwischen Israel und Saudi-Arabien f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Selbst wenn der Iran geschw\u00e4cht aus dem Krieg hervorgeht, werden Riad und andere Hauptst\u00e4dte am Golf vorsichtig bleiben, was das regionale Machtgleichgewicht betrifft. Die Saudis f\u00fcrchten seit langem eine iranische Hegemonie in der Region &#8211; und wie die iranischen Angriffe auf Teile ihrer \u00d6linfrastruktur in dieser Woche zeigen, nicht ohne Grund. Aber sie werden ebenso wenig wollen, dass Israel zu einer \u00fcberw\u00e4ltigend dominierenden Regionalmacht wird.<\/p>\n<p>Doch eine Schlussfolgerung wird f\u00fcr die Saudis &#8211; und f\u00fcr jeden anderen in der Region &#8211; schwer zu umgehen sein: <span style=\"background-color:yellow;\">Wenn es um weitreichende Aufkl\u00e4rung, operative Reichweite und dauerhafte milit\u00e4rische Einsatzf\u00e4higkeit geht, gibt es derzeit im Nahen Osten keinen anderen Akteur, der Israels F\u00e4higkeit erreicht, milit\u00e4risch auch \u00fcber gro\u00dfe Entfernungen hinweg wirksam zu handeln.<\/span><\/p>\n<p>Das mag keine Sympathie schaffen, aber in dieser rauen Nachbarschaft z\u00e4hlt Respekt oft mehr- und Respekt kann die Grundlage f\u00fcr neue B\u00fcndnisse sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_8gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/03\/130326_8kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Jerusalem\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Jerusalem, Altstadt, Arabisches Viertel am Damaskus-Tor, Oktober 2025<\/sup><\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64560?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64560?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_64560 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_64560')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_64560').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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