{"id":64328,"date":"2026-02-20T00:11:56","date_gmt":"2026-02-19T23:11:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=64328"},"modified":"2026-02-20T15:59:24","modified_gmt":"2026-02-20T14:59:24","slug":"wuestendrachen-oder-gebaute-gemeinschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/02\/20\/wuestendrachen-oder-gebaute-gemeinschaft","title":{"rendered":"W\u00fcstendrachen oder: Gebaute Gemeinschaft"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_22gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_22kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><br \/>\n<sup><del>Menschliche<\/del> M\u00e4nnliche Statue, ca. 9600-8200 vor. Chr.<\/sup><\/p>\n<p>Wie schon angedeutet, war ich j\u00fcngst in der <a href=\"https:\/\/www.smb.museum\/ausstellungen\/detail\/gebaute-gemeinschaft\/\">Ausstellung<\/a> &#8222;Gebaute Gemeinschaft &#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%B6bekli_Tepe\">G\u00f6beklitepe<\/a>, Ta\u015f Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren&#8220;. (<i>Nicht<\/i> im heutigen T\u00fcrkiye&#8220;, wie die staatlichen Museen belieben zu schreiben, sondern in der heutigen T\u00fcrkei.)<\/p>\n<p>Fazit: Kann man machen. Man braucht ca. eine Stunde. F\u00fcr jemanden, der noch nicht im Israel-Museum oder in Jericho war (sage ich mal ganz arrogant), ist das exotisch. \u00dcber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%B6bekli_Tepe\">G\u00f6beklitepe<\/a> lesen wir bei Wikipedia: &#8222;Als am besten etabliert kann die von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klaus_Schmidt_(Arch%C3%A4ologe)\">Schmidt<\/a> aufgestellte Hypothese gelten, wonach es sich um jungsteinzeitliche Bergheiligt\u00fcmer handelt, deren Errichtung mit einem Arbeitsaufwand einherging, den zu erbringen nur ein gruppen\u00fcbergreifendes B\u00fcndnis in der Lage gewesen sei. In dieser kognitions-arch\u00e4ologisch konzipierten Betrachtung gilt das Dasein der Monumente als Beleg der These, dass die \u00fcberschaubar kleinen J\u00e4ger-und-Sammler-Gruppen des Homo sapiens bereits vor zw\u00f6lftausend Jahren f\u00e4hig waren, politische Organisationen zu vereinbaren.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_2gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_2kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Ich hatte am <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/03\/24\/pontos-euxeinos\">14.03.2019<\/a> schon gefragt: Was und zu welchem Ende studieren wir die <del>Urgesellschaft<\/del> Steinzeit? Noch genauer: Ist das jetzt, sehr geehrte marxistischen Historiker, Urgesellschaft oder gar, da es um koordiniertes Handeln vermutlich recht gro\u00dfer Gruppen geht, unsere ber\u00fcchtigte &#8222;asiatische Produktionsweise&#8220;? Oder wieder etwas, das bei schematischen Denkern gar nicht vorgesehen ist? Wie ich schon <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/11\/03\/tell-es-sultan-zehn-jahrtausende\">\u00fcber Jericho schrieb<\/a>: Zehn Jahrtausende vor unter Zeitrechnung? Was war da hierzulande los? Lebte man noch auf B\u00e4umen?<\/p>\n<p>&#8211; Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weichsel-Kaltzeit\">Weichsel-Kaltzeit<\/a> (die letzte Eiszeit) ging gerade zu Ende.<br \/>\n&#8211; Gro\u00dfe Teile Norddeutschlands waren noch von Tundra oder Steppe bedeckt.<br \/>\n&#8211; Die Gletscher hatten sich weitgehend zur\u00fcckgezogen, aber:<br \/>\n&#8211; In Skandinavien lagen noch m\u00e4chtige Eisschilde.<br \/>\n&#8211; Die Ostsee war damals ein S\u00fc\u00dfwassersee (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stadien_der_Ostsee_im_Postglazial\">Ancylussee<\/a>).<\/p>\n<p>Das heutige Nordseegebiet war kein Meer, sondern eine riesige, fruchtbare Steppe: die sogenannte Doggerland-Ebene, die Gro\u00dfbritannien mit dem europ\u00e4ischen Festland verband. Es gab Rentiere, Wildpferde, Wollnash\u00f6rner und Mammut, Riesenhirsche, Auerochsen, Wisente, B\u00e4ren, W\u00f6lfe, Luchse und F\u00fcchse.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_3gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_3kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p><b>Das Projekt Ta\u015f Tepeler (\u201eTa\u015f Tepeler\u201c Projesi \/ The Ta\u015f Tepeler Project)<\/b> <i>(Text der Ausstellung)<\/i><\/p>\n<p>Das Ta\u015f-Tepeler-Projekt ist ein vom <a href=\"https:\/\/www.mfa.gov.tr\/yurtdisindaki-turk-kultur-varligi.de.mfa\">t\u00fcrkischen Ministerium f\u00fcr Kultur und Tourismus<\/a> initiiertes arch\u00e4ologisches Gro\u00dfprojekt (Start 2021). Es wird von der Universit\u00e4t Istanbul koordiniert und untersucht mehrere neolithische Fundst\u00e4tten in der <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/%C5%9Eanl%C4%B1urfa,+T%C3%BCrkei\/@37.3445427,38.7072012,10z\/data=!3m1!4b1!4m6!3m5!1s0x153471b9d5666da1:0xe1f10108cd2deba4!8m2!3d37.3569102!4d39.1543677!16zL20vMDR3Mmpu?hl=de&#038;entry=ttu&#038;g_ep=EgoyMDI2MDIxNi4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D\">Provinz \u015eanl\u0131urfa<\/a> (S\u00fcdostanatolien), darunter Orte aus dem 10.\u20138. Jahrtausend v. Chr..<\/p>\n<p>Ziel des Projekts ist: die systematische Erforschung dieser fr\u00fchen Siedlungen, die Sicherung des Kulturerbes, die Rekonstruktion der Umwelt und Lebensweise der Menschen der Jungsteinzeit, sowie die Dokumentation arch\u00e4ologischer Beobachtungen. (Vgl. zur Jungsteinzeit \u00c7atalh\u00f6y\u00fck, revisited (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2016\/04\/07\/catalhoeyuek-revisited\">07.04.2016<\/a> bzw. \u00c7atalh\u00f6y\u00fck (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2010\/01\/31\/catalhoyuk\">31.01.2010<\/a>.)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_14gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_14kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Das Projekt ist international angelegt: Wissenschaftler aus der T\u00fcrkei, Deutschland, Japan, Gro\u00dfbritannien und weiteren L\u00e4ndern arbeiten gemeinsam. Alle Ausgrabungen folgen einheitlichen wissenschaftlichen Standards, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen.<\/p>\n<p>Die bisherigen Forschungen haben bereits bahnbrechende Erkenntnisse geliefert und ver\u00e4ndern unser Verst\u00e4ndnis der neolithischen Revolution und der fr\u00fchen Gesellschaften in dieser Region grundlegend. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_4gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_4kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Die <b>Zeitleiste<\/b> ordnet die Funde ein in: Pleistoz\u00e4n, Eiszeit, Jungpal\u00e4olithikum \/ Neolithikum. Sie zeigt Zeitr\u00e4ume etwa zwischen 30.000 und 9.000 v. Chr. und stellt die Entwicklung bis zu fr\u00fchen symbolischen Darstellungen (z. B. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Venus_von_Laussel\">Venus von Laussel<\/a>) dar. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/dossierartikel\/von-syrien-bis-zum-iran\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2022\/01\/050121_3.jpg\" alt=\"fruchtbarer halbmond\" border=\"1\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Der so genannte &#8222;Fruchtbare Halbmond&#8220;, vgl. Sch\u00e4del bei Pflaunloch (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/01\/05\/schaedel-bei-pflaumloch\">05.01.2022<\/a>)<\/sup><\/p>\n<p>Die ersten niedergelassenen Gemeinschaften lebten noch als J\u00e4ger. Mit der gemeinschaftlich organisierten Jagd sicherten sie lange Zeit die Fleischversorgung ihrer Gruppen. Dazu errichteten sie Fallen aus Steinmauern, die trichterf\u00f6rmig angeordnet zu einem Pferch am Ende f\u00fchrten. Sie werden in Englisch als \u201edesert kites\u201c, W\u00fcstendrachen, bezeichnet und sind noch heute auf Luft- oder Satellitenbildern zu sehen. Treiber und J\u00e4ger arbeiteten zusammen, um Herdentiere wie Gazellen oder Wildesel in den Pferch zu treiben. Von dort konnten die Tiere nicht entkommen und die J\u00e4ger konnten ausw\u00e4hlen, welche Tiere sie t\u00f6ten wollten.<\/p>\n<p>Als Jagdwaffen nutzten sie in Holzsch\u00e4fte eingesetzte Geschossspitzen aus Feuerstein oder Obsidian. Die Gr\u00f6\u00dfe war auf das Jagdwild abgestimmt, Material und Gestalt zeigen ihre Herkunft und Produktionstradition an. Zur Vorbereitung des Holzes dienten Pfeilschaftgl\u00e4tter, die Tiermotive tragen konnten.<\/p>\n<p>Mit der Verbreitung von Haustieren verlor die Jagd ihre wirtschaftliche Bedeutung. Die Jagd auf gef\u00e4hrliche Tiere blieb aber weiterhin ein wichtiges soziales Ereignis. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_5gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_5kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Die jungsteinzeitlichen Gemeinschaften in der Region \u015eanl\u0131urfa errichteten in ihren Siedlungen monumentale Geb\u00e4ude aus lokalem Kalkstein. Diese waren wie k\u00fcnstliche H\u00f6hlen tief in den Untergrund eingegraben, deshalb war es innen dunkel. Die Bauten konnten \u00fcber eine \u00d6ffnung im Dach oder einen seitlichen Zugang betreten werden.<\/p>\n<p>In der Mitte des zentralen Raums standen zwei gro\u00dfe T-f\u00f6rmige Steinpfeiler als zentrale Dachst\u00fctzen. Mit seitlichen Armen und vor dem K\u00f6rper gefalteten H\u00e4nden zeigt ihre abstrahierte Gestalt sie als Menschen. Entlang der Au\u00dfenw\u00e4nde standen kleinere Pfeiler, oft mit Tierbildern im Relief bedeckt. Das Flackern von Fackeln erzeugte die Illusion von Bewegung. Die Errichtung dieser Bauwerke und Aufstellung der Pfeiler erforderte zahlreiche H\u00e4nde. Gewaltige Mengen Aushub mussten bewegt werden und jeder monolithische T-Pfeiler wog mehrere Tonnen. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_9gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_9kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Bei vielen der ausgestellten Objekten (von denen mal nicht immer wei\u00df, ob sie ein Original oder eine Reproduktion sind) merkt man, dass viel herumspekuliert wird, weil wir nicht wirklich wissen, wozu die da waren. Die Begleittexte sind allgemeiner Natur; vermutlich bek\u00e4me man genau so viel oder sogar mehr Informationen, wenn man Fotos davon von ChatGPT interpretieren lassen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>In den Ausgrabungst\u00e4tten gibt es riesige Pfeiler und gro\u00dfe Statuen. Gleichzeitig hat man aber auch winzige Versionen davon gefunden, wie in einem Museumsshop. Es liegt nat\u00fcrlich nahe zu vermuten, dass den Gegenst\u00e4nden eine Art magische Kraft zugeschrieben wurde, die man &#8222;mit nach Hause&#8220; nehmen konnte. Das w\u00e4re ein Argument daf\u00fcr, dass es sich nicht um blo\u00dfe Nutzbauten handelte.<\/p>\n<p>Es gab garantiert schon zu der Zeit Warlords, M\u00e4chtige und weniger M\u00e4chtige. Aber gab es schon eine etablierte herrschende Klasse wie die Priesterschaft und Pharaos der \u00e4gyptischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dynastien_des_Alten_%C3%84gypten\">Dynastien<\/a>? Die sind erst rund 5000 Jahre sp\u00e4ter entstanden!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_6gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_6kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Gruppen versammelten sich anl\u00e4sslich von Ritualen und Festen in den Pfeilergeb\u00e4uden. Dabei wurde die soziale Ordnung erneuert und der Zusammenhalt bekr\u00e4ftigt. Vielleicht trugen einige Teilnehmer anschlie\u00dfend Miniaturpfeiler (oben) als Erinnerung mit sich.  <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_7gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_7kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_21gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_21kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Viele Geb\u00e4ude wurden mehrfach repariert und die W\u00e4nde von innen verst\u00e4rkt, wenn der Druck des umgebenden Erdreichs zu stark war. Am Ende ihrer Lebenszeit wurden die Geb\u00e4ude mit Steinen und Erdreich verf\u00fcllt und so symbolisch beerdigt. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_8gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_8kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><br \/>\n<sup>Pfeilspitzen Typ Byblos. Material: Feuerstein, Fundort: G\u00fcrc\u00fctepe. Datierung: 7.500\u20137.000 v. Chr. \u015eanl\u0131urfa Museum, T\u00fcrkei<\/sup><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_10gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_10kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Tiere nehmen in der steinzeitlichen Bildwelt einen zentralen Platz ein. Die aus Kalkstein geschlagenen Skulpturen fangen den charakteristischen Ausdruck der wilden Tiere ein und zeugen von der genauen Beobachtung der K\u00fcnstler. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_11gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_11kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Die Darstellungen fokussieren den Blick auf besonders gef\u00e4hrliche Tiere: Leoparden mit gefletschten Z\u00e4hnen, mit gesenktem Kopf angreifende Auerochsen, rennende wilde Eber. All diese Tiere sind m\u00e4nnlich gekennzeichnet und wirken aggressiv. Hinzu treten wimmelnde Schlangen und Skorpione, und auch F\u00fcchse, Strau\u00dfe und Wasserv\u00f6gel sind zu sehen. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_12gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_12kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Die Motivwahl verdeutlicht, dass die Bildwerke keineswegs die damalige Umwelt abbilden, denn das wichtigste Jagdwild, die Gazellen, fehlen unter den Motiven. Vielmehr beschw\u00f6ren die Skulpturen eine Welt voller Gefahren herauf, in der Menschen auf der Hut sein und ihren Mut beweisen m\u00fcssen. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_13gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_13kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Eine besondere Stellung nehmen Skulpturen ein, die wilde Tiere und Menschen zusammenf\u00fchren. Ihre Interpretation entzieht sich bisher einer Deutung. Leoparden auf dem R\u00fccken von Menschen \u2013 sind sie eine Gefahr oder ein Schutz? <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_15gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_15kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Durch das ganze Neolithikum hindurch stellen Menschen sich selbst dar. Ihre Bildnisse aus Stein oder Ton heben die Besonderheiten der menschlichen K\u00f6rper und ihre biologischen F\u00e4higkeiten hervor. Die Darstellung der prim\u00e4ren Geschlechtsorgane erlaubt f\u00fcr viele eine klare Unterscheidung in m\u00e4nnliche und weibliche Skulpturen. Zugleich sind zahlreiche schematische und uneindeutige Figuren bekannt. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_16gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_16kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>M\u00e4nnerbilder \u00fcberwiegen w\u00e4hrend der fr\u00fchen Phasen der Jungsteinzeit. Skulpturen von M\u00e4nnern zeigen einen oft \u00fcbergro\u00dfen erigierten Penis als sichtbaren Ausdruck m\u00e4nnlicher Zeugungskraft. Auch die gro\u00dfen zentralen T-Pfeiler der Sondergeb\u00e4ude bilden M\u00e4nner ab, und M\u00e4nner sind ebenso zentral in den Szenen aus Saybur\u00e7. Weibliche Figuren werden in den sp\u00e4teren Phasen der fr\u00fchen Jungsteinzeit h\u00e4ufig, als Ackerbau und Viehzucht bereits etabliert sind. Die nun oftmals nur handgro\u00dfen Frauenfiguren betonen die lebensspendende Gabe der Frauen durch ihre k\u00f6rperliche F\u00fclle. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_17gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_17kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Wir wissen wenig \u00fcber die tats\u00e4chlichen Rollen von M\u00e4nnern und Frauen in den jungsteinzeitlichen Gesellschaften. Die Bildwerke verweisen auf idealisierte Weise auf die sichtbaren Beitr\u00e4ge von M\u00e4nnern und Frauen zum Fortbestand der Gruppe. <i>(Text des Museums)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_20gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_20kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><br \/>\n<sup>Geierstatue, Karahantepe,ca. 9400-8000 v. Chr. <\/sup><\/p>\n<p>Mich haben am meisten die Gesichter fasziniert, soweit man sie noch erkennen kann. Dass Menschen sich als halbes Tierwesen darstellen, ist aus allen Kulturen bekannt, von tribalistischen bis zu Hochzivilisationen. Aber was haben die gedacht? Waren die uns entfernt \u00e4hnlich? F\u00fcr mich ist jemand, der an h\u00f6here Wesen glaubt, genauso weit &#8222;entfernt&#8220; wie ein Mensch aus der Altsteinzeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_23gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_23kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<p>Es ging auch damals um die einfachen Dinge: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_1gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/02\/190226_1kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Ta\u015f Tepeler \"\/><\/a><\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64328?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64328?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_64328 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_64328')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_64328').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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