{"id":63717,"date":"2026-01-02T22:07:03","date_gmt":"2026-01-02T21:07:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=63717"},"modified":"2026-01-19T21:39:13","modified_gmt":"2026-01-19T20:39:13","slug":"sklavenhaltergesellschaften-in-afrika-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/01\/02\/sklavenhaltergesellschaften-in-afrika-i","title":{"rendered":"Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.projekt-gutenberg.org\/may\/sklaven\/kapitel1.html\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/01\/020125_3.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"sklavenkarawane\"\/><\/a><\/p>\n<p>Vorrede 1: Ich hatte am <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/07\/23\/verschleierter-voelkermord\">23.07.25<\/a> auf das Thema &#8222;Sklavenhandel in Afrika&#8220; und das Buch <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3406719198\/\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">Egon Flaigs<\/a>: &#8222;Weltgeschichte der Sklaverei: Von der Antike bis zur Gegenwart&#8220; hingewiesen.<\/p>\n<p>Vorrede 2: Ich h\u00e4tte Flaig schon viel fr\u00fcher lesen sollen, aber ich kannte ihn nicht. Leider m\u00fcssen wir die <b>Sklavenhaltergesellschaft<\/b> daher noch einmal aus einer anderen Perspektive <del>durchnehmen<\/del> betrachten (bevor wir mit dem <a href=\"https:\/\/www.noahleidinger.com\/ideenraum\/revolution-die-nicht-passierte\">Needham-R\u00e4tsel<\/a>, wie schon <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/06\/29\/unter-drahtziehern\">angedeutet<\/a>, fortfahren). Ich muss auch meine Arbeitshypothese vom <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/05\/08\/abstrahierte-oekonomische-universale-revisited\">08.05.2025<\/a> (&#8222;Abstrahierte \u00f6konomische Universale, revisited&#8220;) ein wenig modifizieren.<\/p>\n<p><span style=\"background-color:#E6E6E6;\">Die marxistisch gepr\u00e4gte Geschichtswissenschaft irrte, wenn sie die Abfolge der Gesellschaftsformationen, wie sie in Europa zu beobachten ist, auf den Rest der Welt \u00fcbertragen wollte. Es gab weder \u00fcberall eine Sklavenhaltergesellschaft, wie in der Antike, vor allem im r\u00f6mischen Reich, noch ist sie eine notwendige Entwicklungsstufe zum Feudalismus.<\/span><\/p>\n<p>Das stimmt noch. Aber man muss die Frage stellen: Waren die muslimischen Staaten Afrikas &#8211; vor der europ\u00e4ischen Kolonisierung &#8211; Sklavenhaltergesellschaften, vergleichbar mit Sparta oder dem antiken Rom? Wenn nicht &#8211; gab es Ans\u00e4tze von Feudalismus? Die Reiche von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reich_von_Ghana\">Gana<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Malireich\">Mali<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Songhaireich\">Songhai<\/a> kann man wohl kaum als &#8222;asiatische Produktionsweise&#8220; oder gar als eine Form der tribalistischen &#8222;Urgesellschaft&#8220; verstehen. Hat die bisherige marxistische Geschichtswissenschaft etwas Wesentliches \u00fcbersehen &#8211; eine bisher unbekannte Gesellschaftsformation &#8211; , weil sie zu eurozentrisch dachte? (Vgl. <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2024\/12\/28\/mansa-musa-und-unterkomplexe-wahlaufrufe\">28.12.2024<\/a>: &#8222;Mansa Musa und unterkomplexe Wahlaufrufe&#8220; und <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/08\/20\/sklavenhaltergesellschaft-und-verschleierter-voelkermord-revisited\">20.08.2025<\/a>: &#8222;Sklavenhaltergesellschaft und verschleierter V\u00f6lkermord, revisited&#8220;.)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Songhaireich\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/01\/020125.png\" border=\"1\" width=\"480\" alt=\"songhai\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Das Songhai-Reich in Afrika in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orthografische_Azimutalprojektion\">orthografischer Azimutalprojektion<\/a>. Source: KarnRedsun \/ Wikipedia<\/sup><\/p>\n<p>Wenn ja: Hat sich Afrika &#8211; wegen der Intervention der kapitalistischen Kolonialm\u00e4chte &#8211; direkt zum Kapitalismus entwickelt und somit den Feudalismus &#8222;\u00fcbersprungen&#8220;? <\/p>\n<p>&#8222;\u00dcbersprungen&#8220; &#8211; das h\u00f6rt sich sich absurd an, ist es aber nicht. Daf\u00fcr gibt es mehrere Beispiele in der Menschheitsgeschichte. Seit der Ankunft der Europ\u00e4er in Australien im 18 und fr\u00fchen 19. Jahrhundert wurde dort der Kapitalismus eingef\u00fchrt &#8211; die indigenen V\u00f6lker aka <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aborigines\">Aborigines<\/a> waren aber, obzwar hoch spezialisiert, technisch noch auf der Stufe der &#8222;Urgesellschaft&#8220;. Vergleichbar ist das bekannte Schicksal der Ureinwohner Nordamerikas, die weder eine Sklavenhaltergesellschaft noch Feudalismus (in der klassischen Typologie) hervorgebracht haben. Was aber dann?<\/p>\n<p>Merke und ceterum censeo: <span style=\"background-color:#E6E6E6;\">Meine These, dass die &#8222;Gesellschaftsformationen&#8220; &#8211; wie zum Beispiel &#8222;Sklavenhaltergesellschaft&#8220; &#8211; in der marxistischen Diskussion nur <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/08\/20\/zwischergebnis-und-alles-zeigt-in-den-fernen-osten\">analytische Kategorien<\/a> sind bzw. sein sollten und keineswegs etwas \u00fcber eine zeitliche Abfolge aussagen, best\u00e4tigt sich. &#8222;Analytisch&#8220; meint: Wie ist die Beziehung des Menschen zu den Produktionsmitteln? <\/span><\/p>\n<p>Das Problem l\u00f6st sich in Luft auf, wenn wir es von heute aus ansehen &#8211; aus der Perspektive des Kapitalismus. Dieser ist die erste Gesellschaftsform, der es gelungen ist, wirklich <i>alle<\/i> Teile der Welt zu beherrschen (au\u00dfer zum Beispiel die <a href=\"https:\/\/www.survivalinternational.de\/indigene\/sentinelesen\">Sentinelesen<\/a> und die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mashco-Piro\">Mashco-Piro<\/a>). Alle &#8222;\u00e4lteren&#8220; Gesellschaftsformen waren geografisch begrenzt, vor allem wegen der Ungleichzeitigkeit der \u00f6konomischen Evolution. Die Basis aller Produktion ist aber die b\u00e4uerliche Subsistenzwirtschaft. Das galt auch f\u00fcr die klassische antike Form der Sklavenhaltergesellschaft &#8211; die Kampf f\u00fcr &#8222;Landreform&#8220; war daher systemimmanent. Aber es existierten immer &#8222;Inseln&#8220;, die sich dem Zugriff der staatlichen Herrschaft entzogen, also keiner &#8222;Gesellschaftsform&#8220; zugeh\u00f6rten. Sogar bis heute &#8211; die <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2018\/07\/30\/die-raramuri-tarahumara-mennoniten-und-der-chepe-2\">Raramuri<\/a> aka Tarahumara zum Beispiel.<\/p>\n<p><span style=\"background-color:#E6E6E6;\">&#8222;Gesellschaftsform&#8220; hei\u00dft: Die Form \u00f6konomischer Herrschaft.<\/span><\/p>\n<p>Jetzt kommt Flaig ins Spiel:<\/p>\n<p><i>Sklaverei hat seit Jahrtausenden existiert, fast \u00fcberall, auch in &#8222;vorstaatlichen&#8220; Gesellschaften, ob bei den nordamerikanischen <a href=\"https:\/\/www.cherokee.org\/\">Cherocee<\/a> [&#8222;Irokesen&#8220; bei Karl May], den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tupinamb%C3%A1\">Tupinamba<\/a> S\u00fcdamerikas, den polynesischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maori\">Maori<\/a> oder den alten Germanen; sie bestand in allen Hochkulturen.<\/i> (S. 11)<\/p>\n<p>Die Conclusio Flaigs in Bezug auf Afrika: <i>Dabei war die antike Sklaverei unter quantitativen Gesichtspunkten nicht herausragend. Die islamische war die umfangreichste der Geschichte; die transatlantische ist bedeutsam, weil sie von Anfang an bek\u00e4mpft wurde und weil ihre politische und teilweise gewaltsame Abschaffung der Hebel war, um die Sklaverei weitweit zu beseitigen.<\/i><\/p>\n<p>Flaig muss hier minimal korrigiert werden: Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschichte_der_Sklaverei\">Sklaverei<\/a> ist <i>nicht<\/i> weltweit beseitigt. Und: Die Sklaverei wurde nicht aus moralischen Gr\u00fcnden abgeschafft, sondern weil sie der kapitalistischen \u00d6konomie widerspricht.<\/p>\n<p><i>F\u00fcr das vorkoloniale Afrika fehlen schriftliche Quellen und Angaben dar\u00fcber, wie weit Sklavenhandel in die Geschichte zur\u00fcckreicht. Deshalb spricht <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/2262027641\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">Jacques Heers<\/a> von sehr alten Zeiten, in denen die V\u00f6lker s\u00fcdlich der Sahara sich in Ethnien und St\u00e4mmen gegen\u00fcberstanden und oft ihre Krieger in benachbarte D\u00f6rfer schickten, um Frauen und M\u00e4nner zu fangen. \u201eIn den meisten L\u00e4ndern Schwarzafrikas war die Anzahl der Sklaven Kennzeichen des sozialen Ranges.\u201c Man habe bei einem Reichen nicht dessen Landbesitz, sondern seine Gefangenen und Frauen gez\u00e4hlt. Noch vor der Ausbreitung des Islam h\u00e4tten in vielen Gegenden die Besiegten und Abgabepflichtigen als Zeichen ihrer Ergebenheit eine bestimmte Anzahl an Frauen und M\u00e4nnern abliefern m\u00fcssen. Seit dem 7. Jahrhundert lieferten das christliche \u00c4thiopien und Schwarzafrika (Nubien, Sudanregion) Millionen von Sklaven in den arabisch-islamischen Raum, sp\u00e4ter auch \u00fcber den Transsaharahandel, vor allem \u00fcber \u00c4gypten als Handelszentrum.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Slaves_Zadib_Yemen_13th_century_BNF_Paris.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/01\/020125_1.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"jemen\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Eine im 13. Jahrhundert in Bagdad von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yahya_ibn_Mahmud_al-Wasiti\">al-Wasiti<\/a> angefertigte Buchillustration, die einen Sklavenmarkt in der Stadt Zabid im Jemen zeigt.<\/sup><\/p>\n<p>Schwarze Sklaven haben im 12., 13. und 14. Jahrhundert im afrikanischen Gao, im Malireich und Songhaireich die Hauptrolle gespielt, und zwar bis in die Zeiten des atlantischen Sklavenhandels. In <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Benin\">Benin<\/a>, einem wichtigen Sklavenhalterstaat und Lieferant von Gefangenen f\u00fcr die europ\u00e4ischen und amerikanischen Menschenh\u00e4ndler, habe zum Beispiel im Jahre 1778 Jabou [dazu hat die KI <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/01\/jabou.pdf\">gro\u00dfartig recherchiert<\/a>, was ich so nie hinbekommen h\u00e4tte], ein wichtiger Kriegsherr, mehr als 10000 Sklaven besessen, die er nie verkaufte. Sei er in den Krieg gezogen, habe er immer 5000 bis 6000 Sklaven befehligt.<\/i><\/p>\n<p>F\u00fcr den Norden Afrikas hat Flaig den Begriff &#8222;intrusive Sklaverei&#8220; gepr\u00e4gt: <\/p>\n<p><i>Intrusive Sklaverei entzieht ihrer geopolitischen Umwelt permanent Menschen, also die kostbarste soziale Ressource \u00fcberhaupt. Sie erzeugt geographische Zonen, die Menschen liefern, also \u00abLieferzonen\u00bb. Solche Lieferzonen fungieren als \u00abPeripherie\u00bb, welche unabl\u00e4ssig Menschen an die \u00abMetropole\u00bb abgibt. Damit ist eine dichotomische Entwicklung eingeleitet:<\/i><\/p>\n<p><i>a) In den Lieferzonen nehmen die Versklavungen zu. Das geschieht teils indirekt, indem die gerichtliche Praxis, Verurteilte zu versklaven, stimuliert wird, ebenso wie die Gewohnheit, Familienangeh\u00f6rige zu verkaufen; teils geschieht es \u00abdirekt\u00bb, indem diejenigen Kriege sich vervielfachen, bei denen die Aussicht besteht, Gefangene zu machen. Solche Versklavungsprozesse k\u00f6nnen l\u00e4ngst intern bestanden haben; doch die Nachfrage von au\u00dfen beschleunigt und intensiviert sie. Die sklavenimportierende Metropole ver\u00e4ndert also die sozialen Abl\u00e4ufe im Innern der betroffenen Kulturen.<\/i><\/p>\n<p><i>b) Eine milit\u00e4risch \u00fcberlegene Metropole braucht die Sklaven nicht unbedingt zu kaufen. Will sie ihren Milit\u00e4rapparat besch\u00e4ftigen, dann beschafft sie sich Sklaven mit kriegerischen Einf\u00e4llen in die Lieferzone.<\/i><\/p>\n<p><i>c) Sie kann ihren Milit\u00e4rapparat auch schonen f\u00fcr \u00abwichtigere\u00bb Zwecke. Sie mu\u00df dann ihre \u00dcberlegenheit in eine dauerhafte politische \u00dcberordnung transformieren, um Tributeleistungen in Form von Sklaven zu verlangen. Islamische Emirate und Sultanate praktizierten diesen Brauch in gro\u00dfem Stil. Tributpflichtige St\u00e4mme werden versuchen, auf Kosten schw\u00e4cherer Nachbarn die geforderte Sklavenzahl zu besorgen; damit erfolgt der Proze\u00df des Versklavens de facto durch Krieg, den die Metropole stimuliert, ohne da\u00df er sie etwas kostet. Solche Tributeleistungen deformieren die politischen Vorg\u00e4nge und Verh\u00e4ltnisse in der Lieferzone erheblich.<\/i><\/p>\n<p><i>d) In jedem Falle spaltet sich die Lieferzone politisch: die siegreichen St\u00e4mme oder Staaten werden zu Sklavenj\u00e4gern; die unterliegenden V\u00f6lker werden zu dauerhaften Opfern von regelm\u00e4\u00dfigen Razzien. Ist diese Spaltung eingetreten, dann ist die Nachfrage aus der Metropole kein wichtiger Faktor mehr, um die Versklavungen in Gang zu halten. Denn die sklavenjagenden Staaten ver\u00e4ndern sich derma\u00dfen, da\u00df ihre neue soziale Struktur sie aus h\u00e4ufiges Kriegf\u00fchren festlegt.&#8220;<\/i> (\u00dcbrigens spricht Flaig in diesem Abschnitt vom &#8222;Sonderfall China&#8220;!)<\/p>\n<p><b>Als die Muslime ihr Weltreich eroberten, errichteten sie das gr\u00f6\u00dfte und langlebigste sklavistische System der Weltgeschichte.<\/b><\/p>\n<p>Die Sklaverei ergriff \u00fcber 12 Jahrhunderte hinweg in schwankender Intensit\u00e4t weite soziale und \u00f6konomische Bereiche. In den Sultanaten am Westmittelmeer des 9. und 10. Jahrhundert herrschte Sklaverei auch in mittleren und selbst kleineren Betrieben, sowohl in den St\u00e4dten als auch auf dem Land. In manchen Regionen basierten einzelnen Produktionszweige auf Sklavenarbeit.<\/p>\n<p>Dazu kommt die islamischen Besonderheit der Milit\u00e4rsklaverei &#8211; die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mamluken\">Mameluken<\/a>, die Milit\u00e4rsklaverei (&#8222;die in Besitz Genommenen&#8220;).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Trans-Saharan_slave_trade\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"berber\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/01\/020125_2.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"araber\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Arabische Sklavenhandelskarawane, die Sklaven aus Subsahara-Afrika durch die Sahara nach Nordafrika transportiert, Kupferstich aus dem 19. Jahrhundert<\/sup><\/p>\n<p>Der Nordwesten Europas wurde nur deshalb nicht zur &#8222;Lieferzone&#8220; f\u00fcr den islamisierten Mittelmeerraum &#8211; wie die russischen Steppengebiete und Zentralafrika, weil die Karolinger- und Frankenreiche das &#8211; auch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Martell\">milit\u00e4risch<\/a> &#8211; nicht zulie\u00dfen und \u00f6konomisch auf dem &#8222;Weg&#8220; zum progressiveren Feudalismus waren. Schwarzafrika hingegen wurde zum gr\u00f6\u00dfen Sklavenlieferanten der Weltgeschichte, das sei, so Flaig, mittlerweile Konsens in der <a href=\"https:\/\/www.goodreads.com\/book\/show\/34733147-la-r-volution-abolitionniste\">wissenschaftlichen Literatur<\/a> [Es gibt au\u00dfer Flaig so gut wie keine deutschen B\u00fccher zum Thema &#8211; aber Flaigs Literaturliste umfasst mehr als hundert Werke in Englisch und Franz\u00f6sisch.]<\/p>\n<p>Die Sklaverei war in Zentralafrika nicht neu. Die drei Gro\u00dfreiche wurden von einer Milit\u00e4raristokratie regiert &#8211; wie im r\u00f6mischen Kaiserreich. Es kam sogar soweit, dass die &#8211; durch den Islam eingef\u00fchrten &#8211; Milit\u00e4rsklaven die traditionelle Aristokratie verdr\u00e4ngten, wie im K\u00f6nigreich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waalo\">Waalo<\/a> &#8211; nur dass die Bauern rebellierten und das System zum Einsturz brachten. [Auch hierzu eine <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2026\/01\/waalo.pdf\">ausf\u00fchrliche Recherche<\/a> der KI mit Quellen mit dem fast schon intelligenten Kommmentar: &#8222;ein paradigmatisches Beispiel f\u00fcr die strukturellen Grenzen milit\u00e4rischer Sklavensysteme&#8220;.]<\/p>\n<p>Teil II folgt.<\/p>\n<p>____________________________________<\/p>\n<p><sup>Bisher zum Thema Feudalismus erschienen:<br \/>\n&#8211; Reaktion\u00e4re Schichttorte (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2015\/01\/31\/reaktionaere-schichttorte \">31.01.2015<\/a>) &#8211; \u00fcber die scheinbare Natur und die Klasse<br \/>\n&#8211; Feudal oder nicht feudal? tl;dr, (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/05\/feudal-oder-nicht-feudal-tldr\">05.05.2019<\/a>) &#8211; \u00fcber den Begriff Feudalismus (Fotos: Quedlinburg)<br \/>\n&#8211; Helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/08\/helidos-ubar-hringa-do-sie-to-dero-hiltiu-ritun\">08.05.2019<\/a>) &#8211; \u00fcber die Funktion der verdinglichten Herrschaft in oralen Gesellschaften  (Quedlinburger Domschatz I)<br \/>\n&#8211; Tria eburnea scrinia com reiquis sanctorum (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/09\/tria-eburnea-scrinia-com-reiquis-sanctorum\">09.05.2019<\/a>) &#8211; \u00fcber Gewalt und Konsum der herrschenden Feudalklasse als erkenntnistheoretische Schranke (Quedlinburger Domschatz II)<br \/>\n&#8211; Die w\u00e2ren steine tiure l\u00e2gen dr\u00fbf tunkel unde lieht (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/10\/die-waren-steine-tiure-lagen-druf-tunkel-unde-lieht\">10.05.2019<\/a>) &#8211; \u00fcber die Entwicklung des Feudalismus in Deutschland und Polen (Quedlinburger Domschatz III)<br \/>\n&#8211; Authentische Heinrichsfeiern (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/13\/authentische-heinrichsfeiern\">13.05.2019)<\/a> &#8211; \u00fcber die nationalsozialistische M\u00e4rchenstunde zum Feudalismus (in Quedlinburg)<br \/>\n&#8211; Der Zwang zum Hauen und Stechen oder: Seigneural Privileges (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/06\/15\/der-zwang-zum-hauen-und-stechen-oder-seigneural-privileges\">15.06.2019<\/a>)<br \/>\n&#8211; Yasuke, Daimos und Samurai [I] (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/07\/24\/yasuke-daimos-und-samurai-i\">24.07.2019<\/a>)<br \/>\n&#8211; Yasuke, Daimos und Samurai [II] (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2020\/05\/03\/yasuke-daimos-und-samurai-ii\">03.05.2020<\/a>)<br \/>\n&#8211; Agrarisch und revolution\u00e4r (I) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/02\/21\/agrarisch-und-revolutionaer-i\">21.02.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Trierer Apokalypse und der blassrose Satan (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/03\/17\/trierer-apokalypse-und-der-blassrosa-satan\">17.03.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Energie, Masse und Kraft (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/04\/04\/energie-masse-und-kraft\">04.04.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Agrarisch und revolution\u00e4r II (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/05\/15\/agrarisch-und-revolutionaer-ii\">15.05.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Gladius cum quo fuerunt decollati patroni nostri (Essener Domschatz I) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/10\/28\/gladius-cum-quo-fuerunt-decollati-patroni-nostri-essener-domschatz-i\">28.10.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Magische koloniebildende Nesseltiere mit kappadokischem Arm und Hand (Essener Domschatz II) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/11\/14\/magische-koloniebildende-nesseltiere-mit-kappadokischem-arm-und-hand-essener-domschatz-ii\">14.11.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Ida, Otto, Mathilde und Theophanu, kreuzweise (Essener Domschatz III) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/11\/27\/ida-otto-mathilde-und-theophanu-kreuzweise\">27.11.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Hypapante, Pelikane und Siebenschl\u00e4fer (Essener Domschatz IV) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/12\/17\/hypapante-pelikane-und-siebenschlaefer-essener-domschatz-iv\">17.12.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Pantokrator in der Mandorla, Frauen, die ihm huldigen und die Villikation (Essener Domschatz V) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/12\/23\/pantokrator-in-der-mandorla-frauen-die-ihm-huldigen-und-die-villikation-essener-domschatz-v\">23.12.21<\/a>)<br \/>\n&#8211; Jenseits des Oxus (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/01\/09\/jenseits-des-oxus\">09.01.2022)<\/a><br \/>\n&#8211; Blut, N\u00e4gel und gek\u00fcsste Tafeln, schmuckschlie\u00dfend (Essener Domschatz VI) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/04\/18\/blut-naegel-und-gekuesste-tafeln-schmuckschliessend-essener-domschatz-vi-2\">18.04.2022<\/a>)<br \/>\n&#8211; Missing Link oder: Franziska und kleine K\u00f6nige (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/05\/28\/missing-link-oder-franziska-und-kleine-koenige\">28.05.2022<\/a>)<br \/>\n&#8211; Die Riesen von Gobero (Die Kinder des Prometheus Teil I) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/07\/18\/die-riesen-von-gobero-die-kinder-des-prometheus-teil-i\">18.07.2022)<\/a><br \/>\n&#8211; Die Liebhaber von Sumpa, Ackerg\u00e4ule und Verh\u00fcttung (Die Kinder des Prometheus Teil II) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/07\/25\/die-liebhaber-von-sumpa-ackergaeule-und-verhuettung-die-kinder-des-prometheus-teil-ii\">25.07.2022<\/a>)<br \/>\n&#8211; Mongolen, Ming und Moguln (Die Kinder des Prometheus Teil III) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/03\/09\/mongolen-ming-und-moguln-die-kinder-des-prometheus-teil-iii\">09.03.2025<\/a>)<br \/>\n&#8211; Abstrahierte \u00f6konomische Universale, revisited (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/05\/08\/abstrahierte-oekonomische-universale-revisited\">08.05.2025<\/a>)<br \/>\n&#8211; Unter Drahtziehern (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/06\/29\/unter-drahtziehern\">29.06.2025<\/a>)<br \/>\n&#8211; Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/01\/02\/sklavenhaltergesellschaften-in-afrika-i\">02.01.2026<\/a>)<br \/>\n&#8211; Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I, Addendum (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/01\/16\/sklavenhaltergesellschaften-in-afrika-1-addendum\">16.01.2026<\/a>)<br \/>\n&#8211; Sklavenhaltergesellschaften in Afrika II (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/01\/18\/sklavenhaltergesellschaften-in-afrika-ii\">18.01.2026<\/a>)<br \/>\n<\/sup><\/p>\n<p><sup>Zum Thema Sklavenhaltergesellschaft:<br \/>\nDoppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil I]) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2020\/11\/05\/doppeldenk-oder-die-politische-macht-kommt-aus-den-legionen-teil-1\">05.11.2020<\/a>)<\/sup><br \/>\n<sup>Doppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil II]) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2020\/12\/27\/doppeldenk-oder-die-politische-macht-kommt-aus-den-legionen-teil-2\">27.12.2020<\/a>)<\/sup><\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63717?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63717?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_63717 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_63717')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_63717').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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