{"id":63053,"date":"2025-11-26T21:06:56","date_gmt":"2025-11-26T20:06:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=63053"},"modified":"2025-11-27T11:22:28","modified_gmt":"2025-11-27T10:22:28","slug":"parasoziale-elemente-oder-die-habiru-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/11\/26\/parasoziale-elemente-oder-die-habiru-i","title":{"rendered":"Parasoziale Elemente oder: Die Habiru I"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Cave_of_Adullam\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_8.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"h\u00f6hle abdullam\"\/><\/a><br \/>\n<sup>H\u00f6hle von Adullam, 1880<\/sup><\/p>\n<p><b>David ging von da hinweg und rettete sich in die H\u00f6hle <a href=\"https:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/ressourcen\/wibilex\/altes-testament\/adullam\">Adullam<\/a>. Als das seine Br\u00fcder h\u00f6rten und das ganze Haus seines Vaters, kamen sie dorthin zu ihm hinab. Und es sammelten sich bei ihm allerlei M\u00e4nner, die in Not und Schulden und verbitterten Herzens waren, und er wurde ihr Oberster; und es waren bei ihm etwa vierhundert Mann. (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/1.Samuel22\">Bibel, 1. Samuel 22<\/a>)<\/b><\/p>\n<p><i>Ich habe mir einen Teil des (nur f\u00fcr mich) h\u00f6chst interessanten Buchs von <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/1936780585\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">Robert Wolfe<\/a>: &#8222;From Habiru to Hebrews and Other Essays&#8220; (2011) \u00fcbersetzen lassen (umformuliert, alle Links sind von mir). Wolfe stammt aus einem kommunistischen Elternhaus und wuchs als s\u00e4kularer Jude in New York auf. Er nahm an den <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Nationwide_student_anti-war_strike_of_1970\">Studentenunruhen im Fr\u00fchjahr 1970<\/a> teil und sa\u00df deswegen drei Monate im Gef\u00e4ngnis. Er f\u00fchlte sich als &#8222;Linker&#8220;, bis die Studentenbewegung mehr und mehr antisemitische Z\u00fcge zeigte. Dann begann er, sich mit der Geschichte der Juden und Israels zu besch\u00e4ftigen.<\/i><\/p>\n<p>&#8230; stie\u00df ich erstmals auf die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apiru\">Habiru<\/a>. Obwohl ich als Berufshistoriker t\u00e4tig war, hatte ich bis dahin nie von ihnen geh\u00f6rt. In dem kleinen Fachgebiet der &#8222;biblischen Wissenschaften&#8220; war das Thema durchaus pr\u00e4sent, doch au\u00dferhalb dieses Kreises war ihre Existenz nahezu unbekannt. <\/p>\n<p>Seit rund hundert Jahren hatten Arch\u00e4ologen im Nahen Osten Tontafeln ausgegraben, auf denen eine Gruppe von Menschen erw\u00e4hnt wurde, die in der wissenschaftlichen Literatur unterschiedlich als &#8222;Habiru&#8220; oder &#8222;Apiru&#8220; bezeichnet wird. Hunderte solcher Belege wurden entdeckt, die s\u00e4mtlich in das 2. Jahrtausend v. Chr. datieren. Keine dieser Tontafeln behandelt die Habiru ausf\u00fchrlich; vielmehr erscheinen sie jeweils nur als Randbemerkung in einem gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang. Mitunter werden die Habiru als S\u00f6ldner beschrieben, ein anderes Mal als Tagel\u00f6hner und wiederum in anderen F\u00e4llen als Banditen.<\/p>\n<p>Unter Bibelwissenschaftlern herrschte weitgehend Einigkeit dar\u00fcber, dass den unterschiedlichen Beschreibungen wahrscheinlich Gruppen bewaffneter M\u00e4nner zugrunde lagen, von denen die meisten Fl\u00fcchtlinge waren, die an den R\u00e4ndern bewohnter Gebiete lagerten und ihren Lebensunterhalt auf irgendeine Weise zu bestreiten versuchten. Hinweise auf solche Habiru-Gruppen wurden in vielen verschiedenen Regionen des Nahen Ostens gefunden, was deutlich macht, dass sie weder einen Stamm noch eine Nation bildeten, sondern eher eine soziale Gruppe oder Schicht darstellten, eine Gruppe, die von den Schreibern, die sie erw\u00e4hnten, im Allgemeinen mit einer Mischung aus Furcht und Verachtung betrachtet wurde.<\/p>\n<p>Was jedoch mein besonderes Interesse an der wissenschaftlichen Literatur \u00fcber die Habiru weckte, war der Nachweis, dass viele von ihnen entflohene Sklaven gewesen sein m\u00fcssen. So erkl\u00e4rt etwa William Albright auf Seite 86 seines Buches <a href=\"Yahweh and the Gods of Canaan\">Yahweh and the Gods of Canaan<\/a>:<\/p>\n<p><i>In den <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0000BQUU9\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">Tontafeln<\/a> von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ugarit\">Ugarit<\/a> lesen wir, dass entflohene Sklaven gew\u00f6hnlich bei den Apiru Zuflucht fanden, vorzugsweise auf der anderen Seite der Grenze zwischen dem eigentlichen Hethiterreich und dem Vasallenstaat Ugarit. Dieses Vorgehen war ausdr\u00fccklich verboten, und entlaufene Sklaven mussten ausgeliefert werden.<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_3gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_3kl.jpg\" border=\"1\" width=\"480\" alt=\"pritchard\"\/><\/a><br \/>\n<sup><a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/in.gov.ignca.16119\/page\/n281\/mode\/2up\">James B. Pritchard<\/a>: <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/0691147264\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">The Ancient Near East<\/a>. S. 262<\/sup><\/p>\n<p>Und auf Seite 273 des ersten Bandes von James Pritchards Anthologie <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/in.gov.ignca.16119\">The Ancient Near East<\/a> findet sich eine Passage aus einem Brief aus dem 14. Jahrhundert v. Chr., in dem auf &#8222;Sklaven, die zu Apiru geworden waren&#8220;, Bezug genommen wird. Auff\u00e4llig ist daher nicht nur, dass die Begriffe Habiru (bzw. Apiru) phonetisch an &#8222;Hebr\u00e4er&#8220; erinnern, sondern dass beide Gruppen offenbar einen \u00e4hnlichen sozialen Status teilten. Die j\u00fcdische \u00dcberlieferung stellt die urspr\u00fcnglichen Hebr\u00e4er als entflohene Sklaven dar, und die Verfasser der Tora nahmen diese Tradition offenbar so ernst, dass sie sie in Kapitel 23, Vers 16 des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deuteronomium\">Deuteronomiums<\/a> kodifizierten:<\/p>\n<p><b>Du sollst einen Sklaven, der sich vor seinem Herrn zu dir fl\u00fcchtet, nicht an seinen Herrn ausliefern. Er soll bei dir wohnen, an einem Ort seiner Wahl, in einer beliebigen deiner Siedlungen, wo es ihm gef\u00e4llt; du darfst ihn nicht bedr\u00fccken.<\/b><\/p>\n<p>H\u00e4tten die Verfasser der Tora ein solches Gebot erlassen, wenn sie nicht selbst &#8211; zumindest teilweise &#8211; von entflohenen Sklaven abstammten? Ich halte dies f\u00fcr unwahrscheinlich. Daher erscheint mir die Tatsache, dass auch ein gro\u00dfer Teil der Habiru entflohene Sklaven gewesen zu sein scheint, als starkes Indiz f\u00fcr eine Verbindung zwischen beiden Gruppen.<\/p>\n<p>Bald wurde mir jedoch bewusst, dass die meisten Bibelwissenschaftler meine Annahme nicht teilten. Fast ausnahmslos behandeln biblische Fachgelehrte fr\u00fcherer wie heutiger Zeit die Frage nach den Urspr\u00fcngen der Hebr\u00e4er aus einer religi\u00f6sen Perspektive. Anstatt sich auf das zu st\u00fctzen, was aus den Quellen zuverl\u00e4ssig hervorgeht, und das \u00fcber die Habiru Bekannte als Ausgangspunkt ihrer Forschungen zu nehmen, tendieren sie meistens dazu, die Habiru in ein Bild der hebr\u00e4ischer Urspr\u00fcnge einzupassen, das letztlich aus der in der Bibel erz\u00e4hlten Geschichte abgeleitet ist. <\/p>\n<p>Betrachtet man die Frage jedoch aus dieser Perspektive, f\u00fcgen sich die Habiru schlicht nicht ein. Insbesondere stellen die in der Bibel beschriebenen Hebr\u00e4er einen Stamm oder eine Nation dar, w\u00e4hrend die Habiru eindeutig eine soziale Klasse repr\u00e4sentierten. Viele Bibelwissenschaftler sind zwar bereit einzur\u00e4umen, dass es eine Verbindung zwischen den Bezeichnungen &#8222;Hebr\u00e4er&#8220; und &#8222;Habiru&#8220; geben k\u00f6nnte, doch nur eine kleine Minderheit ist bereit, die M\u00f6glichkeit in Betracht zu ziehen, dass die Hebr\u00e4er in Wahrheit Habiru gewesen sein k\u00f6nnten. James Hoffmeier gibt auf Seite 124 seines 1996 erschienenen Werkes <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0FD7PZ7M9\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">Israel in and out of Egypt<\/a> die g\u00e4ngige Auffassung wie folgt wieder:<\/p>\n<p>&#8222;Fr\u00fcher war es \u00fcblich, die Hebr\u00e4er mit den <i>habiru<\/i> zu identifizieren, doch in den letzten Jahrzehnten wurde diese Gleichsetzung zunehmend abgelehnt, vor allem weil <i>habiru<\/i> inzwischen als ein soziologischer Begriff verstanden wird, der nicht auf eine bestimmte ethnische Gruppe verweist. Neuere Untersuchungen betrachten die <i>habiru<\/i> konkreter als Gruppen von Fl\u00fcchtlingen, die au\u00dferhalb der Reichweite st\u00e4dtischer, sesshafter Gebiete lebten, diese Gemeinwesen jedoch dennoch gelegentlich ausbeuteten. Diese allgemein anerkannte Bedeutung schlie\u00dft nicht aus, dass der Begriff <i>habiru<\/i> auch auf jene Hebr\u00e4er angewandt wurde, die in \u00c4gypten entwurzelt wurden und sp\u00e4ter bei ihrer R\u00fcckkehr nach Kanaan.\u201c<\/p>\n<p>Zwischen den Zeilen wird deutlich, dass Hoffmeier die Vorstellung, die Hebr\u00e4er k\u00f6nnten Habiru gewesen sein, f\u00fcr problematisch hielt &#8211; nicht nur, weil die <i>habiru<\/i> eine soziale Klasse darstellten, sondern auch, weil er offenbar der Ansicht war, dass diese spezielle soziale Gruppe &#8222;die braven Bewohner&#8220; der St\u00e4dte und Gemeinwesen ausbeutete.<\/p>\n<p><b>Letztlich besteht der Kern des Problems darin, dass die meisten Bibelwissenschaftler keineswegs w\u00fcnschen, die Hebr\u00e4er mit den Habiru zu identifizieren.<\/b> <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Cave_of_Adullam\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_9.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"sklaven\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Nubische und asiatische Sklaven bei der Arbeit, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neues_Reich\">Neues Reich<\/a>, 18. Dynastie, ca. 1400 vor Chr., Grab von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/TT100\">Rekhmire<\/a>, \u00c4gyptisches Museum Kairo<\/sup><\/p>\n<p>Selbst <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/George_E._Mendenhall\">George Mendenhall<\/a>, von dem viele annehmen, er habe diese Identifikation bef\u00fcrwortet, tat dies in Wirklichkeit nicht. In seinem 1973 ver\u00f6ffentlichten Werk <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/0801816548\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">The Tenth Generation<\/a> stellte er die Frage, warum der Begriff <i>Apiru<\/i> auf die &#8222;Israeliten&#8220; angewandt wurde, und beantwortete sie auf Seite 137 wie folgt:<\/p>\n<p>&#8222;Der Begriff wurde auf Israel angewandt, weil es eine Kontinuit\u00e4t in vorisraelitischer Tradition gab und eine Geschichte der Weigerung seitens von Dorfbewohnern und Hirten, sich den bestehenden politischen Organisationen ihrer Umgebung anzupassen. Als das politische Reich untragbar wurde und die Ordnung nicht mehr aufrechterhalten konnte, zogen sie sich von jeder Verpflichtung und Beziehung zu diesem Reich zur\u00fcck und wandten sich stattdessen einem anderen, unpolitischen &#8222;Oberherrn&#8220; zu, dessen Verpflichtungen v\u00f6llig anderer Art und Funktion waren.&#8220;<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Die Hebr\u00e4er waren keine tats\u00e4chlichen Habiru, sondern eher &#8222;Dorfbewohner und Hirten&#8220;, die von anderen als Habiru verleumdet wurden, weil sie sich weigerten, die Herrschaft der kanaan\u00e4ischen Stadtstaaten anzuerkennen. Der &#8222;unpolitische Oberherr&#8220;, dem sie nach Mendenhalls Vorstellung gehorchten, war selbstverst\u00e4ndlich Gott &#8211; ein &#8222;Oberherr&#8220;, an den auch Mendenhall selbst glaubte.<\/p>\n<p>Die moderne Bibelwissenschaft, begr\u00fcndet im 19. Jahrhundert durch deutsche protestantische Theologen, hat seit jeher einen doppelten Charakter. Einerseits haben Bibelwissenschaftler erhebliche Fortschritte darin erzielt, ein realistisches Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr zu entwickeln, wann und von wem die Tora verfasst wurde und welches historische Umfeld sie pr\u00e4gte. Andererseits glauben die meisten Bibelwissenschaftler weiterhin, dass im Kern der &#8222;biblischen&#8220; Tradition eine g\u00f6ttliche Offenbarung stehe, die nicht nur die urspr\u00fcngliche Grundlage des Judentums bildete, sondern auch des Christentums. <\/p>\n<p>Einer der wenigen Bibelwissenschaftler, die sich zu diesem Spannungsverh\u00e4ltnis ge\u00e4u\u00dfert haben, ist <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Niels_Peter_Lemche\">Niels Peter Lemche<\/a>, der Autor von <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/9004078533\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">Early Israel<\/a> (1985). Lemche betonte, dass die meisten Bibelwissenschaftler zwar eine skeptische Haltung gegen\u00fcber der historischen Darstellung in der Tora einnehmen, zugleich jedoch deren religi\u00f6se Ideologie als Ergebnis einer &#8222;g\u00f6ttlichen Intervention in die Geschichte&#8220; behandeln. Lemche wies diesen Ansatz zur\u00fcck und gelangte auf Seite 413 zu folgendem Schluss:<\/p>\n<p><b>&#8222;Daher scheidet es aus, Israels hypothetische religi\u00f6se Erfahrung als Ausgangspunkt f\u00fcr eine Untersuchung der fr\u00fchen Geschichte Israels zu betrachten.&#8220;<\/b><\/p>\n<p>Da Lemche nicht daran interessiert war, die Habiru gewaltsam in das biblische Narrativ einzupassen, hatte er keinerlei Schwierigkeiten, sie als die urspr\u00fcnglichen Hebr\u00e4er zu betrachten. Auf Seite 427 formulierte er dies folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p>&#8222;Daher schlage ich als Arbeitshypothese folgendes Szenario vor: Bereits in der ersten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts und anschlie\u00dfend in der sp\u00e4ten Bronzezeit wurden die Bergregionen von einem parasozialen Element &#8222;bewohnt&#8220;, n\u00e4mlich den <i>habiru<\/i>, die aus entlaufenen ehemaligen unfreien Bauern oder P\u00e4chterfamilien der kleinen Stadtstaaten in den Ebenen und T\u00e4lern Pal\u00e4stinas bestanden.&#8220;<\/p>\n<p>Lemche war der Auffassung, dass die Habiru, die urspr\u00fcnglich kein sesshaftes Element darstellten, sondern vielmehr &#8222;gesetzlose Gruppen von Freibeutern&#8220;, sich schlie\u00dflich im H\u00fcgelland dessen niederlie\u00dfen, was er &#8222;Pal\u00e4stina&#8220; nannte \u2014 m\u00f6glicherweise ab etwa 1200 v. Chr. Er betrachtete ihre Verwandlung in eine &#8222;sesshafte Bev\u00f6lkerung&#8220; als das Ergebnis mehrerer Entwicklungen: die Ausbreitung von Eisenwerkzeugen, die Einf\u00fchrung von Brandrodungslandwirtschaft und die Terrassierung der Bergh\u00e4nge, welche allesamt die landwirtschaftliche Produktivit\u00e4t des zuvor dicht bewaldeten H\u00fcgellandes erheblich steigerten.<\/p>\n<p>Doch wie genau und aus welchem Grund wurden die Habiru zu den Begr\u00fcndern der biblischen Tradition? Da Lemche die Exodus-Erz\u00e4hlung f\u00fcr nahezu vollst\u00e4ndig mythisch hielt, musste er einen Ursprung der biblischen Tradition <i>innerhalb Kanaans selbst<\/i> finden. Allerdings war er \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend, &#8222;gesetzlosen Gruppen von Freibeutern&#8220; die Schaffung einer so angesehenen Tradition zuzuschreiben. Daher argumentierte er auf Seite 434, dass &#8222;das Ph\u00e4nomen, das sp\u00e4ter als spezifisch israelitische Religion bezeichnet wurde, im Kern auf der Isolierung eines besonderen Aspekts der kanaan\u00e4ischen Kultur beruhte &#8211; n\u00e4mlich dem ethischen.&#8220;<\/p>\n<p>Diese kanaan\u00e4ischen &#8222;ethischen Denker&#8220;, so f\u00fcgte Lemche hinzu, m\u00fcssten aus den &#8222;h\u00f6heren sozialen Schichten&#8220; der kanaan\u00e4ischen Gesellschaft entstammt sein. Meiner Ansicht nach ist offensichtlich, dass Lemche ebenso wenig wie andere Bibelwissenschaftler bereit war, die Habiru als Urheber anzuerkennen, und sich daher gen\u00f6tigt sah, eine kanaan\u00e4ische Oberschichttradition zu postulieren &#8211; obwohl sich daf\u00fcr keinerlei Hinweise finden lassen &#8211; um die Urspr\u00fcnge der biblischen Religion zu erkl\u00e4ren. Zudem bin ich nicht sicher, ob &#8222;ethisch&#8220; tats\u00e4chlich der pr\u00e4ziseste Begriff ist, um die Religion der Hebr\u00e4er zu beschreiben; vielleicht w\u00e4re &#8222;egalit\u00e4r&#8220; zutreffender.<\/p>\n<p>Ein Bibelwissenschaftler, der ausdr\u00fccklich den egalit\u00e4ren Charakter dieser Religion betonte, war <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Norman_K._Gottwald\">Norman Gottwald<\/a> [ein US-amerikanischer Marxist], der Autor von <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/1841270261\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">The Tribes of Yahweh<\/a>, ver\u00f6ffentlicht 1979. Er formulierte auf Seite 643: &#8222;&#8230;stellte sich von Beginn an ausschlie\u00dflich als Religion sozial egalit\u00e4rer Gemeinschaften dar.\u201c <\/p>\n<p>Gottwald betrachtete die Habiru als Teil der sozialen Bewegung, aus der hervorging, was er &#8222;die Religion Jahwes&#8220; nannte &#8211; jedoch nicht als deren dominanten Bestandteil. Wie Mendenhall war er der Auffassung, dass die Entstehung Israels in einem Aufstand kanaan\u00e4ischer &#8222;Dorfbewohner&#8220; gegen die Herrschaft der kanaan\u00e4ischen Stadtstaaten wurzelte; im Unterschied zu Mendenhall jedoch glaubte er, dass viele Habiru ebenfalls an diesem Aufstand beteiligt gewesen seien. Er argumentierte auf Seite 408, dass die Grenze zwischen Habiru und Dorfbewohnern &#8222;in vielen F\u00e4llen wahrscheinlich ziemlich unscharf war und mit dem Zusammenbruch der zentralen Autorit\u00e4t immer undeutlicher wurde&#8220;. Mit der Zeit begannen die Habiru, sesshaft zu werden, w\u00e4hrend die Dorfbewohner anfingen, Selbstverteidigungsgruppen zu bilden. Schlie\u00dflich:<\/p>\n<p>&#8222;In einem hypothetischen Stadium dieser Expansion und der langsamen Ann\u00e4herung nicht feudaler Gemeinschaften entwickelten sich die Voraussetzungen f\u00fcr eine weiterreichende Einheit. In einem solchen Umfeld nahm das fr\u00fche Israel seinen Anfang.&#8220;<\/p>\n<p>Dieses Szenario klingt plausibel; doch w\u00e4hrend es zahlreiche Belege daf\u00fcr gibt, dass Habiru an bewaffneten Angriffen gegen die kanaan\u00e4ischen Stadtstaaten beteiligt waren, gibt es kaum oder gar keine Hinweise darauf, dass kanaan\u00e4ische Dorfbewohner dasselbe taten.<\/p>\n<p>Zudem betrachtete Gottwald die Kultur der Habiru zwar als &#8222;egalit\u00e4r&#8220;, doch er war nicht der Ansicht, dass sie die Quelle der &#8222;Religion Jahwes&#8220; gewesen sei. Gottwald tendierte dazu, die Belege hervorzuheben, die die Habiru als &#8222;S\u00f6ldner&#8220; beschrieben (oder so interpretiert werden konnten). Damit konnte er argumentieren, dass die Habiru trotz ihrer rebellischen Einstellung und trotz ihres Au\u00dfenseiterstatus dennoch in das kanaan\u00e4ische soziale System integriert waren und daher nicht in der Lage waren, eigenst\u00e4ndig eine alternative soziale Ideologie zu entwickeln. Diese Ideologie, so glaubte Gottwald, k\u00f6nne nur aus der &#8222;Moses-Gruppe&#8220; stammen, die er auf Seite 39 als &#8222;eine Mischung aus Viehz\u00fcchtern (Schafe, Ziegen, Rinder), Kleinbauern und Fischern, darunter Kriegsgefangene oder Migranten aus Kanaan&#8220; beschrieb. Woher er diese Information bezog, erl\u00e4uterte Gottwald nicht; ebenso wenig erkl\u00e4rte er, warum er in dieser Aufz\u00e4hlung die Habiru auslie\u00df, von denen bekannt ist, dass sie als Kriegsgefangene nach \u00c4gypten gebracht und als Sklaven in Bauprojekten eingesetzt wurden.<\/p>\n<p>So angreifbar die Arbeiten von Mendenhall und Gottwald und Lemsche auch sein m\u00f6gen: Sie boten weiterhin zahlreiche zutreffende Einsichten in die Frage nach der Beziehung zwischen den Hebr\u00e4ern und den Habiru. Ihre B\u00fccher erschienen in den 1970-er- und 1980-er-Jahren, zu einer Zeit, als die Erinnerungen an die 1960-er noch lebendig waren. In den letzten Jahrzehnten jedoch, wie Hoffmeier zu Recht feststellte, ist es &#8222;entmutigt&#8220; worden, einen Zusammenhang zwischen den Hebr\u00e4ern und den Habiru herzustellen. Gottwald beispielsweise wurde eindeutig von der &#8222;Befreiungstheologie&#8220; der 1960-er und 1970-er-Jahre beeinflusst, doch das politische und intellektuelle Klima seit den 1980-er Jahren hat sich deutlich ver\u00e4ndert. Die Vorstellung, dass die biblische Tradition aus einer Art Revolution hervorgegangen sei \u2014 m\u00f6glicherweise angef\u00fchrt von gesetzlosen bewaffneten Gruppen, den Habiru &#8211; hat das geringe Interesse verloren, das sie in der Bibelwissenschaft einst besa\u00df. <\/p>\n<p><b>In Wirklichkeit jedoch sind die Hinweise auf die Identit\u00e4t der Hebr\u00e4er und der Habiru \u00fcberw\u00e4ltigend.<\/b><\/p>\n<p>Der Grund, weshalb ich diesen Artikel mit einer Darstellung meines eigenen wissenschaftlichen Hintergrunds begann, besteht darin, dass die Leserinnen und Leser verstehen k\u00f6nnen, warum ich dieser Evidenz aufgeschlossener gegen\u00fcberstehe als viele andere. Doch letztlich ist allein die Evidenz entscheidend, und obwohl ich kein Bibelwissenschaftler bin, besitze ich gen\u00fcgend Erfahrung als Historiker, um eine verborgene Wahrheit zu erkennen, wenn ich sie sehe.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amarna-Briefe#:~:text=Bei%20den%20sogenannten%20Amarna%2DBriefen,Tell%20el%20Amarna%20in%20%C3%84gypten.\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_4.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Amarna-Briefe\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Akkadischer diplomatischer Brief, gefunden in Tell el-Amarna. Teil des Corpus der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amarna-Briefe#:~:text=Bei%20den%20sogenannten%20Amarna%2DBriefen,Tell%20el%20Amarna%20in%20%C3%84gypten.\">Amarna-Briefe<\/a> (1550 bis 1070 v. Chr., 18. bis 20. Dynastie). Vorderseite (Obverse),<br \/>\nAziru an den Pharao, \u00fcberschrieben: &#8222;Eine erkl\u00e4rte Abwesenheit&#8220;. Aziru wird in Zeile 2 genannt: &#8222;Botschaft (so spricht) Aziru, dein Diener.&#8220; (Akkadisch: Umma 1 A-zi-ru, arad-ka &#8211; &#8222;So spricht Aziru, dein Knecht.&#8220;) Die Amarna-Briefe hatte ich schon am <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2024\/01\/12\/von-den-schasu-und-apiru-und-andere-raeubergeschichten\">12.01.2024<\/a> erw\u00e4hnt.<\/sup><\/p>\n<p><b>SICHEM<\/b><\/p>\n<p>Obwohl Hinweise auf die Habiru \u00fcberall im Nahen Osten gefunden wurden, stellt die umfangreiche Sammlung von Tontafeln aus Tell el-Amarna in \u00c4gypten bei weitem die wichtigste Informationsquelle dar. Diese Tafeln wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Viele von ihnen bestehen aus Briefen, die im 14. Jahrhundert v. Chr. in akkadischer Keilschrift verfasst und von verschiedenen \u00e4gyptischen Vasallenherrschern in Kanaan an den Pharao nach \u00c4gypten geschickt wurden. Die Briefe sind voller Beschwerden \u00fcber die Habiru, von denen berichtet wird, dass sie einen Aufstand gegen die \u00e4gyptische Herrschaft in Kanaan anf\u00fchrten und die St\u00e4dte jener lokalen Herrscher pl\u00fcnderten, die dem Pharao weiterhin loyal geblieben waren.<\/p>\n<p>In einem dieser Briefe &#8211; wiedergegeben auf Seite 200 von <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0007IUQ9A\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">Shechem<\/a> von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/George_Ernest_Wright\">G. Ernest Wright<\/a> &#8211; erscheint eine Drohung von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Abdi-Heba\">Abdu-Hiba<\/a>, dem Herrscher von Jerusalem. Darin fordert er, dass man sich den Habiru anschlie\u00dfen m\u00fcsse, sofern man nicht verst\u00e4rkte Unterst\u00fctzung vom Pharao erhalte. Besonders eindringlich drohte Abdu-Hiba:<\/p>\n<p><i>Sollen wir nun handeln wie Lab\u2019ayu, der das Land von Sichem den Apiru \u00fcbergab?<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Labaya\">Lab\u2019ayu<\/a> wird in vielen Briefen erw\u00e4hnt; er war der Herrscher von Sichem und der wichtigste Rivale Abdu-Hibas im Kampf um die Vorherrschaft im H\u00fcgelland Kanaans war. Ob er tats\u00e4chlich &#8222;das Land von Sichem&#8220; den Habiru \u00fcbergab, ist ungewiss. Vielleicht \u00fcbertrieb Abdu-Hiba, vielleicht auch nicht. Wesentlich ist jedoch, dass sein Brief zeigt, dass die Habiru im 14. Jahrhundert v. Chr. einen betr\u00e4chtlichen Einfluss auf die Region Sichem aus\u00fcbten. Und der Grund, weshalb dies von Bedeutung ist, liegt darin, dass Sichem zweifellos das wichtigste politische und religi\u00f6se Zentrum der Hebr\u00e4er w\u00e4hrend ihrer fr\u00fchen Geschichte war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sichem\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_5.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Samaria\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Karte Samarias (Samarien) mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sichem\">Sichem<\/a> (Shechem) und den \u00f6stlichen und n\u00f6rdlichen Nachbarn<\/sup><\/p>\n<p>Zahlreiche Hinweise auf die Bedeutung Sichems f\u00fcr die Hebr\u00e4er finden sich in vielen B\u00fcchern des Tanach, der hebr\u00e4ischen Bezeichnung (genauer: des Akronyms) f\u00fcr die j\u00fcdischen Schriften bzw. das Alte Testament. Im Buch Genesis ist Sichem der Ort, an dem Abraham erstmals das Land Israel betritt und einen heiligen Altar errichtet. Im Buch Josua ist Sichem der Ort, an dem Josua die Hebr\u00e4er kurz vor seinem Tod versammelt, um mit ihnen einen feierlichen Bund zu schlie\u00dfen, der sie zur Treue gegen\u00fcber Gott verpflichtet. Im Buch der Richter ist Sichem der Ort, an den Abimelech \u2014 der erste Anw\u00e4rter auf das K\u00f6nigtum der Hebr\u00e4er \u2014 geht, um seine Kandidatur zu erkl\u00e4ren. Und im Ersten Buch der K\u00f6nige ist Sichem der Ort, an dem Rehabeam, der Sohn Salomos, hingeht, um die hebr\u00e4ischen St\u00e4mme zu bewegen, ihn als K\u00f6nig anzuerkennen. Als die St\u00e4mme stattdessen Jerobeam w\u00e4hlen, macht Jerobeam Sichem zur ersten Hauptstadt des K\u00f6nigreichs Israel. Selbst wenn einige dieser Hinweise vollst\u00e4ndig oder teilweise legend\u00e4ren Charakter haben sollten, zeigen sie dennoch, dass Sichem f\u00fcr die Autoren des Tanach ein Ort mit besonderer Bedeutung f\u00fcr die fr\u00fchen Hebr\u00e4er war.<\/p>\n<p><b>Da versammelte Josua alle St\u00e4mme Israels gen Sichem und berief die \u00c4ltesten Israels, seine Obersten, Richter und Amtleute; und sie traten vor Gott. Und Josua sprach zum ganzen Volk: So spricht der HERR, der Gott Israels: Eure V\u00e4ter wohnten vorzeiten jenseits des Stroms, Tharah [<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Terach\">Terach<\/a>], Abrahams Vater, und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nahor\">Nahors<\/a> Vater, und dienten andern G\u00f6ttern.<\/b> (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Josua24\">Josua 24,1\u20132<\/a>)<\/p>\n<p>Diese Hinweise wiegen umso schwerer, als nahezu alle B\u00fccher des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tanach\">Tanach<\/a> von den Schreibern des K\u00f6nigreichs Juda verfasst wurden, dessen Zentrum Jerusalem war &#8211; ein erbitterter Rivale des K\u00f6nigreichs Israel im Kampf um die Herrschaft \u00fcber die Hebr\u00e4er. Die Schreiber des K\u00f6nigreichs Juda hatten keinen Grund, die Bedeutung Sichems f\u00fcr die fr\u00fche hebr\u00e4ische Geschichte zu \u00fcbertreiben, zumal Sichem eng mit den Urspr\u00fcngen des K\u00f6nigreichs Israel verbunden war. Wenn sie dennoch Material im Tanach aufnahmen &#8211; etwa die Versammlung der hebr\u00e4ischen St\u00e4mme in Sichem durch Josua, die als Legitimierung des K\u00f6nigreichs Israel interpretiert werden k\u00f6nnte \u2014 dann wohl deshalb, weil sie der Ansicht waren, dass die Bedeutung von Sichem in der hebr\u00e4ischen Kultur zu bekannt und zu fest verankert war, um \u00fcbergangen oder geleugnet zu werden. Diese Bedeutung war nicht nur politischer, sondern auch religi\u00f6ser Natur, da dort tats\u00e4chlich ein Altar errichtet wurde und religi\u00f6se Zeremonien im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen stattfanden. All dies legt nahe, dass Abdu-Hiba nicht \u00fcbertrieben hat und dass Lab\u2019ayu den Habiru in der Region Sichem tats\u00e4chlich eine formelle Art von Autorit\u00e4t \u00fcbertrug &#8211; eine Autorit\u00e4t, die sp\u00e4ter zur Grundlage der hebr\u00e4ischen Vorstellung von Sichem als heiligem Versammlungsort wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_6gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_6kl.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"siegesstele merenptah\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Siegesstele des Merenptah aus dem Totentempel des K\u00f6nigs der 19. Dynastie in Theben-West, ausgestellt im \u00c4gyptischen Museum in Kairo, \u00c4gypten (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Merenptah-Stele#\/media\/Datei:Kairo_Museum_Merenptah-Stele_01.jpg\">Source<\/a>)<\/sup><\/p>\n<p>Weitere Hinweise auf die zentrale Rolle des Habiru-Zentrums Sichem in der fr\u00fchen hebr\u00e4ischen Geschichte stammen von einer ungew\u00f6hnlichen Quelle: der sogenannten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Merenptah-Stele\">&#8222;Siegesstele&#8220; des Merenptah<\/a>. Um etwa 1207 v. Chr. errichtete der \u00e4gyptische Pharao Merenptah ein Steindenkmal, das seine angeblichen Siege \u00fcber Libyer und Kanaan\u00e4er festhielt. Die spezifischen Regionen Kanaans, die er f\u00fcr erobert erkl\u00e4rte, sind darin geografisch von S\u00fcden nach Norden aufgef\u00fchrt. Nahe dem Ende dieser Liste erscheint ein Verweis auf die &#8222;Eroberung&#8220; Israels. Hoffmeier, ein Experte f\u00fcr \u00e4gyptische Hieroglyphen, \u00fcbersetzt den Verweis mit: &#8222;Israel ist verw\u00fcstet, sein Same ist nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend bemerkt er auf Seite 29 seines Werkes &#8222;Israel in Egypt&#8220;, dass die Position dieses Ortsnamens innerhalb der Liste nahelege: &#8222;Die St\u00e4mme Israels scheinen haupts\u00e4chlich im zentralen H\u00fcgelland und in Obergalil\u00e4a lokalisiert gewesen zu sein.&#8220;<\/p>\n<p>Auch das &#8222;Land Sichem&#8220; lag im zentralen H\u00fcgelland, im n\u00f6rdlichen Teil, angrenzend an das Jesreeletal und Galil\u00e4a. Nadav Na\u2019aman merkt in einem Aufsatz mit dem Titel &#8222;<a href=\"https:\/\/www.journals.uchicago.edu\/doi\/10.2307\/1357438\">The Contribution of the Amarna Letters<\/a> to the Debate on Jerusalem\u2019s Political Position in the Tenth Century BCE&#8220;, abgedruckt im dritten Band seiner <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books\/about\/Canaan_in_the_Second_Millennium_B_C_E.html?id=HmTOoQmf23AC&#038;redir_esc=y\">Collected Essays<\/a>, auf Seite 5 an, dass zur Zeit der Amarnabriefe &#8222;zwei kanaan\u00e4ische K\u00f6nigreiche nahezu das gesamte zentrale H\u00fcgelland besetzten: Sichem und Jerusalem&#8220;.<\/p>\n<p><b>All dies deutet darauf hin, dass gegen Ende des 13. Jahrhunderts v. Chr. die in der Region Sichem ans\u00e4ssigen Habiru begonnen hatten, sich selbst unter dem Namen Israel zu bezeichnen.<\/b> <\/p>\n<p>Wann sie diesen Namen annahmen, ist unbekannt; doch es ist plausibel anzunehmen, dass dies nicht lange vor der Ankunft einer kleinen Gruppe Habiru-Fl\u00fcchtlinge in Kanaan geschah &#8211; Menschen, die der Sklaverei in \u00c4gypten entkommen waren und mit sich die Ideologie einer habirischen Herrschaft \u00fcber das gesamte &#8222;Land Israel&#8220; f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Dass es zur fraglichen Zeit tats\u00e4chlich Habiru-Sklaven in \u00c4gypten gab, wird durch eine Reihe von Quellen belegt, die v\u00f6llig unabh\u00e4ngig vom Bericht der Tora sind. Hoffmeier verweist auf Seite 113 auf die &#8222;<a href=\"https:\/\/www.khm.at\/kunstwerke\/elephantine-stele-des-koenigs-amenophis-ii-324305\">Siegesstele&#8220; des Pharaos Amenophis II.<\/a> aus dem 15. Jahrhundert v. Chr., die die verschiedenen Gruppen von Gefangenen auflistet, welche die \u00c4gypter nach einem erfolgreichen Feldzug in Kanaan und Syrien nach \u00c4gypten brachten. In dieser Liste sind auch 3600 &#8222;Apiru&#8220; genannt. Weitere Habiru-Gefangene m\u00fcssen bei anderen Gelegenheiten erbeutet worden sein, denn aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. liegen Hinweise auf &#8222;Habiru&#8220;-Sklaven vor, die f\u00fcr die \u00c4gypter bei Bauprojekten arbeiteten. Abraham Malamat zitiert auf Seite 42 <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3406786456\/\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder&#038;th=1\">seines Artikels<\/a> in Haim Ben-Sassons Anthologie <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books\/about\/A_History_of_the_Jewish_People.html?id=2kSovzudhFUC&#038;redir_esc=y\">A History of the Jewish People<\/a> folgende Inschrift aus der Zeit des Pharaos Ramses II.:<\/p>\n<p><i>Gib Getreiderationen an die Soldaten und an die Apiru, die Steine f\u00fcr den gro\u00dfen Pylon des Ramses transportieren.<\/i><\/p>\n<p>Hoffmeier verweist au\u00dferdem auf Seite 115 auf einen Artikel von Ellen Morris, in dem Szenen von Zwangsarbeit auf \u00e4gyptischen Wandmalereien beschrieben werden. Hoffmeier fasst Morris\u2019 Befund wie folgt zusammen:<\/p>\n<p><i>Der Begleittext zur Weinkelterszene im <a href=\"http:\/\">Grab des Intef<\/a> in Theben bezeichnet die Arbeiter ausdr\u00fccklich als Apiru (d. h. habiru).<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_6gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2025\/11\/261125_7.jpg\" border=\"0\" width=\"480\" alt=\"Grab des Intef\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Weinkelterszene im <a href=\"http:\/\">Grab des Intef<\/a> (2121 bis 2072 v. Chr.)<\/sup><\/p>\n<p>Diese Evidenz legt nahe, dass im Bericht der Tora \u00fcber hebr\u00e4ische Sklaven, die aus \u00c4gypten flohen und sich anschlie\u00dfend in Kanaan niederlie\u00dfen, ein historischer Kern vorhanden sein muss. Allerdings sind die meisten Details der biblischen Darstellung eindeutig legend\u00e4r. Nach der Tora flohen beim Exodus etwa 600.000 hebr\u00e4ische M\u00e4nner aus \u00c4gypten. Wenn man Frauen und Kinder sowie das &#8222;gemischte Volk&#8220;, das sie begleitet haben soll, hinzurechnet, ergibt sich eine Gruppe von mindestens einer Million Menschen, die vierzig Jahre lang in der W\u00fcste von einer angeblich vom Himmel fallenden Nahrung lebten.<\/p>\n<p>Ein wesentlich plausibleres Szenario w\u00e4re eine kleine Gruppe von Habiru-Sklaven, m\u00f6glicherweise einige Hundert, die aus \u00c4gypten flohen, den Sinai rasch durchquerten und sich mit den Habiru zusammenschlossen, die bereits die Region um Sichem kontrollierten. Sehr wahrscheinlich wurden diese Fl\u00fcchtlinge aus \u00c4gypten tats\u00e4chlich von einem Mann namens Moses angef\u00fchrt; in jedem Fall aber brachten sie offenbar eine neue Ideologie mit sich, die sp\u00e4ter bei der habirischen Eroberung Kanaans eine entscheidende Rolle spielte.<\/p>\n<p>Ein bedeutsames Detail in diesem Zusammenhang ist die Tatsache \u2014 von zahlreichen Bibelwissenschaftlern hervorgehoben -, dass die meisten Mitglieder des Stammes Levi, die in der Tora und im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buch_der_Richter\">Buch der Richter<\/a> erw\u00e4hnt werden, Namen trugen, die \u00e4gyptisch klangen. Nach dem Tanach war der Stamm Levi der einzige Stamm, dem kein spezifisches Territorium im Land Kanaan zugewiesen wurde. Er war der Stamm des Mose, und seine urspr\u00fcngliche Aufgabe bestand darin, die religi\u00f6sen Zeremonien der Hebr\u00e4er zu vollziehen. <\/p>\n<p>Es erscheint wahrscheinlich, dass der Stamm Levi aus jener kleinen Gruppe von Habiru-Sklaven hervorging, die aus \u00c4gypten flohen und sich den Habiru anschlossen, die bereits in Kanaan ans\u00e4ssig waren. Habiru sind nachweislich \u00fcber einen Zeitraum von mindestens mehreren Jahrhunderten &#8211; vom 15. bis zum 13. Jahrhundert v. Chr. \u2014 als Sklaven in \u00c4gypten gehalten worden, und es w\u00e4re nur nat\u00fcrlich, wenn viele von ihnen in dieser Zeit Sprache und Kultur \u00c4gyptens teilweise \u00fcbernommen h\u00e4tten. Doch so weit sie auch assimiliert gewesen sein m\u00f6gen, die \u00c4gypter bezeichneten sie weiterhin als Habiru &#8211; ein Sprachgebrauch, der m\u00f6glicherweise den sozialen Abstand widerspiegelte, der Sklaven vom \u00fcbrigen Teil der Gesellschaft sowohl in \u00c4gypten als auch in Kanaan trennte.<\/p>\n<p>Meiner Ansicht nach liegt die gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che der modernen Bibelwissenschaft darin, dass sie das Thema der Sklaverei nicht angemessen ber\u00fccksichtigt. Die meisten Bibelwissenschaftler behandeln es so, als sei es ein nebens\u00e4chlicher oder trivialer Punkt, obwohl zahlreiche Hinweise darauf bestehen, dass viele der Habiru im gesamten Nahen Osten entflohene Sklaven waren. Und in derselben Weise stellen die Bibelwissenschaftler nie die Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Verfasser der Tora sich selbst als Nachkommen entflohener Sklaven bezeichnet h\u00e4tten &#8211; wenn dies nicht tats\u00e4chlich der Wahrheit entsprochen h\u00e4tte? Weltweit und zu den meisten Zeiten haftete Menschen, die versklavt waren, ein Stigma an; man nahm an, sie seien nur aufgrund eines Mangels oder Fehlers versklavt worden. Und doch werden Juden jedes Jahr im Rahmen des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pessach\">Pessachfestes<\/a> daran erinnert, dass ihre Vorfahren Sklaven in \u00c4gypten gewesen seien. <\/p>\n<p><b>Selbst wenn nur ein kleiner Teil der Habiru, die Kanaan eroberten, tats\u00e4chlich Sklaven in \u00c4gypten gewesen sein konnte, spiegelt diese Tradition dennoch die Realit\u00e4t wider, dass die Habiru als Gruppe zu einem erheblichen Teil aus Fl\u00fcchtlingen aus verschiedenen Formen der Knechtschaft bestanden.<\/b><\/p>\n<p>Alles in allem deuten die bekannten Fakten darauf hin, dass gegen Ende des 13. Jahrhunderts v. Chr. &#8211; m\u00f6glicherweise nach dem Tod von Ramses II. im Jahr 1213 v. Chr. &#8211; eine kleine Gruppe von Habiru-Sklaven aus \u00c4gypten floh und sich auf den Weg nach Kanaan machte und dabei drei Dinge mitbrachte:<\/p>\n<p><b>1. Die Praxis der Beschneidung.<\/b><br \/>\nNach dem griechischen Geographen Herodot zufolge war die Beschneidung ein \u00e4gyptischer Brauch. Was immer sie f\u00fcr die \u00c4gypter bedeutet haben mag &#8211; f\u00fcr die Habiru wurde sie zu einem Mittel, sich vom \u00fcbrigen kanaan\u00e4ischen Umfeld abzugrenzen und ihr Selbstbild von dem einer Gruppe von Au\u00dfenseitern hin zu dem einer Kriegerelite zu transformieren.<\/p>\n<p><b>2. Die Verwendung einer alphabetischen Schrift.<\/b><br \/>\nSoweit bekannt, wurde die alphabetische Schrift erstmals von semitischen Bergarbeitern entwickelt, die im Dienste der \u00c4gypter in der Sinai-W\u00fcste um die Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. arbeiteten. Sie ritzten ihre Schriftzeichen in Stein und verwendeten dabei Buchstaben, die teilweise von \u00e4gyptischen Hieroglyphen abgeleitet waren. Obwohl h\u00e4ufig behauptet wird, die Hebr\u00e4er h\u00e4tten ihr alphabetisches Schriftsystem sp\u00e4ter von den Kanaan\u00e4ern oder Ph\u00f6niziern \u00fcbernommen, waren es doch am ehesten die in \u00c4gypten lebenden Habiru, die mit diesen semitischen Bergarbeitern im Sinai in Kontakt kamen. Angesichts der Bedeutung, die die Tora der Erz\u00e4hlung von der Niederschrift der Zehn Gebote auf Steintafeln im Sinai beimisst, erscheint es wahrscheinlich, dass es die aus \u00c4gypten geflohenen Habiru waren, die das Wissen um die alphabetische Schrift nach Kanaan brachten.<\/p>\n<p><b>3. Das Konzept eines Herrschergottes, der auf Seiten der Sklaven und nicht der Sklavenhalter steht.<\/b><br \/>\nDie Vorstellung eines h\u00f6chsten Herrschergottes war in der \u00e4gyptischen Kultur wohl entwickelt, doch sie war stets mit der Person des Pharao verbunden, der als irdische Inkarnation dieses oder jenes h\u00f6chsten Gottes galt. Da die Habiru im Auftrag des angeblichen &#8222;Sohnes des Ra&#8220;, des Pharao Ramses II., Zwangsarbeit hatten leisten m\u00fcssen, hatten sie allen Grund, diese Assoziation zur\u00fcckzuweisen. Ihr Einfluss zeigt sich zweifellos im hebr\u00e4ischen Verbot der Verehrung von G\u00f6tzenbildern, deren Herstellung eine Spezialit\u00e4t der \u00c4gypter war. Zugleich hatten die Habiru in \u00c4gypten gute Gr\u00fcnde, das \u00e4gyptische Konzept eines h\u00f6chsten Herrschergottes zu \u00fcbernehmen und f\u00fcr eigene Zwecke umzuformen.<\/p>\n<p>Die hebr\u00e4ische literarische Tradition im Tanach spiegelt offenbar eine Synthese wider: Einerseits die revolution\u00e4re Anpassung \u00e4gyptischer Kultur durch die aus \u00c4gypten geflohenen Habiru, andererseits die politische Kultur der bereits in Sichem ans\u00e4ssigen Habiru-Gruppen. Diese politische Kultur spiegelt sich im Tanach insbesondere in der Legende von den S\u00f6hnen Israels wider. Offenkundig bot diese Legende einen Mechanismus, durch den sich die im Raum Kanaan aktiven Habiru als Angeh\u00f6rige einer gro\u00dfen Familie identifizieren konnten, die in der Praxis als eine Konf\u00f6deration von Habiru-Gruppen fungierte und daher einen h\u00f6heren Grad an Einheit erreichte, als dies zuvor m\u00f6glich gewesen war.<\/p>\n<p>Dass diese Legende unter den bereits in Kanaan ans\u00e4ssigen Habiru entstand &#8211; und nicht unter den aus \u00c4gypten geflohenen Habiru &#8211; wird durch mehrere Hinweise nahegelegt. <\/p>\n<p><b>Merenptahs &#8222;Siegesstele&#8220; zeigt, dass die Habiru in der Region von Sichem um jene Zeit bereits allgemein als \u201eIsrael\u201c bekannt waren, als die Flucht aus \u00c4gypten stattfand.<\/b><\/p>\n<p>Im Tanach werden die &#8222;Patriarchen&#8220; Abraham, Isaak und Israel so dargestellt, dass sie Anspr\u00fcche auf das Land Kanaan erhoben &#8211; und zwar bereits vor und unabh\u00e4ngig von dem Anspruch, der mit Mose und dem Exodus verbunden ist. Dar\u00fcber hinaus scheint es so, dass die tats\u00e4chlich aus \u00c4gypten geflohenen Habiru von den Habiru in Kanaan schlicht als ein weiterer Stamm behandelt wurden: der Stamm Levi, dem bekanntlich kein eigenes Territorium zugewiesen wurde. Zweifellos verf\u00fcgten die Leviten aufgrund ihrer religi\u00f6sen Rolle und ihrer Glaubensvorstellungen \u00fcber eine gewisse Autorit\u00e4t gegen\u00fcber den anderen &#8222;St\u00e4mmen&#8220;. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass sie in eine bereits bestehende politische Ordnung integriert wurden, anstatt eine neue politische Struktur zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Allerdings d\u00fcrfte es f\u00fcr die Habiru in Kanaan ebenso offenkundig gewesen sein wie es den Bibelwissenschaftlern heute ist, dass die Erz\u00e4hlung von den S\u00f6hnen Israels mit ihrem Status als Habiru unvereinbar war. Mitglieder verstreuter Gruppen von Gefl\u00fcchteten konnten unm\u00f6glich in irgendeinem nennenswerten Umfang miteinander verwandt gewesen sein &#8211; geschweige denn alle von den zw\u00f6lf S\u00f6hnen eines einzigen Vaters abstammen. Um zu &#8222;den S\u00f6hnen Israels&#8220; zu werden, mussten sie daher aufh\u00f6ren, Habiru zu sein, oder zumindest aufh\u00f6ren, so bezeichnet zu werden. Alles deutet darauf hin, dass sie genau dies bewusst anstrebten &#8211; angetrieben von der Tatsache, dass sie schon zuvor nicht gerne als Habiru bezeichnet worden waren.<\/p>\n<p>To be continued.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63053?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63053?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_63053 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_63053')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_63053').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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