{"id":57789,"date":"2024-09-29T14:09:55","date_gmt":"2024-09-29T12:09:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=57789"},"modified":"2024-09-29T16:38:23","modified_gmt":"2024-09-29T14:38:23","slug":"bias-oder-strategischen-homogene-intervention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2024\/09\/29\/bias-oder-strategischen-homogene-intervention","title":{"rendered":"Bias oder: strategischen-homogene Intervention"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/konkret-magazin.de\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2024\/09\/290924_3.jpg\" alt=\"Konkret\" border=\"0\" hspace=\"0\" space=\"0\" width=\"480\"\/><\/a><\/p>\n<p>50 Jahre &#8222;Konkret&#8220; &#8211; da musste ich nachsehen, was die heute so schreiben. Vielleicht erf\u00e4hrt man etwas \u00fcber den Zustand der heutigen &#8222;Linken&#8220;, falls es sie noch <del>g\u00e4be<\/del> gibt? Ich habe die Zeitschrift zum ersten Mal gelesen, als ich nach Berlin kam &#8211; da versuchte Klaus Rainer R\u00f6hl gerade, das Magazin durch Nackfotos zu retten (die die pr\u00fcde Taz <a href=\"https:\/\/taz.de\/Missbrauchsvorwuerfe-gegen-Konkret-Gruender\/!5143183\/\">sich nicht traut<\/a> abzudrucken).<\/p>\n<p>Eine Zeitschrift ist f\u00fcr mich dann langweilig, wenn ich schon vorher wei\u00df, was sie zu den Themen schreibt. Das ist leider hier fast ausnahmslos so.<\/p>\n<p><i>&#8211; \u00bbMan hat das Gef\u00fchl, dass Netanjahu abgrundtief versagt hat\u00ab &#8211; \u00dcber die Proteste in Israel sprach konkret mit dem ehemaligen stellvertretenden Sicherheitsberater der israelischen Regierung, <a href=\"https:\/\/www.chuckfreilich.com\/chuck-freilich\">Chuck Freilich<\/a><\/i><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich unterst\u00fctzt die &#8222;Konkret&#8220; Israel, aber genauso nat\u00fcrlich <i>nie<\/i> Netanjahu. Das hat sie mit der b\u00fcrgerlichen Presse gemeinsam. Auch wenn Netanjahu eine Zweidrittel-Mehrheit in Israel h\u00e4tte &#8211; deutsche Medien w\u00e4ren gegen ihn. <\/p>\n<p>Das Interview sagt nicht viel aus. Freilich prophezeit, dass auch die n\u00e4chste Regierung &#8222;rechts&#8220; w\u00e4re, aber nicht religi\u00f6s rechts, sondern eine &#8222;rationale&#8220; &#8222;sicherheitsorientierte&#8220; Regierung. &#8222;Jedes Friedensabkommen, jede Zweistaatenl\u00f6sung gef\u00e4hrdet Israels Sicherheit&#8220;. Das sollte er mal <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/deutschland\/baerbock-nasrallah-israel\">Baerbock<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/zweistaatenloesung-olaf-scholz-macht-bei-telefonat-mit-benjamin-netanjahu-druck-auf-israel-li.2184087\">Scholz<\/a> sagen. Ich wei\u00df das schon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2024\/09\/290924_4.jpg\" alt=\"Konkret\" border=\"0\" hspace=\"0\" space=\"0\" width=\"480\"\/><\/p>\n<p><i>&#8211; Au\u00dfer Kontrolle &#8211; Stefan G\u00e4rtner \u00fcber die fremdenfeindliche Hetze nach dem Anschlag in Solingen<\/i><\/p>\n<p>Ich schrieb \u00fcbrigens in <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/nazis-sind-pop\">Nazis sind Pop<\/a> vor 24 Jahren zu den Unworten <i>Ausl\u00e4nder- bzw. Fremdenfeindlichkeit<\/i> die jetzt wieder benutzt werden:<br \/>\nDie Nation definiert sich \u00fcber eine fiktive \u201aIdentit\u00e4t\u2018, \u00fcber eine vermeintliche \u201aLeitkultur\u2018, die als politisches Projekt sowohl die innere Kolonisierung als auch die Selbstethnisierung der Migranten f\u00f6rdert. Deutschland hat sich vom internationalen Diskurs zum Thema \u201aRassismus\u2018 begrifflich abgekoppelt (&#8230;)) Die Dominanz des Unwortes \u201aAusl\u00e4nderfeindlichkeit\u2018 in den Medien dokumentiert den zentrale Topos des rassistischen Diskurses. Der Begriff suggeriert zum einen, dass rassistische Diskriminierungen sich nicht gegen Afrodeutsche richten oder \u2013 noch schlimmer \u2013 dass diese keine Deutschen seien, und zum anderen leugnet er zentrale Klammer rechter Ideologien, den Antisemitismus. Ursache rassistischer Vorurteile sind daher auch affirmative \u201aMultikulti\u2018-Diskurse im Schulunterricht, die Vorurteile nicht abbauen, sondern in der Regel verst\u00e4rken. Dieser Diskurs verschweigt, dass \u201aKultur\u2018 oder \u201aEthnizit\u00e4t\u2018 immer fiktive politische Projekte sind, die gesellschaftliche Machtverh\u00e4ltnisse thematisieren.<\/p>\n<p>Ich verstehe nicht, was mir der Autor Stefan G\u00e4rtner mitteilen will.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2024\/09\/290924_5.jpg\" alt=\"Konkret\" border=\"0\" hspace=\"0\" space=\"0\" width=\"480\"\/><\/p>\n<p><i>&#8211; \u00bbDieser Unsinn ist sowas von normalisiert\u00ab &#8211; Gespr\u00e4ch mit Jan van Aken, dem ehemaligen au\u00dfenpolitischen Sprecher der Linksfraktion, \u00fcber die rassistische Migrationspolitik<\/i> sowie <i>Deutschland, \u00bbaber normal\u00ab &#8211; Marcel Hartwig \u00fcber die Wahlerfolge der AfD in Th\u00fcringen und Sachsen<\/i> und auch <i>Demografie des Faschismus &#8211; Europaweit marschiert die Rechte durch die politischen Institutionen. W\u00e4hlen die d\u00fcmmsten K\u00e4lber ihre Schl\u00e4chter selber?<\/i> und noch ein paar andere Artikel:<\/p>\n<p>Es wird immer schlimmer. Die Nazis werden immer mehr. Migration ist gut. &#8222;Im Moment sind wir schwach&#8220; (van Aken). Vielleicht sollte man einfach mal weniger gendern? Oder &#8222;Klima&#8220; den Gr\u00fcnen \u00fcberlassen? Und auch Tunten und Transen weniger erw\u00e4hnen? Nein? das geht \u00fcberhaupt nicht? Quod erat demonstrandum.<\/p>\n<p>Noch schlimmer: <i>\u00bbDie sozialen Medien offenbaren das dystopische Potential von basisdemokratischen Strukturen\u00ab &#8211; Interview mit Holger Marcks und Maik Fielitz \u00fcber ihr Buch Digitaler Faschismus<\/i><\/p>\n<p>Der Bote ist also schuld an der schlechten Nachricht. <i>Maik Fielitz: Die Frage ist, warum Faschismus und Soziale Medien so gut zusammenpassen. Da haben wir drei Mechanismen identifiziert. Erstens das Sch\u00fcren von Angst, das Rechtsradikale besonders gut beherrschen, und bei dem sie jetzt die M\u00f6glichkeit haben, sich \u00fcber Soziale Medien eines negativen Bias zu bedienen: Negative Nachrichten werden st\u00e4rker geteilt, und zugleich kann&#8230;<\/i><\/p>\n<p>Bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bias\">Bias<\/a> habe ich aufgeh\u00f6rt zu lesen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2024\/09\/290924_6.jpg\" alt=\"Konkret\" border=\"0\" hspace=\"0\" space=\"0\" width=\"480\"\/><\/p>\n<p>&#8211; Ein Artikel interessierte mich: <i>O Workers, Where Art Thou? Nelli T\u00fcgel \u00fcber das Comeback der Arbeiterklasse<\/i> Auch das habe ich schon zig-Mal so gelesen, aber wo ist die Arbeiterklasse in den &#8222;linken&#8220; Medien? <\/p>\n<p><i>Dies vor Augen, w\u00e4re es vielleicht sinnvoll, dar\u00fcber nachzudenken, inwiefern &#8211; neben der unverzichtbaren Ber\u00fccksichtigung der Klassenheterogenit\u00e4t &#8211; eine Art strategische Homogenisierung als Intervention in den \u00f6ffentlichen Diskurs angebracht sein k\u00f6nnte. Denn wie sonst soll sich die absolut gegenw\u00e4rtige, aber doch so unmodern klingende Kunde verbreiten: dass die \u00fcbergro\u00dfe Mehrheit der arbeitenden Bev\u00f6lkerung der Arbeiterklasse angeh\u00f6rt.<\/i> <\/p>\n<p>Vielleicht sollte man das mit der strategischen-homogenen Intervention einfach der Arbeiterklasse vorschlagen? Vielleicht macht da die etwas draus&#8230;.<\/p>\n<p>Nee, Leute, so wird das nichts. Euch droht das Schicksal der Taz.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57789?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57789?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_57789 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_57789')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_57789').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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