{"id":55765,"date":"2024-01-12T09:11:38","date_gmt":"2024-01-12T08:11:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=55765"},"modified":"2024-01-12T11:11:43","modified_gmt":"2024-01-12T10:11:43","slug":"von-den-schasu-und-apiru-und-andere-raeubergeschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2024\/01\/12\/von-den-schasu-und-apiru-und-andere-raeubergeschichten","title":{"rendered":"Von den Schasu und Apiru und andere R\u00e4ubergeschichten"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2024\/01\/100124_5.jpg\" alt=\"books\" border=\"0\" hspace=\"0\" space=\"0\" width=\"480\"\/><\/p>\n<p>Warum brauche ich so etwas? Ich habe jetzt <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3406546765\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder\">Israel Finkelsteins<\/a> &#8222;David und Salomo: Arch\u00e4ologen entschl\u00fcsseln einen Mythos&#8220; gelesen. Das Buch vertieft die These, die ich <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2023\/11\/21\/klatsche-fuer-biblische\">hier schon erw\u00e4hnt habe<\/a>: &#8222;Bis vor einigen Jahren nahmen praktisch alle biblischen Arch\u00e4ologen die Beschreibung der Bibel von den beiden Bruderstaaten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Juda_(Reich)\">Juda<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nordreich_Israel\">Israel<\/a> f\u00fcr bare M\u00fcnze. Sie stellten Juda schon zu Salomos Zeit als einen voll entwickelten Staat dar und bem\u00fchten sich nach Kr\u00e4ften, arch\u00e4ologische Beweise f\u00fcr die Baut\u00e4tigkeit und eine effiziente regionale Verwaltung der fr\u00fchen jud\u00e4ischen K\u00f6nige zu finden. Wie jedoch weiter oben gezeigt, <b>handelt es sich bei den vorgeblichen arch\u00e4ologischen Beweisen f\u00fcr die vereinte Monarchie um nichts anderes als Wunschdenken<\/b>. Das gilt auch f\u00fcr die Bauwerke, die man Salomos Nachfolgern zuschrieb.<\/p>\n<p>Der ber\u00fchmte K\u00f6nig David, der als Jugendlicher den Riesen Goliath erschlug, war in Wahrheit eine Art R\u00e4uberhauptmann im jud\u00e4ischen Bergland (s\u00fcdlich von Jerusalem, ca. 1000 v. Chr.). Finkelstein schreibt: <i>&#8230;dass viele Episoden der biblischen Geschichten um David und Salomo Fiktion, historisch fragw\u00fcrdig und stark \u00fcbertrieben sind. (&#8230;) &#8230;werden wir beweisen, dass es ein vereinigtes K\u00f6nigreich Israel in der Art und Weise, wie es die Bibel beschreibt niemals gegeben hat. David und Salomo sind zwar aller Wahrscheinlichkeit nach historische Gestalten, aber sie haben keine \u00c4hnlichkeit mit den biblischen Portraits. Wir werden zeigen, wie unwahrscheinlich es ist, dass David jemals Gebiete erobert hat, die mehr als zwei Tagesm\u00e4rsche vom Kernland Juda entfernt lagen. Wir werden zeigen, dass Salomos Jerusalem nicht sonderlich gro\u00df und eindrucksvoll war, vielmehr die schlichte Bergfestung einer lokalen Dynastie b\u00e4uerlicher Stammesf\u00fchrer.<\/i><\/p>\n<p>Arbeitshypothese: Ich will zeigen, dass der <i>religi\u00f6s<\/i> begr\u00fcndete Zionismus, der immer mehr zunimmt und sogar bei der IDF benutzt wird, ein gef\u00e4hrlicher Holzweg ist, der Israel mehr schadet als n\u00fctzt. <a href=\"https:\/\/www.audiatur-online.ch\/2021\/07\/22\/golda-meir-eine-unabhaengige-starke-frau\/\">Golda Meir<\/a> hat nicht an h\u00f6here Wesen geglaubt. Diejenigen, die Israel aufgebaut und gegen die Araber verteidigt haben, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/israel-eine-gesellschaft-der-religioesen-paradoxe-100.html\">brauchten keine G\u00f6tter<\/a> daf\u00fcr. Auch Finkelstein geht es nicht darum, <i>die biblischen Geschichten zu diskreditieren. Von den gro\u00dfen Legenden des alten Vorderen Orients und der klassischen Antike hat einzig die Bibel bis heute die Kraft bewahrt, die Tr\u00e4ume und Hoffnungen menschlicher Gemeinschaften \u00fcberall auf der Welt zu befl\u00fcgeln.<\/i><\/p>\n<p>Bei Finkelstein sah ich <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3446209417\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder\">Eric Hobsbawm<\/a> &#8222;Die Banditen. R\u00e4uber als Sozialrebellen&#8220; als Quelle und Standardwerk angeben. Ein Kapitel in &#8222;David und Salomo&#8220; hei\u00dft daher auch: &#8222;Banditengeschichten. Der Aufstieg Davids im Bergland von Juda.&#8220; (Die Geschichte Davids wurde \u00fcbrigens fr\u00fchestens rund 200 Jahre nach seinem Tod aufgeschrieben.)<\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Quelle sind die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amarna-Briefe\">Amarna-Briefe<\/a>. Die K\u00fcstenregion war zur Zeit des David \u00e4gyptisch besetzt und beherrscht. \u00c4gypten war damals eine Gro\u00dfmacht mit dementsprechend ausgekl\u00fcgelter Verwaltung. In Jerusalem &#8211; damals noch ein kleines Dorf und Urusalim genannt &#8211; herrschte ein gewisser <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abdi-Hepa\">Abdi-Hepa<\/a>, dessen Korrespondenz (in Akkadisch!) mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Echnaton\">Pharao<\/a> Echnaton <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amarna-Brief_EA_289\">teilweise erhalten<\/a> ist. (F\u00fcr mich ist das spannend wie ein Krimi: Geschichten, die mehr als 3000 Jahre alt sind, bekommen pl\u00f6tzlich einen historischen Kern&#8230;) <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amarna-Brief_EA_289#\/media\/Datei:Vorderasiatisches_Museum_Berlin_019.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2024\/01\/120124_1.jpg\" alt=\"Amarna-Briefe\" border=\"0\" hspace=\"0\" space=\"0\" width=\"480\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Amarna-Brief EA 288, von Abdi-Hepa\u1e6d, dem K\u00f6nig von Jerusalem, Vorderasiatisches Museum in Berlin &#8211; und ich kriege nicht wirklich heraus, ob man da jetzt hinein kann oder nicht. Was f\u00fcr eine <a href=\"https:\/\/www.smb.museum\/museen-einrichtungen\/vorderasiatisches-museum\/home\/\">beschissene Website<\/a>! Ist das <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/museum\/3109749-2926344-vorderasiatisches-museum.html\">Vorderasiatische Museum<\/a> identisch mit dem Pergamon-Museum, das vermutlich so lange geschlossen ist wie der BER gebaut wurde?<\/sup><\/p>\n<p>Abdi-Hepat jammert und beklagt sich nicht nur \u00fcber die anderen Stadtk\u00f6nige in der Gegend, die ihn bedrohten (auch Gaza!), sondern vor allem \u00fcber die <i>Schasu<\/i> (&#8222;Pl\u00fcnderer&#8220; in Akkadisch).<\/p>\n<p><i>\u00c4hnliche babylonische Bezeichnungen \u0161agg\u0101\u0161um, SA.GAZ, \u1e2babb\u00e2tum stehen m\u00f6glicherweise mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amurriter\">amurritischen<\/a> Apiru in Verbindung, das sich wohl auf R\u00e4uber, Wegelagerer sowie Heimatlose bezieht und vielleicht im weiteren Sinn Gesetzlose oder Rechtlose meint.<\/i><\/p>\n<p>Jetzt die Pointe bei Finkelstein, \u00fcber die sich auch Karl Marx gefreut h\u00e4tte:<br \/>\n<i>In den Amarna-Briefen tauchen wiederholt zwei Gruppen auf, die au\u00dferhalb der von den \u00c4gyptern kontrollierten St\u00e4dte und D\u00f6rfer agierten. Von den Schasu, nomadischen Hirten im Bergland und in der Steppe, war bereits die Rede. Die zweite, noch h\u00e4ufiger erw\u00e4hnte Gruppe ist f\u00fcr unseren Zusammenhang von gr\u00f6\u00dferer Bedeutung: die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apiru\">Apiru<\/a>. Dieser Begriff, manchmal auch als \u00abHabiru\u00bb wiedergegeben, wurde fr\u00fcher mit der Bezeichnung \u00abHebr\u00e4er\u00bb in Verbindung gebracht. Doch aus den \u00e4gyptischen Texten geht klar hervor, dass der Name keine bestimmte ethnische Gruppe, sondern eine in Krisen geratene sozio\u00f6konomische Klasse bezeichnete. Die Apiru waren entwurzelte Bauern und Hirten, die zu Banditen wurden oder sich als S\u00f6ldner in den Dienst dessen stellten, der ihnen am meisten bot. Jedenfalls waren sie eine Bedrohung f\u00fcr die Stabilit\u00e4t der Herrschaft lokaler Potentaten und der \u00e4gyptischen Macht im Lande. (&#8230;) In den Augen der Lokalherren waren sie eine aufr\u00fchrerische unterprivilegierte Klasse, die eingebunden, get\u00f6tet oder sonstwie unter Kontrolle gebracht werden musste.<\/i><\/p>\n<p>Das Buch <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3447012986\/\/ref=nosim?tag=burkhardschroder\n\">Wolfgang Helcks<\/a>: &#8222;Die Beziehungen \u00c4gyptens zu Vorderasien im 3. und 2. Jahrtausend v. Chr.&#8220; behandelt genau dieses Thema &#8222;aus \u00e4gyptischer Sicht&#8220;. Ich habe nur dieses gefunden. Es gibt auch nicht viele Historiker, die akkadische Quellen lesen und interpretieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>David ging von da hinweg und rettete sich in die H\u00f6hle <a href=\"https:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/ressourcen\/wibilex\/altes-testament\/adullam\">Adullam<\/a>. Als das seine Br\u00fcder h\u00f6rten und das ganze Haus seines Vaters, kamen sie dorthin zu ihm hinab. Und es sammelten sich bei ihm allerlei M\u00e4nner, die in Not und Schulden und verbitterten Herzens waren, und er wurde ihr Oberster; und es waren bei ihm etwa vierhundert Mann. (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/1.Samuel22\">Bibel, 1. Samuel 22<\/a>)<\/b><\/p>\n<p>Vorgemerkt f\u00fcr meinen n\u00e4chsten Israel-Aufenthalt: Die <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/@31.6504202,35.0010083,4542m\/data=!3m1!1e3?hl=de&#038;entry=ttu\">H\u00f6hle Abdullam<\/a> besichtigen.<\/p>\n<p>Die Balladen, die vom Aufstieg des R\u00e4uberhauptmanns David und seiner Eroberung Jerusalems erz\u00e4hlen, wurden zweihundert Jahre sp\u00e4ter schriftlich fixiert, ausgeschm\u00fcckt, auch mit Ortsnamen, die zu Lebzeiten Davids noch gar nicht existieren, und zu einen Gr\u00fcndungsmythos ausgewalzt. <i>Es gab verstreute Gruppen; Bauern, Schafhirten und zahlreiche Clans. Erst viel sp\u00e4ter, in der R\u00fcckschau, betrachteten die Leute von Juda ihre Bestimmung zu eine Volk als eine seit jeher feststehende Gewissheit.<\/i><\/p>\n<p>So wird ein Klassenkampf vor drei Jahrtausenden zu einem Mythos, der bis heute wirkt. <i>Von all den Rebellen und Freibeutern, die die schroffen Landstriche zwischen dem Toten Meer und den Ausl\u00e4ufern des Berglands von Juda durchstreifte, gr\u00fcndete einzig und allen David eine Dynastie, die vierhundert Jahre regierte. Und auch nachdem diese Dynastie ihre politische Macht verloren hatten blieb die Erinnerung an sie \u00fcber Jahrtausende hinweg lebendig.<\/i><\/p>\n<p>Ein Rezensent fasst das in der <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article797853\/Legenden-eines-Herrschers.html\">b\u00fcrgerlichen Presse<\/a> gut zusammen:<br \/>\n&#8222;Nicht um Wahrheit und Historizit\u00e4t Davids ging es den Redaktoren der alttestamentarischen Geschichtswerke, sondern um die religi\u00f6se und politische Normierung des Judentums ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. Finkelstein\/Silberman beschreiben eindrucksvoll, wie sehr die Bibel die gesellschaftliche und kulturelle Wirklichkeit jener Epoche spiegelt, in der die beiden j\u00fcdischen Kleinstaaten zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten Assyrien und \u00c4gypten ihr Auskommen suchten und sich nicht selten gegenseitig bekriegten.<\/p>\n<p>Israel, der bedeutendere von beiden, wurde 722 ein Opfer assyrischer Heere. Seitdem strebten die K\u00f6nige Judas danach, das Erbe des Nordreichs anzutreten und sich als die nationale Dynastie zu pr\u00e4sentieren. Dabei beriefen sie sich auf ihren Ahnherrn David.&#8220;<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine gro\u00dfartige Story!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2024\/01\/120124_2gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2024\/01\/120124_2kl.jpg\" alt=\"king david\" border=\"0\" hspace=\"0\" space=\"0\" width=\"480\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Create an image of the biblical King David, inspired by the styles and motifs found in ancient art and historical artistic representations. Depict him in a grand and symbolic setting, showcasing his royal and heroic essence. He should be adorned in majestic attire, possibly holding a scroll or wearing a crown to symbolize his kingship. Include elements that represent his achievements and character, such as a harp for his musical skills or a scene of battle to reflect his warrior nature. The composition should evoke a sense of majesty and historical significance, reminiscent of ancient period artworks &#8211;no books&#8211;ar 3:2 &#8211;s 750 <\/sup><\/p>\n<p>Postscriptum: Ein Leser fragte nach den Gr\u00fcnden, warum mich das Thema Israel fasziniert. Das ist einfach zu erkl\u00e4ren. Wenn man unter <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2017\/12\/21\/irvingianer-xenoglossisten-und-die-gemeinschaft-des-goettlichen-sozialismus\">ganz speziellen Umst\u00e4nden aufw\u00e4chst<\/a> dergestalt, dass man achtzehn Jahre lang f\u00fcnf Mal w\u00f6chentlich die Geschichten der Bibel rauf und runterh\u00f6rt und dann noch als Jugendlicher von Leon Uris <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2017\/06\/21\/exodus\">Exodus<\/a> liest, dann bleibt das nicht aus.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55765?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55765?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_55765 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_55765')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_55765').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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