{"id":47090,"date":"2022-01-09T16:14:43","date_gmt":"2022-01-09T15:14:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=47090"},"modified":"2026-01-19T21:36:59","modified_gmt":"2026-01-19T20:36:59","slug":"jenseits-des-oxus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/01\/09\/jenseits-des-oxus","title":{"rendered":"Jenseits des Oxus"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2022\/01\/070122_1.jpg\" alt=\"asia\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><\/p>\n<p><i>&#8222;Die Hauptursachen f\u00fcr die Stagnation der Produktivkr\u00e4fte und f\u00fcr die unertr\u00e4gliche Lage des Volkes Afghanistans sind die \u00f6konomische und politische Herrschaft der Feudalherren, die Raffgier der Gro\u00dfschieber und der Kompradorenbourgeoisie, die durch und durch verfaulte B\u00fcrokratie und die Aktivit\u00e4ten der internationalen imperialistischen Monopole.&#8220; (Grundsatzprogramm der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demokratische_Volkspartei_Afghanistans\">Demokratischen Volkspartei Afghanistan<\/a> (DVPA) vom 1. Januar 1965)<\/i><\/p>\n<p>Kurz zwischendurch m\u00fcssen wir die Perspektive vergr\u00f6\u00dfern und uns die weite Welt ansehen, insbesondere Afghanistan. Thema: Der Kapitalismus hat sich zuerst in Nordwesteuropa entwickelt. Das hei\u00dft soziologisch: Die vorherrschenden Produktionsverh\u00e4ltnisse fu\u00dfen auf &#8222;freien&#8220; Arbeitern, die nichts mehr besitzen als ihre Arbeitskraft. Technisch: Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Industrielle_Revolution#:~:text=Als%20Industrielle%20Revolution%20wird%20die,begann%20und%20verst%C3%A4rkt%20im%2019.\">industrielle Revolution<\/a> emanzipierte den Menschen von den &#8222;nat\u00fcrlichen&#8220; Energien wie Wind- und Wasserkraft (ich wei\u00df, sehr verk\u00fcrzt).<\/p>\n<p>Hieraus ergeben sich unmittelbar weitere theoretische Fragen: a) Der europ\u00e4ische Feudalismus war offenbar ein Sonderweg. (Beim gegenw\u00e4rtigen Stand der historischen Forschung k\u00f6nnten sich &#8222;b\u00fcrgerliche&#8220; und &#8222;marxistische&#8220; Historiker vermutlich darauf einigen.) In anderen Regionen der Welt gab es feudale Verh\u00e4ltnisse auch, etwa in Japan, aber der Kapitalismus entwickelte sich dort viel langsamer, wenn \u00fcberhaupt. b) Braucht es eine Sklavenhaltergesellschaft <i>vor<\/i> dem Feudalismus &#8211; oder ist das R\u00f6mische Weltreich ebenfalls ein zu vernachl\u00e4ssigender Sonderfall? c) China ist heute die einzige Gesellschaft, in der sich Ans\u00e4tze entwickeln, die zu nachkapitalistischen Produktionsverh\u00e4ltnissen f\u00fchren k\u00f6nnten (M\u00f6glichkeitsform!). Dort gab es aber keine Sklavenhaltergesellschaft, sondern eine \u00d6konomie, die man im weiteren Sinn als &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asiatische_Produktionsweise\">Asiatische Produktionsweise<\/a>&#8220; bezeichnen sollte (meinetwegen auch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hydraulische_Gesellschaft\">hydraulische<\/a>). K\u00f6nnte es sein, dass <i>dieser<\/i> Weg letztlich derjenige ist, der den Kapitalismus zuerst \u00fcberwinden wird? Oder sind zu viele Variablen im Spiel? (Ich taste mich langsam vor auf dem schmalen Pfad zur Erleuchtung.)<\/p>\n<p>Mir war der beschr\u00e4nkte Blick nur auf Europa schon immer suspekt. Ein Blick auf die Weltkarte (Amerika, Afrika und Australien sind irrelevant bei diesem Thema) und die Zeitschiene der letzten zwei Jahrtausende zeigt die Dimension: Zwischen China und Europa liegt ein riesiges Gebiet, das so gro\u00df wie das R\u00f6mischen Weltreich ist, aber dessen Geschichte kaum jemand kennt. Und mittendrin (das heutige) Afghanistan.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2022\/01\/070122_4.jpg\" alt=\"asia\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><\/p>\n<p>Die Geografie der Welt zwischen dem Atlantik und dem Pazifik vom Beginn unserer Zeitrechnung bis zur industriellen Revolution k\u00f6nnte man in einer Schulstunde abhandeln. \u00d6stlich von Griechenland und dem R\u00f6mischen Reich waren immer die &#8222;<a href=\"https:\/\/www.grin.com\/document\/163929\">Perser<\/a>&#8220; (die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ach%C3%A4menidenreich\">Ach\u00e4meniden<\/a> ab dem 6. vorchristlichen Jahrhundert, dann die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Partherreich\">Parther<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sassanidenreich\">Sassaniden<\/a> bis zur Eroberung durch die Araber).<\/p>\n<p>Erstaunlich ist, dass sich die Sph\u00e4ren, wer wo Einfluss hatte, seit zweitausend Jahren nicht wesentlich ge\u00e4ndert haben. Nur Alexander der Gro\u00dfe durchbrach  diese &#8222;Logik&#8220;, weil er bis nach Indien kam (eigentlich nicht Indien, sondern Afghanistan und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_der_Gro%C3%9Fe#Indienfeldzug_(326_v._Chr.)\">Pakistan<\/a>), mit weit reichenden Folgen, aber umgekehrt versuchte es niemand. Falls die Keilerei bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlacht_bei_Issos\">Issos<\/a> und das Hauen und Stechen bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlacht_von_Gaugamela\">Gaugamela<\/a> anders ausgegangen w\u00e4re, h\u00e4tten die Griechen Tribut an die Ach\u00e4meniden zahlen m\u00fcssen, aber die &#8222;Perser&#8220; w\u00e4ren aus nachvollziehbaren logistischen Gr\u00fcnden vermutlich nicht so weit westlich wie Hannibal gekommen.<\/p>\n<p>Und der Norden? Die Perser haben versucht, die Steppen im S\u00fcden des heutigen Russlands zu beherrschen. Das ging, <a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/05\/22\/tomyris-die-barbarin\">wie wir schon besprochen haben<\/a>, gr\u00fcndlich schief. Auch die R\u00f6mer <a href=\"https:\/\/www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de\/forschung\/seminarertraege\/mythologie\/verg-aene_6_777-812a.pdf\">kannten das Kaspische Meer<\/a> (Caspia regna), blieben aber nicht dauerhaft dort (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Partherkrieg_des_Lucius_Verus#\/media\/Datei:Parthian_war_trajan_110.png\">nur ganz kurz<\/a>). Und im S\u00fcdosten war, trotz unz\u00e4hliger Scharm\u00fctzel, der Euphrat mehr oder weniger die Grenze &#8211; wie der Oxus im Nordosten.<\/p>\n<p>Die Geografie zeigt, dass <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baktrien#Alexander_der_Gro%C3%9Fe\">Baktrien<\/a>, also der heutige Nordwesten von Afghanistan, unter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Griechisch-Baktrisches_K%C3%B6nigreich\">Einfluss Griechenlands<\/a> blieb und auch via Persien erreichbar war. Aber den Hindukusch, den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pamir_(Gebirge)\">Pamir<\/a> im heutigen Tadschikistan  und das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karakorum_(Gebirge)\">Karakorum<\/a> mit seinen Achttausendern \u00fcberklettert man nicht einfach so, geschweige denn mit einer Armee.<\/p>\n<p>Die Weltkarte des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herodot\">Herodot<\/a> zeigt im vierten vorschristlichen Jahrhundert den <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/Indus\/@29.8284225,68.9729918,6z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x39267996b7a65119:0x77f786d5840c0405!8m2!3d30.0389248!4d70.8321477?hl=de\">Indus<\/a>, aber nicht wirklich das heutige Indien. Der Osten ist <i>terra incognita<\/i>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2022\/01\/090122_2.jpg\" alt=\"weltkarte Herodot\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><\/p>\n<p>Nur die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seidenstra%C3%9Fe#Fr%C3%BChzeit\">Seidenstra\u00dfe<\/a> verband Westeuropa mit China. Sie f\u00fchrte von Persien ins <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ferghanatal\">Ferghanatal<\/a>, das erst im 6. nachchristlichen Jahrhundert von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%B6k-T%C3%BCrken\">Steppenv\u00f6lkern aus dem Norden<\/a> erobert wurde, bis nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gandhara\">Gandhara<\/a> im heutigen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gandhara#\/media\/Datei:Bactriane,_Gandhara.jpg\">Pakistan<\/a>, also auf der \u00f6stlichen Seite des Hindukusch.<\/p>\n<p>Ein weiteres Netz von Stra\u00dfen war in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Transoxanien\">Transoxanien<\/a>, n\u00f6rdlich des Oxus (heute <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amudarja\">Amurdaja<\/a>), der aber damals in den Aralsee floss und heute schon vorher versickert. Der Handelsweg nach und von China verlief \u00fcber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Samarqand\">Samarkand<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Buxoro\">Buchara<\/a> (Buxoro) im heutigen Usbekistan. Dort spricht man heute noch eine Variante des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tadschikische_Sprache\">Persischen<\/a>, genauso wie die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hazara#Sprache\">Hazara<\/a> im Westen Afghanistans. (Ich habe selbst <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/afghanistan-hazara-105.html\">Fl\u00fcchtlinge der Hazara<\/a> in der Notaufnahme in Kreuzberg getroffen &#8211; man erkannte sie meistens, wenn sie aus Afghanistan kamen, an ihren &#8222;asiatischen&#8220; Gesichtsz\u00fcgen, und sie sprachen selten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dari-Persisch#:~:text=In%20der%20afghanischen%20Verfassung%20ist,der%20Menschen%20in%20Afghanistan%20Persisch.\">Dari-Farsi<\/a> oder noch seltener <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paschtunische_Sprache\">Paschtu<\/a>.)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2022\/01\/070122_3.jpg\" alt=\"seidenstrasse\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><br \/>\n<sup>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seidenstra%C3%9Fe\">Seidenstrasse<\/a> bei <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/@34.8178354,67.8297532,13508m\/data=!3m1!1e3?hl=de\">Bamiyan<\/a>, Afghanistan, credits: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/hazara\/\">Hadi Zaher<\/a>\/Flickr<\/sup><\/p>\n<p>In China und Japan hat man <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Chinesen-im-roemischen-Londinium-3336783.html\">r\u00f6mische M\u00fcnzen<\/a> gefunden. Der chinesische Kaiserhof <a href=\"https:\/\/www.smithsonianmag.com\/smart-news\/how-third-century-china-saw-rome-a-land-ruled-by-minor-kings-3386550\/?no-ist\">war durchaus \u00fcber Rom informiert<\/a>, wenn auch nur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daqin\">vage<\/a>. Vermutlich sagte man im Reich der Mitte: So \u00e4hnlich wie die Perser (Parther) oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kuschana\">Kuschana<\/a>, nur ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%B6misch-chinesische_Beziehungen#\/media\/Datei:East-Hem_200ad.jpg\">bisschen weiter weg<\/a>. &#8222;<i>Minor Kings<\/i>&#8220; eben.<\/p>\n<p>Auch die Chinesen hatten &#8211; fast zeitlich parallel &#8211; ihren Spartakus, zur Zeit der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Han_dynasty\">Han-Dynastie<\/a>. Die Anf\u00fchrer der Aufst\u00e4nde hie\u00dfen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qin-Dynastie#Rebellionen\">Chen She und Wu Guang<\/a>. Aber es handelt sich nicht, wie im alten Rom, um Sklavenaufst\u00e4nde, sondern um Rebellionen von Bauern, die zu &#8222;staatlichen&#8220; Arbeiten herangezogen werden sollten &#8211; angeblich mit einer Armee von rund 300.000 (!) Mann,  Es w\u00e4re auch interessant, die Rolle des ehemaligen Bauern <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Han_Gaozu\">Han Gaozu<\/a> zu untersuchen, der als Folge des Klassenk\u00e4mpfe sogar Kaiser von China wurde.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df leider zu wenig \u00fcber chinesische Geschichte, aber ich musste hier nat\u00fcrlich an die ber\u00fchmte Passage aus dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Manifest_der_Kommunistischen_Partei\">Kommunistischen Manifest<\/a> denken:<br \/>\n<i>Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenk\u00e4mpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigner, Zunftb\u00fcrger und Gesell, kurz, Unterdr\u00fccker und Unterdr\u00fcckte standen in stetem Gegensatz zu einander, f\u00fchrten einen ununterbrochenen, bald versteckten bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolution\u00e4ren Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete, oder mit dem gemeinsamen Untergang der k\u00e4mpfenden Klassen.<\/i><\/p>\n<p>Der &#8222;gemeinsame Untergang der k\u00e4mpfenden Klassen&#8220; beschreibt korrekt den Untergang des R\u00f6mischen Reiches. Auch Han Gaozu lie\u00df die Produktionsverh\u00e4ltnisse so &#8222;feudal&#8220; wie sie waren, milderte nur den Druck auf die Beherrschten. &#8222;Han-Kaiser Gaozu lie\u00df den Verwaltungsapparat der Qin-Dynastie weiterbestehen und hielt an der Mehrzahl ihrer Gesetze und Verordnungen fest, sogar an dem B\u00fccherverbot. Zumindest wurden Strafrecht und Steuern gemildert.&#8220;<\/p>\n<p>Spannend wird es, wenn man den Satz auf Wikipedia liest: <i>Zur Zeit der Qin- und der Han-Dynastie wurde im Kaiserreich China die Macht der Lehnstr\u00e4ger, d.h. des Adels beseitigt und das Lehnswesen abgeschafft. Das Reich wurde endg\u00fcltig zentralisiert, in Provinzen gegliedert und durch einen Beamtenapparat verwaltet. <\/i><\/p>\n<p>Lehnswesen in China? Der Begriff ist hier nat\u00fcrlich Bullshit-Bingo, zumal sogar die b\u00fcrgerliche Geschichtswissenschaft <a href=\"https:\/\/forhistiur.net\/en\/1998-04-kroeschell\/?l=de\">anzweifelt<\/a>, ob &#8222;Lehnswesen&#8220; auf den Fr\u00fchfeudalismus (Karolinger-Zeit) oder gar das so genannte &#8222;Hochmittelalter&#8220; zutrifft. Der Begriff beschreibt ein bestimmtes Verh\u00e4ltnis innerhalb der herrschenden Klasse und ist f\u00fcr unser Thema nicht relevant. Aber man muss sich schon Gedanken machen, was in China anders war oder auch nicht.<\/p>\n<p>Es gibt etwas, das Indien, China und das R\u00f6mische Reich ab der Kaiser-Zeit gemeinsam haben: Die herrschende Klasse modifizierte sich so weit, dass ehemalige Sklaven und Mitglieder anderer unterdr\u00fcckten Klassen sozial aufsteigen konnten. Das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sultanat_von_Delhi\">Sultanat von Dehli<\/a> im 13. Jahrhundert war sogar eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sklavendynastie\">Sklavendynastie<\/a>. Die soziale Herkunft der Herrschenden spielt aber de facto keine Rolle. Ob ein Bauer oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Narcissus_(Freigelassener)\">Freigelassener<\/a> Minister oder Kaiser oder ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mamluken\">Mameluke<\/a> Sultan werden konnte  &#8211; wichtig sind nur die Produktionsverh\u00e4ltnisse. Die bleiben gleich. Sowohl in Indien als auch in China gab es Sklaven, die Produktion mit ihnen wurden aber nicht, wie im R\u00f6mischen Reich, zur vorherrschenden Form, auf der die ganze \u00d6konomie beruhte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2022\/01\/070122_2.jpg\" alt=\"Zang Qian\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><br \/>\n<sup>Zhang Qian verl\u00e4sst Kaiser Wu. Fr\u00fche <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tang-Dynastie\">Tang-Dynastie<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mogao-Grotten\">Mogao-Grotten<\/a>, China<\/sup><\/p>\n<p>Afghanistan und vor allem das obige Zitat der dortigen &#8222;Linken&#8220; zeigen das ganz gut. Die Textbausteine hat sich sicher irgendein stalinistischer Funktion\u00e4r in Moskau ausgedacht. Es taucht alles auf, was damals <i>en vogue<\/i> war: Feudalherren, Gro\u00dfschieber (Finanzkapital!), Kompradorenbourgeoisie (die Kapitalisten kooperieren mit dem ausl\u00e4ndischen Feind &#8211; in China <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Komprador\">hie\u00dfen die wirklich so<\/a>) &#8211; und die &#8222;internationalen imperialistischen Monopole&#8220;. Alle anderen sind schuld, aber in Afganistan brachten sich die &#8222;Linken&#8220; auch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demokratische_Volkspartei_Afghanistans\">gern gegenseitig um<\/a>. Und wer in Afghanistan vom &#8222;afghanischen Volk&#8220; spricht, wird vermutlich f\u00fcr geistig gest\u00f6rt gehalten.<\/p>\n<p>Afghanistan war damals auf dem Stand Mitteleuropas zur Zeit des Absolutismus.<br \/>\n<i>Die afghanische Gesellschaft war nach dem Zweiten Weltkrieg nahezu in jeder Hinsicht durch sozial\u00f6konomische R\u00fcckst\u00e4ndigkeit charakterisiert. In ganz Afghanistan herrschten feudale und teilweise sogar vorfeudale Verh\u00e4ltnisse, wobei die feudalen Verh\u00e4ltnisse auf dem Lande dominierend waren. 90% der Bev\u00f6lkerung lebten auf dem Lande, ca. 70% des bebaubaren Bodens und die meisten Bew\u00e4sserungsanlagen waren im Besitz von Gro\u00dfgrundbesitzern. Landarme Bauern, die zwischen 33 und 40% aller Bodenbesitzer stellten, verf\u00fcgten \u00fcber nicht mehr als je einen Hektar Land. Nach unterschiedlichen Einsch\u00e4tzungen hatten zwischen 18 und 35% aller Bauernwirtschaften \u00fcberhaupt kein bebaubares Land, wobei der gr\u00f6\u00dfte Teil von ihnen weder Vieh noch irgendeine andere Art von landwirtschaftlichen Produktionsmitteln besa\u00df. Die gro\u00dfen Viehz\u00fcchter hatten den gr\u00f6\u00dften Teil der Viehweidepl\u00e4tze unter ihrer Kontrolle. Die landwirtschaftliche Produktionsweise war sehr primitiv, und das Produktionsvolumen fiel demgem\u00e4\u00df niedrig aus. Denn die Gro\u00dfgrundbesitzer investierten nicht in diesem Bereich, sondern setzten ihr Kapital im gewinntr\u00e4chtigeren Handel ein.<\/i>*<\/p>\n<p>Die Probleme und die innere Dynamik einer vorwiegend agrarischen Gesellschaft bleiben also auch immer gleich, von den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gracchische_Reform\">Gracchen<\/a> im 2. vorchristlichen Jahrhundert bis zum Transoxanien und Afghanistan im 20. Jahrhundert: Es geht nur darum, wer den Boden besitzt und wer darauf produzieren darf. In einem theoretischen Modell w\u00e4ren in Afghanistan die besitzlosen Bauern in die St\u00e4dte abgewandert, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preu%C3%9Fische_Agrarverfassung#Ergebnisse_der_Bauernbefreiung\">freiwillig<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Land_War\">gezwungen<\/a>, wie zur Zeit der industriellen Revolution in Europa. Wenn die Bourgeoisie aber nur handeln will und sich nicht um die Produktion k\u00fcmmert, wird das nichts mit dem Kapitalismus. Der Zug war aber f\u00fcr die &#8222;Dritte Welt&#8220; ohnehin abgefahren &#8211; und das gilt jetzt auch f\u00fcr S\u00fcdamerika und Afrika &#8211; weil die imperialistischen M\u00e4chte (also die Industriestaaten, die am schnellsten auf dem Weg zum Kapitalismus waren), die M\u00e4rkte schon mit ihren Produkten kontrollieren.<\/p>\n<p>Vorl\u00e4ufiges Fazit: In China hat sich eine zentralistische &#8222;Verwaltung&#8220;, auf der der ganze Staatsapparat und auch die Produktion fu\u00dft, wesentlich fr\u00fcher entwickelt als in Europa. In Indien war das nicht so. In Frankreich und in Preu\u00dfen gab es das erst vergleichbar erst im sp\u00e4ten 16. Jahrhundert, also zur Zeit der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Manufaktur\">Manufakturen<\/a>, den Vorl\u00e4ufern der Fabriken.<\/p>\n<p>* Martin Baraki: Die &#8222;goldenen Zeiten&#8220; am Hindukusch &#8211; Afghanistan nach dem Zweiten Weltkrieg (Teik 1), in <a href=\"https:\/\/zeitschrift-marxistische-erneuerung.de\/topic\/158.ausgabe-128-dezember-2021.html\">Z &#8211; Zeitschrift f\u00fcr Marxistische Erneuerung<\/a>, Nr. 128, Dezember 2021<br \/>\n____________________________________<\/p>\n<p><sup>Bisher zum Thema Feudalismus erschienen:<br \/>\n&#8211; Reaktion\u00e4re Schichttorte (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2015\/01\/31\/reaktionaere-schichttorte \">31.01.2015<\/a>) &#8211; \u00fcber die scheinbare Natur und die Klasse<br \/>\n&#8211; Feudal oder nicht feudal? tl;dr, (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/05\/feudal-oder-nicht-feudal-tldr\">05.05.2019<\/a>) &#8211; \u00fcber den Begriff Feudalismus (Fotos: Quedlinburg)<br \/>\n&#8211; Helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/08\/helidos-ubar-hringa-do-sie-to-dero-hiltiu-ritun\">08.05.2019<\/a>) &#8211; \u00fcber die Funktion der verdinglichten Herrschaft in oralen Gesellschaften  (Quedlinburger Domschatz I)<br \/>\n&#8211; Tria eburnea scrinia com reiquis sanctorum (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/09\/tria-eburnea-scrinia-com-reiquis-sanctorum\">09.05.2019<\/a>) &#8211; \u00fcber Gewalt und Konsum der herrschenden Feudalklasse als erkenntnistheoretische Schranke (Quedlinburger Domschatz II)<br \/>\n&#8211; Die w\u00e2ren steine tiure l\u00e2gen dr\u00fbf tunkel unde lieht (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/10\/die-waren-steine-tiure-lagen-druf-tunkel-unde-lieht\">10.05.2019<\/a>) &#8211; \u00fcber die Entwicklung des Feudalismus in Deutschland und Polen (Quedlinburger Domschatz III)<br \/>\n&#8211; Authentische Heinrichsfeiern (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/05\/13\/authentische-heinrichsfeiern\">13.05.2019)<\/a> &#8211; \u00fcber die nationalsozialistische M\u00e4rchenstunde zum Feudalismus (in Quedlinburg)<br \/>\n&#8211; Der Zwang zum Hauen und Stechen oder: Seigneural Privileges (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/06\/15\/der-zwang-zum-hauen-und-stechen-oder-seigneural-privileges\">15.06.2019<\/a>)<br \/>\n&#8211; Yasuke, Daimos und Samurai [I] (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/07\/24\/yasuke-daimos-und-samurai-i\">24.07.2019<\/a>)<br \/>\n&#8211; Yasuke, Daimos und Samurai [II] (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2020\/05\/03\/yasuke-daimos-und-samurai-ii\">03.05.2020<\/a>)<br \/>\n&#8211; Agrarisch und revolution\u00e4r (I) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/02\/21\/agrarisch-und-revolutionaer-i\">21.02.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Trierer Apokalypse und der blassrose Satan (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/03\/17\/trierer-apokalypse-und-der-blassrosa-satan\">17.03.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Energie, Masse und Kraft (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/04\/04\/energie-masse-und-kraft\">04.04.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Agrarisch und revolution\u00e4r II (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/05\/15\/agrarisch-und-revolutionaer-ii\">15.05.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Gladius cum quo fuerunt decollati patroni nostri (Essener Domschatz I) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/10\/28\/gladius-cum-quo-fuerunt-decollati-patroni-nostri-essener-domschatz-i\">28.10.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Magische koloniebildende Nesseltiere mit kappadokischem Arm und Hand (Essener Domschatz II) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/11\/14\/magische-koloniebildende-nesseltiere-mit-kappadokischem-arm-und-hand-essener-domschatz-ii\">14.11.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Ida, Otto, Mathilde und Theophanu, kreuzweise (Essener Domschatz III) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/11\/27\/ida-otto-mathilde-und-theophanu-kreuzweise\">27.11.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Hypapante, Pelikane und Siebenschl\u00e4fer (Essener Domschatz IV) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/12\/17\/hypapante-pelikane-und-siebenschlaefer-essener-domschatz-iv\">17.12.2021<\/a>)<br \/>\n&#8211; Pantokrator in der Mandorla, Frauen, die ihm huldigen und die Villikation (Essener Domschatz V) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2021\/12\/23\/pantokrator-in-der-mandorla-frauen-die-ihm-huldigen-und-die-villikation-essener-domschatz-v\">23.12.21<\/a>)<br \/>\n&#8211; Jenseits des Oxus (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/01\/09\/jenseits-des-oxus\">09.01.2022)<\/a><br \/>\n&#8211; Blut, N\u00e4gel und gek\u00fcsste Tafeln, schmuckschlie\u00dfend (Essener Domschatz VI) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/04\/18\/blut-naegel-und-gekuesste-tafeln-schmuckschliessend-essener-domschatz-vi-2\">18.04.2022<\/a>)<br \/>\n&#8211; Missing Link oder: Franziska und kleine K\u00f6nige (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/05\/28\/missing-link-oder-franziska-und-kleine-koenige\">28.05.2022<\/a>)<br \/>\n&#8211; Die Riesen von Gobero (Die Kinder des Prometheus Teil I) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/07\/18\/die-riesen-von-gobero-die-kinder-des-prometheus-teil-i\">18.07.2022)<\/a><br \/>\n&#8211; Die Liebhaber von Sumpa, Ackerg\u00e4ule und Verh\u00fcttung (Die Kinder des Prometheus Teil II) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2022\/07\/25\/die-liebhaber-von-sumpa-ackergaeule-und-verhuettung-die-kinder-des-prometheus-teil-ii\">25.07.2022<\/a>)<br \/>\n&#8211; Mongolen, Ming und Moguln (Die Kinder des Prometheus Teil III) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/03\/09\/mongolen-ming-und-moguln-die-kinder-des-prometheus-teil-iii\">09.03.2025<\/a>)<br \/>\n&#8211; Abstrahierte \u00f6konomische Universale, revisited (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/05\/08\/abstrahierte-oekonomische-universale-revisited\">08.05.2025<\/a>)<br \/>\n&#8211; Unter Drahtziehern (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2025\/06\/29\/unter-drahtziehern\">29.06.2025<\/a>)<br \/>\n&#8211; Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/01\/02\/sklavenhaltergesellschaften-in-afrika-i\">02.01.2026<\/a>)<br \/>\n&#8211; Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I, Addendum (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/01\/16\/sklavenhaltergesellschaften-in-afrika-1-addendum\">16.01.2026<\/a>)<br \/>\n&#8211; Sklavenhaltergesellschaften in Afrika II (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2026\/01\/18\/sklavenhaltergesellschaften-in-afrika-ii\">18.01.2026<\/a>)<br \/>\n<\/sup><\/p>\n<p><sup>Zum Thema Sklavenhaltergesellschaft:<br \/>\nDoppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil I]) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2020\/11\/05\/doppeldenk-oder-die-politische-macht-kommt-aus-den-legionen-teil-1\">05.11.2020<\/a>)<\/sup><br \/>\n<sup>Doppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil II]) (<a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2020\/12\/27\/doppeldenk-oder-die-politische-macht-kommt-aus-den-legionen-teil-2\">27.12.2020<\/a>)<\/sup><\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47090?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47090?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_47090 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_47090')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_47090').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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