{"id":4653,"date":"2010-02-17T15:36:52","date_gmt":"2010-02-17T13:36:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=4653"},"modified":"2010-02-17T21:57:13","modified_gmt":"2010-02-17T19:57:13","slug":"sexy-javascript-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2010\/02\/17\/sexy-javascript-kapitalismus","title":{"rendered":"Sexy Javascript Kapitalismus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.damm-legal.de\/bundesamt-fuer-sicherheit-bsi-warnt-vor-einsatz-des-microsoft-internet-explorers\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2010\/02\/170210_2.jpg\" alt=\"Javascript\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\" \/><\/a><\/p>\n<p align=left>Ich muss etwas \u00fcber mein Medien-Rezeptionsverhalten bekennen: Ich habe mich bei meiner morgendlichen Lekt\u00fcre der Nachrichten nur auf drei Themen beschr\u00e4nkt, mehr haben mich nicht interessiert. Aber ich bin f\u00fcr nichts und keine Zielgruppe repr\u00e4sentativ, ein Alptraum f\u00fcr Leute, die Umfragen machen. Das  wurde mir mehrfach best\u00e4tigt. Also gehen die Medien und die Welt nicht unter.<\/p>\n<p>Ob ihr&#8217;s glaubt oder nicht: Zuerst habe ich etwas \u00fcber <a href=\"http:\/\/wtfjs.com\/\">Javascript<\/a> gelesen (via <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=b58509ca\">Fefe<\/a>. Ich hatte <a href=\"http:\/\/www.burks.de\/javascript.html\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.burks.de\/forum\/phpBB2\/viewtopic.php?t=5953&#038;highlight=javascript\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.burks.de\/forum\/phpBB2\/viewtopic.php?t=6921&#038;highlight=javascript\">hier<\/a> schon etwas zum Thema publiziert. <\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/cln_174\/sid_92185216D02CB4710169E3A90C051513\/ContentBSI\/Themen\/Internet_Sicherheit\/Gefaehrdungen\/AktiveInhalte\/definitionen\/javascriptgefahren.html\">Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik<\/a> hat genug zu den Risiken von Javascript ver\u00f6ffentlich. Es n\u00fctzt aber nichts; die normalen Surfer sind einfach zu bl\u00f6d dazu, das zu beherzigen. Zweit Drittel aller Medienberichte \u00fcber die &#8222;Gefahren&#8220; des Internet k\u00f6nnten schlicht entfallen, weil sie in Wahrheit nur davon handeln, dass DAUs Javascript im Browser aktiviert oder gar HTML-Mails akzeptiert haben. Die so genannten sozialen Netzwerke, deren Gesch\u00e4ftsmodell darin besteht, Nutzer auszuspionieren und die Daten dann zu verkaufen, tun ihr \u00dcbriges, um die Leute zur Bl\u00f6dheit zu erziehen: &#8222;Please activate JavaScript to use XING.&#8220; Quod erat demonstrandum.<\/p>\n<p>Das obige Beispiel (Screenshot) ist jedoch geradezu umwerfend: Die Website einer Kanzlei weist auf einen Artikel hin, der vor dem Einsatz von Javascript warnt. Um den lesen zu k\u00f6nnen, muss man Javascript einschalten. Bruhahaha.\n<\/p>\n<p align=left><a href=\"http:\/\/www.wmagazine.com\/celebrities\/2010\/03\/megan_fox\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2010\/02\/170210_1.jpg\" alt=\"Megan Fox\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\" \/><\/a><\/p>\n<p align=left>Das zweite Thema, das mich interessierte, war &#8211; was nicht \u00fcberraschen wird &#8211; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/fotostrecke\/fotostrecke-51920-5.html\">Megan Fox<\/a>. &#8222;Ich habe etwas M\u00fctterliches an mir. Auch wenn mir das niemand abnimmt&#8220;, sagte die Schauspielerin nun dem Magazin &#8218;W&#8216;.&#8220; Nat\u00fcrlich ist man bei Spiegel Offline zu dumm, die <a href=\"http:\/\/www.wmagazine.com\/celebrities\/2010\/03\/megan_fox\">Website des zitierten Magazins<\/a> zu finden. Daf\u00fcr gibt es ja Blogger und Online-Journalisten, die das k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Story ist \u00fcbrigens ausgezeichnet, das Niveau um L\u00e4ngen besser als das, was man in deutschen Medien \u00fcber <i>the sexiest woman of the world<\/i> normalerweise zu lesen bekommt: Hier ein Auszug: &#8222;Throughout our conversation Fox is talkative, but she has trouble looking me in the eye. Perhaps her hesitation stems from her discomfort with holding forth on an industry that intimidates her, or perhaps it is part of a concerted effort to \u201cpull back\u201d (as she told an interviewer she planned to do late last year) from the no-holds-barred persona that she has &#8211; by all appearances intentionally &#8211; projected since her big break in 2007\u2019s Transformers. She looks down; she stares at the table; she glances past my shoulder, toward a table piled with jewelry. She wraps a piece of her long dark hair around a finger. There\u2019s nothing spacey about Fox, but the steely, blue-eyed gaze of a woman armed with a thousand sound bites is nowhere to be found.&#8220;<\/p>\n<p>Und hier ist das Original-Zitat, um das es ging, und es ist ernst gemeint: &#8222;No one believes me when I talk about this, but I\u2019m really, really maternal,\u201d she says. \u201cI worry that because I\u2019ve always wanted [kids] so much, as the world goes sometimes, I won\u2019t be able to have them, even though I would be able to provide them with such an amazing environment.\u201d<\/p>\n<p>Das dritte Thema heute war der Kapitalismus an sich. Die Zahl der Armen <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/newsticker\/2010\/2\/17\/iptc-bdt-20100217-350-23912072xml\">steigt<\/a> rasant: &#8222;Jeder siebte Mensch in Deutschland lebte 2008 an der Grenze zur Armut oder war arm.&#8220; Wer h\u00e4tte das gedacht?! Dabei lieben wir doch alle dieses Wirtschaftssystem, das uns alle gl\u00fccklich macht und Wohlstand f\u00fcr alle verspricht und zu dem es keine Alternative gibt, nicht wahr? Wer diese Fakten &#8222;alarmierend&#8220; nennt, bedient sich des suggestiven Neusprechs. Es interessiert niemanden, wie viele Leute arm sind oder zur <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/kapital-existenzformen.html\">industriellen Reservearmee<\/a> geh\u00f6ren. <\/p>\n<p>&#8222;Das Kapital schafft daher sowohl eine industrielle Reservearmee f\u00fcr seine st\u00e4ndig wechselnde Arbeitsnachfrage, andererseits ist die Existenz dieser Reservearmee absolute Bedingung f\u00fcr die reibungslose Akkumulation des Kapitals. (&#8230;) Dies ist das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation.&#8220; Nun, das stimmt immer noch, obwohl das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Kapital\">vor rund 150 Jahren<\/a> geschrieben wurde. Dass die Armen \u00e4rmer und die Reichen reicher werden im Kapitalismus &#8211; it&#8217;s not a bug, it&#8217;s a feature.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4653?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4653?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_4653 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_4653')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_4653').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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