{"id":39570,"date":"2020-03-08T16:49:18","date_gmt":"2020-03-08T15:49:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=39570"},"modified":"2020-03-08T16:49:19","modified_gmt":"2020-03-08T15:49:19","slug":"querbeet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2020\/03\/08\/querbeet","title":{"rendered":"Querbeet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/thelanguagenerds.com\/32-hilarious-test-answers-that-are-too-brilliant-to-be-wrong\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2020\/03\/080320_2.jpg\" alt=\"hilarious\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><\/a><br \/>\n<sup>23 hilarious test answers that are too brilliant to be wrong.<\/sup><\/p>\n<p>Ich wette, die meisten Leser assoziieren bei dem Titel, falls sie nur fl\u00fcchtig hinsahen, etwas mit dem neusprachigen <i><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Queer\">queer<\/a><\/i>. Man h\u00e4tte auch das deutsche &#8222;quer&#8220; nehmen k\u00f6nnen, weil es sich ohnehin in das schreckliche und abgedroschene Wort &#8222;Querdenker&#8220; hineingemogelt hat mit dem Hintersinn, das bezeichne etwas, was sich dem gef\u00fchlten Mainstream verweigert. Das ist auch im Englischen der urspr\u00fcngliche Sinn des <i>queer<\/i>, das sp\u00e4ter neu bewertet wurde, \u00e4hnlich wie <i>Kanake<\/i> (in Kreuzberg gab es fr\u00fcher eine Kneipe &#8222;Zum Kanaken&#8220;, die von t\u00fcrkischen Einwanderern gegr\u00fcndet worden war).<\/p>\n<p>Ich gebrauche das Wort <i>queer<\/i> genausowenig wie Gendersprache, weil es auf dem US-amerikanischen Konzept der <i><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Diversit%C3%A4t_(Soziologie)\">diversity<\/a><\/i> fu\u00dft, das ich f\u00fcr letztlich reaktion\u00e4ren unpolitischen Schei\u00df halte, obwohl die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Queer-Theorie\">Theorie<\/a> hinter <i>queer<\/i> nat\u00fcrlich richtig ist: Sexuelle Identit\u00e4t wird gemacht und kulturell geformt und ist keineswegs eine anthropologische Konstante. &#8222;Entspanntes Miteinander von Menschen mit unterschiedlichem politischen, ethnischen, soziodemografischen und weltanschaulichem Hintergrund&#8220; (Wikipedia) sagt ja schon alles &#8211; die Klassenfrage wird <a href=\"https:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/eskamotieren\">wegeskamotiert<\/a> &#8211; typisch kleinb\u00fcrgerlich eben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2020\/03\/080320_5.jpg\" alt=\"gendersternchen\" border=\"1\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><br \/>\n<sup>Jede Wette, dass der Tagesspiegel die Leser nicht gefragt hat, ob sie Gendersternchen wollen. Sie werden einfach aufoktroyiert. Dahinter steht die Attitude: Wir wissen, was f\u00fcr die Leser gut ist, besser als die selbst.<\/sup><\/p>\n<p>Dann haben wir noch verbale und <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/bastard-ich-werde-dich-toeten-so-beleidigend-geht-es-im-berliner-jugendfussball-zu\/25619134.html\">k\u00f6rperliche Gewalt<\/a> im Fussball. Der Tagesspiegel verschweigt hier das Wesentliche, und ich unterschiebe ihm <del>Feigheit<\/del> eine unjournalistische, weil moraltheologische Absicht. Man muss gar nicht ein <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/berlin\/kolumne\/von-wem-geht-die-gewalt-gegen-die-schiedsrichter-im-fussball-aus\">Boulevard-Blatt<\/a> zitieren: &#8222;Zwei Drittel aller verhandelten Spielabbr\u00fcche werden von nicht-deutschen Spielern (\u00fcberwiegend t\u00fcrkischen und kurdischen) verursacht.&#8220;<\/p>\n<p>Wir haben mittlerweile wissenschaftliche Untersuchungen, die genau das <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/fussball\/krawalle-im-amateur-fussball-oft-durch-migranten-verursacht-13269445.html\">best\u00e4tigen<\/a>. Sogar die <a href=\"https:\/\/taz.de\/Gewalt-gegen-Schiris\/!5023385\/\">Taz<\/a> kann nicht umhin, das Problem zu benennen: &#8222;Was ungern laut gesagt wird, findet durch Untersuchungen und Studien eine traurige Best\u00e4tigung. Wenn es im Kreis der rund 6,5 Millionen Aktiven, die unter der Obhut des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes kicken, handfesten Streit gibt, z\u00e4hlen Spieler mit Migrationshintergrund \u00fcberproportional oft zu den T\u00e4tern.&#8220;<\/p>\n<p>Argumente von <a href=\"https:\/\/www.rnz.de\/politik\/suedwest_artikel,-konflikte-auf-dem-spielfeld-die-gewalt-ist-ein-typisches-spaetherbst-phaenomen-_arid,479649.html\">Thaya Vester<\/a>, von der eine dieser Studien stammt: &#8222;Spieler mit Migrationshintergrund sind \u00fcberproportional oft die T\u00e4ter. Sie stellen zwar nur etwa ein Drittel aller Kicker, sind aber an jedem zweiten besonders schweren Fall beteiligt. (&#8230;) Die Gewalt ist ein typisches Sp\u00e4therbst-Ph\u00e4nomen. (&#8230;) Bei der Auswertung von Sportgerichtsurteilen f\u00e4llt zumindest auf, dass Spieler mit Migrationshintergrund \u00fcberproportional h\u00e4ufig als T\u00e4ter auftauchen. Das Gleiche gilt aber auch f\u00fcr die Opferseite.&#8220;<\/p>\n<p>Was sagt uns das jetzt? Mir sagt es vor allem, dass Journalisten und Politiker sich feige dem Thema verweigern. Es muss doch Gr\u00fcnde geben. Man sollte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Population_(Anthropologie)\">Anthropologen<\/a> fragen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article228639089\/Kriminelle-Clans-Wir-werden-den-Kampf-gewinnen-muessen.html\">Kriminelle Clans<\/a> spielen offenbar keinen Fu\u00dfball. Man muss sich einige S\u00e4tze des Interviews mit dem Berliner Oberstaatsanwalt Ralph Knispel auf der Zunge zergehen lassen &#8211; man fasst es einfach nicht:<\/p>\n<p><i> Und auch gesellschaftspolitisch war der Kampf erkennbar nicht von allen gewollt. Aus unserer Sicht war das ein teilweise falsch verstandenes Integrationsbem\u00fchen. Aber das sind Personenkreise, die sich nicht integrieren lassen und auch nicht lassen wollen. Es gibt bestimmte Communities in Berlin, wo Sie nicht einmal \u00fcber Deutschkenntnisse verf\u00fcgen m\u00fcssen. Sie bewegen sich tats\u00e4chlich nur innerhalb ihrer Kreise. Und die leben abgeschottet und entziehen sich dem Zugriff deutscher Allt\u00e4glichkeiten. Es gibt schulferne und schulfremde Personen, die unserem Bildungssystem kritisch gegen\u00fcberstehen. Und das hat man viele Jahre unter dem vermeintlichen Blickwinkel der Toleranz geduldet.<\/i><\/p>\n<p><i>Aber wir k\u00f6nnen uns nicht der Illusion hingeben, dass wir nur aus dem Pool der Besten sch\u00f6pfen k\u00f6nnen. Denn bei der Besoldung z\u00e4hlen wir in Berlin zu den deutschen Schlusslichtern. In der freien Wirtschaft kann man deutlich mehr, manchmal sogar ein Vielfaches verdienen. Und auch Brandenburg zahlt besser. Das Arbeitsklima ist bei uns im Personal untereinander zwar uneingeschr\u00e4nkt gut. Anders aber, wenn man auf die Ausstattung schaut: Derzeit gibt es beispielsweise nicht einmal gen\u00fcgend Aktendeckel. Kugelschreiber bekommen Sie von der Materialverwaltung auch nicht mehr, nur noch Minen.<\/i><\/p>\n<p>Noch Fragen? Wer verantwortet das? Namen?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2020\/03\/080320_4gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2020\/03\/080320_4kl.jpg\" alt=\"bogota\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Nein, keine arabischen Clan-Mitglieder und auch keine Einwanderer, die auf Gewalt sinnen, sondern junge M\u00e4nner in Bogota, Kolumbien, fotografiert 1982<\/sup><\/p>\n<p>And now for something completley different: Der <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2020\/mar\/08\/marxist-marsupial-germanys-left-draws-hope-from-an-unlikely-hero\">Guardian<\/a> schreibt \u00fcber linksradikale und marxistische deutsche K\u00e4ngurus [sic!]: &#8222;The German left is still nervous about using populist rhetoric,\u201d said J\u00fcrgen Lang, a political scientist and journalist who specialises in the history of Die Linke. \u201cThere\u2019s a fear that once you go down the road of talking about \u2018the people\u2019, you are in an arena where the far right will beat you at that game.&#8220;<\/p>\n<p>Das Problem ist damit sehr gut beschrieben. Wie oben. Auf mich trifft das aber nicht zu. Ich traue mir zu, jeden <i>far right<\/i> unter den Tisch zu argumentieren. Und die v\u00f6lkischen Linken <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Erdogan-der-Syrienkrieg-und-die-Fluechtlinge-4676581.html\">auch<\/a>. By the way: Kurdistan hat nur in Karl-May-B\u00fcchern etwas zu suchen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2020\/03\/080320_3gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2020\/03\/080320_3kl.jpg\" alt=\"Schendi\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" width=\"480\"\/><\/a><br \/>\n<sup>Mein Avatar in <a href=\"http:\/\/maps.secondlife.com\/secondlife\/Jarlsberg\/243\/219\/24\">Schendi<\/a><\/sup><\/p>\n<p>And now for something completley different: Die Todesrate des Corona-Vorus ist in Italien h\u00f6her, <a href=\"https:\/\/www.thelocal.it\/20200305\/analysis-why-have-there-been-so-many-coronavirus-deaths-in-italy\">weil die Italiener durchschnittlich \u00e4lter<\/a> sind. Gut zu wissen.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39570?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39570?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_39570 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_39570')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_39570').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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