{"id":38204,"date":"2019-10-16T12:13:28","date_gmt":"2019-10-16T10:13:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=38204"},"modified":"2019-10-17T09:55:53","modified_gmt":"2019-10-17T07:55:53","slug":"unsensible-daten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2019\/10\/16\/unsensible-daten","title":{"rendered":"Unsensible Daten [Update]"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/nach-trojaner-angriff-berliner-kammergericht-hantierte-leichtfertig-mit-sensiblen-daten\/25119536.html\">Tagesspiegel<\/a>: &#8222;Berliner Kammergericht hantierte leichtfertig mit sensiblen Daten&#8220;.<\/p>\n<p>Man kriegt eine G\u00e4nsehaut, wenn man das liest. &#8222;Viele Juristen denken nicht ansatzweise \u00fcber den sicheren Umgang mit Daten und ihren Rechnern nach. Es gibt weder Schulung noch Sensibilisierung und selbst wenn es sie g\u00e4be, w\u00fcrden sich die von Berufs wegen unabh\u00e4ngigen Richter dar\u00fcber hinwegsetzen. (&#8230;) Viele Richter arbeiten zu Hause \u2013 ein Privileg, das sie als Bestandteil der richterlichen Unabh\u00e4ngigkeit ansehen, obwohl es wom\u00f6glich mit geltendem Datenschutzrecht kollidiert. Es ist dann unumg\u00e4nglich, auch zu Hause mit personenbezogenen Daten zu hantieren und diese zu sichern. (&#8230;) Nicht auszudenken, wenn Berlin bereits die elektronische Akte h\u00e4tte \u2013 dann w\u00e4re alles weg.&#8220;<\/p>\n<p>In welchem Jahrhundert leben die eigentlich? Und wer ist verantwortlich? Wieso alles weg? Keine Backups?<\/p>\n<p>[Update] Es ist alles noch <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/nach-trojaner-angriff-auf-kammergericht-wie-die-berliner-justiz-gesetze-missachtet\/25123650.html\">viel schlimmer<\/a>. Die Kommentare sind aber zum Teil besser als der Artikel.<\/p>\n<p>Wie so etwas abl\u00e4uft, kann man bei <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/ct\/artikel\/Trojaner-Befall-Emotet-bei-Heise-4437807.html\">Heise<\/a> nachlesen:<\/p>\n<p><i>Am Montag, den 13. Mai, um kurz vor 15 Uhr \u00f6ffnete ein Mitarbeiter eine Mail, die sich auf einen zitierten, echten Gesch\u00e4ftsvorgang bezog. Die Mail stammte scheinbar von einem Gesch\u00e4ftspartner und forderte dazu auf, die Daten im angeh\u00e4ngten Word-Dokument zu kontrollieren und bei Bedarf zu \u00e4ndern. Beim \u00d6ffnen des Dokuments erschien eine (gef\u00e4lschte) Fehlermeldung, die dazu aufforderte, \u201eEnable Editing\u201c anzuklicken. Dieser Aufforderung kam der Mitarbeiter nach \u2013 und das Unheil nahm seinen Lauf.<\/i><br \/>\n<i>Im Hintergrund infizierte n\u00e4mlich Emotet sein Windows-System und begann sofort, sein Unwesen im Heise-Netz zu treiben.<\/i><\/p>\n<p>Mit Linux w\u00e4re das nicht passiert. Und <a href=\"https:\/\/www.smh.com.au\/technology\/uk-government-gets-bitten-by-microsoft-word-20030702-gdh10e.html\">Word-Dokumente<\/a> sollte man grunds\u00e4tzlich nicht verschicken. Ich nehme so etwas gar nicht an.<\/p>\n<p>Diesen Kommentar fand ich am besten:<br \/>\n<i>Das Grundproblem ist die Qualifikation der IT-Verantwortlichen.  In den seltensten F\u00e4llen sind Admins studierte Informatiker, stattdessen werden Gesch\u00e4ftsstellenbeamte, Rechtspfleger, Richter, Staatsanw\u00e4lte zu Admins erhoben, die eine Ausbildung &#8222;Learning by doing&#8220; erfahren. Was ist der Grund? Geiz ist geil! Die Verantwortlichen in der Justiz, vorgeblich Minister\/Senator und Staatssekret\u00e4re, Pr\u00e4sidenten der Gerichte haben keine Ahnung von IT. Man will aus Kostengr\u00fcnden nur Mindeststandards erf\u00fcllen. Die geringe Qualifikation der IT-Admin des Kammergerichts &#8211; die stellvertretend f\u00fcr die Justiz in Berlin, aber auch in den meisten anderen Bundesl\u00e4ndern steht &#8211; zeigt sich schon, dass in der &#8222;Panikmeldung&#8220; der Berliner Justiz von &#8222;Imotet&#8220; statt von &#8222;Emotet&#8220; berichtet und gewarnt wurde. Das ist an Peinlichkeit schon deswegen nicht zu \u00fcberbieten, weil vor Emotet seit Monaten als wieder aktuell aufgerufene Malware allenthalben gewarnt wurde. Die vorgenannten Umst\u00e4nde sind der Grund daf\u00fcr, dass \u00fcberall im \u00f6ffentlichen Dienst IT nicht funktioniert. Die gesamte Berliner Verwaltung ist mit einem Mix von Uraltrechnern und Uralt-Betriebssysteme\/Software ausger\u00fcstet, f\u00fcr andere Bundesl\u00e4nder gilt weitgehend nichts anderes.<\/i><\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38204?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38204?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_38204 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_38204')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_38204').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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