{"id":26673,"date":"2015-03-08T13:26:48","date_gmt":"2015-03-08T12:26:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=26673"},"modified":"2015-03-11T12:19:31","modified_gmt":"2015-03-11T11:19:31","slug":"parerga-und-paralipomena-und-die-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2015\/03\/08\/parerga-und-paralipomena-und-die-liebe","title":{"rendered":"Parerga und Paralipomena und die Liebe"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2015\/03\/080315_1gr.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/pix\/2015\/03\/080315_1kl.jpg\" alt=\"Parerga und Paralipomena\" border=\"0\" hspace=\"0\" vspace=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p><i>Daher nun ist die erste, ja schon f\u00fcr sich allein beinahe ausreichende Regel des guten Stils diese, da\u00df man etwas zu sagen habe: o, damit kommt man weit!<\/i><\/p>\n<p>Nein, ich teile <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arthur_Schopenhauer#Schopenhauers_Pers.C3.B6nlichkeit\">Arthur Schopenhauers<\/a> Meinung \u00fcber Frauen nicht. Aber nat\u00fcrlich hat er Recht, wenn er sagt: <i>Alle Verliebtheit, wie \u00e4therisch sie sich auch geb\u00e4rden mag, wurzelt allein im Geschlechtstriebe.<\/i> Der Rest ist Feuilleton.<\/p>\n<p>Muss man Schopenhauer kennen, gar lesen? Nein. Doch. Halt! Eine seiner Schriften auf jeden Fall, will man gutes Deutsch lernen. Man sollte wie oben ein paar Hilfsmittel herumstehen haben, bevor man es wagt anzufangen. F\u00fcr die Nachgeborenen: Schopenhauer spricht und schreibt nat\u00fcrlich Englisch, Franz\u00f6sisch, Latein und Griechisch und setzt voraus, dass seine Leser das auch k\u00f6nnen. Damals waren &#8222;Gelehrte&#8220; eben wirklich noch gelehrt. (Daf\u00fcr hatten sie keinen Fratzenbuch-Account und kein Watts\u00e4pp.)<\/p>\n<p>&#8222;<a href=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=WuUOAAAAIAAJ&#038;pg=PA420&#038;hl=de&#038;source=gbs_toc_r&#038;cad=3\">\u00dcber Schriftstellerei und Stil<\/a>&#8220; versteckt sich im zweiten Band der <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B00P69JM9K\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B00P69JM9K&#038;linkCode=as2&#038;tag=burkhardschroder&#038;linkId=WJOOKJOURSTGQPAU\">Parerga und Paralipomena (Vollst\u00e4ndige Ausgabe: Band 1&#038;2): Kleine Philosophische Schriften: Zweite und betr\u00e4chtlich vermehrte Auflage, aus dem handschriftlichen Nachlasse des Verfassers<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=burkhardschroder&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B00P69JM9K\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/>. Ein Muss f\u00fcr jeden, der die gro\u00dfe Pose, \u00e4tzenden Zynismus und elegantes, wenn auch manchmal altert\u00fcmliches Deutsch mag. Es kostet fast nichts. [<a href=\"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/Fachtexte\/schopenhauer.htm\">Textpassage<\/a> auf drehbuchwerkstatt.de]<\/p>\n<p><i>Eine gro\u00dfe Menge schlechter Schriftsteller lebt allein von der Narrheit des Publikums, nichts lesen zu wollen, als was heute gedruckt ist \u2013 die Journalisten. Treffend benannt! Verdeutscht w\u00fcrde es hei\u00dfen &#8222;Tagel\u00f6hner&#8220;.<\/i><\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass &#8222;Parerga und Paralipomena&#8220; (deutsch etwa: &#8222;Beiwerke und Nachtr\u00e4ge&#8220;) 1851 erschienen ist, also kurz nach der gescheiterten deutschen Revolution, ist die Schrift erstaunlich aktuell und wird auch heute noch als Stilfibel f\u00fcr wissenschaftliche Arbeiten, Drehb\u00fccher und \u00fcberhaupt Gebrauchsliteratur benutzt. Nur Journalisten scheinen die Tipps nur selten zu beherzigen. Wolf Schneider sagt dazu: &#8222;Viele Kollegen machen sich vor, dass man zwar ein halbes Jahr lernen muss, um ein Schwein zu zerlegen oder drei Jahre um einen Anzug n\u00e4hen zu k\u00f6nnen, dass aber jeder schreiben kann, sobald er etwas erregt ist.&#8220; Ein Ratschlag f\u00fcr Blogger, der ungeh\u00f6rt verhallen wird.<\/p>\n<p>Einen Satz Schopenhauers habe ich noch: <i>Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.<\/i> Das ist zeitgem\u00e4\u00dfe Psychologie und nat\u00fcrlich wahr, insbesondere, was die Liebe angeht. (Die Liebe habe ich nur im Titel erw\u00e4hnt, um die RSS-Feed-Reader anzulocken.)<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26673?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26673?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_26673 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_26673')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_26673').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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