{"id":22594,"date":"2014-03-25T13:30:30","date_gmt":"2014-03-25T12:30:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.burks.de\/burksblog\/?p=22594"},"modified":"2014-03-25T13:32:53","modified_gmt":"2014-03-25T12:32:53","slug":"geldschoepfung-der-banken-als-vermoegensrechtsverletzung-oder-der-automatische-fetisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2014\/03\/25\/geldschoepfung-der-banken-als-vermoegensrechtsverletzung-oder-der-automatische-fetisch","title":{"rendered":"Geldsch\u00f6pfung der Banken als Verm\u00f6gensrechtsverletzung oder: Der automatische Fetisch der Vulg\u00e4r\u00f6konomen"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Das Geldsch\u00f6pfungs-Privileg der Banken hat keine Grundlage im geltenden Recht. Eine prinzipien- und verfassungsorientierte Gesetzgebung wird es daher klarstellend aufheben.&#8220; (Michael K\u00f6hler (emeritierter Professor f\u00fcr Strafrecht): &#8222;Humes <a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/pdpouu9\">Dilemma<\/a> &#8211; oder: Was ist Geld? &#8222;Geldsch\u00f6pfung&#8220; der Banken als Vermogensrechtsverletzung&#8220;, in &#8222;<a href=\"http:\/\/www.duncker-humblot.de\/index.php\/grundlagen-und-dogmatik-des-gesamten-strafrechtssystems.html?q=festschrift+wolfgang+frisch\">Festschrift f\u00fcr Wolfgang Frisch<\/a> zum 70. Geburtstag&#8220;, Verlag Duncker &#038; Humblot, zitiert nach <a href=\"http:\/\/ef-magazin.de\/2014\/03\/19\/5081-make-love-not-law-kreditgeldschoepfung-als-vermoegensdelikt\">EF Magazin<\/a>. [<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eigent%C3%BCmlich_frei\">Wikipedia<\/a>: &#8222;Politikwissenschaftler sehen in der Zeitschrift weltanschauliche und personelle \u00dcberschneidungen mit der Neuen Rechten.&#8220;])<\/p>\n<p>Man kann Geld zwar drucken, aber nicht &#8222;sch\u00f6pfen&#8220;. Ich h\u00f6re schon wieder die <a href=\"http:\/\/www.burks.de\/burksblog\/2013\/05\/07\/verschwundenes-geld-oder-der-irre-selbstzweck-der-freien-marktwirtschaft\">Gesellianer<\/a> trapsen.<\/p>\n<p><i>Das Kapital erscheint als mysteri\u00f6se und selbstsch\u00f6pferische Quelle des Zinses, seiner eignen Vermehrung. Das Ding (Geld, Ware, Wert) ist nun als blo\u00dfes Ding schon Kapital, und das Kapital erscheint als blo\u00dfes Ding; das Resultat des gesamten Reproduktionsprozesses erscheint als eine, einem Ding von selbst zukommende Eigenschaft; es h\u00e4ngt ab von dem Besitzer des Geldes, d.h. der Ware in ihrer stets austauschbaren Form, ob er es als Geld verausgaben oder als Kapital vermieten will. Im zinstragenden Kapital ist daher dieser automatische Fetisch rein herausgearbeitet, der sich selbst verwertende Wert, Geld heckendes Geld, und tr\u00e4gt es in dieser Form keine Narben seiner Entstehung mehr. Das gesellschaftliche Verh\u00e4ltnis ist vollendet als Verh\u00e4ltnis eines Dings, des Geldes, zu sich selbst. Statt der wirklichen Verwandlung von Geld in Kapital zeigt sich hier nur ihre inhaltlose Form. Wie bei der Arbeitskraft wird der Gebrauchswert des Geldes hier der, Wert zu schaffen, gr\u00f6\u00dfren Wert, als der in ihm selbst enthalten ist. Das Geld als solches ist bereits potentiell sich verwertender Wert und wird als solcher verliehen, was die Form des Verkaufens f\u00fcr diese eigent\u00fcmliche Ware ist. <\/p>\n<p>Es wird ganz so Eigenschaft des Geldes, Wert zu schaffen, Zins abzuwerfen, wie die eines Birnbaums, Birnen zu tragen. <\/p>\n<p>Und als solches zinstragendes Ding verkauft der Geldverleiher sein Geld. Damit nicht genug. Das wirklich fungierende Kapital, wie gesehn, stellt sich selbst so dar, da\u00df es den Zins nicht als fungierendes Kapital, sondern als Kapital an sich, als Geldkapital abwirft.<\/p>\n<p>Es verdreht sich auch dies: W\u00e4hrend der Zins nur ein Teil des Profits ist, d.h. des Mehrwerts, den der fungierende Kapitalist dem Arbeiter auspre\u00dft, erscheint jetzt umgekehrt der Zins als die eigentliche Frucht des Kapitals, als das Urspr\u00fcngliche, und der Profit, nun in die Form des Unternehmergewinns verwandelt, als blo\u00dfes im Reproduktionsproze\u00df hinzukommendes Accessorium und Zutat. Hier ist die Fetischgestalt des Kapitals und die Vorstellung vom Kapitalfetisch fertig. (&#8230;)<\/p>\n<p>F\u00fcr die Vulg\u00e4r\u00f6konomie, die das Kapital als selbst\u00e4ndige Quelle des Werts, der Wertsch\u00f6pfung, darstellen will, ist nat\u00fcrlich diese Form ein gefundnes Fressen, eine Form, worin die Quelle des Profits nicht mehr erkenntlich und worin das Resultat des kapitalistischen Produktionsprozesses- getrennt vom Proze\u00df selbst &#8211; ein selbst\u00e4ndiges Dasein erh\u00e4lt.<\/i> (Karl Marx: <a href=\"http:\/\/www.mlwerke.de\/me\/me25\/me25_404.htm\">Das Kapital<\/a>, Bd. 35, MEW 25)<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22594?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22594?print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_22594 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_22594')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_22594').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"recommend\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"\",\"tweet_text\":\"%20Geldsch%C3%B6pfung%20der%20Banken%20als%20Verm%C3%B6gensrechtsverletzung%20oder%3A%20Der%20automatische%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"}},\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/www.burks.de\\\/burksblog\\\/2014\\\/03\\\/25\\\/geldschoepfung-der-banken-als-vermoegensrechtsverletzung-oder-der-automatische-fetisch\",\"post_id\":22594,\"post_title_referrer_track\":\"Geldsch%C3%B6pfung+der+Banken+als+Verm%C3%B6gensrechtsverletzung+oder%3A+Der+automatische+Fetisch+der+Vulg%C3%A4r%C3%B6konomen\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das Geldsch\u00f6pfungs-Privileg der Banken hat keine Grundlage im geltenden Recht. Eine prinzipien- und verfassungsorientierte Gesetzgebung wird es daher klarstellend aufheben.&#8220; (Michael K\u00f6hler (emeritierter Professor f\u00fcr Strafrecht): &#8222;Humes Dilemma &#8211; oder: Was ist Geld? &#8222;Geldsch\u00f6pfung&#8220; der Banken als Vermogensrechtsverletzung&#8220;, in &#8222;Festschrift f\u00fcr Wolfgang Frisch zum 70. Geburtstag&#8220;, Verlag Duncker &#038; Humblot, zitiert nach EF Magazin. [Wikipedia: [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[606,17,292],"tags":[],"class_list":["post-22594","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-marx-revisited","category-science","category-zitate-die-man-sich-merken-sollte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22594"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22594\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22600,"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22594\/revisions\/22600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.burks.de\/burksblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}