Unter Säubernden
Nein, kein „Machtkampf“ in China, was die bürgerliche Presse beliebt zu behaupten, sondern: „Der ranghöchste General der chinesischen Volksbefreiungsarmee soll im Gegenzug für Infos und bestimmte Handlungen Schmiergelder aus den USA erhalten haben.
Das chinesische Regierung spricht von „Ermittlungen.“ „Zhang Youxia, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der KPCh und stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Militärkommission, sowie Liu Zhenli, Mitglied der Zentralen Militärkommission und Leiter des Gemeinsamen Stabs der Zentralen Militärkommission, stehen im Verdacht schwerer Disziplinar- und Rechtsverstöße. Nach Beratung im Zentralkomitee der KPCh wurde beschlossen, gegen Zhang Youxia und Liu Zhenli Ermittlungen einzuleiten.“
Die South China Morning Post berichtete, Zhang sei am 19. Januar verhaftet worden. Weiterhin wurde berichtet, dass hochrangige KPCh-Funktionäre am 23. Januar über Zhangs Fall informiert wurden und dass Zhang der Korruption verdächtigt werde. Ihm werde vorgeworfen, seine engen Mitarbeiter, Familienmitglieder und Verwandten nicht ausreichend kontrolliert und Probleme nicht umgehend der Parteiführung gemeldet zu haben. Die Zeitung der Volksbefreiungsarmee veröffentlichte einen Leitartikel, in dem es hieß, Zhang und Liu hätten „das Verantwortungssystem des Vorsitzenden der Zentralen Militärkommission schwerwiegend missachtet und untergraben“. Diese Charakterisierung fiel deutlich schärfer aus als die vorherige Charakterisierung der Vorwürfe gegen He Weidong, den ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der Zentralen Militärkommission.
Nehmt dies, Medien:
– Man wird glaubwürdiger, wenn man Links zu den Originalquellen setzt.
– Es ist möglich, die Leser umfassend zu informieren.
– Wenn jemand wegen des Verdachts auf Korruption aus dem Amt entfernt wird, ist das kein „Machtkampf“ und auch keine „Säuberung“. Die Chinesen sind beim Kampf gegen Korruption nur erfolgreicher als etwa die Europäische Union.
