Staatsanalyse oder: Das Problem heißt nicht nur ­Rassismus

Wolf Wetzel in der Jungle World:
Die politische Zurückhaltung autonomer Antifaschisten zur Mordserie des NSU ist verwunderlich. Denn vieles, was die Behörden heute über neonazistische Strukturen wissen und in den Medien berichtet wird, stammt aus antifaschistischen Recherchegruppen. Angesichts der Tatsache, dass der Staatsanteil am NSU längst keine böse Annahme mehr ist, sondern im Detail belegt werden kann, bleiben die Analysen der radikalen Linken dennoch auffallend vage. (…) Die 13jährige Existenz des NSU lässt sich aber nicht nur durch Rassismus erklären. Dank der vorliegenden Dokumente und Fakten kann man wissen, dass sich hinter dem, was heute als »Panne« bezeichnet wird, ein Konflikt zwischen verschiedenen Behörden verbirgt,…

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