Verfassungsschutz finanzierte Nazi-Killer [Update]

Das ist ja mal eine knackige Schlagzeile, die mich aber nicht wirklich überrascht. Die Bild-Zeitung schreibt (und alle anderen schreiben von ihr ab):

Zu einem eher ungewöhnlichen Mittel der Fahndung griff der thüringische Verfassungsschutz: Er ließ der Terrorzelle, der zehn Morde zur Last gelegt werden, mehr als 2000 Mark zukommen. Das berichtete ein Verfassungsschutz-Mitarbeiter nach BILD-am-SONNTAG-Informationen am 6. Dezember vor der geheim tagenden Kontrollkommission des Thüringer Landtages. Damit räumt der Geheimdienst erstmals eine direkte Geldzahlung an das mörderische Trio ein.

Was lehrt uns das? Wie ich schon am 27.11.2011 unter Hinweis auf den Tagesspiegel schrieb, wird der Verfassungsschutz jetzt noch mehr Kompetenzen erhalten.

Noch mehr, weil es so schön ist:
Auch auf andere Weise sponserte der Thüringer Verfassungsschutz die Terror-Gang – durch den Erwerb des antisemitischen Brettspiels „Pogromly„, dessen Verkaufserlös an das Neonazi-Trio floss.

Bruhahahahaha.

Update: Berliner Zeitung: „Nach Informationen dieser Zeitung haben Thüringer Landeskriminalamt und Verfassungsschutz bei ihren Fahndungen nach dem Neonazi-Trio gegeneinander gearbeitet. Unterdessen räumt der Verfassungsschutz direkte Geldzahlungen an das Trio ein. (…) So habe das LfV seinen V-Mann Brandt über die Observationsmaßnahmen der Polizei auf dem Laufenden gehalten.“