Anonym geht anders

Laut Spiegel Online hat der so genannte Anonymisierungsdienst HideMyAss mit den Behörden kooperiert und die Identität von Nutzern herausgegeben.

Anonym geht anders. „Wir raten von solchen Diensten seit Jahren ab“, sagt Jan-Kaspar Münnich von der German Privacy Foundation, einem Verein, der sich für das Recht auf Anonymität im Internet einsetzt.

Schon sicherer seien Dienste, bei denen der Internetverkehr über mehrere Server abgewickelt werde, die von verschiedenen Anbietern betrieben würden. „So kann nicht eine Firma den gesamten Verkehr überblicken.“ Er empfiehlt Dienste wie das Anonymisierungs-Netzwerk Tor oder das aus einem Forschungsprojekt hervorgegangene JonDonym. Diese Dienste setzen auf sogenannte Server-Kaskaden: Ein Netzwerk aus mehreren Servern in verschiedenen Ländern, die gar nicht wissen, was sie da übertragen – und nicht speichern, wer auf sie zugreift. „Daten, die nicht vorliegen, kann man auch nicht herausgeben“, sagt Münnich.