Leistungsschutzrecht: Verlage kapitulieren

“Leistungsschutzrecht”: Die Verlage kapitulieren vor Google.

Google wird ab morgen, den 23. Oktober 2014, die Presseerzeugnisse der Presseverleger, die durch die VG Media vertreten werden, auf den Google – Oberflächen nur noch sehr eingeschränkt und ihre Bilderangebote gar nicht mehr darstellen. Um dies zu vermeiden, haben die Presseverleger die VG Media ganz überwiegend angewiesen, ab dem 23. Oktober 2014 gegenüber Google eine widerrufliche “Gratiseinwilligung” in die unentgeltliche Nutzung ihrer Presseerzeugnisse zu erklären.

Der DJV hatte auch etwas verlautbart, was aber jetzt obsolet ist.

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Eine Replik auf Cicero

DJV Blog: “Vielmehr hat der DJV darauf hingewiesen, dass laut Ziffer 6 des Pressekodex Journalisten und Verleger keine Tätigkeiten ausüben, die die Glaubwürdigkeit der Presse in Frage stellen könnten. Das gilt für Lobby-Organisationen genauso wie für Parteimitgliedschaften.”

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Das doppelte DJVchen, revisited

djv

“Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.” (Georg Christoph Lichtenberg)

Wenn unter Journalisten Hauen und Stechen angesagt ist, mische ich gern mit. Die Sache wird nämlich immer doppelt interessant, wenn man hinter die Kulissen blickt: Die Öffentlichkeit interessiert sich nicht für Vereinmeierei, spannend ist also, was nicht berichtet wird, vom wem – und wer wie involviert ist. So war es beim Deutschen Journalistenverband (DJV) schon oft. Deren Vereinsblättchen “Journalist” hat sich nicht mit investigativem Ruhm bekleckert, wenn es um die eigenen Querelen und die unzähligen Prozesse ging, mit dem man sich seit 10 Jahren gegenseitig überzogen hat.

Aktuell berichtet der geschätzte Kollege Daniel Bouhs (kann verschlüsseln!) in der Taz (05.05.2014) und zeitnah im medium magazin (nicht online verfügbar) erfreulich korrekt über die Situation in Berlin. Dort gibt es gleich zwei Landesverbände des DJV, den DJV Berlin (das Original – dort bin ich Mitglied) und den JVBB (eine Abspaltung vom DJV Berlin).

[Mehr auf burks.de]

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Sponsoring redaktioneller Presseveröffentlichungen

Pressemeldung des DJV: “Der Deutsche Journalisten-Verband hat das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs begrüßt, das Presseverlage zur klaren Kennzeichnung werblicher Texte verpflichtet. Nach dem Richterspruch müssen redaktionelle Texte, die von Unternehmen bezahlt werden, mit dem Wort ‘Anzeige’ ausgewiesen werden (Az. I ZR 2/11).

Die Pressestelle des DJV ist wie gewohnt nicht in der Lage, einen Link auf das Urteil (pdf) zu setzen. Von Online-Journalismus hat man dort keine Ahnung.

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Personalien

Michael Ramstetter

Aus dem DJV-Newsletter vom 14.12.2012

Vgl. auch die FAZ vom 08.12.2003: “DJV kritisiert ADAC als Blattmacher”.

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Seehofers Journalistenschule

qualitätsjournalismus

Abschlussprüfung an Seehofers Journalistenschule. Themen: “Warum man Interviews autorisieren lassen sollte” und “Wie man am besten ein Amt im DJV bekommt”.

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KonkenPlag

Michael Konken, der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbands (DJV), hat beim diesjährigen Verbandstag am 04.11.2013eine Rede gehalten, die im Volltext von der Verbandszeitung “Journalist” dokumentiert worden ist.

Verschwiegen wurde aber, dass Konken oder sein Redenschreiber die Rede zu einem großen Teil wörtlich aus einem Artikel bei Spiegel online (Karriere Spiegel) übernommen hat, ohne dass in der dokumentierten Rede die Quelle genannt wird.

Zum Glück für den Sprechblasenfacharbeiter Konken interessiert sich niemand für das, was dort verlautbart wird. Beispiele gefällig?

Spiegel Karriere::
Anfang August sorgt eine junge Studentin aus Nordrhein-Westfalen für Furore. Sie ist 22 Jahre alt, den Bachelor mit Einser-Abschluss hat sie fast in der Tasche. Seit sechs Jahren jobbt sie bei einer Tageszeitung, hat mehrere gute Praktika sowie eine Weiterbildung beim Springer-Verlag und bei der Grimme-Akademie gemacht, gute Adressen im Journalismus. Nun will sie ein Zeitungsvolontariat machen.
Doch was sie in den Bewerbungsverfahren erlebt, “ist so unglaublich, frech und unverfroren, dass ich mir unbedingt Luft machen muss”…

Konken:
Anfang August sorgte eine junge Studentin aus Nordrhein-Westfalen für Furore. Sie ist 22 Jahre alt, den Bachelor mit Einser-Abschluss fast in der Tasche. Seit sechs Jahren jobbt sie bei einer Tageszeitung, hat mehrere gute Praktika sowie eine Weiterbildung beim Springer-Verlag und bei der Grimme-Akademie gemacht, gute Adressen im Journalismus. Nun will sie ein Zeitungsvolontariat machen. Doch was sie in den Bewerbungsverfahren erlebt, “ist so unglaublich, frech und unverfroren, dass ich mir unbedingt Luft machen muss”…

Spiegel Karriere::
Dreimal wurde Rüggeberg zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Ein Verlag behauptete, ungefähr nach Tarif zu zahlen, am Ende waren es jedoch nur noch 1500 Euro brutto – statt 1781 Euro, die Tageszeitungsvolontären im ersten Jahr tariflich zustehen. Zusätzlich stand schon vorher fest, dass sie pro Monat noch bis zu 25 Überstunden machen müsste, unbezahlt.

Konken:

Dreimal wurde Rüggeberg zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Ein Verlag behauptete, ungefähr nach Tarif zu zahlen, am Ende waren es jedoch nur noch 1500 Euro brutto – statt 1781 Euro, die Tageszeitungsvolontären im ersten Jahr tariflich zustehen. Zusätzlich stand schon vorher fest, dass sie pro Monat noch bis zu 25 Überstunden machen müsste, unbezahlt.

Spiegel Karriere::
Bei einer großen Tageszeitung wiederum sollte sie vor dem Volontariat ein ganzes Jahr als Praktikantin arbeiten. Und selbst dann wäre die Anstellung nicht sicher gewesen. Die letzte Redaktion bot ihr schließlich gerade einmal 1000 Euro brutto an. “Das ist Ausbeutung. Niemand, der einen Universitätsabschluss hat, sollte es nötig haben, für 1000 Euro brutto arbeiten zu müssen, selbst als Berufseinsteiger.”

Konken:
Bei einer großen Tageszeitung wiederum sollte sie vor dem Volontariat ein ganzes Jahr als Praktikantin arbeiten. Und selbst dann wäre die Anstellung nicht sicher gewesen. Die letzte Redaktion bot ihr schließlich gerade einmal 1000 Euro brutto an. “Das ist Ausbeutung. Niemand, der einen Universitätsabschluss hat, sollte es nötig haben, für 1000 Euro brutto arbeiten zu müssen, selbst als Berufseinsteiger.”

Undsoweiter…

Ich habe die jeweiligen Websites kopiert und dokumentiert, damit nicht jemand im nachhinein noch was hineinschreibt.

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DJV Brandenburg wird nicht ausgeschlossen

Ergebnis, dass der DJV Brandenburg “noch eine Chance” erhält (ohne Gewähr): 281 Stimmen, 1 ungültig, 23 Enthaltungen, 40 nein, 217 ja.

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Lautsprecherduktus von Sprechblasenfacharbeitern und ihrer Claqueure

“Ja, wenn die Regierenden uns wenigstens, mit funkelnder Krone, blitzendem Schwert und dramatischer Rede eine Schau böten, die unsere Seele erbaute, oder Charaktere zeigten, um die zu bangen es sich lohnte! Aber die meisten von ihnen strahlen nichts aus als Langeweile, und die Weisheiten, die sich von sich geben, sind Gemeinplätze, nach dazu schlecht vorgetragen.” (Stefan Heym († 2001) aus dem Off über die DJV-Vorstandswahlen 2013 (in: “Filz. Gedanken über das neueste Deutschland, 1992)

Es ist schon erstaunlich, dass es den Funktionären des DJV gelingt, den Antrag, einen ganzen Verband (auch wenn der, wie man sagt, nur eine Art Chimäre sei) auszuschließen, öffentlich nicht zu erwähnen, damit niemand dumme Fragen nach den Hintergründen stellt. Alle bloggenden DJV-Claqueure halten sich daran. Und vernmutlich nehmen die sich noch ernst und halten sich für “Journalisten”.

Auch die Spaltung des DJV Berlin und woran die Wiedervereinigung immer noch scheitert, wird eisern verschwiegen. Das kann nur funktionieren, weil die mediale Öffentlichkeit den DJV, der immerhin der größte Journalistenverband Deutschlands ist, nicht mehr wahrnimmt, weil das, was dort im permanenten Lautsprecherduktus aus der Zentrale verlautbart wird, nur aus Sprechblasen besteht oder schlicht Blödsinn ist (“Konken für starken Journalismus”, “Google vermeiden”).

Nur zur Erinnerung: MediaACT: “Criticism – unknown to German journalists”.

“More than one-third of the questioned German journalists never or hardly ever criticize their peers; two-thirds are never or hardly ever criticized even by their supervisors. Conclusion: Although German journalists regularly attack politicians and managers, they lack the experience of turning a critical view on themselves. This is a key result of an international study”.

Der DJV bestätigt das wieder auf’s Schönste.

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[Bitte selbst ausfüllen] für [bitte selbst ausfüllen]

Pressemeldung des DJV zum Verbandstag 2013: “Konken für starken Journalismus”.

Weitere Meldungen: “Deutscher Bauernverband für starke Landwirtschaft.” – “Deutscher Bundeswehrverband für starke Bundeswehr.” – “Deutsche Polizeigewerkschaft für starke Polizei.” – “Deutscher Fleischerverband für starkes Fleischerhandwerk.”

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