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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6816
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BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 18:28 Antworten mit ZitatNach oben

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WIE FHRT MAN STREIKS?
Mao und Manfred, der Triebfahrzeugfhrer
Man erwartet von mir vermutlich einige Worte zum Thema Streik. Nun denn: Streik ist gut, weil er auch bei einer Niederlage der Politisierung des Volkes dient. Aber er muss richtig gefhrt werden, militant und kompromisslos. Die Franzosen zum Beispiel sind viel radikaler, da geht gleich gar nichts mehr. Was also ist effektiver: Die deutsche Methode der Nadelstiche mit Ansage oder die franzsische: Alle Rder stehen still, wenn dein starker Arm es will?

Sehr lustig finde ich den Satz bei Spiegel Online: "Der Streik der Lokfhrergewerkschaft GDL bremst nach Ansicht der Bundesregierung das Wirtschaftswachstum in Deutschland." Perdauz, aber zu nichts anderem ist ein Streik da - die Wirtschaft zu schdigen und durch diesen Druck dem Gegner Zugestndnisse abzuringen! Ich rege mich schon wieder ber diese affirmative Schreibe auf: Als sei "Wirtschaftswachstum" eine Art anthropologische Konstante, die im Kapitalismus ab Werk eingestellt sei und letztlich zum Glck der Menschheit fhre, wenn man es nicht, wie die bsen Streikenden, ausbremse.

Ich htte es aber anders gemacht als die lteste Gewerkschaft Deutschlands, deren Mitglieder sich, wenn es nach dem Behrdensprech ginge, nicht Lokomotivfhrer nenen drften, sondern Triebfahrzeugfhrer, was sich mnnlicher anhrt. (Alice Schwarzer, bernehmen sie!)

Angeblich will jeder Junge Lokomotivfhrer werden. Ich nicht, ich hatte zunchst den Berufswunscht Ruberhauptmann, und spter - etwas exakter - Berufsrevolutionr. Und als solcher muss man auch militrisch denken. Manfred Schell ist der Lukas von heute, aber wie der des Kinderbuchs viel zu brav. Zum Beispiel soll der Gterverkahr ab heute bestreikt werden, der Personenverkehr ab morgen. Das ist an sich gut, weil meine Gattin mit dem Zug zur Viadrina fahren konnte. Militrisch gesehen ist es schlecht: Ich htte es an Schells Stelle auch so angekndigt, aber umgekehrt gemacht, Personenverkehr schon heute. Streiks sollen doch kurz und schmerzhaft sein, das totale Chaos verursachen und mglichst nicht lange dauern, weil das die Streikkasse belastet.

Clausewitz, Mao Zedong, Che Guevara und andere Streikexperten empfehlen: Dort berraschend zuschlagen, wo der Feind es nicht vermutet, angreifen, wo der Feind schwach ist, sich zurckziehen, wenn der Feind stark ist. Insbesondere Mao hat sich ber den Kampf der Lokomotivfhrer fr das Gute, Schne und Wahre eingehend geuert:


"Die richtigen Dispositionen des Lokomotivfhrers ergeben sich aus seinem richtigen Entschlu, dieser wieder aus seiner richtigen Beurteilung der Lage, und sein richtiges Urteil beruht auf der erforderlichen grndlichen Aufklrung, auf der Erwgung der durch diese Aufklrung gewonnenen mannigfaltigen Angaben in ihrem Zusammenhang. Der Lokomotivfhrer bedient sich aller mglichen und notwendigen Mittel der Aufklrung, berlegt alle durch sie gesammelten Angaben ber die Lage des Gegners, wobei er die Spreu vom Weizen sondert, das Falsche ausmerzt und das Wahre behlt, vom einen zum anderen fortschreitet, von der Oberflche in den Kern eindringt; dann vergleicht er diese Angaben mit der eigenen Lage, studiert das Verhltnis der beiden Seiten zueinander und deren Wechselbeziehungen, gelangt dadurch zu einem Urteil, fat seinen Entschlu und arbeitet seinen Plan aus. Das ist ein ganzer Proze, durch den der Lokomotivfhrer eine Erkenntnis der Umstnde gewinnt, ehe er einen strategischen, operativen oder taktischen Plan entwirft. Nachlssige Lokomotivfhrer werden das nicht tun; sie bauen ihre Plne auf ihrem Wunschdenken auf, daher sind diese Plne utopisch und entsprechen nicht der Realitt. Unbesonnene Lokomotivfhrer, die sich nur von ihrem Enthusiasmus leiten lassen, gehen unweigerlich dem Gegner auf den Leim, lassen sich durch oberflchliche oder einseitige Angaben ber die Lage des Gegners verfhren, werden von unverantwortlichen Vorschlgen ihrer Untergebenen beeinflut, die weder auf einer wirklichen Kenntnis noch auf einer wohldurchdachten Auffassung beruhen, und rennen sich daher unvermeidlich die Kpfe ein, eben weil sie nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, da jeder militrische Plan auf der unerllichen Aufklrung sowie auf der sorgfltigen berlegung der Situation der gegnerischen und der eigenen Seite und der Wechselbeziehungen zwischen beiden aufgebaut sein mu."


Streiks mit Ansage sind langweilig. Ich finde wilde Streiks ohne die so genannte und nur auf dem Papier bestehende Tarif"partnerschaft" viel besser. In alten Zeiten, als sich Kapitalisten und ArbeiterInnen noch nicht so innig liebten wie heute und noch nicht gemeinsam fr das Vaterland und das Wirtschaftswachstum eintraten, formulierte man: Klassenkampf statt Tarifpartnerschaft! Klassenkampf, macht den Bossen Dampf!

Auch Carl von Clausewitz, der viel von militanten Aktionen gegen den Feind verstand, meinte:
"Wir behaupten dagegen, der Streik ist nichts als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel." Sehr wahr, hrt! Hrt!

Man kann sich also nicht entscheiden, welche Streikform am besten geeignet ist. Nur eines wei man: Es ist immer die, die dem Wirtschaftswachstum am meisten schadet. Im brigens empfehle ich zur mentalen Einstimmung auf jeden Streik den besten Gewerkschaftsfilm aller zeiten: F.I.S.T. (1978) mit Sylvester Stallone, als er noch ein normaler Schauspieler mit Mimik war.
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BURKS ONLINE 14.11.2007
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