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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
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BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 19:57 Antworten mit ZitatNach oben

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VERSCHWRUNGSTHEORIE BER CHEMTRAILS
Die Megasprayer
ChemtrailsSchade, dass es keine Dmonen gibt. Wenn sie existierten, gingen sie mit dem technischen Fortschritt und flgen vermutlich in schwarzen Hubschraubern ohne Seriennummer. Es gbe dann Internet-Seiten, auf denen verraten wrde, wie man diese bsen Wesen bekmpfen muss: Mit Lichtglobuli, Mohnbltenl, Kampfermilchpulver, kalten Fubdern oder Raketen, die man aus Moldawien und Belize importieren muss.

brigens: Wo kommen eigentlich die weien Streifen am Himmel her? Angeblich sollen das Kondensstreifen sein, Eiskristalle, die Abgase der Flugzeuge. Wer aber gibt die Garantie, dass diese harmlos erscheinenden Substanzen nicht etwas enthalten, das das Klima verndert, die Khe auf den Weiden ganz kirre macht, die Planzen gentechnisch manipuliert, ja unsere Gedanken durcheinander bringt? Man kann eben nie wissen, ob es nicht Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, von denen noch nie etwas in der Zeitung stand.

Wir der Himmel also heimlich zerstrt? Muss die Welt ahnungslos untergehen? Nein, das Ende ist zwar nahe, aber die Rettung auch. Der Schweizer Gabriel Stetter klrte im Januar 2004 in der Zeitschrift Raum & Zeit die staunende ffentlickeit ber die Wahrheit, wie er sie sah, auf: Viele Kondensstreifen enthielten chemische Substanzen, vor allem Aluminium und Barium. Damit solle verhindert werden, dass die Sonne das Klima weiter aufheize, der so genannte Treibhauseffekt - durch die vom Homo sapiens emittierten Gase hervorgerufen - solle kompensiert werden. Die schachbrettartigen Muster der Kondensstreifen, auch Contrails genannt, und ihre stabile Konsistenz habe es frher nicht gegeben. Stetter gab dem Phnomen einen Namen: Chemtrails.

Seitdem ist Stetter Herold und Prophet einer Anzahl esoterischer und verschwrerischer Theorien, die sich um die geheimnisvollen Kondensstreifen ranken. Kein Wunder. Das Thema Klima ist aktuell und geht auch jeden etwas an. Und nichts Genaues wei man nie, das Phnomen des Klimawandels ist uerst komplex und die Details, wer warum vr etwas verantwortlich ist, Zankapfel fr heftige Debatten zwischen Industrie, Politik und Umweltschtzern.

Die Zeitschrift Raum & Zeit ist bisher nicht als Konkurrenz zu ernsthaften wissenschaftlichen Publikationen aufgefallen. Ganz im Gegenteil: Dort erschienen auch Artikel, die die Relativittstheorie - vorsichtig formuliert - "anders" interpretierten als die Mathematiker und Physiker und sehr abwegige Theorien ber die Entstehung von AIDS. Das "logische" Muster ist immer gleich: Es gebe eine Wahrheit jenseit der bekannten Wahrheit, einige wssten davon, verrieten es aber nicht. Nur die Eingeweihten - bersetzt: Esoteriker - knnten der Welt verraten, was wirklich geschehe.

Im September 2004 fragte die Tierschtzer-Lobbygruppe "Fondation Franz Weber", die hinter dem "Journal Franz Weber" steht, den Schweizer Gesamtbundesrat, ob und wie man die Bevklkerung ber Chemtrails aufzuklren gedenke. Das daraufhin befragte Bundeamt fr Umwelt, Wald und Landschaft gab sich bedeckt und meinte gar nichts. Kein Wunder: Man kann nur schwer zu etwas eine Meinung haben, das gar nicht existiert. hnlich erging es Greenpeace: Die Umweltschtzer lieen sich von den Verschwrungstheoretikern Chemtrailsnicht ins Boot holen. Die wissenschaftliche Grundlage sei "nicht in gengendem Mae gegeben."

Schon bald wurde auch das deutsche Umweltbundesamt von Anfragen besorgter Menschen berschttet. Im Januar 2007 gab es dann eine Broschre mit vielen vernnftigen Argumenten heraus. Fr die Chemtrails gebe es keine wissenschaflichen Belege. Das Deutsche Zentrum fr Luft- und Raumfahrt, das Institut fr Physik der Atmosphre, die Deutsche Flugsicherung GmbH, der Deutsche Wetterdienst, das Bundesministerium der Verteidigung, die US-Luftwaffe in Europa - alle wussten von nichts. Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) habe auch keine Studie zum Thema Chemtrails verfasst, wie die Verfechter der Theorie behaupteten. Zwar htten einige Wissenschaftler durchaus berlegt, ob und wie man durch chemische Substanzen am Himmel das Klima positiv verndern knne. Die Risiken und Nebenwirkungen dieses weltweiten "Geoengineering" seien aber nicht beherrschar, zudem sei schon der Versuch mit ungeheuren Kosten verbunden.

Kondensstreifen entstehen - wenn es gengend kalt ist - durch den Wasserdampf, der aus den Flugzeugtriebwerken entweicht. Ist die Luft sehr feucht, knnen sie langlebig werden und sich so ausbreiten, dass sie den bekannten Zirruswolken hneln und von ihnen kaum noch zu unterscheiden sind. Sie werden Contrail-Zirrus genannt. Je dichter der Flugverkehr, um so zahlreicher sind natrlich auch die Kondensstreifen. In diesen Regionen sind etwa zehn Mal so viel vorhanden - besonders auch in der Schweiz. Die Wissenschaftler schtzen, dass zehn Mal mehr Contrail-Zirrus als linienfrmige Kondesstreifen den Himmel bedecken. Ihre Form ndert sich stndig durch die Turbulenzen; diese Phnome, auch die zum Teil rautenfrmigen Muster, knnen in Modellversuchen simuliert werden. Es ist sogar noch komplizierter: Die Kondensstreifen, werden sie vom Winde verweht, verwandeln sich nicht automatisch in Zirruswolken, sondern lsen sich zuerst auf. Nach wenigen Minunten geistern nur noch die Partikel - vom Boden aus nicht sichtbar - durch die Lfte. Dann aber kristallisieren sie sich erneut und werden zu groflchigen Eiswolken.

ber die Gre des Effekts und wie genau er das Klima beeinflussen knnte, wusste man bisher nicht genug. Aber mindestens drei Prozent der Zirruswolken sind im wrtlichen Sinn ein Abfallprodukt des Fliegens. Das EU-Luftfahrt-Forschungsprojekt "Tradeoff" hat im Jahr 2003 erwiesen, dass die immer hufiger auftretenden Contrail-"Wolken" auf das Konto der Fliegerei gehen. Die weien Zirren am Himmel lassen kurzwelliges Sonnenlicht zum Erdboden durch, blockieren Chemtrailsaber umgekehrt die Wrme, die die Erde in den Weltraum zurckstrahlt. Die real nicht existierenden Chemtrails wrden also genau das Gegenteil von dem erreichen, was ihnend ie Verschwrungstheorie unterschiebt: Die wrden den Treibhauseffekt noch verstrken und ihm mitnichten entgegenwirken.

Gegen Verschwrungstheorien helfen jedoch keine Argumente, ja, sie bestrkten ihre Verfechter nur in ihrem Glauben. Chemtrails sind die Dmonen des Industriezeitalters: Die Zeichen der Endzeit fr die, die die komplizierte Welt nicht mehr verstehen, ein riesiges gesphtes Menetekel: gewogen und so leicht befunden wie eine Zirruswolke.

Dieser Artikel von mir erschien am 29.03.2007 in der Schweizer Wochenzeitung.
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BURKS ONLINE 20.01.2007
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