www.burks.de Foren-bersicht www.burks.de
Burkhard Schr�ders [Burks] Forum - f�r Kosmopoliten und Kaltduscher
burks.de: Forum für Kosmopoliten und Kaltduscher
burksblog.de: ab 01.01.2008 geht es hier weiter!
privacyfoundation.de: German Privacy Foundation
 FAQ  •  Suchen  •  Mitgliederliste  •  Benutzergruppen   •  Registrieren  •  Profil  •  Einloggen, um private Nachrichten zu lesen  •  Login
 Das Natascha-Syndrom Nchstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Neues Thema erffnenNeue Antwort erstellen
Autor Nachricht
burks
Webmaster
Webmaster


Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 28.08.2006, 22:09 Antworten mit ZitatNach oben

Wissenschaft28. August 2006
Ixquick Metasuche
BLOGROLL


PRESSTHINK

INDUSTRIAL TECHNOLOGY & WITCHCRAFT

REGRET THE ERROR

JONET MEDIENLOG

NETZPOLITIK.ORG

MEDIA-OCEAN

RECHERCHE-INFO.DE

SCHOCKWELLEN-
REITER

BILDBLOG

JOURNALISM.ORG

CYBERJOURNA-
LIST.NET

NETZJOURNALIST

DIE GEGENWART

DIENSTRAUM

DON ALPHONSO

BLOGS!

EDITORIX

DRAMOLETTE

BEHINDERTEN-
PARKPLATZ.DE

SPREEBLICK

PR BLOGGER

WEITERBILDUNG-
SBLOG

INFAMY

MEDIENRAUSCHEN

ONLINE-
JOURNALISMUS.DE

PJNET TODAY

INTERNET HAGANAH

PUBLIZISTIK BERLIN

POINTERONLINE

RECHERCHE-
GRUPPE.TK

KREUZBERGER

GERMANOPHOBIA

PANTOFFELPUNK

ARIADNE

JUSTWORLD

WORTFELD

CHAN'AD BAHRAINI

THE TRUTH ABOUT ZIMBABWE

BAGHDAD BURNING

DAN GILLEMOR

POLITECH

REGISTAN

NORTH KOREA ZONE

SCREENSHOTS

GLUTTER

ANGRY CHINESE BLOGGER

SINAGABLOODY-
PORE

COMITTEE TO PROTECT BLOGGERS

INFORMATION POLICY

MEDIA BLOGGER ASSOCIATION

ETHAN ZUCKERMAN'S

INTERNET CENSORSHIP EXPLORER

INFOTHOUGHT

AMARJI

CHUZPE

AL JINANE

MON PUTEAUX

PERIODISTAS-ES

BITYCORAS

PERIODISTAS 21

BRIEF EINES ENTFHRUNGSOPFERS
Das Natascha-Syndrom
StockholmZugegeben: Mich hat das Thema stark interessiert. Natascha Kampusch, das Entfhrungsopfer in Wien, das acht Jahre in Gefangenschaft zubrachte, hat sich jetzt mit einem Brief an die ffentlichkeit gewandt (siehe unten). Ich nehme diesen Brief nicht ernst: Die Frau zeigt alle Symptome des Stockholm-Syndroms.

Dieser psychische Mechanismus ist sehr kompliziert und vermutlich schwer zu verstehen. Das ORF ber das "Stockholm-Syndrom": "Bei dem auch bei den Ttern zu beobachtenden Syndrom handelt es sich um einen unterbewussten psychologischen Schutzmechanismus.

Vor dem Gefhl, ausgeliefert zu sein, schtzen sich die Betroffenen seelisch dadurch, dass sie sich mit ihren Peinigern identifizieren. So versuchen sie, ein Minimum an Kontrolle aufrecht zu erhalten. "Wenn ich alles richtig mache, dann berlebe ich", so die berlebensstrategie laut Psychologenverband. Diese Bindung kann auch nach dem Ende der Gefahr weiter bestehen."


Auf Wikipedia ist zu lesen:
"Grundstzlich neigen Menschen dazu, in Zwangs- oder Abhngigkeitssituationen auch moralisch bzw. ethisch bedenkliche Handlungsweisen von Autoritten zu relativieren und eine Schutzhaltung fr sich zu entwickeln. (...) Die emotionale Nhe zum jeweils strksten Mitglied einer, auch kleinen sozialen Gemeinschaft hngt eng mit dem berlebenstrieb des Menschen zusammen und wird hufig auch nach dem Ende einer solchen Beziehung unbewusst verdrngt. Der so entstehende Selbstschutz erhlt i.d.R. die affektive Selbststeuerungsfhigkeit des Betroffenen und sorgt dadurch fr eine akute berlebenschance im Alltag."

Ich finde diese Erklrung, die einen Mechanismus der Evolution reflektiert, sehr gut, weil sie nicht moralisiert, sondern ein Verhalten in einen sinnvollen Zusammenhang stellt. Das "Fhrerprinzip" funktioniert auch im Kleinen: Wenn man nur einer Gruppe von Leuten glaubhaft suggeriert, sie wrden von auen bedroht, werden die meisten von ihnen zu irrationalen Massenteilchen und brllen nur noch: Fhrer befiehl, wir folgen!

Es erschttert mich jedoch immer wieder, wie Menschen die Realitt verdrngen knnen. Man kennt das von Verehrern hherer Wesen und anderen Aberglubischen. Aber sich in einem Gefngnis so zu fhlen, dass es als solches a posteriori gar nicht mehr wahrgenommen wird - das wirft ein bezeichnendes Licht auf den nur marginal vorhandenen Verstand der Menschheit. Natascha - das sind wir alle. Ausnahmen besttigen die Regel.
_________________________________________________________

"Sehr geehrte Journalisten, Reporter, sehr geehrte Weltffentlichkeit! Ich bin mir durchaus bewusst, welch starken Eindruck die Ereignisse der letzten Tage auf Sie alle gemacht haben mssen. Ich kann mir gut vorstellen, wie schockiert und bengstigend der Gedanke ist, dass so etwas berhaupt mglich ist. Ich bin mir ferner bewusst, dass Sie mir eine gewisse Neugier entgegenbringen und natrlich nhere Details ber meine Umstnde wissen wollen, in denen ich lebte.
Stockholm
Ich mchte Ihnen im Voraus jedoch versichern, dass ich keinerlei Fragen ber intime oder persnliche Details beantworten will und werde. Ich werde persnliche Grenzberschreitungen, von wem auch immer voyeuristisch Grenzen berschritten werden, ahnden. Wer das versucht, kann sich auf etwas gefasst machen. Ich wuchs heran zu einer jungen Dame mit Interesse an Bildung und auch an menschlichen Bedrfnissen.

Der Lebensraum: Mein Raum war hinreichend eingerichtet. Es ist mein Raum gewesen. Und nicht fr die ffentlichkeit zum Herzeigen bestimmt.

Der Lebensalltag: Dieser fand geregelt statt, meist ein gemeinsames Frhstck er hat ja meist nicht gearbeitet -, Hausarbeit, lesen, fernsehen, reden, kochen. Das war es, jahrelang. Alles mit Angst vor der Einsamkeit verbunden.

Zur Beziehung: Er war nicht mein Gebieter. Ich war gleich stark, aber symbolisch gesprochen er hat mich auf Hnden getragen und mit den Fen getreten. Er hat sich aber und das hat er und ich gewusst mit der Falschen angelegt. Er hat die Entfhrung alleine gemacht, alles war schon vorbereitet. Gemeinsam hat er dann mit mir den Raum hergerichtet, der nicht nur 1,60 Meter hoch war. Ich hab brigens nach der Flucht nicht geweint. Es war kein Grund zur Trauer. In meinen Augen wre sein Tod nicht ntig gewesen. Es wre sicherlich eine Strafe nicht der Weltuntergang gewesen.

Er war ein Teil meines Lebens. Deswegen trauere ich in einer gewissen Weise um ihn. Es stimmt natrlich, dass meine Jugend anders als die manch anderer ist, aber im Prinzip hab ich nicht das Gefhl, dass mir etwas entgangen ist. Ich hab mir so manches erspart, nicht mit Rauchen und Trinken zu beginnen und keine schlechten Freunde gehabt zu haben.

Botschaft an die Medien: Das einzige, wovor die Presse mich verschonen soll, sind die ewigen Verleumdungen meiner selbst, die Fehlinterpretationen, die Besserwisserei und der mangelnde Respekt mir gegenber.

Gegenwrtig fhle ich mich an meinem Aufenthaltsort wohl, vielleicht ein bisschen bevormundet. Ich hab es aber so beschlossen, nur telefonische Kontakte zu meiner Familie aufnehmen zu wollen. Ich werde selbst bestimmen, wann ich mit Journalisten Kontakt aufnehmen werde.

Zu meiner Flucht: Als ich das Auto im Garten putzen und aussaugen sollte, hat er sich whrend des Staubsaugerlrms entfernt. Das war meine Gelegenheit, ich lie den Staubsauger einfach laufen.

brigens nannte ich ihn nie Gebieter, obwohl er das wollte. Ich denke, er wollte das zwar so genannt -, meinte es aber nicht wirklich ernst.

Ich habe einen Vertrauensanwalt, der Rechtliches mit mir regelt. Die Jugendanwltin Pinterits ist meine Vertraute, mit Dr. Friedrich und Dr. Berger kann ich gut reden. Das Team von Herrn (Chefermittler Johann ) Frhstck war sehr gut mit mir. Ich lasse sie auch herzlich gren, aber ein wenig neugierig waren sie schon. Das ist allerdings ihr Beruf.
Stockholm
Intimfragen: Alle wollen immer intime Fragen stellen, die gehen niemanden etwas an. Vielleicht erzhle ich das einmal einer Therapeutin oder dann jemanden, wenn ich das Bedrfnis habe oder aber auch vielleicht niemals. Die Intimitt gehrt mir alleine.

Herr H. (der Freund Wolfgang Priklopils, der ihn kurz vor seinem Selbstmord mit dem Auto mitgenommen hat) das ist meine Botschaft soll sich nicht schuldig fhlen. Er kann nichts dafr, es war Wolfgangs eigene Entscheidung, sich vor den Zug zu werfen. Mit der Mutter von Wolfgang verbindet mich Mitgefhl. Ich kann mich in die jetzige Situation hineinfhlen und hineinversetzen. Ich und wir beide denken an ihn. Bedanken mchte ich mich aber auch bei allen Menschen, die an meinem Schicksal so sehr Anteil nehmen. Bitte lasst mich in der nchsten Zeit noch in Ruhe. Dr. Friedrich wird es mit dieser Erklrung erklren. Viele Leute kmmern sich um mich. Lasst mir Zeit, bis ich selbst berichten kann.

Natascha Kampusch


------------------------------------------------------------

BURKS ONLINE 28.08.2006
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfltigung nur mit Genehmigung des BurksVEB.

KOMMENTARE I
fr alle Leserinnen und Leser

KOMMENTARE II
nur fr registrierte Nutzerzinnen und Nutzer

DAS BILD DES TAGES

Holocaust-Memorial, Berlin Burks

Wissenschaft

Wer steckte den Reichstag an?
- Forschung widerspricht dem "Spiegel"

Der Jude Judas - ein Gutmensch
- Unter Koptologen

Interstellare Missionen?
- Neues Ionen-Triebwerk

Dmliches Design der Gehirnwindungen
- Rollback des religisen Wahns

Nuke the Baby Whales!
- Homo sapiens rottet die Konkurrenz aus

Alle Drogen freigeben?
- Keine Macht der Drogen-Paranoia

Penis-Puzzle
- Archologen entdecken Penis aus Stein

Se Space-Links zum Titan
- Huygens landet auf dem Saturn-Mond

Schule macht dmmer
- PISA II: Schler haben wenig Ahnung von Computern

Bankrott der Drogentherapie
- Den goldenen Schuss gibt es nicht

Mrderischer Cocktail
- Krankenpfleger gesteht weitere Morde

Ist die Vinland-Karte echt?
- Die Vorlufer des Kolumbus

Gehirnforschung
- Journalisten haben mehr im Hirn

Einfhrung in die Sprengchemie
- Rezepturen diverser Explosivstoffe

Nahtoderfahrungen
- Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Archologie
- Der Riesenpenis von Zschernitz

Neues vom CCC
- Oktopus oder Wal?

Der kleine Chemiker
- Am Vorabend des 1. Mai

Das Wort zum Sonntag
- Die Nibelungen

sthetik
- Wann ist ein Mann schn?[/size]

Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Beitrge der letzten Zeit anzeigen:      
Neues Thema erffnenNeue Antwort erstellen


 Gehe zu:   



Nchstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group :: FI Theme :: Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde