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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 17.01.2006, 19:22 Antworten mit ZitatNach oben

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Kleines Netzeitung-Bashing
ScreenshotRecherchieren - wie geht das? An schlechten Beispielen soll man lernen. Heute eignet sich die Netzeitung als pdagogisch wertvolles Beispiel dafr, wie man es nicht machen sollte. Zum Thema "Einweilige Verfgung gegen Wikipedia" erschien dort am 13.01.ein Artikel, an dem fast jeder Satz falsch ist. Von Internet-Recherche keine Spur.

rgerlich, dass auch der Fernsehsender N24 und andere Medien ihre Texte von der Netzeitung beziehen. Und noch rgerlicher ist, dass fast alle der inhaltlichen Fehler htten vermieden werden knnen, wenn man ein paar Minuten Google oder eine andere Suchmaschine bemht htte. Was haben die sich dabei gedacht? Liebe KollegInnen, das war und ist grottenschlecht!

Im Wikipedia-Artikel steht der brgerliche Name des Hackers "Tron". Schon der zweite Satz des Subtitels der Netzeitung ist falsch: "Dagegen gibt es eine Einstweilige Verfgung doch die ging an die falsche Adresse." Mitnichten. Das Amtsgericht hat die ursprngliche Adresse, die vermutlich vom Antragsteller genannt wurde, korrigiert. Das kommt davon, wenn man alles abschreibt. Die Falschinformation steht im Standard online.

Die Netzeitung gibt unumwunden zu:
"Wie die sterreichische Zeitung Der Standard berichtet..." Der Standard hat den Artikel am "13. Jnner 2006 14:48" Uhr publiziert. Wie der Pressespiegel bei Wikipedia zeigt, haben sowohl Telepolis (nun gut, das war ich selbst) als auch Spiegel online schon am 10. Januar berichtet, von den zahlreichen Blogs ganz zu schweigen. Es ist also nicht ntig, drei Tage spter irgendwo (und schon gar nicht in sterreich!) irgendwas abzuschreiben, ohne auch nur ein Wort nachzurecherchieren.
Screenshot
Falsch ist auch die Behauptung, dass der Hacker
"in Medien in der Regel nur unter Boris F. vorkam." Auslndische Zeitungen haben in der Regel den Namen genannt - und auch einige deutsche Zeitungen.

Die Netzeitung entbldet - mit Verlaub! - sich nicht, den Quatsch beim Standard kritiklos wiederzukuen: Der Klarname fnde sich noch auf Wikipedia
"...aufgrund eines Fehlers des Gerichts, das den Beschluss nach St. Petersburg in Russland schickte, statt nach St. Petersburg, Florida, wo die Wikipedia-Foundation ihren Sitz hat." Auch Bldinn. Der Name ist noch da, weil die Verfgung korrekt abdressiert, aber bis jetzt nicht zugestellt worden ist und auch begrndete Zweifel bestehen, ob das irgendetwas bewirken wrde.

Es geht munter weiter:
"Zudem steht Wikipedia sich nicht im Unrecht: Man fhrt Juristen ins Feld, die die Namensnennung als Ermessenssache bezeichnen." "Man" ist immer ein Risiko fr Journalisten. Das schreibt man nur, wenn man nicht wei, wer es war oder den Taxifahrer oder andere "gewhnlich gut unterrichtete Kreise" zitiert. Die Wikipedia Foundation hat sich offiziell nicht geuert - warum sollte sie auch? Und boshafte Kritikaster wie ich vermuten, dass man sich alles aus den Fingern gesogen hat.

Und weiter. Nicht die Polizei "legte" den Fall als Selbstmord ab, sondern die Staatsanwaltschaft. Das ist ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Unterschied. Die Polizei kann gar nichts "ablegen".
"Allerdings gibt es zu dem Fall in der Szene andere Theorien." In der Szene? ScreenshotEs kursieren Verschwrungstheorien. Wenn die Netzeitung die nicht als solche benennt, dann msste sie auch schreiben: Die Amerikaner sind auf dem Mond gelandet. Allerdings gibt es zu dem Fall in der Szene andere Theorien.

Sehr hbsch auch der geheimnisvolle Schlusssatz:
"...auch CCC-Sprecher Andy Mller-Maguhn hat die Selbstmord-Version mehrfach in Zweifel gezogen." Und? Was will uns die Netzeitung damit sagen? Dass man Verschwrungstheorien ernsthaft diskutieren muss? Wo wird eine andere Meinung zum Thema erwhnt? Gar nicht? Schon vergessen? Man darf etwas nur behaupten, wenn man zwei, besser: drei unabhngige Quellen hat. Die Netzeitung hat in diesem Fall gar keine. Sie schreibt nur Unfug ab. Und der steht nicht nur einmal in einem Blatt, sondern vermutlich jetzt fr lange Zeit online. Das ist kein Journalismus, sondern ein Schmarrn und eine Schlamperei sondergleichen.
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BURKS ONLINE 17.01.2006
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