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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 05.06.2005, 21:45 Antworten mit ZitatNach oben




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Diese Frauen kenne ich

Von Burkhard Schrder


1436983 500 554 Euro Staatsschulden, berichtet die FAZ. Grund genug, sich mit den Weltluften, die nur nerven, eine kleine Weile nicht zu beschftigen, sondern sich dem Privatleben zu widmen. Erstaunlich, wie in der Rckschau die Jahrzehnte zusammenschnurren in Personen, die wichtig waren.

Da war die Studenten-WG in der Charlottenburger Knesebeckstrae, zwei Frauen, zwei Mnner, zwei Katzen, immer ein gedeckter, riesiger Tisch la Kommune I, drei Hochbetten und ein Klavier. Wenn ich mich recht erinnere, exakt zwischen 1977 und 1982. Staatsexamen, ein halbes Jahr sdamerikanische Anden zwischendurch, Grndung eines Taxibetriebes. Anne ist jetzt schon zweifache Mutter. Kinder, wie die Zeit vergeht.

Ende der Siebziger: Bettina, die Schne mit dem Pali-Tuch, die Zeit, in der man sogar Liebesbriefe mit politischen Parolen versah (unten). Fernbeziehung nach Hamburg: Spaziergnge an der Alster, Urlaub an der Nordsee mit dem VW-Bully.

Ich habe mal gerade gezhlt, da zur Zeit in den Hausmitteilungen ohnehin alte Lieben auftauchen (vielleicht habe ich nur gerade meine melancholischen Frhjahrs-Wochen): Bettina, das sind schon 28 Jahre her. Und sie ist aktiv und zielstrebig wie immer. Jaja, hhere Tochter, und jetzt double income, one older kid outside, Eigentumswohnung. Und natrlich kein Pali-Tuch mehr. Ach ja, die Erinnerung kommt wieder: da war doch noch eine Nacht in Hamburg, viel, viel spter. Aber wenn man sich einmal geliebt hat, dann liebt man sich immer, nur vielleicht auf eine andere Art. Und manchmal wird man auf die erstere Art auch rckfllig. Aber mit dieser Lebensweisheit werde ich bei den geneigten Leserinnen und wohlwollenden Lesern vermutlich krftigen Widerspruch ernten. Oder etwa nicht?

Wie ist das, wenn so genannte Prominente ihre Biografien schreiben (lassen): in welcher Form tauchen die Ex-LebensabschnittsgefhrtInnen dort auf? Ich lese derartige Bcher nie, da ich mit Homer, Wolfram von Eschenbach, Goethe und Thomas Mann aufgewachsen bin, zumindest seit dem Studium. Werden auch Fotos abgedruckt - wie dieses (rechts), das ich immer noch s finde? Braucht man dazu die Erlaubnis, oder wird ein Mensch, der im Intenet erwhnt wird, dadurch automatisch eine Person des weltffentlichen Interesses? Das wre lustig, aber Juristen wrden mich mit allergrter Wahrscheinlichkeit teeren, federn und anderweitig verhackstcken.

Und wenn ich die Zeit Revue passieren lassen, fllt mir auf, dass ich irgendein unerklrbares Faible fr widerborstige Mdchen habe, die manchmal finster dreingucken. So wie das Mdchen gerade im TV, in Tiger and Dragon. Aber wo begegnet man in Kreuzberg einer chinesischen Schwertkmpferin? Mann: "Ich will dein Lehrmeister sein! Auf die Knie!" Frau: "Niemals!" Und zieht das Schwert. Das sind Beziehungsdiskussionen, wie man sie sich wnscht.

Da wir, liebe unbekannte Surferin und lieber anonymer Surfer, ins Plaudern geraten: Neulich dachte in an das Buch, das mich in meiner Kindheit am meisten politisch beeinflusst hat: "Die Chronik des Staates Neulati" von Lother Sauer, das spter als "Die Jungen von Neulati" neu aufgelegt wurde. Ich habe es mit elf oder zwlf Jahren gelesen, ja verschlungen, viele Male. Ein paar Freunde grnden einen "Staat", sie lesen auf der Suche nach einem Namen Italien rckwrts und entscheiden sich dann fr Neulati - eine Demokratie, mit gewhlten Funktionstrgern. Sie bauen sich eine "Hauptstadt" im Wald und entdecken dabei einen unterirdischen Gang. Ihre "Gegner" sind Jungen, die sich von einem autoritren Anfhrer leiten lassen. Es kommt natrlich zum "Krieg", zwischendurch explodiert noch eine Fliegerbombe, aber die Demokraten, obzwar in der Minderzahl, gewinnen gegen die mit dem Fhrerprinzip. Das ist irgendwie immer noch aktuell.

Dann war da noch Susanne aus dem Siegerland, die in Mnchen studierte. Wir haben uns in einem Hotel in Mexiko kennengelernt und sind dann drei Jahre spter zusammen kreuz und quer durch Mittel- und Sdamerika gereist - meine zweite Reise in meine zweite Heimat. Das Bild zeigt uns (o hheres Wesen, wie sehe ich denn da aus?!) 1982, zusammen mit einem Freund aus Quebec, der uns damals etwas von der kanadischen Separatistenbewegung vorschwrmte. Heute alles olle Kamellen.

Wo war das eigentlich, der junge Mann und das Meer? Wenn ich mich recht erinnere, auf dem autofreien Baltrum. Keine Ahnung, wieso wir 1981 da hingefahren sind. Sieht aber gut aus. Vielleicht wrde Klaus Theweleit das Foto angemessen deuten knnen - und dessen tiefenpsychologischen Konnotationen: Ein Mann, unruhiges Wasser, Plastik? Sagt uns das was? Wenn ja, dann habe ich das seit der Lektre der Mnnerphantasien vergessen. In diesem Sinne: Guten Abend!


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BURKS ONLINE 07.07.2004
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