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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
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BeitragVerfasst am: 05.12.2004, 12:47 Antworten mit ZitatNach oben


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Die Kinder der Hausbesetzer

Von Burkhard Schrder

eine Art SchleiertanzSchn, dass es Vorurteile gibt. Sie erleichtern das Leben. Man muss sich die Welt nicht immer neu erklren, sondern hat immer schon ein Urteil vor dem Urteil parat. ber Berlin, insbesondere Kreuzberg, heisst es: "SO 36 und die Oranienstrae galten bis vor wenigen Jahren als der heieste Teil Berlins. Hier lieferten sich Hausbesetzer, Punks, Anarchos erbitterte Straenschlachten mit den "Bullen". Berhmt geworden sind auch die Kreuzberger Nchte.

Leider ist der Dezember die Zeit der Kreuzberger Nchte. Man ist gezwungen, will man das soziale Umfeld in dieser schnellebigen Zeit einigermaen stabil halten, an allen mglichen oder unmglichen Feiern teilnehmen: Geburtstagsfeiern, pseudo-christlichen Weihnachtsfeiern von Redaktionen und an anderen Jubilen. Was unter anderem dazu fhrt, dass Weblogs zeitweilig verwaisen, weil der Autor unter dem Einfluss schngeistiger Getrnke dazu weniger gut in der Lage ist, kommt er von einer der oben angefhrten Feiern allzu spt in sein trautes Heim zurck.
singende hausbesetzer-Kinder
Spiggel.de ist bekanntlich kein journalistisches Weblog, sondern versammelt neben verleumderischen Hetzartikeln gegen die kackbraunen Kameraden und metatheoretischen Abhandlungen ber den jmmerlichen Zustand der Medien vor allem allzu Privates, das die Welt rein gar nicht interessiert, sondern nur die geneigten Stammleserinnen und die wohlwollenden Stammleser. Heute begeben wir uns virtuell und a posteriori ins hinterste SO ("Sdost") 36 in die Cuvrystrasse. Ehemalige Hausbesetzer, inzwischen etabliert, aber immer noch der Geruch von Grofamilie, Hausgemeinschaft, verschrfter Gruppendynamik. Eine Freundin feiert Geburtstag. Die bliche Fete mit Musik, gutem Essen und viel sinnfreiem Smalltalk. Und eine Dame fhrt einen vorgeblich orientalischen Schleiertanz auf, unter den Klngen traditioneller Weihnachtsmusik, um das Ganze aufzulockern. Zu diesen Anlssen darf man eben alles, wenn es gut gemeint ist. Geschmacksfragen werden nicht diskutiert.
Babs
Und dann die Kiddies. Als die Steine flogen, das Privateigentum an Wohnungen kurzfristig und massenhaft in Frage gestellt wurde und man sich kennenlernte, waren sie noch gar nicht geboren. Und jetzt sind sie schon in der Pubertt, kichern herum, tanzen ebenso nach derselben Musik und amsieren sich. Und dann geben sie ein singendes Geburtstagsstndchen. Ist das nicht s?

Freunde sind dazu da, dass man sich gegenseitig beisteht und frdert. Deshalb hier ein kurzer Werbehinweis. (Und noch einer.) Was aus Hausbesetzern in Berlin nicht alles werden kann! Was die Presse verschweigt: Babs und ich hatte auch einmal ein gemeinsames Taxi-Unternehmen. Im Sptkapitalismus muss man flexibel sein, insbesondere das Dienstleistungsgewerbe betreffend. Und wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Journalisten, Zahnarzthelferinnen, Taxifahrern, Hausbesetzern und Hotelbesitzerinnen? Alle dienen irgendwie dem Gemeinwohl. Und das war schon immer so, auch damals, als die Steine flogen.


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BURKS ONLINE 05.12.2004
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