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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 03.10.2004, 14:01 Antworten mit ZitatNach oben




POLITIK
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SOLL MAN MIT DEN BRAUNEN KAMERADEN DISKUTIEREN?

Die Neonazis verzaubern

Von Burkhard Schrder


Ulbricht und GoebbelsIn Deutschland sind immer die Grenzen ein Problem, real und im Kopf. Im Land der Jger- und Maschendrahtzune mchte man genau wissen, wer wo warum steht. Das weltanschauliche Reinheitsgebot wird jetzt durch die dunkelbraunen Kameraden auf eine harte Probe gestellt. Die sind dort, wo die Demokraten miteinander reden - im Parlament - und mchten mitspielen. Die Guten basteln mittlerweile an Verhaltenskodices, ob man mit Holger Apfel und hnlichen Hohlbirnen zusammen im TV auftreten soll. Natrlich: der Deutsche, auch der politisch grne Deutsche, redet nur, wenn er gefragt ist und braucht die dazu passende Dienstanweisungen und Durchfhrungsbestimmungen. Das Melden, Durchfhren und Verbieten, sonst eine Lieblingsbeschftigung der Guten, hat nicht funktioniert. Dumm gelaufen eben.

Die Grnen planen eine Ausfhrungsverordnung, wie mit der NPD umzugehen sei. Spiegel online berichtet: "Mit fnf Punkten wollen die Grnen-Politiker dem Umgang mit der rechtsradikalen NPD einen Rahmen geben: Man drfe die NPD-Politiker nicht wie gewhnliche Abgeordnete behandeln, msse klar machen, dass es sich um eine Partei handele, die nicht auf dem Boden der Verfassung argumentiere, ber Ausschreitungen und rassistische uerungen msse man aufklren und diese bekannt machen. Die demokratischen Parteien mssten in dieser Angelegenheit zusammenarbeiten."

So neu kommt einem das nicht vor. Will man zwischen gewhnlichen und ungewhnlichen Abgeordneten trennen, stellt sich schnell die Frage: Wo genau ist jetzt der Unterschied zwischen einem Antisemiten mit CDU-Parteibuch und dem ohne? Sollen Salonfaschisten la Junge Freiheit beim journalistischen Frhschoppen mitdiskutieren, oder ist das Blatt zu "ungewhnlich"? Vermutlich muss man da, wie es Sitte und Brauch ist in Deutschland, zunchst die Experten des Verfassungsschutzes fragen, ob die einen rechten Ismus vermuten oder ob die betreffenden Kameraden, die sich ins TV drngen, extrem rassistisch sind oder nur ein bisschen. Trifft letzteres zu oder ist der braune Diskutant zwar Ex-SS-Mann und stolz darauf, dabei gewesen zu sein - wie Franz Schnhuber, langjhriger Ehrenvorsitzende des byarischen Journalistenverbands, braucht man nicht fluchtartig das Studio zu verlassen.
Fubreit
Sachens Ministerprsident "...Milbradt hlt es fr richtig, die NPD in harten Auseinandersetzungen zu entzaubern." Welcher Zauber wirkt denn hier? fragt sich der Hobby-Ethnologe - und vermutlich fragen das auch die geneigten Leserinnen und wohlwollenden Leser dieses kleinen Familienforums. Haben die Neonazis die Whler verzaubert, dass die nicht mehr wussten, was sie taten, als sie ihre Kreuzchen an der falschen Stelle machten? Die Formulierung ist so verrterisch, dass sie die relevante Frage beantwortet: die demokratischen Parteien wissen immer noch nicht, warum die undemokratische Konkurrenz jetzt leider neben ihnen sitzt. Vielleicht hat die NPD-Fhrung vor den Wahlen in Sachsen und Brandenburg sich heimlich kleine Stoffpuppen von Milbradt, Platzeck und Gerhard Schrder besorgt und mit Nadeln gespickt, um die magisch zu piesacken?

Gegenfrage: warum sollte man nicht mit Neonazis diskutieren? Was knnte schon passieren? Wer sich weigert, gibt zu, dass er (oder sie) frchtet, "argumentativ" ber den Tisch gezogen zu werden. Man knnte einen der blichen sinnfreien Textbausteine, aus denen sich der antifaschistische Diskurs zusammensetzt, hervorkramen und laut rufen: Faschismus ist keine Meinung, sondern usw.. Gegen rassistische Vorurteile kann man ohnehin nicht rational argumentieren. Liebe AntifaschistInnen! Wer nicht redet, zeigt Feigheit vor dem Feind! Sogar Peter Glotz hat das erkannt: "Die Haltung eines Journalisten, der sagt, der kommt nicht in meine Sendung und dem biete ich kein Podium, das ist ein arroganter Pinsel und kein Journalist." Sehr wahr, hrt, hrt! Wer schweigt, weil der Feind neben einem sitzt, verzichtet auf die schne Gelegenheit, das Publikum mit linkspopulistischen Parolen erfolgreich zu indoktrinieren. Und das wre doch sehr schade.

Aber genau das ist das Problem: die Guten wissen oft gar nicht, mit wem sie es zu tun haben. Sie versuchen den Auslnderdiskurs und tappen damit in jede rhetorische Falle, die denkbar ist. Oder verkrampfen sich in Totalitarismus-Doktrinen, die das "Extreme" vom "Normalen" scheiden wollen. Auch das muss gnadenlos schiefgehen.

Da heute Sonntag ist, ein vershnlicher Schluss. Liebe Guten! Liebe gut meinende Gemeinde, liebe LichterkettentrgerInnen, sehr geehrte Mut-gegen-rechts-Habende und Toleranz-Zeigende, liebe inlndischen MitbrgerInnen! Es gibt nur eine Methode, mit Neonazis zu reden: man muss sich mit der Vorurteilsforschung auseinandersetzen und kognitiv dissonant sein. Was das bedeutet? Natrlich gibt es zu viele Auslnder in Deutschland. Und Neonazis haben auch gar nichts gegen Auslnder. Das kapiert ihr nicht? Quod erat demonstrandum.
Hehl
Ich wrde Neonazis nur eine Frage stellen - und dann wre die Diskussion schon vorbei, weil die Sache so klar ist, wie man sie sich nur wnschen kann. Sehr geehrte kackbraune KameradInnen: Wer ist eigentlich das Volk? Und wenn dann die unvermeidliche vlkische und rassistische Soe hervorquillt und KameradIn Hohlbirne erklrt, dass die Abstammung, die Biologie oder die Leitkultur angeblich diese Frage beantworte, dann klatsche ich mir auf die Schenkel vor Lachen. Aber das tue ich ja auch, wenn ich die Antworten auf die Fragen hre, die ich zu eben demselben Thema einem "gewhnlichen" Abgeordneten stelle, etwa dem Kameraden Michael Glos (CSU).

Das Foto ganz oben zeigt den Genossen Ulbricht (KPD, 2.v.r.) und den Kameraden Goebbels (NSDAP, ganz links) bei einer gemeinsamen Diskussion am 27. Januar 1931 in Berlin.


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BURKS ONLINE 03.10.2004
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