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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 27.08.2004, 18:20 Antworten mit ZitatNach oben



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Aktuell27. August 2004
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SEXISMUS, PORNOGRAFIE, EROTIK?

Pornos, PCs und Polizisten

Von Burkhard Schrder


Polizisten in Bremen haben ihre Dienstcomputer benutzt, um private E-Mails zu versenden. 80 Beamte mssen mit einem Disziplinarverfahren rechnen, gegen 24 von ihnen wird wegen des Verdachts ermittelt, pornografische Bilder verschickt zu haben. Das teilte die Polizei Bremen mit.

Das waren die mehr oder minder nackten Tatsachen in mehr oder minder gutem Deutsch. Polizisten, Internet, Pornos - eine unschlagbare Kombination von Begriffen. Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser dieses kleinen frauen- und familienfreundlichen Forums ahnen schon, was jetzt folgt: eine medien-, ja metatheoretische Analyse dessen, was die geschtzten Online-JournalistInnen daraus gemacht haben.

Tomorrow und Focus online berichten gleichlautend: "In Bremen werden 24 Polizisten verdchtigt, ber ihre Dienstcomputer pornografische Fotos per E-Mail verbreitet zu haben.[...]56 weitere Polizisten erwarten Disziplinarverfahren. Sie sollen sexistische Darstellungen weiter geleitet haben." Von Sexismus war in der Pressemeldung nicht die Rede. Man knnte natrlich vermuten, wenn es denn pornografische Darstellungen waren, die - in dubio pro reo! - verbeitet wurden, dass diese auch sexistisch waren. Aber nur Alice Schwarzer knnte das letztlich genderphilosphisch beantworten, und auch nur dann, wenn sie die Bildchen gesehen htte. Die Bremer Polizei gebraucht korrekt und mnnerfreundich das Wort "Polizeibeamte/Innen". Man darf also auch vermuten, die Tter seien ausschlielich Beamtinnen, die sich gegenseitig Lesbenfotos zugeschickt haben. Oder auch nicht. Man wei es nicht, sollte es also nicht behaupten.

Spiegel online hingegen ist frauenfreundlich und verdchtigt nur Mnner: "80 Polizisten htten die E-Mailfunktion zur Versendung von Material missbraucht, das den Grenzbereich zwischen erlaubten Abbildungen und pornographischen Darstellungen berschritten haben knnte, teilte die Bremer Polizei mit."

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: worum knnte es sich bei diesem Grenzbereich handeln? Was Pornografie ist, wei ohnehin niemand so recht; das Thema wurde auf spiggel.de fast erschpfend hin- und hergewendet. Da ist oft vage von "allgemeinen gesellschaftliche Wertvorstellungen" die Rede. Was das ist, wird sich vermutlich beim Thema Sexualitt im 21. Jahrhundert niemand mehr erkhnen zu definieren.

Dieses kleine Familienforum arbeitet krftig daran mit, insbesondere mit Hilfe ausgesuchten Bildmaterials, dass sich diese gesellschaftlichen Vorstellungen ndern - zuungunsten der verkniffenen protestantischen Askese und Heuchelei, durch die sich die Jugendschutzwarte gemeinhin auszeichen. Und zuungunsten des medialen Mainstreams, der gleich mit verkniffenen Lippen mangelnde Serisitt wittert, wenn der Mensch, insbesondere in seiner weiblichen Form, sprlich bekleidet digital dargereicht wird.

Warum haben sich die Polizisten berhaupt erwischen lassen? Ganz einfach: weil die Polizei immer noch dilettantisch mit E-Mails umgeht. Man verschickt nur elektronische Postkarten. Dafr msste der Systemverwalter der Bremer Polizei gerdert und gevierteilt werden. In den Medienberichten heisst es ausserdem: "Systemadministratoren seien durch gezielte Suche auf diese "dienstlichen Verfehlungen" aufmerksam geworden" Da hat der Betriebsrat aber geschlafen: "gezielte Suche?" Man liest die E-Mails der Beamten? Das ist auch dann verboten, wenn man private Mails vom Arbeitsplatz nicht schreiben darf. Aber wen interessiert das: deutsche Medien garantiert nicht. Die nutzen beim Stichwort "Internet" jede Chance zu suggerieren, dass man damit Bses anstellen kann.

Man ist ja froh, wenn man nur selten den groben Unfug lesen muss, den e110, - "das Sicherheitsportal wird Ihnen prsentiert von Eduard Zimmermann" - zum Thema verbreitet: "Die Verbreitung pornografischen Materials ist strafrechtlich verboten, wenn der Empfnger dieses nicht angefordert hat. Die Versendung erotischer Bilder ist dagegen erlaubt." Aha. Man darf also harte pornografische Bilder verbreiten, wenn jemand darum bittet? Wir setzen selbstverstndlich und stillschweigend voraus, dass jeder geneigte Leser und jede wohlwollende Leserin instndig und permanent auf Knieen fleht, mit dem einschlgigen Material versorgt zu werden. Und wer ist im deutschsprachigen und werbefreien Weltnetz fr den Grenzbereich zwischen Erotik und Pornografie zustndig - wenn nicht spiggel.de?

Bitte die Bilder anklicken, um sie in Originalgrsse zu sehen! Nur fr registrierte PolizistInnen des Forums - nicht nur wegen des Urheberrechts! Username und Passwort finden Sie - wie gewohnt - hier.)


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BURKS ONLINE 27.08.2004
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