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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
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BeitragVerfasst am: 29.06.2004, 14:18 Antworten mit ZitatNach oben

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Aktuell29. Juni 2004
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"CASA" VON DEBORAH COLKER

Streiten, Sex, Tanzen, Duschen

Von Burkhard Schrder


Colker

Freiwillig wre ich nicht in die Komische Oper Berlin gegangen. Tanztheater, Ballett: Menschen mit schlanken Krpern tanzen auf Zehenspitzen nach vermutlich kitschiger Musik und man fragt sich stndig: was will einem der Knstler damit sagen? Im Gegensatz zu den Videoclips in den einschlgigen Sendern fr Berufsjugendliche halten Tnzer wenigstens den Mund. Aber die suggestive Kraft der Frauen war wieder mal strker: ich habe mir gestern in angenehmer Begleitung "Casa" (span.: Haus) von Deborah Colker angesehen. Und musste mein Kulturbanausentum glatt widerrufen.
Casa
Tanz: eine Art, das alltgliche Tun anders darzustellen. Im Gegensatz zu einem Theaterstck ist Tanz Krperpantomime: Leute reden, streiten, lieben sich, aber das alles wird nicht direkt gezeigt. Tnzer reden, ohne den Mund zu ffnen, sie streiten, ohne dass man Partei ergreifen kann, weil man nicht wei, wer Recht hat, und natrlich ist Sex auf der Bhne tabu. Warum also sich das Indirekte antun, wenn man doch das Direkte woanders viel realistischer bekommt?

"Casa" ist anders: ein nach vorn offenes dreistckiges Gebude dominiert die Bhne. Man fhlt sich an eine Fabriketage erinnert. Dazu "gute Schreinerarbeit" (Zitat meiner Begleitung): berall Leitern, Luken, Tren und Quergnge. Das Tanzensemble tobt tanzend durch die Etagen, klettert die Leitern auf und ab, lsst sich fallen, die Szene verwandelt sich in ein Freibad, Mnner entkleiden sich, sonnen auf dem Handtuch, eine Frau duscht ganz real, Paare schmiegen sich aneinander, verfolgen sich, pbeln wortlos herum, Tren knallen, man vertrgt sich wieder, ein Dutzend Menschen kocht, backt und brt gleichzeitig wie beim Synchronschwimmen und nur als Luftnummer - und alle tanzen ununterbrochen. Das ist groe Unterhaltung und fr selbst fr Berufsnrgler wie mich keine Sekunde langweilig.

Nur die Musik ist gewhnungsbedrftig. Nicht jeder kennt und mag Henryk Mikolaj GreckiCasa - eher ein Geheimtip fr Choreografen und weniger ein Ohrwurm. Und Maurice Ravel hasste ich schon vor vierzig Jahren beim Klavierunterricht.

Leider war gestern die letzte Vorstellung. Das Publium tobte vor Begeisterung, und die Tnzerinnnen und Tnzer freuten sich. Vorurteile, das ist bekannt, ndern sich nicht durch Argumente, sondern, wenn berhaupt, durch reales Erleben. Ich muss daher zugeben: Balett kann richtig klasse sein.

Die Abbildung ganz oben zeigt Deborah Colker in einem Interview whrend ihrer Tournee durch England. Colker hat zwei Kinder, ist von von ihrem langjhrigen Freund und Manager geschieden, lebt in Rio de Janeiro und besitzt mindestens fnf Hunde.

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BURKS ONLINE 29.06.2004
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