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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
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BeitragVerfasst am: 17.05.2004, 13:58 Antworten mit ZitatNach oben









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FAIR & ACCURACY IN REPORTING

Bushs und Powells Lgen

Von Burkhard Schrder


US-Auenminister Colin Powell hat zugegeben, dass die Berichte des Geheimdienstes CIA vor dem Irak-Krieg ber mobile Waffenlabore in dem Land falsch waren. Powell hatte im Februar 2003 vor dem Sicherheitsrat diese Labore als Beweis dafr genannt, dass der damalige Machthaber Saddam Hussein nach Massenvernichtungswaffen strebe. Poweill sagte dem Sender NBC gestern, er habe das vorgetragen, was die CIA ihm an Informationen gegeben habe. Er hatte sich damals auf "Informationen aus erster Hand" berufen - von einem irakischen Chemieingenieur, der zum Westen bergelaufen war. Es handelte sich bei dem Informanten um den Bruder eines Vertrauten des irakischen Politikers Ahmed Schalabi, der sich stets fr einen Einmarsch der USA in Irak ausgesprochen hatte. "But it turned out that the sourcing was inaccurate and wrong and in some cases, deliberately misleading. And for that, I am disappointed and I regret it."

Aus aktuellem Anlass dokumentieren wir eine Presseerklrung von FAIR (Fairness & Accuracy in Reporting) vom 18. Juli 2003: "Bush Uranium Lie Is Tip of the Iceberg". Deutsche bersetzung vom Friedenspoltischen Ratschlag, Abdruck mit freundlicher Erlaubnis von Dr. Peter Strutynski.
Satellitenfotos
"Die Medien sollten ihr Augenmerk nicht nur auf die "16 Wrter" richten, die US-Prsident Bush in seiner Rede [deutsche Version] zur Lage der Nation am 28. Januar 2003 darauf verwendete, dem Irak vorzuwerfen, er habe versucht, waffenfhiges Uran in Afrika einzukaufen (Der Satz lautet in der deutschen bersetzung: "Die britische Regierung hat in Erfahrung gebracht, dass Saddam Hussein vor kurzem betrchtliche Mengen Uran aus Afrika beschaffen wollte.") Die unabhngige "FAIR"-Organisation, die seit 1986 die Medienberichterstattung kritisch verfolgt, hat in einer jngsten Erklrung (vom 18. Juli 2003) darauf aufmerksam gemacht, dass es weitere Punkte in derselben und in anderen regierungsoffiziellen Reden gibt, die vorher ebenfalls widerlegt bzw. nicht bewiesen wurden.

Wir fassen die sechs Punkte, die in dem FAIR-Bericht genannt und ausfhrlicher beschrieben werden, kurz zusammen. Die Langfassung dokumentieren wir im amerikanischen Original."


Aluminium-Rhren
In der Rede zur Lage der Nation hat Prsident Bush behauptet, der Irak habe "versucht, hochfeste Aluminiumrohre zu kaufen, die zur Herstellung von Nuklearwaffen geeignet sind". Einem Bericht der Washington Post zufolge, der Monate vorher, nmlich am 19. September 2002 erschienen war, haben fhrende Wissenschaftler und ehemalige Waffeninspekteure betont, dass es sehr schwierig sei, solche Rohre fr die Uran-Produktion zu benutzen. Viel wahrscheinlicher sei es, dass sie zur Herstellung von Artillerie-Geschossen gedacht waren.

Irak/Al-Kaida-Verbindung
George Bush hat in seiner berhmten Rede auf der "Abraham-Lincoln" am 1. Mai 2003 ber das besiegte Irak-Regime gesagt: "Wir haben einen Bndnispartner von Al Kaida beseitigt ..." Whrend die angebliche Verbindung zwischen Al Kaida und Saddam Hussein eine der frhen Rechtfertigungen fr einen Krieg war, hat es einen Beweis dafr nie gegeben. Einen Beweis gibt es indessen nur dafr, dass die US-Administration alles daran gesetzt hat, so eine Verbindung beweisen zu wollen. Dies habe vor kurzem der frhere General Wesley Clark auf einer Pressekonferenz ("Meet the Press") besttigt.

Die Anhnger
Prsident Bush prsentierte im Mai 2003 zwei Anhnger (trailors), die entdeckt worden waren, als Beweis dafr, dass der Irak verbotene Waffen besitze. Im Polnischen Fernsehen sagte er: "Wir haben Massenvernichtungswaffen gefunden. Wir haben biologische Labors gefunden". Und er sprach davon, dass bald noch mehr dieser beweglichen Labors gefunden wrden. (In der Rede zur Lage der Nation hatte Bush gesagt: "Von drei irakischen berlufern wissen wir, dass der Irak Ende der neunziger Jahre mehrere mobile Labors fr biologische Waffen unterhielt.") Auch hier sieht die Wahrheit anders aus. In der US-Administration selbst sind ernsthafte Zweifel aufgetaucht, ob diese Anhnger berhaupt irgend etwas mit biologischen Waffen zu tun htten - Zweifel, die bald auch in einem Artikel in der New York Times (7. Juni 2003) geuert wurden. Es ist kein Beweis dafr aufgetaucht, dass diese Anhnger fr etwas anderes bestimmt seien als fr die Produktion von Wasserstoff fr Artillerie-Ballons, wie gefangen genommene Iraker ausgesagt haben (laut London Observer vom 8.06.2003).

Waffeninspektionen
Vor kurzem hat Bush die Geschichte des Vorkriegskonflikts hinsichtlich der Waffeninspektionen vollkommen falsch dargestellt, als er am 14. Juli sagte: "Wir gaben ihm (Saddam) eine Chance, die Inspekteure herein zu lassen, und er wollte sie nicht einlasse." In Wirklichkeit haben die Inspekteure die Erlaubnis zum vollstndigen Einlass erhalten, nachdem der Sicherheitsrat eine entsprechende Resolution erlassen hatte.

Powells UN-Rede
Zunchst wird hervorgehoben, dass interessanterweise Colin Powell in seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat am 5. Februar 2003 den Hinweis auf den Uran-Kauf in Afrika vermied (er traute wohl der Geschichte nicht so recht). Dafr gab es aber andere Probleme in Powells Rede. Er schmckte z.B. ein aufgezeichnetes Gesprch zwischen irakischen Offiziellen ber Waffeninspektionen aus, um es belastender aussehen zu lassen: Er ersetzte einen Befehl, wonach die alten und die verlassenen Waffenstandorte zu "untersuchen" seien (inspect) in einen Befehl, solche Standorte "zu subern" (clean out). Und er fgte den Satz hinzu: "Stellen Sie sicher, dass nichts vorhanden ist". Ein Satz, der sich in den offiziellen bersetzungen des State Departments nirgends findet. Ferner bezog sich Powell nachdrcklich auf die Enthllung des irakischen nicht-konventionellen Waffenprogramms durch den berlufer Hussein Kamel, ohne anzumerken, dass Kamel gesagt hatte, dass alle diese Waffen zerstrt worden seien.

Andere Vorkriegs-Tuschungen
Sogar wenn Tuschungen der Regierung blogestellt wurden, widerrufen die Medien im allgemeinen die Nachrichten nicht. In einem beachtenswerten Artikel auf der ersten Seite der Washington Post vom 22. Oktober 2002 berichtete Dana Milbank ber zwei zweifelhafte Beschuldigungen Bushs gegenber dem Irak: Einmal sein Zitat aus einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehrde (IAEA), wonach der Irak nur sechs Monate davon entfernt sei Atomwaffen herzustellen; und zum anderen dass der Irak eine wachsende Anzahl unbemannter Flugkrper bese, die zu Missionen mit dem Ziel USA benutzt werden knnten. Milbank stellt in ihrem Artikel fest, dass diese Behauptungen "zweifelhaft, wenn nicht sogar falsch" waren. Denn erstens seien die Flugkrper weit davon entfernt, die USA zu erreichen und zweitens gab es den Bericht der IAEA berhaupt nicht. Bedauerlicherweise, so heit es abschlieend in der Erklrung von FAIR, werden solche Beispiele in der gegenwrtigen Mediendiskussion - einschlielich der Washington Post - ber Bushs Glaubwrdigkeit kaum erwhnt."
Satellitenfotos
"FAIR Fairness & Accuracy In Reporting
Bush Uranium Lie Is Tip of the Iceberg
Press should expand focus beyond "16 words"
July 18, 2003


Five months later, the truthfulness of one claim in George W. Bush's State of the Union address has become the focus of growing media scrutiny. The attention media are paying to this single assertion should be part of a larger journalistic inquiry into other misstatements and exaggerations that have been made by the Bush administration about Iraq.

In the January 28 speech, Bush claimed that "the British government has learned that Saddam Hussein recently sought significant quantities of uranium from Africa." That assertion was similar to claims made previously by administration officials, including Secretary of State Colin Powell (CBS Evening News, 12/19/02), that Iraq had sought to import yellowcake uranium from Niger, a strong indication that Saddam Hussein's regime was reconstituting its nuclear weapons program.

In fact, the Niger story, as documented by journalist Seymour Hersh (New Yorker, 3/31/03) and others, was based on crudely forged documents. In addition, the administration's own investigation in March 2002 concluded that the story was bogus. As one former State Department official put it, "This wasn't highly contested. There weren't strong advocates on the other side. It was done, shot down" (Time, 7/21/03).

Bush's use of the Niger forgeries has received considerable media attention in recent days. Much of this reporting has been valuable, and some outlets have broadened the inquiry beyond one passage in a speech. The Washington Post's Walter Pincus, for example, suggests (7/16/03) that the uranium claim remained in the State of the Union address because "almost all the other evidence had either been undercut or disproved by U.N. inspectors in Iraq."

Much media coverage, however, has focused narrowly on the Niger incident, putting the press is in danger of ignoring the most important question the story raises: Does the uranium claim indicate a larger pattern of deceptive claims made about Iraq? At minimum, the following assertions made by the Bush administration also deserve media scrutiny:

Aluminum tubes:
In the State of the Union address and elsewhere, the White House has claimed that Iraq was seeking to purchase high-strength aluminum tubes to use in processing uranium, tubes Bush said would be "suitable for nuclear weapons production." But a report in the Washington Post (9/19/02) months before Bush's address noted that leading scientists and former weapons inspectors seriously questioned the administration's explanation-- pointing out that the tubes, which would be difficult to use for uranium production, were more plausibly intended for artillery rockets. The Post also noted charges that the "Bush administration is trying to quiet dissent among its own analysts over how to interpret the evidence." Commendably, some reporters, like NBC's Andrea Mitchell (7/14/03), have questioned the aluminum tubes claim in recent reporting about Bush's State of the Union address.

Iraq/Al Qaeda links:
When Bush announced the end of hostilities in Iraq in a May 1 speech aboard the USS Lincoln, he said of the defeated Iraqi regime: "We have removed an ally of Al Qaeda." While a Saddam Hussein/Osama bin Laden connection was one of the administration's early justifications for going to war, it has produced no evidence to demonstrate this link exists. There is evidence, however, that the administration was deeply invested in proving such a tie, as former Gen. Wesley Clark attested recently on Meet the Press (FAIR Media Advisory, 6/20/03). Yet media accounts of Bush's USS Lincoln speech hardly raised an eyebrow over this attempt to keep the Iraq/Al Qaeda link alive.
Satellitenfotos
The trailers:
Bush presented the discovery of two trailers in Iraq as proof that Iraq possessed banned weapons: "We found the weapons of mass destruction. We found biological laboratories," he told Polish TV (Associated Press, 5/31/03). "They're illegal. They're against the United Nations resolutions, and we've so far discovered two. And we'll find more weapons as time goes on. But for those who say we haven't found the banned manufacturing devices or banned weapons, they're wrong, we found them." But serious questions had been raised within the administration about whether these trailers had anything to do with biological weapons-- doubts that soon emerged in a New York Times article (6/7/03). No evidence has been put forward confirming that the trailers were designed for anything other than the production of hydrogen for artillery balloons, as captured Iraqis had said (London Observer, 6/8/03).

Weapons Inspections:
More recently, Bush has flagrantly misrepresented the history of the prewar conflict with Iraq over weapons inspections, telling reporters on July 14, "We gave him a chance to allow the inspectors in, and he wouldn't let them in." In fact, after a Security Council resolution was passed demanding that Iraq allow inspectors in, they were given complete access to the country. The Washington Post (7/15/03), describing Bush's remarkable statement, could only say that his assertion "appeared to contradict the events leading up to war this spring." Joe Conason (Salon.com, 7/15/03) took note of "the press corps' failure to report his stunning gaffe. The sentence quoted above doesn't appear in today's New York Times report, for example."

Powell's U.N. address:
Some of the current reporting over the Niger uranium forgery notes that Colin Powell was less confident about the story, as evinced by the fact that he did not include the claim in his February 5 address to the United Nations. But Powell's speech had problems of its own. As pointed out by Gilbert Cranberg (Washington Post, 6/29/03), Powell embellished an intercepted conversation about weapons inspections between Iraqi officials to make it sound more incriminating, changing an order to "inspect the scrap areas and the abandoned areas" to a command to "clean out" those areas. He also added the phrase "make sure there is nothing there," a phrase that appears nowhere in the State Department's official translation. Further, Powell relied heavily on the disclosure of Iraq's pre-war unconventional weapons programs by defector Hussein Kamel, without noting that Kamel had also said that all those weapons had been destroyed (FAIR Media Advisory, 2/27/03).

Other pre-war deceptions:
Even when administration deceptions have been exposed by prominent mainstream outlets, the media in general tend not to recall them or draw connections. In October 2002, in a notable front-page article titled "For Bush, Facts Are Malleable" (10/22/02), Washington Post reporter Dana Milbank noted two dubious Bush claims about Iraq: his citing of a United Nations International Atomic Energy report alleging that Iraq was "six months away" from developing a nuclear weapon; and that Iraq maintained a growing fleet of unmanned aircraft that could be used, in Bush's words, "for missions targeting the United States." While these assertions "were powerful arguments for the actions Bush sought," Milbank concluded they "were dubious, if not wrong. Further information revealed that the aircraft lack the range to reach the United States" and "there was no such report by the IAEA." But recent media discussions of Bush's credibility-- including in the Washington Post-- have rarely mentioned these examples."

Abbildungen: www.official-documents.co.uk/document/reps/iraq/chap03.htm


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BURKS ONLINE 17.05.2004
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