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 Schlapphte: Klappe, die 837ste Nchstes Thema anzeigen
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burks
Webmaster
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 07.09.2003, 23:51 Antworten mit ZitatNach oben

Das Bonmot drngt sich auf: Der Verfassungsschutz hat keine Affren, er ist eine Affre. Wer nach "Verfassungsschutz Affre" im WWW sucht, erhlt fast dreitausend Treffer. Das sagt nicht viel aus, sind doch die meisten Fundstellen genau so unseris wie die Schlapphte selbst. Die wohlwollenden Stammleserinnen und geneigten Stammleser dieses kleinen Familienforums vermuten jedoch zu Recht, dass das Thema Verfassungsschutz hier nicht unter Politik, sondern unter Humor abgehandelt werden wird und muss. Am liebsten wrde ich den KollegInnen, die diesen Laden immer noch ernsthaft zitieren, zwei Lcher in den Bauch schiessen und in der nchstgelegenen Kladde unter "Slapstick" abheften.

Und wenn ich die hofberichterstattenden Schlagzeilen lese: "Geheimdienst kooperiert mit Brandenburg/Schwerpunkt: Bekmpfung des Rechtsextremismus", "Verfassungsschutz will knftig Politiker kompetent beraten", geht mir nicht nur der Schlapphut hoch, sondern ich schlage mir wegen der wohl unfreiwilligen Komik der Aussage auf die Schenkel: Was hat der VS denn vor dem heroischen Entschluss gemacht, wenn er ab jetzt kompetent bert?

Alle Hauptstadtzeitungen beteiligen sich an der Don Quichotterie. Der Anlass, 2346ste Version: "Ein V-Mann des Brandenburger Verfassungsschutzes hat 2001 eine Polizeirazzia an die Neonaziszene verraten. Damit haben die Ermittlungen den Vorwurf des Geheimnisverrats durch den rechtsextremen Spitzel Christian K. besttigt." Nur einer? Nur einmal? Das geschtze Publikum kennt Burks' und dessen Weblogs Kernkompetenz - ich verweise verschmt auf diverse Linksammlungen und Artikel zum Thema. Man muss sich nur die berschriften der voraufgegangenen Berichte auf der Zunge zergehen lassen: "Abgeordnete sehen keine V-Mann-Affre". Und wenn die geschtzten KollegInnen von einer "Sicherheitsbehrde" reden und damit die Unsicherheitsbehrde Verfassungsschutz meinen, muss ich doch sanft daran erinnern, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Neonazi-Terroristen V-Leute waren. Dieses affirmative und unkritische Geschreibsel dokumentiert nicht nur mangelnde Recherche, sondern ein journalistisches Gedchnis, dessen Vermgen sich dem eines Regenwurms angleicht.

Die Kernfrage - aus politologischer und vlkerkundlicher Sicht - bleibt: Warum schickt man den Verfassungsschutz samt seiner Totalitarismus-Theoretiker nicht einfach in die Wste? Bei Sozialhilfeempfnger und bei den Armen soll schrfer kontrolliert werden. Die Schlapphte wurschteln zeitungslesend, bespitzeld, abhrend und sinnfrei vor sich hin, die Ergebnisse betreffend. Und bekamen whrend der allgemeinen Terrorismus-Paranoia immer immer mehr Befugnisse.

Ohne in die Posaune allgemeiner Verschwrungstheorien blasen zu wollen: Wenn ein knappes Fnftel (nach Selbstauskunft des VS) aller Neonazi-Kader vom Staat finanziert werden, sollte das zumindest bewirken, dass sich bei einigen VolksvertreterInnen die Gehirne einschalten. Doch Fehlanzeige: Kerstin Kaiser-Nicht (PDS) fordert nicht das Nchstliegende, sondern tnt: Der Verfassungsschutz sei "eine Realitt, die ich im Augenblick nicht in Frage stelle." Wann denn? Nach der 362783sten Affre? Wenn sich herausstellt, dass Osama bin Laden von deutschen Steuergelder bezahlt worden ist? Selbst dann nicht. Derartige Platitden sind allerdings bei Frau Kerstin-Nicht nicht weiter verwunderlich, hat sie doch eine einschlgige Biografie als "IM Karin". Da war doch irgendeine Redensart von einem Bock, dem ein Beruf zugewiesen wurde, der zu seinen Gepflogenheiten nicht so recht passen wollte.

Voraussagen sind immer kompliziert, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Trotzdem - ich traue mich: Der Verfassungsschutz wird nie und nimmer abgeschafft werden. Ist eine Behrde in Deutschland einmal da, geht sie nicht wieder weg. Ausser sie lsst den Bundeskanzler umbringen. Ich kann mir die news.google.de-Headline lebhaft vorstellen: V-Mann aus dem Ruder gelaufen: Gerhard Schrder versehentlich erschossen! Grnen-Politiker Strbele fordert Reform des Amtes. "Das sind die Extremisten", sagte Beckstein. "Der Versuch, das auf den Verfassungsschutz zu schieben, ist absurd."

Ceterum censeo: Verfassungsschutz esse delendam.

08.09.2003
BurkS

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