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 CSU fordert Quote fr Auslnderkinder Nchstes Thema anzeigen
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burks
Webmaster
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 27.08.2003, 23:01 Antworten mit ZitatNach oben

Die CSU fordern eine Quote fr Auslnderkinder in Schulen. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man jedoch nicht mehr, was die CSU will. Anlass genug fr dieses kleine Familienforum, den rassistischen Diskurs-Mainstream, der es gut meint, nher unter die Lupe zu nehmen. Gut gemeint deswegen, weil deutsche Schulen in der Pisa-Studie extrem schlecht abgeschnitten haben. Das investigativste aller Online-Magazine formuliert recht hsslich: "Zu den Kernproblemen zhlt die soziale Selektion." Selektionen gab es im Konzentrationslager, sagt der Sprackkritiker, ganz nebenbei bemerkt. Unter dem Titel "Mal ehrlich? Dumme Auslnderkinder?" habe ich mich zum Thema in Form eines Weblogs schon im Mrz hinlnglich geussert. Das Motiv der CSU ist im brigen einigermaen honorig, das kann ich auch als Erzlinker besttigen: es gehe darum die Integration zu frdern und Ghettobildung zu verhindern. Im Klartext heisst das aber: nicht die Auslnderkinder sind des bels Wurzel, sondern die unstrittige Tatsache, dass oft die Kinder der Einwanderer - mit oder ohne deutschen Pass - sozial benachteiligt werden und sind.

Die Projektgruppe Islam der CSU, die die Sache ausgeheckt hat, hat sich offenbar weltanschaulich um 180 Grad gedreht: noch vor kurzem soll Deutschland angeblich kein "Einwanderungsland" gewesen sein. Jetzt formuliert man khn: "...dass Zuwanderer aus muslimischen Lndern nicht mehr allein als Gastarbeiter zu uns kommen. Vielmehr hat die Mehrheit der Muslime in unserem Land eine grundlegende Neuorientierung in ihren Lebensentwrfen vorgenommen: Deutschland ist ihnen dauerhafter Lebensmittelpunkt geworden." Allerdings will ich der These, Einwanderer mssten in unser durch die "christlich-abendlndischen Leitkultur geprgtes Gesellschaftssystem" integriert werden, vehement widersprechen. Erstens ist der Islam schon seit Jahrhunderten Teil der deutschen Kultur. Ich wsste zweitens nicht, wie Juden aus Russland in eine mir ohnehin verhasste christliche und antijdische Tradition "integriert" werden sollten; und wie das drittens mit Muslimen geht, ohne sie in schnster kreuzzglerischen Manier zu missionieren, ist mir auch schleierhaft. Als Heide versuche ich viertens zu verhindern, dass Immigranten mit Opiums frs Volk versorgt werden. Noch einmal zum Mitschreiben: Die Trkei ist ein skularer Staat. Nicht alle Einwanderer aus der Trkei sind Muslime. Und sie sollten es auch nicht sein. Und ich gehe jede Wette ein, dass im so genannten "christlich-islamischen" Dialog die groe Gruppe der deutschen Aleviten nicht vorkommen.

Bei genauer Lektre stellt sich heraus, dass die CSU die Quote doch nach der Staatsbrgerschaft regeln will und nicht danach, ob die Kinder mit "Migrationshintergrund", wie man das im gut meinenden Neusprech nennt, gut deutsch sprechen oder nicht. Und das ist selbstredend Unfug. Heike Runge schreibt in der Jungle World, die zur Leitkultur der Linken gehrt: "Niemand, der noch alle Zwetschgen beisammen hat, kann bestreiten, dass Kurse, in denen Einwanderer Deutsch als Fremdsprache erwerben, ntzlich sind. Und zwar nicht nur fr den Staat und die Wirtschaft, sondern eben auch fr die Teilnehmer. Diskutieren kann man doch lediglich darber, ob so ein Unterricht Pflicht oder Angebot sein sollte."

Dr. Ludwig Spaenle, der Leiter der Projektgruppe und kulturpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, lsst in einem Interview mit der Bayerischen Staatszeitung die christliche Katze aus dem Sack. Auf die Frage, wie er sich die Zukunft vorstelle, sagt er: "Ferner einen selbstverstndlich gewordenen Islamunterricht an unseren Schulen." Am besten vermutlich sogar unter dem Kruzifix?! Diese Art von "Integration" verhte das zustndige hhere Wesen. Ceterum censeo: Religionsunterricht raus aus der Schule!

28.08.2003
BurkS

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