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 [Mythos RAF 2] Bettina Rhl: Geheuchelt und gemeuchelt Nchstes Thema anzeigen
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 05.08.2003, 23:33 Antworten mit ZitatNach oben

[Mythos RAF 2] Gastkolumne Bettina Rhl: Geheuchelt und gemeuchelt

Geheuchelt und gemeuchelt wird, seitdem es Menschen gibt. Zumindest das Heucheln, insbesondere das ffentliche Heucheln, hat System, seit es eine massenmediale ffentlichkeit gibt. Seitdem hat irgendwie auch eine gewisse galoppierende Verirrsinnigung politischer Prozesse stattgefunden. Krieg und Gewalt haben nicht durch mediale Aufklrung ab, sondern zugenommen. Ein Produkt dieser unguten Entwicklung ist die RAF zweifelsfrei gewesen. Die Baader-Meinhof-Ensslin-Mahler-Bande wurde unter dem Krzel Baader-Meinhof-Gruppe zu der Chiffre neulinker westdeutscher Gewalt.

Das Publikum wird von den Medien belehrt, dass Baader-Meinhof durchgeknallte, unpolitische Straftter seien, was die Medien seit dreiig Jahren nicht daran hindert, demselben Publikum in schner Regelmigkeit ein Revival nach dem anderen zu bescheren, einen Heldenmythos nach dem anderen. Man denke nur an den gigantischen Medienrummel 1997, als ffentlich-rechtliche zweistellige Millionenbetrge bewegt wurden, um 20 Jahre des so genannten deutschen Herbstes schwelgerisch, kulinarisch, oberlehrerhaft, dokumentarisch-spielfilmartig, scheinbar kritisierend und per Saldo doch nichts als heroisierend, zu feiern und um die an die Macht gekommene 68er-Generation, in der Nabelschau - grauhaarig und faltig geworden - noch einmal nostalgisch zu vereinen.

Es folgten Jahre der Verpoppung. Mal obsiegte eher die Meinhof-Fraktion, mal eher die Baader- Fraktion. Letztlich aber ist nichts so konstant in den immer wirrer werdenden Zeiten wie der Mythos RAF. Kanzler kamen und gingen, Ostpolitik, Paragraf 218, Atomkraft - nein danke, der bereits fr das Jahr 2000 totgesagte deutsche Wald, Alice Schwarzer und Veronika Feldbusch und neuerdings die Superstars. Ohne Unterschied, ob wichtig oder vllig unwichtig. Alles was die Medien in die Hand nehmen, hat eine erschtternd geringe Halbwertszeit. Die Halbwertszeit des deutschen Terrorismus der siebziger Jahre scheint konstant eine Halbwertszeit
von unendlich zu haben.

Jeder Autor, wie jngst zum x- ten Mal in Ansehung von Meinhof geschehen, der ein Buch, einen Film, eine Ausstellung oder eine Verffentlichung sonstiger Art ber die Ikonen Baader und Meinhof absondert, wei sich sicher im 68er-Netz, wird aus geistreichen Quellen belobigt und mit Preisen berschttet, obwohl weder etwas Neues gebracht wird und nur Altbekanntes neu aufgebacken wird. Seien es groe Teile der Bundesregierung, sei es der Starfriseur Udo Waltz, der den Terroristen zur Tarnung die Haare frisierte, oder der Regisseur Peymann, fr den die RAF seit 30 Jahren ein Dauerbrenner ist. Oder der Spiegel-Chef Stefan Aust, der mit seinem Buch "Der Baader-Meinhof-Komplex" seinen Karrieresprung organisierte, um nur ein paar Namen zu nennen.

Die 68er propagierten, dass jede Gesellschaft ihre Verbrecher produziere und ihre Lieblingsterroristen, die RAF eben, auch eine Art verdiente Antwort einer bsen Bundesrepublik gewesen sei, die nur durch Gewalt zu entnazifizieren gewesen wre. Die RAF hat ungefhr die gleiche Legitimation wie ein Amoklufer, der wahllos Menschen umbringt, mit anderen Worten keine Legitimation, weshalb das umfngliche Auftauchen der RAF in der ffentlichkeit vllig absurd ist.

Wie wrden Sie entscheiden, wenn einer der unzhligen Amoklufer der Menschheitsgeschichte vor Petrus tritt und sagt: Lass mich in den Himmel, denn rein statistisch ist unter den zahlreicheren Opfern von Amoklufern mglicherweise auch irgendwann mal ein Kind gettet worden, aus dem htte ein Stalin, Hitler, oder Mao oder Pol Pot entstehen knnen. Warum soll nicht unter meinen Opfern, lieber Petrus, eines gewesen sein, aus dem ein bser Diktator entstanden wre? Dann htte ich doch eventuell eine gute Tat begangen, oder? Dieser Art von kranker allmachtswahnhafter Unwahrscheinlichkeitsrechnung fallen die RAF-Ausstellungsmacher anheim. Der Wahnsinn der kriminellen Energie konnte die Schuldfhigkeit der politischen Heuchler namens Baader-Meinhof nicht mindern, da die Terroristen wussten, dass sie reine Zerstrung betrieben, ohne auch nur eine einzige minimal legitimierende, politische Vision fr eine bessere Gesellschaft zu besitzen. Die RAF-Mitglieder hatten verstanden, dass, wenn sie sich zornig, wtend, politisch motiviert gaben, die Medien und das, was man spter "die 68er" nennen sollte, zum Tanzen gebracht werden.

Perverserweise sind die Opfer der 68er Gewalt, die Opfer der RAF in den vergangenen dreiig Jahren regelmig entweder vergessen worden, wie jetzt in der geplanten RAF-Ausstellung. Oder, wenn sie erschrocken dann pltzlich thematisiert wurden oder sich zu Wort meldeten, eilig in die Betrachtung einbezogen worden. Am Ende noch immer mit dem Ergebnis, dass die Opfer die RAF-Suppe erst recht interessant machten. berhaupt Diese ewigen Opfer, irgendwann mssen die auch einmal Ruhe geben. So war's am Ende noch immer. Die Opfer drfen permanent opfern und die Tter werden wie Experten gehandelt und drfen in die Zukunft der Welt hineinphilosophieren. Oft genug werden sie herangezogen, um die Jngeren und die lteren zu belehren und die Politik ein wenig besser zu machen. Opfer werden mit Zweifeln behaftet sorgenvoll nach ihrem Leben und der Verarbeitung gefragt, sie werden fr traumatisiert erklrt, fr einseitig und parteiisch. Die Tter heucheln vor Millionenpublikum zerknirscht und gekonnt Reue. Heimlich lachen sie sich tot darber, dass sie sich bereits selber exkulpiert htten und nun nicht stndig neu um Verzeihung bitten knnten. Jetzt seien eigentlich die traumatisiert unfhigen Opfer mit Vergebung dran.

Die Veranstalter der RAF-Ausstellung meinen, die Schau sei sinnvoll, damit die RAF ernsthafter behandelt wird. Sie sei als Antwort auf die unpolitischen Popanstze der Verarbeitung der RAF in den letzten Jahren zu verstehen. Man wolle gerade keine Mythenbildung. Oder der schlimme Satz, dass man nach den bleibenden Werten der RAF Ausschau halten wollte, die nicht als naiv abzutun seien, sei nur eine Idee aus der Anfangsphase gewesen. Genau dieser Ansatz ist schon tausendfach als Grund fr Verarbeitungs- oder Aufarbeitungsversuche der RAF genannt worden. Jedes Mal hat er kontraproduktiv gewirkt. Dieser Ansatz perpetuiert die Mythenbildung, weil behauptet wird, dass die Frage offen sei, ob es eine, auch nur rudimentre Legitimation fr die RAF gab. Diese Frage ist faktisch beantwortet: Mental kranke, drogenexzessive, fanatisierte, realittsverlustige von kommunistischer Unterwanderung profitierende Terroristen, die ausschlielich einen Ego-Trip exzessiv zu Lasten der Gesellschaft ausleben, haben keine Legitimation. Diesen Null-Wert kann man durch angeblich intellektuelle Hinterfragung nicht positiv anheben. Eine solche Veranstaltung ist eben keine Aufklrungsveranstaltung. Sie ist ein neuer Versuch zu verkleistern.

Kme die Ausstellung zu der berzeugung, dass die RAF keine politische Legitimation hatte, wrde sich die Ausstellung quasi ihrer eigenen Legitimation berauben. So steht eine solche Veranstaltung schon aus Eigeninteresse unter dem Druck, die RAF ganz schwarz zu zeichnen, aber ein paar erhaltenswerte Werte, die nicht naiv waren, der Gruppe am Ende dann doch zu attestieren. Wenn man das Ganze hrt und ein wenig mit Ausstellungserfahrung betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass da nicht nur liquide 100000 Euro aus ffentlichen Quellen in die Hnde der Macher flieen, sondern auch noch unzhlige sonstige Vermgens- und vermgenswerte Leistungen fr die RAF-Aussteller akkumuliert werden. Subventionierte Raummieten, steuerliche Gemeinntzigkeit, kostenlose Leihgaben, Mzene, mglicherweise ffentlich-rechtliche Medienbesucher, Reisezuschsse, und, und, und.. Wenn man all dies zusammenrechnet, kommen fr eine vllig nutzlose RAF-Beweihrucherungsveranstaltung Millionen zusammen. Genau wie 1997, als Millionen einem offentlich-rechtlich subventionierten Multimillionr namens Breloer fr seinen unsglichen, hochgelobten und prmierten RAF-Film zu Gute kamen. Der hatte die Mrder von damals als Drehbuchschreiber verwendet.

Wre in den vergangenen dreiig Jahren auch nur ein minimaler Teil des Geldes, welches in die RAF-Industrie - in Forschung, Lehre, Medien, Unterhaltung, Mode usw. - floss, fr die juristische, wissenschaftlich exakte Aufklrung ungeklrter Handlungen und fr die Aufklrung nicht verjhrter Morde ausgeben worden, und wre ein sachaufklrendes Klima mglich, htte es nicht nur die berhmten Aufklrungspannen nicht gegeben, sondern ein gnzlich anderes Geschichtsbild. Dann wre die RAF, so sie berhaupt je entstanden wre, ein seit dreiig Jahren vergessenes, politisch unbedeutendes kriminalistisches Phnomen gewesen.

Bettina Rhl

Bettina Rhl ist Journalistin und hat ein Buch ber 68, Terrorismus und die RAF geschrieben mit dem Titel "Sag mir, wo Du stehst" welches bis heute nicht erschienen ist, da das Buch kurz vor seinem Erscheinen im Januar 2001 von ihrem Verlag Kiepenheuer & Witsch berraschend gekndigt wurde. Die Autorin, so die Begrndung des Verlages, habe mit ihrer Verffentlichung der Fischer-Prgel-Fotos "einen anderen Autor des Verlages" (Fischer) ungebhrlich angegriffen. Das Buch, welches das Thema Fischer nicht berhrt ist bis heute prozessbefangen.

Bettina Rhl ist als Kind ber Monate Zeitzeugin der Grndung der RAF geworden und wurde selber 1970 ein Opfer der RAF, die sie und ihre Schwester - damals sieben Jahre alt - verschleppen lie, um sie nach Palstina zur Erziehung zu Terroristen zu verbringen. Dieser Plan der RAF misslang. Die Kinder konnten nach einem Aufenthalt von vier Monaten in einem Barackenlager in Sizilien ohne Wasser und Strom, wo sie von ihnen fremden Helfern der RAF betreut worden waren, von dem heutigen Chefredakteur des Spiegel Stefan Aust, der den Aufenthaltsort der Kinder von einem Aussteiger erfuhr, befreit werden.

Mehr ber die RAF-Ausstellung von und ber Bettina Rhl lesen Sie auf ihrer Homepage www.bettinaroehl.de [von Bettina Rhl]

Links zu Bettina Rhl
ZDF, 17.11.2002: "Bettina Rhl und ihre Mutter - Das schwere Erbe der Ulrike Meinhof". Von Madeleine Schulte-Langforth, bearbeitet fr ZDF.online.
svt.se nyheter - Bokslut ver tysk terrorism, 20.05.1998 Live-Interview in deutsch mit Bettina Rhl
ZEIT-dossier: Die dritte deutsche Vergangenheitsbewltigung
zitig.de: Die dritte deutsche Vergangenheitsbewltigung Link- und Quellensammlung zum Thema, auch das Bild Fischers.
Telepolis, 17.11.2002: Leichenteile im Pappkarton. Von Marcus Hammerschmidt.
Telepolis, 06.06.2001: Medien und Politik vom Joschka-Virus befreien - Bettina Rhls Internet-Kreuzzug gegen Joschka Fischer. Von Ernst Corinth.
Frankfurter Rundschau, 12.01.2001: Untergrnde einer Mutterbeziehung - Mit den Angriffen auf Joschka Fischer bearbeitet Bettina Rhl, die Tochter von Ulrike Meinhof, auch eigenes Erleben. Von Katharina Sperber.
e-politik.de, 12.01.2001: Die "Prgel-Affre" und ihre Journalistin. Von Stefanie Scharf.
politik-digital.de, 11.07.2003: Die Fischer-Affre - Deutsche Vergangenheitsbewltigung via Internet. Von Carolin Wetzel.
politik-digital.de, 11.07.2003: "Ich bin (k)eine Terroristen-Tochter" - Ein Gesprch mit Bettina Rhl. Von Carolin Wetzel.
n-tv.de, 08.11.2002: Bettina Rhl - Tochter einer Terroristin.
Die Welt: 04.08.2003: "Einen neuen Mythos Ulrike Meinhof darf es nicht geben". Von Ansgar Graw.
Tagesspiegel, 11.11.2002: "Ich mchte keinen neuen Mythos" - ein Gesprch mit Bettina Rhl. Von Lutz Haverkamp.
taz, 09.11.2002: Meinhofs spter Weg nach Osten. Von Christian Fller.
Sddeutsche, 01.08.2003: Der Vorschuss. Von Maxim Biller. (ber Klaus-Rainer Rhl)
World Socialist Website, 12.01.2001: Viel Lrm um Fischer. Von Peter Schwarz Trotzkisten.
3sat - Kulturzeit, 09.01.2001: Ohne Rechte gegen Links. Von Hans Leyendecker.
kunstrecht.de, 18.01.2001: Aufregung um Rechte an Fischer-Fotos. Von RA Andri Jrgensen.
Junge Welt, 20.11.2002: "Komplett entsorgt" - Mit Ulrike Meinhofs Gehirn soll die gesamte 68er-Bewegung irre gemacht werden. Ein Gesprch mit Ilse Schwipper. Von Christof Meueler.
BBC News, 09.11.2002: Mystery over German guerrilla's brain. Von Rob Broomby.
ceiberweiber.at, 01/2001: Die Alt68er und die Gewaltfrage. Von Alexandra Bader.
Ulrike Meinhofs Grab
medienheft, 28.11.2001: Verbrannt an der Fackel der Wahrheit - Analyse des Falls Joschka Fischer und Bettina Rhl. Von Fabienne Hohl.
Der Spiegel, 05.01.2001: Neue Prgel von und fr Fischer. Von Holger Kulick kostenpflichtig.
Der Spiegel, 27.02.2001: Die letzte Gefangene der RAF. Von Alexander Smoltczyk. kostenpflichtig
Der Spiegel, 27.02.2001: Die letzte Gefangene der RAF. Von Alexander Smoltczyk.
Die Welt: Die Macht der Sympathisanten - Debatte. Von Bettina Rhl.

Bettina Rhl ist die Tochter Ulrike Meinhofs und Klaus-Rainer Rhls.

Anmerkung Bettina Rhls:
"Entgegen dem, was in den Medien stand und dann sogar bei [url]kunstrecht.de[/url] usw. verffentlicht wurde, habe ich einen Lizenzvertrag mit dem Fotografen und auch sonst keine Filme entwendet, dafr Millionenhonorare verlangt oder sonst wie Schindluder getrieben. Ich habe berhaupt keinen Anlass zu einer solchen Verleumdungsorgie gegeben, als ich im Januar 2001 in "Bild" und "Stern" die Fischer - Prgel - Fotos plus 30 Zeilen Text verffentlicht habe.

Ich stand aber als freie Journalistin mit einer Bombengeschichte zwischen journalistenneidigen Stefan Austs, Leyendeckers und co., die aller selber gerne die Entdecker der Fotos und der groen Fischer-Story gewesen wren, also unpolitischen Gegnern gegenber, denen eine Aufdeckerin Bettina Rhl aus Konkurrenzgrnden nicht passte. Nahezu jedes groe Medium, mit dem ich unter strikter Verschwiegenheit gesprochen habe, hat schon vorher versucht, mich massiv auszubooten und sich die "Sensation" selber als Lorbeere anzustecken. Das alles hat nur etwas mit dem Wirbel um Ruhm und Kohle zu tun. Genauso durchgedreht ist der Fotograf Kleinhans und auch der Filmer der Sequenz Frhder, als sie erfuhren, wer auf ihren Bildern drauf ist.
[...]
Kleinhans hatte sich ein Jahr lang geweigert, den mndlich abgeschlossenen Vertrag schriftlich zu machen. Er belehrte mich wiederholt, dass unser mndlich abgeschlossener Lizenzvertrag ohne weiteres fr uns beide bindend sei und ich mich nicht so anstellen soll. Es wrde ihn nerven. weil er htte seine Lizenzvertrge seit 40 Jahren mndlich abgeschlossen und angeblich nie rger damit gehabt. Dies alles ndert nichts an der Tatsache, dass es bis hin zu Korrespondenz geeignete Beweismittel zu meinen Gunsten gibt.

Die Sache mit dem Fotografen ist vor Gericht. In der ersten Instanz ist ein Lizenzvertrag mit dem Fotografen besttigt worden. Das Landgericht hat entgegen der Sachlage eine Art Zwangskompromiss erfunden, in dem es entschied, ich habe in der Tat einen Lizenzvertrag mit Kleinhans geschlossen, von dem htte ich aber als beweisverpflichtete Partei nur nachgewiesen, dass er fr mein Buch "Sag mir, wo Du stehst" gilt, und nicht fr Verffentlichungen in anderen Medien. Dem Grunde nach hat Kleinhans also erst einmal einen Bags bekommen, in dem er seine Behauptung, die von den Medien unreflektiert - im Grunde zur Fischer - Verteidigung verbreitet wurden -, als glatte Lge vom Gericht bescheinigt bekam, dass er nmlich keinen Lizenzvertrag mit mir gemacht htte.
[...]
So, wo ich im Prinzip gewonnen habe, hat es trotz positiver Meldungen bei dpa und anderen fast keine Meldung gegeben. Die selber vielfltig befangene FAZ hat stark herunter gefahren und - die Sache ein wenig verflschend - eine kleine Meldung gemacht...Die Taz hat positiv gemeldet, dass ich die Bilder in meinem Buch verffentlichen darf.

Kleinhans wollte das Urteil brigens rechtskrftig werden lassen. Ich habe Berufung eingelegt, weil ich mehrere Beweise habe, die auch den Lizenzvertrag fr Medien und Homepage belegen. Kleinhans hat, wie gesagt, die eigene Berufungsfrist versumt und dann eine bloe Anschlussberufung eingelegt, um wenigstens in soweit den Eindruck zuverwischen, dass er schon durch mein halb obsiegendes Urteil eingeknickt ist.
[...]
Zwei ganz wichtige Faktenbehauptungen, auf die sich die Medien strzten: 1. mein Buchvertrag sei gekndigt und 2. ich htte keinen Lizenzvertrag wegen der Fotos, beide falsch, sind von den Medien nicht in derselben und adquaten Weise richtig gestellt worden. Die Kndigung von Kiepenheuer & Witsch ist laut Landgericht Hamburg unwirksam und zwar hinsichtlich smtlicher manirierter Kndigungsgrnde, und wie gesagt, die Lizenzrechtslage, stellt sich bei genauerer Sachkenntnis etwas anders dar.

Sowohl Leyendecker (Sddeutsche), als auch Hanfeld (FAZ), als auch dpa (Schnurrer) die verschiedenen Rechtsanwlte, die ber die Sache geschrieben haben, haben meine Person nicht zu der Sache befragt, also den Grundsatz alter partes zu hren gebrochen und einfach die Verleumdungen von Kleinhans bzw. Frhder geschrieben.

Da ich zu der Zeit kein Presseorgan zur Verfgung hatte, konnte ich dem nicht entgegen treten. Ich habe aber sofort Strafanzeige gegen den Fotografen gestellt. Die Vorwrfe des Filmers, ich htte sein Material geklaut, die vor allem in Hamburg herumgeisterten, erledigten sich von selbst. Der NDR hat sogar eine richtig stellende dpa-Meldung herausgegeben.

Vgl. auch eine E-Mail Rhls zum Thema "Lizenzvertrag" v. 05.08.2003

Der Artikel erschien zuerst am 30.07.2003 in der Magdeburger Volksstimme. Abdruck mit freundlicher Erlaubnis der Autorin.
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