www.burks.de Foren-bersicht www.burks.de
Burkhard Schr�ders [Burks] Forum - f�r Kosmopoliten und Kaltduscher
burks.de: Forum für Kosmopoliten und Kaltduscher
burksblog.de: ab 01.01.2008 geht es hier weiter!
privacyfoundation.de: German Privacy Foundation
 FAQ  •  Suchen  •  Mitgliederliste  •  Benutzergruppen   •  Registrieren  •  Profil  •  Einloggen, um private Nachrichten zu lesen  •  Login
 Renate Schmidt, das ist igitt! Nchstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Neues Thema erffnenNeue Antwort erstellen
Autor Nachricht
burks
Webmaster
Webmaster


Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 22.05.2003, 00:15 Antworten mit ZitatNach oben

Was machen eigentlich die Brger von Schilda? Hecken sie Schildbrgerstreiche aus? Nein, sie haben endlich einen gut bezahlten Job: sie schreiben im Kollektiv die Presseerklrungen der Bundesministeriums fr Familie, Senioren, Frauen, Jugend und andere gesellschaftliche Splittergruppen. Folgende Textbausteine kommen dabei zum Einsatz: "Die Nazis", "werden immer besser", "machen immer fter", "Sorge", "jugendschutz.net".

Natrlich ist die aktuelle Verlautbarung1, die brauen Bsen und das Internet betreffend, frei erfunden bzw. von den Mainzer Jugendschutzwarten bernommen, die eine beliebige Meldung der letzten Jahre zum Thema wiederaufbereitet haben, um in den Augen der staunenden ffentlichkeit nicht als berflssig und abwickelbar dazustehen.

"Die Tendenz ist Besorgnis erregend: Websites mit rechtsextremem Inhalt werden attraktiver gestaltet und professioneller." Aufregend und schlagzeilenverdchtig wre das Gegenteil: Nazis werden immer doofer und unprofessioneller. Um harte Fakten beizubringen: Die Software fr Content Management Systeme wird immer besser und professioneller. Deshalb haben immer bldere Nazis trotzdem Websites, die Jugendschutzwarte immer fter zum Gebrauch von Komparativen animiert (Nazis: hher, schneller, weiter, besser.)

"Rechtsextreme appellieren auf ihren Websites mit emotional aufheizender Argumentation geschickt an die Gefhle und Zukunftsngste von jungen Menschen." Nein, tun sie nicht. Und schon gar nicht geschickt oder gar mit gefhlsmssig aufheizenden khl argumentierenden Worten. In Wahrheit verbreiten Nazis den immer denselben kackbraunen Mist, den der Grfaz schon vor 70 Jahren von sich gab. "Gleichzeitig bieten sie verfhrungskrftige, einfach gestrickte Lsungsmodelle aus rechtsextremer Sicht". Schon wieder verkehrt. Dito. Aber man knnte fast vermuten, die Jugendschutzwarte aus Mainz seien selbst empfnglich fr diese einfach gestrickten Lsungsmodelle, da eine klammheimliche Faszination zwischen den Zeilen hervorscheint

"Bedenklich ist auerdem, dass sich Rechtsextreme zunehmend ber das Internet koordinieren." Verehrte Frau Ministerin Renate Schmidt alias BrgerInnen von Schilda in der Presseabteilung: Da ist ein Textbaustein hineingerutscht, dessen Verfallsdatum schon seit zehn Jahren abgelaufen ist. In Wahrheit heisst der - vom Verfassungsschutz 85fach recycelte - Satz, der hier htte stehen mssen: Nazis nutzen das Internet immer fter. Der wohlwollende Leser und die geneigte Leserin sollen dann erschrecken, besorgt dreinschauen und mehr Geld fr die Zensurmassnahmen der Jugendschutzwarte lockermachen."Wir beobachten rechtsextreme Internetseiten und ihre Anbieter sehr genau..." Danke, Frau Schmidt! Das erklrt die hohen Zugriffszahlen auf www.burks.de/nazis.html. Und bitte beachten Sie die Ergonomie, whrend Ihre MitarbeiterInnen unentwegt auf den Monitor starren!

"...und lassen die Websites wo immer mglich aus dem Internet entfernen." Nun gut, man sollte nicht ber jeden weissen Schimmel mkeln. Ich befrchtete schon, bei der bis jetzt zu beobachtenden schpferischen Eigenhhe des Pressetextes Botschaften lesen zu mssen wie: Wir entfernen Homepages sowohl aus dem Usenet als auch aus dem IRC. Aber warum - so die medienmetatheoretische Frage - lassen Sie die bsen Weltnetzseiten nicht einfach drin im Internet - als pdagogisch wertvolles, weil abschreckendes Beispiel?

"Das Internet bietet Rechtsextremisten ein Forum fr Austausch und Agitation." Wer htte das vermutet! Haben Sie, verehrte Frau Ministerin, schon mal daran gedacht, diese frappierende Tatsache dem Herrn Otto Schily zu melden, damit der weitere Manahmen durchfhrt und das Bse endlich verbietet? "Viele rechtsextreme Websites greifen aktuelle Probleme auf - ganz wie die Pressemeldungen der Bundesministerin. Das wirft wiederum Fragen auf.

Nun aber die investigative Recherche, fr die dieses kleine Familienforum berhmt ist. Die Top-jugendschtzende Nachricht: "Im Rahmen des entimon-Projektes hat [url]jugendschutz.net[/url] im September 2002 einen internationalen Verbund gegen Rassismus im Internet mitbegrndet. Das International Network Against Cyber-Hate (INACH - www.inach.net) vernetzt antirassistische Organisationen aus Europa." Wie die Screenshots zeigen, haben die vorgeblichen Anti-Hass-Netzarbeiter noch ein paar Probleme mit HTML, und so viel vernetzt ist auch nicht. Die doch sehr khne These, die "Meldestelle" sei vergleichbar mit dem Simon Wiesenthal Center oder der Anti Defamation Liga, entpuppt sich schnell als fast hochstaplerische Aussage, da die betreffenden Organisationen von derart dubiosen Gruppen alias "Meldestellen", die sich ungefragt an sie heranschleimen, gar nicht viel wissen wollen.

Vorgeblich "antirassistisch" deshalb, weil auch die so genannte Aktion Kinder des Holocaust weder eine Aktion ist, sondern das Ein-Mann-Unternehmen des Psychiatrie-Pflegers Samuel Althof - ber den schon das Ntige geschrieben worden ist2 - noch etwas mit dem Holocaust zu tun hat. Althof ist bekanntlich ein eifriger Befrworter von Zensur, somit politisch am rechten Rand anzusiedeln wie die Jugendschutzwarte aus Mainz. Dazu passt, dass der Domaininhaber der INACH die Magenta Foundation in Amsterdam ist, die wiederum, wie auch die Jugendschutzwarte, eine Meldestelle (www.meldpunt.nl, Meldpunt Discriminatie Internet) betreibt, die wiederum durch Zensurversuche gegen Indymedia Niederlande3 unangenehm auffiel, was wiederum wohl nicht zuflllig dem Vorgehen Samuel Althofs gegen Indymedia Schweiz hnelt4, was wiederum die Redensart besttigt: Gleich zu gleich gesellt sich gern. Warum sich aber Renate Schmidt zu diesen dubiosen Figuren gesellt - igitt! - und warum sie die BrgerInnen von Schilda in ihrer Pressestelle beschftigt, um dort heisse Luft zu verbreiten, wird eine hnlich ungelste Frage bleiben wie die, warum die Schildenser vergassen, Fenster in ihr Rathaus zu bauen.

1) www.bmfsfj.de/dokumente/Pressemitteilung/ix_92138_4751.htm
2) www.burks.de/artikel/bruecke.html
3) [url]indymedia.nl/nl/2002/10/6738.shtml[/url]
4) [url]your.trash.net/pipermail/siug-discuss/2002-February/002133.html[/url]

22.05.2003
BurkS

Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Beitrge der letzten Zeit anzeigen:      
Neues Thema erffnenNeue Antwort erstellen


 Gehe zu:   



Nchstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group :: FI Theme :: Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde