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 NPD oder CDU - das ist die Frage Nchstes Thema anzeigen
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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 10.04.2003, 23:16 Antworten mit ZitatNach oben

Brandenburger stehen ein fr Toleranz und Fremdenfreundlichkeit. Natrlich wei niemand, was das heisst. Wer wen? fragt man mit Lenin. Wer soll wem gegenber tolerant sein? Und wer ist hier fremd? Die NPD ist sicher fremd, weil sie die Prinzipien der Demokratie weder akzeptiert noch sie begriffen hat. In Frstenwalde singt man, wenn der Frieden in fernen Lndern herbeidemonstriert wird, schauerliche Lieder zu Gitarrenklngen und lsst Obernazis reden. Tolerant und fremdenfreundlich eben. Ist das gut oder schlecht?

Zu den Fakten (vgl. [url]germany.indymedia.org/2003/04/48140.shtml[/url]): Immer wieder Freitags demonstrieren die Domstdter fr den Frieden. Und da alle Rederecht haben, durfte auch der NPD-Vorsitzende Udo Voigt reden. Fr die Medien, u.a. Kontraste, war das ein gefundenes Fressen, um den aufgeregten Tonfall zu reaktivieren. Gerold Sachse, der Frstenwalder PDS-Vorsitzende:

Zitat:
Herr Jahn hatte seine Sensation und nennt das Pressefreiheit, und wir knne zusehen, wie wir die Scheie wieder wegbekommen.
Gnter Lahayn, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung:
Zitat:
Ich kann das eigentlich nur immer wiederholen. Das, was wir zur Wendezeit skandiert haben auf den Strassen, dass wir gesagt haben, Meinungsfreiheit ist auch das Recht des Andersdenkenden. Na, dann mssen wir es auch praktizieren. Das gilt auch fr solche Situationen. Auch wenn es uns unbequem ist.
Jetzt rudert er zurck:
Zitat:
Heute wei ich, dass der Abbruch der Veranstaltung die bessere Entscheidung gewesen wre.
Ach was. Die Entscheidung war richtig. Das ist aber gar nicht das Thema, Herr Lahayn. Die NPD beruft sich auf das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit. Und die lcherliche und inflationre Parole "Neonazi-Aufmarsch verhindern" wre ein politisches Armutszeugnis.

Das kommt von das, mchte man rufen. Wer die sinnfreien Parolen wie "gegen Gewalt", "fr Frieden" oder etwas hliches protetantisch Gefhslduseliges demonstriert, darf sich nicht wundern, dass Nazis sich dort wiederfinden. Sind sie auch alle dafr oder dagegen. Neonazis sind auch fr Toleranz, wenn sie ihnen gilt, und gegen Fremdenfeindlichkeit, wenn sie bestimmen knnen, wer fremd ist oder nicht.

Robert Johann aus Frstenwalde gibt auf der Website von Indymedia einen guten Tipp:
Zitat:
Gut gefallen hat mir da z.B. eine Aktion die in Halle gelaufen sein soll. Dort ist auf der Demo die z.B. auch fr das Bleiberecht von Flchtlingen aufgerufen hat trotzdem auch die NPD weiter mitmarschiert. Ob die NPDler so was verstehen wei ich nicht, aber ich finde so eine inhaltliche Auseinandersetzung sehr viel sinnvoller als sich auf Gerangel einzulassen die auch nur einen ungewissen Ausgang haben.
Wenn die Neonasen sich an eine irgendeine gut gemeinte Demo heranschleimen, kann man das doch nur so verhindern: Das, was an textiler Symbolik in den deutschen Himmel gehalten wird, muss so sein, dass Faschisten den braunen Sch..., der ihr Inneres ausmacht, auf die Strae kotzen. Oder, als eine Gratis-Slapstick-Veranstaltung fr Antifas, sie marschieren unter Logos mit wie "Bleiberecht fr alle", "gegen Rassismus und Antisemitismus", "Kein Volk, kein Fhrer, kein Vaterland" oder unter noch schrferen und schneren Parolen, die wir hier nicht abdrucken knnen, weil dann dieses kleine Familienforum im nchsten Verfassungsschutz-Bericht als "linksextremistisch" auftauchen wrde. Nicht dass das irgendetwas bedeutete, aber es verschreckt die zahlreichen CDU-Leserinnen und -leser, die sich normalerweise hier tummeln.

Und genau das Problem muss man bei Friedensdemos lsen: Entweder man grlt sinnfreie Parolen und hat die NPD dabei. Oder man vertritt politisch aussagekrftige Forderungen, und muss dann auf die CDU verzichten. Es ist wie in der Apotheke: Sie entscheiden ber Risiken und Nebenwirkungen ihrer politischen Meinung. Oder, wie Tucholsky es und onlinejournalistisch kurz und knapp sagt: "Deutsch bleibt deutsch, da helfen keine Pillen."

www.spd-fuerstenwalde.de/index.php?&seite=presse_guenter100403&navi=index_navigation - Erklrung des Vorsitzenden Gnter Lahayn zur Friedensdemonstration am 4. April 2003
www.kontraste.de/0303/manuskripte/txt_rechtsradikale.html - Kontraste, die Sendung v. 10. April 2003
www.aktiv-gegen-rechts.de/ - Brandenburg
http://www.inforiot.de/news.php?topic=news&article_id=1737 - die bliche aufgeregte "Keinen Fussbreit den..."-Berichterstattung


11.04.2003
BurkS
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